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Wie du mit deinen Eltern Frieden schließt

„Wenn du glaubst, dass du erleuchtet bist, dann mach einen Besuch bei deinen Eltern!“ (Quelle des Zitats nicht bekannt)

Die Weihnachtszeit ist nun da – und mit ihr der Besuch bei den Eltern oder anderen Verwandten.

Früher, als ich noch glaubte, dass meine Eltern Recht hätten oder ich nach ihren Überzeugungen handeln müsse, waren ihre Ansprüche und Meinungen für mich purer Stress. Heute ist ihre Meinung eine willkommene Möglichkeit für mich, meinen Stand im Leben zu überprüfen. Bin ich froh, so wie mein Leben ist? Was finde ich selbst? Wie will ich mein Leben leben? 

Als Kind wollte ich es meinen Eltern recht machen, aber gleichzeitig auch so geliebt werden, wie ich war. Wenn sie nun heute noch über die Art, wie ich mein Leben führen sollte, eine andere Meinung haben, könnte ich dem Gedanken verfallen, dass ich wieder nicht so geliebt werde, wie ich bin.

Ich kann es mit Diskutieren versuchen und mir Mühe geben, ihnen zu verdeutlichen, warum mein Leben so ist, wie es ist, und dass es seine Berechtigung hat. Oder ich kann verstehen, dass es ihre Angelegenheit ist, was sie denken, und welche Maßstäbe sie setzen. Meine Angelegenheit ist, mir mein Leben so zu bauen, dass es für mich gut ist. Wenn ich mein Leben so leben kann, wie ich es möchte –  gerade wenn meine Eltern vielleicht anderer Meinung sind –, fühlt sich das für mich richtig frei an.

Wenn ich mit mir im Reinen bin, haben die Vorstellungen der anderen keine Angriffsfläche. Solange ich selbst noch zweifle, ob in meinem Leben irgendwas nicht richtig läuft, können mich die Meinungen anderer verunsichern. Mein Job ist also, mir selbst klar zu werden. Dafür ist die Work das beste Werkzeug, das ich kenne.

mit-deinen-eltern-frieden-schliessenAuch über Kindererziehung hatten meine Eltern und Großeltern zum Teil andere Ansichten. Ob das Baby im Tragetuch oder im Kinderwagen richtig aufgehoben sei, wie oft es etwas zu essen oder trinken brauchte, wie lange man es schreien lassen sollte und wann man die Windel abschafft. Später soll das Kind höflich „Guten Tag” und  “Auf Wiedersehen” sagen, sich immer gründlich die Hände waschen und von rot nach weiß die Zähne putzen.

Nach einigen hinterfragten Arbeitsblättern gehe ich zu einhundert Prozent davon aus, dass sie es gut meinen. Ich kann mich also fragen: Sind ihre Hinweise für mich brauchbar?

Ist es wahr, dass meine Tochter immer “Guten Tag” und “Auf Wiedersehen” sagen soll? Will ich das? Will sie das? Ich prüfe diesen Hinweis und komme zu dem Schluss: Ich brauche das nicht. Soll sie von rot nach weiß die Zähne putzen? Ich prüfe den Hinweis und denke: Ja, soll sie.

Außerdem möchte ich auch, dass sie mindestens zwei Minuten lang putzt. Alle Hinweise sind willkommene Anregungen, die ich an meiner Prüfstation auf eigene Tauglichkeit überprüfen kann. Wenn etwas für mich dabei war, sage ich Danke; wenn nicht, auch.

Denn wenn ich nichts verändern möchte, stimmt mein Leben an diesem Punkt schon so, wie es ist. Und das ist ein Grund zur Freude. Erwachsen sein heißt für mich, mir selbst im Klaren darüber zu sein, was für mich passt und stimmt. Ob ich schon helfen will oder immer noch denke, dass ich muss.

Ob ich meine stressigen Gedanken über meine Eltern immer noch glaube, oder ob ich sie überprüfe. Mit ihnen persönlich oder mit den vier Fragen. Wenn ich einmal weiß, was mir wirklich wichtig ist, wird viel Platz frei. Alles Rätseln, aller Ärger und alle Furcht verschwinden.

innere-ruhe-mit-InaIch weiß, was ich will und der Kopf ist frei für die schönen Dinge des Lebens.

 

Ich wünsche dir eine schöne Zeit und ein sehr frohes Weihnachtsfest!

Ina

www.inarudolph.de

 

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Wir hoffe, du hast heute ein wunderschönes Weihnachtsfest mit deinen Eltern – Oder hast du Stress mit deinen Eltern und was tust du dagegen?

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BUCHTIPP:
Das neue Buch von Ina Rudolph:

Ich will mich ja selbst lieben, aber muss ich mich dafür ändern?

 

 

 

 

 

Dieser Artikel wird dich auch gut durch die nächsten Tage begleiten:

Alte Kindheitsmuster auflösen – Mit THE WORK von Byron Katie

 

 

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