Kategorien Anzeigen

Erfolg Body Arbeit Beziehungen Deine Welt Glück Seele Podcasts humantrust @Redaktion

achtsamkeit

Achtsamkeit am Arbeitsplatz: so stärkst du deine Resilienz

Sind Arbeit und Achtsamkeit für dich zwei völlig unterschiedliche Dinge? Oder sehnst du dich nach mehr Achtsamkeit auf deiner Arbeit, um besser mit Stresssituationen, Zeitdruck,  „anstrengenden“ Kollegen oder „nörgelnden“ Kunden umgehen zu können? In beiden Fällen könnte mein Artikel für dich interessant sein. Ich möchte dir nämlich zeigen, dass sich Achtsamkeit und Arbeit überhaupt nicht ausschließen, sondern das Gegenteil der Fall ist:

 

 

“Achtsamkeit wirkt stärkend, weil uns das Aufmerksam-sein Zugang zu den Quellen der Kreativität, Intelligenz, Imagination, Klarheit, Entschlossenheit, Wahlmöglichkeit und Weisheit öffnet, die sich tief in unserem Innern befinden.”
Jon Kabat-Zinn

 

 

Durch Achtsamkeit kannst du deinen Stress auf der Arbeit deutlich reduzieren. Durch das Praktizieren von Achtsamkeit lassen sich deine Gesundheit und Wohlbefinden verbessern, du lernst besser mit den Anforderungen umzugehen und arbeitest effizienter und produktiver. Achtsamkeit fördert die Konzentration und das Selbstvertrauen und letztendlich stärkt sie unsere Fähigkeit der Resilienz. Sie ist unsere Widerstandskraft. In der Psychologie werden Menschen als resilient bezeichnet, die psychisch widerstandsfähig sind. Resilienz ist die Fähigkeit mit den Widrigkeiten des Lebens adäquat umzugehen. Besonders in stressigen Zeiten und Situationen, wie zum Beispiel bei Kündigungen, Trennungen, Zeitdruck auf der Arbeit oder bei Streit in der Familie. Menschen mit einer hohen Resilienz wachsen sogar regelrecht durch Krisen.

 

ach

Gerade weil wir so viel Lebenszeit am Arbeitsplatz verbringen, sollten wir auch hier unsere Achtsamkeit trainieren


Achtsamkeit sollten wir nicht als ein Konzept verstehen, das man ab und zu mal anwendet.
Vielmehr ist sie eine Lebenseinstellung und somit ist es auch ganz natürlich, dass die Achtsamkeit nicht vor der Büro-, Fabrik-, Krankenhaus- oder Supermarkttür aufhört. Eine achtsame Haltung zum Leben und auch dir selbst gegenüber verbindet und umfasst all deine Lebensbereiche. Egal in welchem Bereich du beginnst bewusster wahrzunehmen: es wird sich auch mit der Zeit auf deine anderen Bereiche positiv auswirken! Warum also nicht einfach mal mit deinem Arbeitsplatz anfangen?

 

Die Vorteile von Achtsamkeit im Arbeitsalltag:

Du:

  • erkennst frühzeitig, wann du unter Druck gerätst, was dich stresst und kannst dich leichter diesen Situationen entziehen
  • arbeitest langfristig effektiver und entspannter
  • lernst mit Reizen und Druck von Außen anders umzugehen und bist in der Lage leichter Grenzen zu setzen, um dich so besser auf deine Arbeit zu konzentrieren, die Kommunikation und der Umgang mit deinen Kollegen oder Kunden wird wertschätzender 
  • erkennst schneller, was dich wirklich stört und kannst herausfinden, ob du es ändern kannst oder wie du selbst anders damit umgehen kannst, du gewinnst mehr Selbstvertrauen
  • lernst mit deinem eigenen inneren Stress anders umzugehen, denn tatsächlich findet der größte Stress in deinem Kopf statt
  • wirst deinen „Feierabend“ entspannter verbringen können und beugst dadurch Erschöpfung und Burnout vor

 

achtsamkeit

Bewusst praktizierte Achtsamkeit im Job hat viele Vorteile – wir werden stressresistenter


Tipps für Achtsamkeit am Arbeitsplatz

Lege schon morgens deine Ausrichtung fest. Dein Fokus bestimmt wie dein Tag verlaufen wird. Meistens gehen wir vollkommen unbewusst auf die Arbeit oder in ein Meeting. Wenn die Dinge dann nicht so laufen wie wir uns das wünschen, sind wir verärgert oder fühlen uns erschöpft. Du hast jeden Morgen die Wahl, wie dein Tag verlaufen soll. Welches Ziel möchtest du an diesem Tag erreichen? Zum Beispiel: „Heute erledige ich alle Aufgaben ruhig und entspannt!“, „Im Meeting bin ich klar und zentriert und ich bringe die Dinge schnell auf den Punkt.“, „Ich begegne heute meinem anstrengendem Kollegen wohlwollend und unvoreingenommen.“ Unterschätze nicht die Macht deines Fokus! Deine Ausrichtung ist ein sehr machtvoller Hebel. Gedanken werden Dinge. Du siehst die Welt so, wie du denkst. Mach immer mal wieder eine kurze Pause. Erlaube dir bewusst innezuhalten und durchzuatmen. Nimm deinen Atem wahr, spüre dass du dich beim Ausatmen entspannen kannst und lass deine Schultern locker hängen. Eine Minute reicht völlig aus – diese Minute nutze aber ganz bewusst! Denke in diesen 60 Sekunden an nichts anderes. Lass einfach den Druck und die Sorgen los. Am besten stellst du dir alle 45-90 Minuten zur Erinnerung einen kleinen Timer mit einem schönen Klingelton.

 

achtsamkeit

Am Anfang wird das Achtsamkeitstraining im Job eine Umstellung sein – kleine Erinnerungen und Fokussierung helfen uns dabei

 

Eine andere Variante ist: Nutze die Lücken zwischen zwei Tätigkeiten. Deine E-Mails sind fertig beantwortet und nun geht es darum einen Bericht oder eine Tabelle anzufertigen oder du wechselst von einem Kunden zum nächsten? Dann nutze diese Lücke, um ganz bewusst ein paar Mal tief durchzuatmen und deinen Körper zu spüren.

Achte auf deine Körperhaltung

  • Sitze ich gerade und aufgerichtet oder lasse ich mich hängen?
  • Sind meine Arme entspannt und locker oder vor der Brust gekreuzt?
  • Sind meine Gesichtszüge weich oder beisse ich die Zähne zusammen oder presse die Zunge an den Gaumen?


Vermeide Multitasking

Auch wenn wir heutzutage glauben, dass alles schneller und effektiver umgesetzt werden muss, ist es sinnvoller die Dinge wirklich nacheinander statt gleichzeitig zu erledigen. Sonst bist du nie wirklich ganz dabei. Und tatsächlich bist du auch nicht produktiver – vielleicht hast du das sogar schon mal selbst bemerkt! Vielleicht ist das die wichtigste Übung einer achtsamen Lebenspraxis und zeitgleich wahrscheinlich in unserer heutigen Zeit auch die größte Herausforderung. Erledige alles nacheinander und konzentriere dich auf das, was du gerade in diesem Moment tust. Langfristig wirst du so Fehler vermeiden, denn du übersiehst seltener die einzelnen Details und kannst so ein optimales Ergebnis erzielen. Außerdem wird sich dadurch dein Selbstwert stärken, weil dir bewusst wird, was du alles erledigt und geschafft hast.

 

achtsamkeit

Auch am Arbeitsplatz gilt: Step by Step ist besser als alles auf einmal. Multitasking untergräbt unsere Achtsamkeit


Richte deinen Fokus auf das aus, was dir gut tut

  • Welche Tätigkeiten machen dir Freude?
  • Mit welchen Kollegen bist du gerne zusammen?
achtsamkeit

Der Fokus zieht unsere Aufmerksamkeit an: Es sollten immer Dinge sein, die uns gut tun, die wir mögen und gerne tun


Wähle eine Sache aus, die du achtsam erledigen möchtest

Suche dir eine Routinetätigkeit aus, die du in der nächsten Zeit bewusst erledigen möchtest, z.B. eine E-Mail schreiben oder lesen, telefonieren, an den Kopierer gehen, kopieren, etwas in den Papierkorb werfen etc.

  • Mach dir bewusst, was du jetzt gleich tun wirst
  • Atme einmal bewusst ein und aus
  • Führe die Tätigkeit dann ganz bewusst und konzentriert aus

Auch wenn es vielleicht etwas komisch anfühlt, ist diese Übung sehr kraft voll. Du stärkst nämlich nicht nur deinen “Achtsamkeitsmuskel”, sondern auch deinen “Selbstwirksamkeitsmuskel”. Am besten machst du diese Übung für mindestens eine Woche oder länger und dann suchst du dir eine neue Routinetätigkeit aus.

 

Mehr Infos:

ramona-wagenerBei Fragen, Tipps und Beratung zum Thema Achtsamkeit bin ich gerne für dich da. Du findest mehr Informationen darüber auf meiner Webseite www.herzens-raum.info.

Deine Ramona

Ramona Wagener, Heilpraktikerin und integraler Life-Coach für Frauen

 

+++

Hier findest du alle Artikel über Gesundheit von Ramona.

Gefällt mir 19 Personen gefällt das

Wie hilfreich fandest du den Artikel?1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen: 5,00 von 5)

Diskussion

fan