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Achtsamkeit

Achtsamkeit – So fühlst du die ganze Welt in einem Frühstück

Achtsamkeit macht eine Menge möglich und ist einer DER Schlüssel zum Glück.

Jeder von uns kennt das leidige Gefühl, Dinge zu tun, aber mit dem Geist ganz woanders zu sein. So rauschen die Momente teilweise vorbei wie ein aufgeschreckter Transrapid und sind unwiederbringlich verloren. Dabei liegt selbst in den einfachsten Dingen oft ein ganzes Universum verborgen, wenn wir nur mit unserem ganzen Sein, mit unserer ganzen emotionalen und geistigen Wahrnehmung und Achtsamkeit in den Moment eintauchen.

In diesem Gastartikel von Claudia Heipertz wird ein solches Universum in einem einzigen Frühstück erschaffen. Wahrlich augen- und geistöffnend.

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„Was für ein Geklapper!“ denke ich. Eine leichte Reizbarkeit durchzieht mein Gemüt. „Können die nicht leiser klappern. So kann sich doch keiner auf diesen Moment, geschweige denn auf diese Mahlzeit konzentrieren.“

Plötzlich realisiere ich, was da in meinem Geist geschieht. Durch das Schweigen während des Essens wird mir mein Denken bewusst. Grässliche, bewertende und abstrafende Gedanken folgen auf jegliche Form von Störung meiner Stille. Ein bisschen schäme ich mich dafür.

Gott sei Dank bekommt das niemand mit… Einen kurzen Moment später durchzuckt es mich wie ein Blitz.

„Ich kann mein Frühstück nicht genießen.
Nicht das Geklapper oder die Essensgeräusche sind dafür verantwortlich.
Ich vermiese mir mit diesen Gedanken selbst den Genuss.
Aber was kann ich sonst tun?
Meinem Geist ist langweilig…
Ich schaffe es nicht, ihn nur auf das Essen zu fokussieren.
Immer wieder drängen sich negativen Gedanken in den Vordergrund.
Blabla, Monkey-Geschwafel, Gedankenblubb…
Okay. Stopp!
Alles auf Anfang!

Was könnte ich denken, um meinen Geist mit Wertschätzung zu erfüllen?“

Diese Frage verwirrt meinen Geist und doch wirkt sie öffnend. Ich spüre, dass daraus etwas Neues entsteht. Ah, eine neue Frage…

„Was muss geschehen, damit ich diese Mahlzeit genießen kann?“

Die Frage verändert alles.

Herzlich Willkommen in meinem Kopf. Du durftest gerade Mäuschen spielen. Die Gelegenheit bietet sich nicht allzu oft. Wer geht schon hausieren mit solch prekärem Gedankengut.

Kommt dir diese Art zu denken irgendwie bekannt vor? Kennst du solche abwertenden, trennenden Gedanken?

Schweigen macht das Denken laut

Achtsamkeit

Fotolia.com / Agsandrew

Diese kurze Geschichte hat sich mein Geist während eines Schweigeretreats ausgedacht. Zehn Tage schweigen ist eine Herausforderung. In deinem Geist schwirrt es, wie in einem Bienenstock. Durch das Schweigen bekommst du viel mehr davon mit. Es ist wie Kino, nur nicht so angenehm.

Der Gedankenregler ist auf laut gedreht. Es dröhnt und scheppert im Oberstübchen. Die Synapsen haben Hochkonjunktur.

Wenn du das einmal erlebt hast, glaubst du seinem Geplapper nicht mehr alles, was es dir tagtäglich präsentiert. Du wirst vorsichtiger mit den Geschichten, die sich dein Verstand ausdenkt. Eher machst du dir nun darüber Gedanken, wie du das Äffchen in deinem Kopf zähmen und mit nährendem Futter versorgen kannst. Denn einmal wahrgenommen, weißt du welche Auswirkungen Gedanken auf dein Wohlbefinden haben. Du realisierst, wie sie dein Leben einfärben.

Du entscheidest, welche Farbe es haben soll. Du kannst nicht mehr sagen, dass du nichts davon mitbekommst. An dieser Stelle beginnt Verantwortung!

Wahres Genießen braucht Wertschätzung

Kommen wir auf das Frühstück zurück. Da saß ich also und fragte mich, wie ich mein Frühstück mehr genießen kann. Ich versuchte es damit, bewusster wahrzunehmen – zu riechen, zu schmecken, zu schauen.

„Schon besser…
Irgendetwas fehlt aber noch…
Ich fühle keine Dankbarkeit…
Es erfüllt mich nicht…
Meinem Geist ist schon wieder langweilig.
Besser er bekommt etwas zu tun mit einer neuen Frage.
Was muss geschehen, damit ich diese Mahlzeit genießen kann?“

Auf diese Frage fährt mein Geist ab. Endlich darf er sich richtig austoben. Ich schaue tief hinein in die Geschichte meines Müslis und finde eine ganze Welt. Ergriffen von all dem, was da in jedem Moment geschieht und was mir bisher verborgen blieb, spüre ich immer tiefer hinein.

Achtsamkeit Frühstück

Fotolia.com / Romolo Tavani

Ich sehe den Bauern, wie er den Hafer erntet. Sein Rücken schmerzt und es juckt ihn überall. Der Schweiß rinnt ihm den Nacken herunter.
Da ist der LKW-Fahrer auf seinem Bock. Er quält sich durch einen weiteren Stau. Fern von seinen Lieben schläft er einsam ein und isst ungesundes Essen auf einem Autohof.
Ich sehe die Frau im Supermarkt, wie sie mit schmerzenden Gliedern das Regal einräumt. Später an der Kasse lässt sie demütig das Gemaule und Gedränge der Kunden über sich ergehen. Der Kunde ist schließlich König. Glücklich sieht sie dabei nicht aus.
Ich sehe die Männer des Stromlieferanten, wie sie Masten über Land ziehen. Schließlich brauche ich Strom zur Kühlung meines Joghurts.
Ich sehe den Tankwart, der Tag um Tag dem Benzingeruch und den Launen der Menschen ausgesetzt ist. Irgendwie muss der LKW mit meinem Obst ja hierherkommen.
Da ist die Frau, die gebückt meine Erdbeeren erntet. Den ganzen Tag und abends schmerzt es im Kreuz. Zu müde sich noch um ihre Lieben zu kümmern, fällt sie erschöpft in einen unruhigen Schlaf.
Da ist der Müllmann, der einmal wöchentlich meinen Müll wegbringt – bei Wind und Wetter. Wie wenig Beachtung er bekommt. Wenn der Wagen anhält, hupen alle. Mich würde das stressen. Er bleibt ruhig und tut seine Arbeit. Manchmal grüßt er sogar freundlich.

In diesem Moment flutet mich eine Welle der Dankbarkeit. Sie reißt mich mit und erfüllt mein Herz.

Wow! Ich schaue mein Müsli an und sehe die ganze Welt.

Was für eine Erfahrung. Wie schön die Welt doch ist und wieviel Liebe ich täglich von wildfremden Menschen empfange. All das sehe ich in diesem Augenblick.

„Mein Herz wird weit und weich.
Ich liebe diese Menschen und fühle mich ihnen tief verbunden.
Da ist Mitgefühl, Güte und Dankbarkeit für jeden einzelnen von ihnen.
Ihr Wert ist in diesem Moment für mich unermesslich.
Wie konnte mir das bisher entgehen?
Was doch alles in einem kleinen Frühstück steckt.
Wer hätte das gedacht…“

Eine Einladung zum Frühstück

Wenn du bis hierher gelesen hast, ahnst du vielleicht, was du heute früh verpasst hast. Dein Frühstück wartet auf dich. Es macht dich bekannt mit all diesen Menschen, mit ihren Geschichten, mit ihrem Schmerz – mit der ganzen Welt.

Willst du es erfahren?
Ich lade dich ein?
Jetzt!
Spüre hinein…
Lausche ihren Geschichten und spüre, was das mit dir macht…

Deine Claudia Heipertz – Wahrnehmungsguide
www.claudiaheipertz.de

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