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Achtsamkeit – die tägliche Dosis Selbstfürsorge und Widerstandskraft

Achtsamkeit ist in vieler Munde – ebenso wie häufig das schlechte Gewissen in unserem Kopf, das wir noch immr keine rechte Achtsamkeitspraxis gefunden haben. In seinem ersten Gastartikel gibt dir der Achtsamkeits- und Bewusstseinstrainer und Körperpsychotherapeut Dennis Heydrich einen Überblick über das Themenfeld, benennt die Vorteile einer Achtsamkeitspraxis und gibt die erste Achtsamkeitsübung an die Hand. Viel Freude beim Lesen und wirksames Ausprobieren!

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Achtsamkeit (englisch: mindfulness) ist eine grundlegende, natürliche Fähigkeit unseres Bewusstseins. Es bezeichnet die Möglichkeit, sich direkt auf den gegenwärtigen Moment zu beziehen und aufmerksam und urteilsfrei wahrzunehmen und zu spüren, was hier und jetzt gerade ist. Achtsamkeit kann grundsätzlich von jedem Menschen erlernt und durch regelmäßige Übung vertieft werden.

Achtsamkeit tut dir gut,
denn: dann glaubst du nicht mehr alles, was du denkst und fühlst

Ich mache seit vielen Jahren verschiedene achtsamkeits-basierte Übungen und Meditationen. Im Laufe der Zeit habe ich bei mir einige Veränderungen beobachten können: Eine der Wesentlichsten ist für mich in diesem Zusammenhang die Fähigkeit des Beobachtens selbst. Meist fällt es mir merklich leichter, einen inneren Abstand entstehen zu lassen zu meinem emotionalen und gedanklichen Erleben, so dass ich Gedanken und Gefühle erfahren kann, aber gleichzeitig nicht unauflöslich mit ihnen verstrickt bleibe. Das hilft mir vor allem in emotional herausfordernden Situationen nicht ausschließlich reaktiv zu werden, sondern auf eine Art reflektions- und handlungsfähig zu bleiben, die mir und meinen Anliegen dient.

Es hilft außerdem auszusteigen aus dem ständigen Gedankenkarussell. Anstatt in gewohnheitsmäßige Verhaltensmuster und alltäglichen Dramen abzutauchen gelingt es mir dann mit Hilfe des Atems und des bewussten Spürens meines Körpers, besser in meinem Inneren verankert zu sein und damit in meiner Mitte „bei mir“ zu bleiben. Dort entsteht Raum, in dem ich wählen kann, wie ich mich auf eine Situation beziehen möchte, wie ich auf sie antworten möchte. Der Raum ermöglicht mir auch, alternative Möglichkeiten zu finden und auszuprobieren, wie ich von diesem inneren Platz aus mein Leben gestalten möchte.

Üben lässt sich dies wunderbar mit der einfachen Praxis des „Innehaltens“, die ich weiter unten vorstellen möchte. Sie lässt sich jederzeit und in vielen Situationen leicht durchführen (z.B. im Büro, am Schreibtisch, an der Bushaltestelle, usw.). Zunächst möchte ich aber noch einige weitere Beispiele nennen für die vielen positiven Aspekte von Achtsamkeit.

Die Wirkung von Achtsamkeit ist wissenschaftlich belegt

achtsamkeitIn einer aktuellen wissenschaftlichen Stellungnahme empfiehlt sogar die amerikanische Herz-Gesellschaft Achtsamkeitsmeditation als eine ergänzende Maßnahme um Blutdruck zu senken und das Herz bei chronischem Stress zu entlasten. Weitere Studien belegen zudem die Wirkung von regelmäßiger Achtsamkeitspraxis. Beispielsweise verändert sie die Gehirnregionen positiv, die für unser Erinnerungsvermögen oder für Kreativität zuständig sind, die Konzentrationsfähigkeit wird verbessert, das Gehirn jung gehalten und sogar das Immunsystem gestärkt. Therapeutisch beugt Achtsamkeitspraxis Burnout vor und hilft nachweislich begleitend bei Angst- und Schmerzstörungen sowie Depressionen.

Die Kraft der Unterscheidung

Eine weitere Fähigkeit die sich bei mir außerdem verändert hat ist die Kraft der Unterscheidung. Damit meine ich nicht nur die genauere Differenzierung in der Wahrnehmung von Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen, sondern auch die Unterscheidung von dem, was mir gut tut und was nicht. Bedürfnisse klarer wahrzunehmen macht es mir leichter, gut für mich zu sorgen. Das kann auch bedeuten, deutlich Grenzen zu setzen und mich von etwas zu trennen, das mir nicht (mehr) gut tut. All dies ist Teil einer gesunden Selbstfürsorge, in der ich gut darauf achte wie ich mit mir selbst umgehe und die Beziehung zu mir selbst pflege.

Die Praxis des „Innehaltens“

achtsamkeitKommen wir nun zu einer kleinen praktischen Übung, denn darauf basiert Achtsamkeit letztlich: Das man nicht nur über den Apfel spricht oder liest, sondern herzhaft hineinbeißt und reinschmeckt. Ziel dieser kleinen Übung ist ein bewusstes Aussteigen aus dem Alltagsbewusstsein in einen Zustand von Achtsamkeit.

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Übung: 5 Schritte Atempräsenz

  • Zeitaufwand: mind. 3 Minuten, gerne auch länger
  • 1: Nimm Dir bewusst vor innezuhalten und aus dem Alltagsbewusstsein auszusteigen, sitze oder stehe bequem und schließen Deine Augen (auch möglich mit geöffneten Augen).
  • 2: Spüre den Kontakt Deines Körpers zum Boden und nimm wahr, wie sich Dein Körper im gegenwärtigen Moment anfühlt.
  • 3: Sammle  jetzt Deine Aufmerksamkeit beim Atem, nimm den Unterschied wahr zwischen Ein- und Ausatem.
  • 4: Spüre, wie Du mit jedem Einatem wach und präsent bist, während Du mit jedem Ausatem etwas loslässt. Bleibe einige Momente beim Beobachten dieses Atemrhythmus. Wenn Gedanken und andere Empfindungen auftauchen, kannst Du auch diese bemerken und dann wieder zum Atem zurückkehren.
  • 5: Weite schließlich Deine Aufmerksamkeit in den Raum um Dich herum und lasse die Augen sich langsam wieder öffnen. Spüre, wie Du jetzt anwesend bist.

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Grundsätzlich kann Achtsamkeit von jedem Menschen erlernt und geübt werden. Im Internet ist Vieles zu dem Thema zu finden, aber natürlich empfiehlt es sich einen erfahrenen Trainer oder Coach zu kontaktieren, um die praktischen Aspekte der Achtsamkeitspraxis zu erlernen. Teste ruhig einige Methoden aus, du wirst erkennen, wenn du die für dich richtige Methode gefunden hast.

 

Ich wünsche dir viel Freude und dass sich die Effekte deiner Achtsamkeitspraxis gut bei dir entfalten mögen!

Dein Dennis Heydrich

www.dennis-heydrich.de

www.essenzielle-lebens-kunst.eu

www.fnnf.eu

 

 

 

Dennis Heydrich ist Achtsamkeits- und Bewusstseinstrainer, Körperpsychotherapeut und Tai Chi & Qi Gong Lehrer. Er ist Inhaber einer Praxis für körperorientierte Psychotherapie und Coaching in Hannover und gibt Workshops und Trainings mit den Schwerpunkten Achtsamkeit, Bewusstseinsentwicklung und Selbstermächtigung. So ist er bspw. Leiter von Essencia® – das Achtsamkeits- & Bewusstseinstraining, einem mehrjährigen, erfahrungsorientierten Training für ein bewusster gelebtes Leben beim Orgoville® Institut für Orgodynamik. Des Weiteren ist er Mit-Initiator und Mitglied im Stiftungsrat der Future Now Network Foundation (FNNF) für eine neue Bewusstseinskultur. www.dennis-heydrich.de / www.essenzielle-lebens-kunst.eu / www.fnnf.eu

 

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Wenn du deinen Atem frei lässt, lässt du dich frei!

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