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Lektionen

12 Lektionen, die mich mein Körper gelehrt hat…

Keuchend stehe ich am Rand des Sportplatzes. Es sind Bundesjugendspiele. Ich könnte heulen vor Erschöpfung. Warum nur funktioniert mein Körper nicht so, wie der anderer? Schon in so jungen Jahren zwingt er mich häufig zu Pausen, wo andere noch voller Energie sind. Ich schäme mich dafür, nicht so fit und leistungsfähig zu sein, wie sie. Still und leise bewundere ich die Sportlichen für ihre starken Körper und träume davon, genauso zu sein.

Das Leben hat seinen eigenen Plan.

Mit Mitte zwanzig bricht mein Körper zum ersten Mal zusammen, aber ich erhole mich wieder. Nur mit dem Sport und den Anforderungen im Job will es danach nicht mehr so recht klappen. Mit Mitte dreißig bekomme ich einen Infekt, von dem ich mich nicht mehr zu erholen scheine. Da ich beruflich nicht mehr mithalten kann und mir meine Kräfte selber einteilen möchte, mache ich mich selbständig. Leicht ist es bis heute nicht. Mein Körper zwingt mich immer wieder zu längeren Pausen. Mir bleibt nichts anderes übrig, als mich mit Existenzängsten und unrealistischen Erwartungen auseinander zu setzen.

Bis heute ist meine Konstitution anfällig geblieben. Was mir selbst auf der körperlichen Ebene fehlt, birgt diese Erkrankung in sich – Kraft und Ausdauer.

Lektionen die mich mein Körper gelehrt hat

Mein Körper ist dadurch zu meinem größten Lehrmeister geworden. Ich habe diese Challenge angenommen! Was blieb mir anderes übrig.

Wenn du das Gefühl kennst, nicht mit der Gesellschaft mithalten zu können, möchte ich dir mit diesem Beitrag ein wenig Mut machen. Lies hier, welche 12 Lektionen ich von meinem Körper gelernt habe.

1. Kräfte und Grenzen richtig einzuschätzen

Wenn dir dein Körper immer wieder die Zunge herausstreckt, nimmst du ihn irgendwann ernst. Du passt deine Erwartungen deinen realen Möglichkeiten an. Du lernst aber auch, ihn nicht nur zu schonen, sondern herauszufinden, was ihn fordert ohne zu überfordern.

2. Anzunehmen was ist

Wenn du krank bist und nicht verzweifeln willst, bleibt dir nichts anderes übrig, als die Situation anzunehmen. Das bedeutet nicht, dass du resignierst. Im besten Falle hörst du auf, gegen deinen Körper und seine Symptome anzukämpfen, weil es dich weniger Energie kostet. So nimmst du an und kommst in den Genuss von Energie, die zuvor im Widerstand gebunden war.

3. Wahrzunehmen statt Analysieren

Wenn du krank bist, siehst du dich manchmal mit analysierenden Aussagen konfrontiert. Besonders beliebt ist dieses Denken in der psycho-spirituellen Szene. Du hörst Aussagen, wie „Denk‘ mal darüber nach, warum du das hast.“, „Deine Krankheit ist ein Spiegel…“, „Das ist karmisch!“

Alles Bullshit!

Es mag sein, dass jede Krankheit eine psychische Ursache hat. Aber die Frage nach dem Warum impliziert Schuld, statt echte Verantwortung zu wecken.

Wahrnehmen erforscht liebevoll die Gegenwart und öffnet sich für die Wahrheit.

Analysieren sucht die Lösung in der Vergangenheit.

4. Dich dir selbst zuwenden

Durch Wahrnehmen erkennst du deine wahren Bedürfnisse. Du findest Wege, sie dir liebevoll zu erfüllen. Irgendwann leuchtet selbst dem selbstkritischsten Menschen ein, dass es nicht heilsam ist, sich selbst schlecht zu behandeln.

Wenn da Gefühle von Schuld und Scham sind, kritisierst du dich noch selbst.

5. Der Wahrnehmung vertrauen

Fünf Ärzte können fünf verschiedene Diagnosen hervorbringen. Wenn du jeder glaubst, verlierst du die Beziehung zu deiner inneren Weisheit. Es macht Sinn, solche Aussagen innerlich auf Stimmigkeit zu überprüfen.

6. Alleinsein meistern

Wenn du nicht mit der Energie anderer mithalten kannst, ziehst du dich zwangsläufig von manchen Menschen zurück. Du wählst deine Freunde mit Bedacht, weil du mit den falschen zu viel Energie verlierst. Dabei lernst du, die Dinge erstmal mit dir auszumachen. Kranke Menschen sind meistens nicht besonders gesellig. Sie brauchen mehr Ruhe als gesunde. Der Vorteil dabei ist, dass du das Alleinsein zu schätzen lernst.

7. Verantwortung übernehmen

Irgendwann merkst du, dass dich all die guten Ratschläge und Diagnosen nicht weiter bringen. Du beginnst, dir selbst mehr zu vertrauen und entscheidest, das Beste aus der Situation zu machen. Dein neues Ziel wird, deinem Leben trotzdem Sinn zu geben. Du erlernst die Strategie der kleinen Schritte, um doch noch einige deiner Wünsche zu realisieren.

8. Sich selbst und dem Leben vergeben

LektionenWenn du über einen längeren Zeitraum krank bist, wirst du mit Gefühlen wie Enttäuschung, Frust und Wut konfrontiert. Diese Gefühle fühlst du gegenüber deinem Körper, dem Leben, anderen Menschen oder auch der ganzen Welt. Es ist schwer für andere, das nachzuvollziehen. Denk nur mal, wie schwer das für dich selbst ist. Vergebung hilft dir, diesen Groll zu überwinden. Das wichtigste ist jedoch, zunächst deinem Körper zu vergeben. Dadurch wird viel Energie frei.

9. Unwichtiges und Schädliches loslassen

Zu Vergeben heißt nicht, dass du mit Menschen weiter Umgang haben musst. Ich habe durch meine körperlichen Grenzen gelernt, Menschen gehen zu lassen, die mich zu viel Energie kosten. Meine Leistungsfähigkeit und mein innerer Frieden sind mir auf diesem Weg irgendwann wichtiger geworden als falsche Harmonie.

10. Sich selbst wertschätzen

Eine körperliche Einschränkung zu meistern, erfordert innere Stärke. Heutzutage beziehen viele ihren Selbstwert über Leistung. Wenn diese Quelle wegfällt, fühlst du dich zunächst wertlos. Früher oder später wirst du dich auf dein Sein ausrichten, deine Gaben, deine Liebe und deine inneren Kraft wertschätzen.

11. Gefühle zulassen und sie liebevoll versorgen

Du lernst mit der Zeit, mit Gefühlen von Verzweiflung, Ohnmacht, Einsamkeit, Traurigkeit, Scham- und Schuld aber auch Wut, Ärger oder Enttäuschung umzugehen, weil du spürst, dass Widerstand alles noch schlimmer macht. Dann gibst du deine Abwehr auf und lernst dich in diese Gefühle hinein zu entspannen.

12. Unheilsame Gedanken loslassen

Wenn du krank bist, hast du viel Zeit zum Wahrnehmen und Reflektieren. Deine Gedanken werden dir eher bewusst. Lässt du das zu, erkennst du ihren Einfluss auf dein Wohlbefinden.

Fazit

Jeder Körper hat sein eigenes Energieniveau. Du kannst es nicht mit deinem Willen beeinflussen. Wenn du schon wenig Energie hast, vergeude sie nicht durch Selbstkritik und Strenge. In dieser Situation brauchst du vor allem Annahme und Mitgefühl. Selbstfürsorge und Demut gegenüber dem Leben sind die beiden wichtigsten Lektionen, die mich mein Körper gelehrt hat.

In dem kostenlosen Online-Kurs Keys2Happiness Camp erfährst du, wie du dich dir selbst liebevoll zuwendest.

Achtsame Grüße

Deine Claudia Heipertz – Wahrnehmungsguide

www.claudiaheipertz.de

 


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