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4 Tipps für mehr emotionale Intelligenz in deiner Familie

Stichwort “emotionale Intelligenz”: Wenn wir im Kreis unserer Liebsten etwas verlieren, dann sicherlich nicht die Wohnungsschlüssel. Nein, es sind die Nerven. Ich erlebe das genauso wie du. Obwohl ich täglich meditiere, schafft es mein Sohn, mich in unter drei Sekunden auf 100 zu bringen. Fast so schnell wie ein Tesla. Das Schöne ist: Es passiert immer seltener. Wie das geht, erkläre ich dir hier.

Gründe für unsere familiäre Labilität

Vorher möchte ich noch kurz darauf eingehen, warum wir in Kontakt mit unseren Liebsten so dünnhäutig sind. Einerseits triggern dich deine Familienmitglieder so sehr, weil sie dich so gut kennen, wie niemand sonst. Bei deinen Sprösslingen kommt auch noch dazu, dass sie dich spiegeln. Das heißt, sie führen dir aufgrund ihrer genetischen Ähnlichkeit vor allem jene Eigenschaften an dir selbst vor Augen, die du nicht so magst. Mein Sohn zum Beispiel, erinnert mich in seinen emotionalen Reaktionen an eine Seite in mir, die ich immer wieder versuche zu kontrollieren. Seltsamerweise reagiere ich genau aus diesem Grund wiederum emotionaler auf ihn, als auf meine Töchter.

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Der zweite Grund, warum wir so sensibel auf die Menschen in unserem Familienumfeld reagieren: Wir erwarten viel mehr von Personen, die uns nahestehen. Du hast dir doch sicher auch schon gedacht: „Er/Sie kennt mich so gut, da erwarte ich mir schon mehr Verständnis“. Dass diese Reaktion verständlicherweise aber nicht zielführend ist, habe ich bereits in meinem Artikel „Die Kunst der Liebe – Wege aus der Erwartungsfalle” erläutert.
So, wie schaffen wir es nun, mehr emotionale Intelligenz in unser Verhalten zu integrieren, und wie können wir auch unseren Kindern (und Partner*innen 😉) dazu verhelfen, besser mit ihren Emotionen klarzukommen?

Tipp 1: Kümmere dich zuerst um dich

Wenn die Gefühle hochkochen, dann betrifft das in den meisten Fällen alle Beteiligten. Die Frage, die sich hier stellt, lautet: Wen kannst du in der unmittelbaren emotionalen Reaktion am ehesten kontrollieren? Richtig, nur dich selbst. Es ist wie in dem oft zitierten Beispiel vom Flugzeugnotfall. Wenn die Sauerstoffmasken herunterfallen, musst du dich unbedingt zuerst um dich kümmern. Du streifst dir die Maske über, damit du genug Luft hast, anderen zu helfen. Dasselbe gilt für deine Familie. Das Beste, das du für deine Familie in einer emotional aufgeladenen Situation tun kannst, ist Folgendes: Du sorgst dafür, dass du deine Emotionen wieder unter Kontrolle hast, indem du mehrmals tief durchatmest. Dann zählst du bis 10 und beobachtest dich selbst, als wärst du ein Charakter in einem Film. Frage dich ganz bewusst, welche Geschichte du dir gerade erzählst. Auf diese Weise wird dir klar, dass es eine Vielzahl an möglichen Reaktionen gibt. Eine davon besteht darin, einfach zu beobachten und ruhig zu bleiben.

Wenn dir das öfters gelingt, geht es dir nicht nur besser, dann bist du auch ein geeignetes Vorbild für deine Kinder. Sie lernen auf diese Weise, dass man nicht Opfer seiner Gefühle sein muss.

Tipp 2: Schmiede das Eisen, wenn es kalt ist

Dieser Spruch stammt aus der Neuen Autorität, entwickelt von Haim Omer, einem israelischen Psychologen. Er bedeutet, dass es erst dann sinnvoll ist, wichtige und klärende Gespräche zu führen, wenn die Emotionen abgekühlt sind. Weder du noch deine Kinder oder Partner*in sind in der Lage, klar zu denken, wenn unser Reptiliengehirn dominiert. Denn dann lässt uns unsere Amygdala nur noch zwischen Flucht und Kampf pendeln. Bis das Säugetiergehirn wieder Oberhand hat und unser präfrontaler Cortex uns wieder rationell denken lässt, kann es ein wenig dauern. Deswegen kann es durchaus sinnvoll sein, eine Auszeit einzufordern, und zwar für dich. Sag einfach: „Ich kann jetzt nicht klar denken, ich brauche jetzt Zeit, um mich wieder zu beruhigen.“ Auf diese Weise gewinnt ihr beide, dein Kind /dein Partner und du, genügend Zeit, emotionale Distanz zu dem aufwühlenden Ereignis aufzubauen. Wenn du es dann noch schaffst, mit einem klärenden Gespräch den Moment abzuwarten, der wirklich für alle passt, dann werdet ihr alle davon profitieren.

Tipp 3: Hilf deinen Kindern, ihre Gefühle zu verstehen

Heutzutage wissen wir, dass der EQ mindestens so wichtig ist wie der IQ. Deswegen ist es so von Bedeutung, dass du deinen Kindern hilfst, ihre Gefühle zu verstehen. Merkst du zum Beispiel, dass deine 4-jährige Tochter eifersüchtig auf eine Freundin ist, sie aber weder weiß, was Eifersucht ist, noch wie sie damit umgehen soll, dann kannst du ihr dabei helfen. Gehe zu ihr und benenne zuerst die Emotion auf eine Art und Weise, die ihr zeigt, dass du ihren Zustand annehmen kannst. So kannst du etwa sagen: „Du ärgerst dich! Kann es sein, dass du eifersüchtig bist auf deine Freundin?“ Anschließend erklärst du ihr, was du damit meinst. Du erläuterst ihr das Gefühl in einer Sprache,  die sich versteht. Wichtig ist dabei, dass du neutral und unterstützend auftrittst. So kann deine Tochter ihre Emotionen annehmen und verarbeiten. Sie muss sie dann nicht unterdrücken oder dramatisieren. Letzteres ist besonders hilfreich bei Verletzungen. Schließlich sind die Reaktionen der Eltern oft der Schlüssel für die Reaktionen der Kinder.

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Tipp 4: Hol dir Feedback

Alle Eltern wollen, dass sich ihre Kinder zu verantwortungsbewussten und selbstständigen Individuen entwickeln. Dies ist aber nur möglich, wenn du deine Kinder als Menschen wertschätzt und respektierst. Ein Weg, dies zu zeigen, der dir auch gleichzeitig in deiner Entwicklung sehr helfen kann, ist Feedback. Eine Möglichkeit, Rückmeldung von deinen Liebsten zu erhalten, ist relativ simpel und trotzdem sehr wirksam. Frag deinen Partner, dein Kind: „Auf einer Skala von 1 bis 10, wie würdest du unsere Beziehung bewerten?“ Und sobald du eine Zahl als Antwort erhalten hast, fragst du (solltest du keine 10 gehört haben): „Und was kann ich tun, damit es eine 10 für dich wird?“ Du wirst staunen, wie wertvoll diese Methode sein kann. Vorausgesetzt, du bist bereit, die Rückmeldung auch anzunehmen.

 

Ich hoffe, du wirst den einen oder anderen Tipp ausprobieren. In diesem Sinne, viel Spaß beim Experimentieren!

Vergiss nicht: Das Leben ist nur ein Spiel.

Auch wenn wir im Kreis der Familie oft so tun, als wäre das Gegenteil der Fall. Lass mich wissen, wie es dir ergangen ist. Ich freue mich immer über Kommentare und Rückmeldungen!

 

In Liebe,

Wolfgang Neigenfind.

Hier findest du alle Artikel von Autor, Lehrer und Redner Wolfgang.

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