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Werte

Diese 5 Werte sind für hochsensible und ganzheitliche Männer essentiell

Welche Werte für hochsensible Menschen am allerwichtigsten sind.

Oliver Domröse ist Veganer, Autor und Querdenker. Auf simplyfeelit.de schreibt er über Hochsensibilität, ganzheitliche Männlichkeit und Persönlichkeitsentwicklung. In seinem ersten Buch „Der sanfte Krieger“ interpretiert er die Themen Mann-Sein und Sensibilität für die heutige Zeit. Hier nun sein zweiter Artikel:

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Oliver_Domröse_CompassionerNachdem ich im letzten Gastbeitrag eine allgemeine Definition von Hochsensibilität und Mann-sein gab, möchte ich heute etwas spezieller werden. Inspiriert durch die Woche der Werte hier auf dem Compassioner und ganz aktuell aufgrund der US-Präsidentenwahl, möchte ich im heutigen Gastbeitrag über die Werte eines sensiblen und ganzheitlich denkenden Mannes schreiben. Werte waren mir schon immer ein wichtiges Thema und ich bin davon überzeugt, dass Werte in unserer heutigen Zeit einen immer höheren Stellenwert einnehmen sollten. Nur mit einem festen und klaren inneren Wertekompass sind wir gefeit davor, uns von Populismus und geschürten Ängsten vereinnahmen zu lassen.

Werte sind unser geistiges Rückgrat, unser Kompass durchs Leben. Werte geben uns Halt und Orientierung, auch in schwierigen Situationen. Werte können aber auch der Grund für so einige Konflikte sein, da jeder Mensch einen anderen Werteindex in sich trägt und diese unterschiedlichen System aufeinanderprallen können.

Ebenso kann es geschehen, dass du dich in manchen Situationen aufgrund deiner Werte sehr isoliert und unverstanden fühlst. Wer kennt solche Situationen nicht? Du bist mit einer Gruppe von Menschen zusammen und irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo du merkst, dass du etwas aus- oder ansprechen musst, um dir und deinen Werten treu zu bleiben, auch auf die Gefahr hin, dass du dich damit unbeliebt machst, die schöne Harmonie zerstörst.

Dies ist dann der Zeitpunkt, an dem sich zeigt, ob du bereit bist, für deine Werte im Feuer der Ablehnung und Isolation stehen zu bleiben, es aushalten kannst – oder eben nicht. Dieses Stehenbleiben im Feuer hat ganz viel mit Selbstachtung zu tun.

Ich habe mir schon sehr früh in meinem Leben Gedanken über Werte gemacht. Auch über den Sinn des Lebens, den Sinn dieser ganzen Veranstaltung hier auf Erden. Für was lebe ich? Für was gehe ich in diesem Leben? Für was bin ich hier?

Heute möchte ich mit dir die 5 wichtigsten Werte aus der Perspektive eines hochsensiblen Mannes teilen und dich gleichzeitig dazu ermutigen, dir über deine Werte als menschliches Wesen Gedanken zu machen. Für was stehst du im Leben und für welche Werte bist du bereit, durchs Feuer zu gehen?

5 wichtige Werte von hochsensiblen Menschen

Die nachfolgend aufgeführten Werte entsprechen natürlich vorrangig einer subjektiven Sicht, meinem inneren Wertekanon. Es ist aber durchaus so, dass ich bei vielen sensiblen Menschen, die ich in den letzten Jahren kennengelernt habe, gewisse Gemeinsamkeiten in Bezug auf Werte und Anschauungen erlebt habe.

  1. Authentizität: Authentizität bedeutet für mich in erster Linie mich in jedem Moment meines Lebens so echt und natürlich zeigen zu können, wie nur irgendwie möglich. Ohne Masken: verletzlich, echt, transparent. Wenn ich wütend bin, zeige ich es. Wenn ich traurig bin, zeige ich es. Wenn ich enttäuscht, sage ich es. Wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, sage ich es.

Authentisch zu sein bedeutet im Weiteren für mich, eine Kongruenz (=Übereinstimmung) von meinen Worten, Gefühlen, Gestik und Mimik herzustellen.Menschen, die authentisch leben, handeln wie aus einem Guss. Man spürt keine Ungereimtheiten zwischen ihrem Auftreten, Handeln und Sprechen. Man fühlt sich wohl in der Gegenwart solcher Menschen.

Es ist nahezu selbstredend, dass der Anspruch, jederzeit authentisch zu sein, nicht immer zu erfüllen ist. Ich kann ein Lied davon singen. Doch der Wille, es immer wieder zu versuchen, jede Sekunde aufs Neue, reicht meist aus, um dem Wert der Authentizität treu zu bleiben. Sich aber gleichzeitig nicht dafür zu verurteilen, wenn man mal wieder unauthentisch war, sich angepasst oder verstellt hat, der Harmonie wegen oder aus Angst vor Ablehnung.

 

  1. Integrität: Auf den ersten Blick ist Integrität dem Wert der Authentizität sehr ähnlich. Was auch stimmt. Man könnte Integrität als den großen Bruder von Authentizität bezeichnen. Und manchmal ist es sogar so, dass uns Integrität mehr abverlangt als Authentizität. Wo genau liegt nun der Unterschied? Der haarfeine Unterschied liegt für mich darin begründet, dass Integrität bedeutet, wahrhaftig nach den eigenen Worten und inneren Überzeugungen zu handeln, während der Schwerpunkt bei Authentizität mehr darauf liegt, im Einklang mit seinen wahren Gefühlen zu handeln.

Der Wert der Integrität kommt oftmals in Macht, aber auch Opferpositionen zum tragen: Nutze ich eine (machtvolle) Stellung in Politik oder Wirtschaft aus, um mir private Vorteile zu verschaffen? Stehe ich zu meinen Fehlern, oder verheimliche ich sie? Gebe ich der Kassiererin dass zu viel herausgegebene Wechselgeld zurück, oder behalte ich es? Konfrontiere ich die Hetzer, wenn über Unbeteiligte (z.b. Flüchtlinge) gelästert wird, oder halte ich aus Angst vor Konsequenzen meinen Mund?

Integrität bedeutet für mich ein höheres Maß an Selbstkontrolle und Achtsamkeit, da man nicht unreflektiert auf Situationen reagiert, sondern nach inneren moralischen und ethischen Wertmaßstäben handelt. Wenn unserer innerer Dialog nicht mit unseren äußeren Handlungen übereinstimmt, erscheinen wir nach außen hin unklar und unbeständig. Dies bleibt unserem Umfeld nicht lange verborgen. Wie soll mir jemand vertrauen, wenn ich fortlaufend widersprüchlich handle? Als Folge davon wird unsere Autorität, Akzeptanz und Ausstrahlung immer mehr abnehmen.

 

  1. Vertrauen: Dieser Wert ist mir speziell in all meinen zwischenmenschlichen Beziehungen immens wichtig. Ob Familie, Partnerschaft oder Arbeit: Vertrauen ist der Anfang von allem. Ohne Vertrauen befindest du dich in einer ständigen Anspannung, egal ob du dabei Angst hast, dass dir dein Kollege wichtige Informationen vorenthält oder deine Frau dich heimlich betrügt.

Ohne Vertrauen ist dein Nervensystem im ständigen Überlebens- und Alarmmodus. Permanent werden Stresshormone ausgeschüttet. Auf Dauer kann dies nicht gesund sein.Für mich als sensibler und spiritueller Mann bedeutet Vertrauen ganz konkret, nicht immer alles unter Kontrolle haben zu müssen – auch wenn mein Ego das immer wieder zu gern möchte. Auf eine umfassendere, intelligentere und ältere Kraft zu vertrauen, die schlauer ist als meine Kopfgeburten und die vor allem weiß, was wirklich wichtig ist für die menschliche und kollektive Entwicklung. Für den evolutionären Schöpfungsprozess.

Dieses Urvertrauen habe ich schon in so einigen Extrem- und Grenzsituationen erfahren. Wenn das diskursive, kreisende Denken immer ruhiger wird, man ganz im Hier und Jetzt ist, dazu bereit ist, zu vertrauen und loszulassen, stellt sich ein kaum näher beschreibbares Gefühl von Dankbarkeit und Lebensfreude ein.

Von Stille und einer ganz subtilen Freude, jenseits der täglichen, schnelllebigen Verzückungen, einer Freude an der nackten Existenz, am Dasein. Vor wenigen Wochen erst konnte ich diese existenzielle Freude auf einer Bergwanderung erleben, als ich ganz alleine einen 2.300 Meter hohen Gipfel bestieg und dafür durch so einige Ängste im wahrsten Sinne des Wortes hindurch wandern musste.

 

  1. Verantwortung: So lange ich zurückdenken kann, spüre ich ein tiefes Verantwortungsgefühl in mir. Es hat sich im Laufe der letzten Jahre immer weiter und differenzierter entwickelt. Aufgrund dieses Verantwortungsgefühls ernähre ich mich seit rund zwei Jahren hauptsächlich vegan, konsumiere ganz bewusst und wenig, benutze öffentliche Verkehrsmittel (kein Auto) und versuche so bewusst und ehrlich wie möglich mit meinen Gefühlen, Erwartungen und Bedürfnissen umzugehen.

    Verantwortung heißt für mich, anderen nicht für meine Gefühle, Handlungen und Lebensumstände verantwortlich zu machen.
    Verantwortung bedeutet für mich, achtsam und bewusst mit den begrenzten Ressourcen unserer Erde umzugehen. Verantwortung bedeutet für mich, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, und unseren wunderbaren blauen Planeten in einen bewohnbaren Zustand an nachfolgende Generationen zu übergeben.

Leider ist es so, dass ich immer wieder sehr viel Un-Verantwortung in meinem Umfeld erlebe – egal ob es sich dabei um Beziehungen, Gefühle, Taten oder den Umgang mit unserer Umwelt handelt. Oftmals habe ich den Eindruck, dass bei einigen Mitmenschen die Überzeugung vorherrscht, dass wir ewig leben, ewig so weitermachen können wie bisher.

Wissenschaftlich belegte Auswirkungen von Klimawandel, Massentierhaltung und Ressourcenausbeutung werden entweder marginalisiert oder gleich ganz abgelehnt, zum Teil sogar lächerlich gemacht, obgleich die Beweislast dafür erdrückend groß ist.

So einige obskure Verschwörungstheorien ranken sich mittlerweile um diese Themen. Immer wieder schleicht sich hierbei der Gedanke ein, dass diese Menschen einfach keine Verantwortung für die eigenen Taten und Lebensumstände übernehmen wollen.
Ein umfassendes Verantwortungsgefühl schließt für mich die subjektive, empirische, intersubjektive und systemische Ebene mit ein, weil wir als menschliche Individuen auf all diese (Seins-) Ebenen Einfluss nehmen und gleichzeitig eine gewisse Verantwortung tragen.

 

  1. WerteMitgefühl: Dieser Wert ist vielleicht derjenige, der uns hochsensiblen Menschen am ehesten zugeschrieben wird. Und es stimmt auch. Schon lange bevor ich vor über zwei Jahren mit dem Begriff Hochsensibilität in Berührung kam, fiel mir immer wieder auf, wie gut ich mich in die Lage von anderen, meinem Gegenüber, hineinversetzen konnte.

Mitgefühl hat für mich in erster Linie mit der Fähigkeit eines Perspektivwechsels zu tun. Ganz wichtig ist hierbei, gerade für uns Hochsensible, Mitgefühl von Mitleid zu unterscheiden. Ein Vorwurf, der uns gerne, und manchmal auch zu recht, gemacht wird. Mitleid bedeutet, dass ich mich nur im emotionalen Feld des anderen befinde, mich selbst und meine Bedürfnisse nicht mehr spüre.

Ich übernehme quasi vollständig die Gefühle meines Gegenübers und spüre mich selbst dabei nicht mehr. Ich nehme dadurch dem anderen die Verantwortung für seine Gefühle und Taten ab und verwechsele Hilfsbereitschaft mit Selbstaufgabe.Beim Mitgefühl dagegen bleibe ich ganz bei mir, meinen Gefühlen und Bedürfnissen, und kann trotzdem die Gefühle und Bedürfnisse des anderen wahrnehmen.

Ich kann genau zwischen meiner und der Perspektive des anderen unterscheiden. Ich kann zwar die andere Perspektive nicht immer verstehen, aber zumindest respektieren. Nur aus dieser Perspektive heraus kann ich verantwortlich und selbstbestimmt handeln – und zwar für mich wie dem anderen.

Ohne Mitgefühl, ohne die Fähigkeit des Perspektivenwechsels, hätte es in der Geschichte der Menschheit keine Menschenrechte, keine Abschaffung der Sklaverei und keine Frauenrechte gegeben – um nur einige Beispiele für die Bedeutsamkeit von Mitgefühl, richtig verstanden, zu geben. In unserer heutigen Zeit spielt Mitgefühl eine entscheidende Rolle bei solchen Themen wie der Flüchtlingskrise, Massentierhaltung oder der Gleichberechtigung von Schwarzen und Weißen. Fehlt einem Menschen jegliches Mitgefühl, wird es ziemlich düster.

Bei solch einem Menschen dreht sich alles nur noch um das eigene Ego, seine Bedeutsamkeit und sein Vorankommen – um jeden Preis und ohne jegliche Rücksicht auf andere. Eine Entwicklung, die in Form von zügelloser Egozentrik, in unserer modernen Zeit (leider) zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Am Ende meines Gastbeitrages hoffe ich, dass ich dir ganz allgemein ein Verständnis für die Wichtigkeit von Werten vermitteln konnte, und im speziellen für diejenigen von hochsensiblen Menschen. Es lohnt sich, sich einmal in einer ruhigen Minute hinzusetzen, und dir deine 5 wichtigsten Werte aufzuschreiben. Dein Leben gewinnt dadurch eindeutig mehr Klarheit und Richtung!

Was ist dein wichtigsten Wert?

Oliver

simplyfeelit.de

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