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7 Tipps, wie du lernst, ohne Schuldgefühle nein zu sagen

In ihrem neuen Artikel erklärt uns Autorin Barbara Vödisch, wie wir es leichter schaffen, nein zu sagen, wenn uns wieder einmal der Mut fehlt, zu uns selbst zu stehen. Barbara erklärt, warum ein Nein zu Anderen nicht zwangsläufig bedingungsloser Liebe widerspricht. Auf das Wie kommt es vielmehr an und auf die Art, wie wir es kommunizieren.

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Nein zu sagen gilt oftmals als egoistisch, unhöflich und wenig spirituell. Denn eigentlich
sollten wir ja, wenn wir sozial, spirituell oder humanistisch geprägt sind, bedingungslos lieben. Das beginnt mit den kleinen Gefallen, die wir als gute Tochter, Sohn, Freund/in, Ehepartner, Eltern oder Mitarbeiter erledigen, obwohl sie uns nicht passen. Es geht so weit, dass wir unser Leben für das Glück eines anderen Menschen aufgeben. Harmoniebedürftig flüchten wir uns in das Ja. Denn es ist zunächst bequemer, wenn wir die Frage nach Überstunden nicht verneinen, obwohl wir lieber Zeit für uns und unsere Familie hätten. Oder wenn wir die Erwartung unserer Eltern oder unseres Partners erfüllen, anstatt nein zu sagen und das Risiko einzugehen, andere zu enttäuschen oder zu verlieren.

Nein sagen: Geht das in der Liebe überhaupt?

Was meint bedingungslose Liebe eigentlich? Müssen wir alles ertragen im Namen der Liebe? Sind wir schuldig, wenn wir nein sagen? Die bedingungslose Liebe liebt bedingungslos, stellt nicht die Bedingung, dass wir immer ja sagen müssen. Sie umfasst das Ja und das Nein, sagt Ja zum Ja und zum Nein. Bedingungslose Liebe kann aber, falsch verstanden, krank machen. Bettina, eine Frau, die eines meiner Seminare besuchte, glaubte lernen zu müssen, die Affären und Launen ihres Mannes liebend hinzunehmen. Als ich ihr sagte, dass sie das nicht dulden muss, dass bedingungslos lieben nicht bedeutet, auf ein Nein zu verzichten, fiel eine Last von ihren Schultern.

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Sie hatte von sich erwartet, nicht eifersüchtig sein zu dürfen, ihren Mann liebend zu teilen und bedingungslos lieben zu lernen. Falsch verstanden hatte Susanne auch das mit der bedingungslosen Liebe. Sie konnte sich den Forderungen ihrer Mutter und Schwester nicht entziehen. Sie befürchtete, wenn sie nein sagt, egoistisch und schuldig zu sein.

Du kannst nein sagen, dich aus einem Kontakt lösen, der dir nicht gut tut. Du kannst nein sagen und gleichzeitig weiter lieben. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ja und Nein betreffen die duale Ebene. Die bedingungslose Liebe dahinter wird davon nicht berührt.

Kompromisse fordern einen hohen Preis

Mache dir bewusst, dass faule Kompromisse aus Angst nein zu sagen, nicht geliebt zu werden oder dich schuldig zu fühlen, in der Summe einen hohen Preis kosten. Ein Ja zu einer Beziehung, die dir nicht gut tut, ist ein Nein zu Dir. Sagst du ja zu dem, was du nicht magst, sagst du nein zu dem, was du liebst. Ein Ja zu Unwichtigem ist ein Nein zu Wichtigem. Zu leben wie es dir wirklich entspricht, erfordert viele kleine und große Neins, um Raum zu machen für das, was dir wirklich wichtig ist, um unbeschwert und leicht zu leben. Wenn wir „ja“ sagen und „nein“ meinen, sagen wir nein zu uns selbst, zu unseren Wünschen und Bedürfnissen. Tun wir das oft, verlieren wir uns. Natürlich kostet es viel Mut, nein zu sagen in Situationen, wo ein Ja erwartet wird.

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Natürlich gilt es auch nicht immer und überall unsere Bedürfnisse durchzusetzen, im Gegenteil.

Manchmal ist es gesund und wichtig, unsere Bedürfnisse zum Wohle eines Menschen oder einer größeren Sache zurückzustellen, wenn das gerne und freiwillig geschieht. Wichtig bleibt aber, zu dem was krank macht, was uns nicht gut tut, nein zu sagen. Genauso wie deine Eltern dich mit einem Nein vor der heißen Herdplatte geschützt haben, so gilt es, dich selbst mit einem Nein vor dem, was dir nicht gut tut, zu bewahren. Außerdem hilfst du anderen nicht, wenn du aus Liebe ihrem ungesunden Verhalten folgst. Wir brauchen alle die Korrektur, das Nein des anderen, um zu erkennen, wo wir im Ungleichgewicht und vom rechten Weg abgekommen sind. Wir brauchen das Nein, um die Grenze vom Ungesunden zum Gesunden zu ziehen.

Nein sagen – auf das “WIE” kommt es an

Oftmals erdulden wir vieles zu lange und plötzlich läuft das Fass über. Unser Nein äußern wir vorwurfsvoll, wütend und vorwurfsvoll. Dabei hat uns niemand gezwungen, etwas zu tun, was wir nicht wollen.

Dein Nein muss weder verletzend sein oder deine Beziehung zu einer Person belasten. Dass du Angst davor hast, nein zu sagen, bedeutet nicht, dass diese Angst berechtigt ist. Die meisten Menschen akzeptieren und verstehen eine Absage. Und selbst wenn nicht, wenn die Person eingeschnappt oder nicht glücklich mit deinem Nein ist – willst du dich bis an dein Lebensende verbiegen, nur damit andere nicht enttäuscht sind? Außerdem bedeutet es nicht, wenn du öfter einmal nein sagst, dass du grundsätzlich kein hilfsbereiter, liebenswerter Mensch bist.

Bevor ich gleich meine 7 Tipps mit dir teile, wie du nein sagst ohne verletzend zu sein und ohne dich schuldig zu fühlen, beantworte einmal folgende Fragen für dich:

– Was macht es dir schwer, Nein zu sagen, eine Grenze zu ziehen?

– Hast du Angst als egoistisch betrachtet zu werden oder dass andere sich abgelehnt fühlen könnten?

– Fehlt dir der Mut zu deiner eigenen Meinung zu stehen, suchst du nach Zustimmung?

– Hast du Schuldgefühle, ein schlechtes Gewissen oder Angst, abgelehnt und nicht geliebt zu werden, wenn du nein sagst?

– Befürchtest du, jemanden zu verletzen oder eine Auseinandersetzung?

– Wovor hast du Angst, was befürchtest du, wenn du nein sagst?

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Und jetzt frage dich: Wie würdest du handeln, wenn du keine Schuldgefühle hättest, wenn du dich nicht verpflichtet fühlen würdest, wenn du vollständig frei wärest?

So sagst du klar und liebevoll nein:

1. Mache dir bewusst, dass du nicht für das Glück eines anderen
verantwortlich und vor allem niemandem etwas schuldig bist. Du bist für
dein Glück und der andere für seines verantwortlich.

2. Gehe auf unausgesprochene Erwartungen nicht ein: Ignoriere die
Erwartung, die im Raum steht einfach und wechsle das Thema. Biete deine Hilfe
nicht an, wenn du nicht willst. Manchmal ist es nicht einmal nötig nein zu sagen,
sondern einfach nur nicht zu reagieren.

3. Sei respektvoll: Der Ton macht die Musik. Wenn du freundlich und liebevoll nein
sagst, versteht fast jeder, dass das Nein nicht persönlich gemeint ist. Und falls
nicht, ist das nicht dein Problem.

4. Nein zu sagen, kann vielfältig aussehen: Du kannst auf etwas nicht reagieren,
du kannst das Thema wechseln, handeln wie es dir entspricht, du kannst
schweigen. Wenn du absagst und es schwer fällt persönlich abzusagen, kannst du
das auch per SMS oder Email tun. Wähle die Art und Weise, die dir entspricht.
….und all das geht leicht und liebevoll.

5. Rechtfertige dich nicht: Gebe eine verständliche Erklärung ab, falls nötig, aber
kurz und knapp, aber verzichte auf unnötige Erklärungen, Ausreden und vor allem
Rechtfertigungen. Teile nur einen nachvollziehbaren Grund mit.

6. Biete eine Alternative an: Wenn du grundsätzlich gerne ja sagen möchtest,
aber der Zeitpunkt oder der Umfang nicht passt, biete eine Alternative an.

7. Mach dir auch bewusst, dass der andere nichts dazu kann, wenn du nicht
nein sagen kannst. Oftmals sagen wir ja, sind aber ärgerlich, weil wir glauben,
dass der andere uns das abverlangt. Dabei muten wir uns selbst zu, zu geben,
was wir nicht geben wollen und sind dann ärgerlich. Um liebevoll nein zu sagen,
solltest du nicht warten bis das Fass übergelaufen ist. Früher fällt es in der Regel
leichter freundlich und wohlwollend zu bleiben.

Und jetzt wünsche ich dir von Herzen, dich zu befreien. Mögest du frei von
Schuldgefühlen ja und nein sagen! Enge dich nicht mehr unnötig ein! Du bist frei!

WITH LOVE

Barbara Vödisch

Falls du mir eine Mail zum Thema schreiben möchtest: info@barbaravoedisch.com

Mein kostenloses E-book „Die 4 Schlüssel, wie du frei von Problemen lebst“ kannst du dir hier herunterladen: https://www.facebook.com/barbaravoedischDE/

Mehr Infos über Seminare und meinen Blog „Happy & Free“ findest du auf meiner Website: www.barbaravoedisch.com

Über Barbara:

gewicht-verlieren-gewichtsproblemeIch bin Autorin von zwölf Büchern, freie Redakteurin für eine Frauenzeitschrift und berate seit mehr als zwanzig Jahren Unternehmer, Gründer, Manager, bekannte Persönlichkeiten, Psychologen, Ärzte, Coaches, Heilpraktiker, Handwerker und viele andere.

Von Kind an erinnere ich mich an unbeschwertes Sein. Ich wusste immer, dass das unsere wahre Natur ist. Ich untersuchte, was die Menschheit leiden lässt und was der Weg heraus ist. Seit ich eine tiefe radikale Transformation, einen vollständigen inneren Frieden im Alter von 33 Jahren erfuhr, widme ich mein Leben, um anderen Menschen ein ebenso freies Leben zu ermöglichen.

Mein klarer Blick auf das Potential und die Bestimmung eines Menschen, den Kern seiner Probleme und deren einfacher Lösung, hat vielen Menschen ermöglicht, unbeschwert zu leben, Klarheit zu gewinnen, glückliche Beziehungen zu führen, den richtigen Partner anzuziehen, beruflich erfolgreich zu sein und den Reichtum in ihrem Inneren zu erkennen.

 

Möchtest du noch mehr von Barbara lesen? Dann schau dir ihren ersten Artikel für den Compassioner an: Warum wünschen allein nicht reicht – so bekommst du, was du willst

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