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Titel-Glaubenssaetze

Älter werden – wie finde ich meine Glaubenssätze?    

Manchmal werde ich gefragt, wie ich denn überhaupt meine Glaubenssätze finde, die mich stressen. Das Arbeitsblatt dazu ist die sichere Bank und manchmal sind Gedanken so fein, so flüchtig und transparent wie ätherische Wesen. Sie ziehen nebelschwadenartig durch Körper und Geist, sind nicht zu fassen und hinterlassen nur eine Ahnung – und doch kann dieser Dunst Auswirkungen auf mein Leben haben.

Wie in dieser Geschichte:

Ich war zum Mittagessen mit einer Freundin verabredet. Ich schrieb noch ein paar Sätze an einer Geschichte, sah meine Mails durch und dann war es Zeit, meine Wohnung zu verlassen. Ich schlüpfte in eine Jacke, stellte meine Tasche in den Flur, zog Schuhe aus dem Regal, beugte mich zum linken Fuß hinunter und stöhnte. Ich band den Schnürsenkel, beugte mich zum anderen Fuß und stöhnte wieder. Ich richtete mich auf, fühlte mich schwer, formlos, nicht wie ich selbst, und zog die Tür hinter mir zu.

Ich ging zu meiner Verabredung und hatte irgendwie schlechte Laune. Auf dem Weg  ins Restaurant hielt ich einen Moment inne und fragte mich, was ich im Moment des Stöhnens gedacht hatte, kurz bevor ich schlechte Laune bekam. Ab jetzt wird es immer schwieriger mit dem Schuhe anziehen. Ich werde älter. Gebrechen werden sich einstellen. Ich werde meine jugendliche Spannkraft verlieren. Das war es, was mir die Laune verdorben hatte. Die Gedanken daran, was es bedeutete, dass mir das Schuhe anziehen heute schwer gefallen war.

Kann ich absolut sicher wissen, dass sich Gebrechen einstellen werden?

Dass es ab jetzt schwieriger wird mit dem Schuhe anziehen? Nein. Ich kann noch nicht einmal sicher wissen, dass ich älter werde. Fakt ist: Mir ist es heute mal schwer gefallen, meine Schuhe anzuziehen.

Mein Verstand kann nun eine Geschichte daraus weben, was dieser Fakt alles bedeutet. Er macht eine Liste:

Wenn mir heute das Schuhe anziehen schwerfällt, bedeutet das:

– Ich bin nahe daran, eine Oma zu sein.

– Ab jetzt wird alles schwieriger,

– Ich werde mich immer schlechter bewegen können.

– Meine Lebenslust wird schwinden.

Glaubenssätze-1Nun, wo ich die stressigen Glaubenssätze kenne, wundert es mich nicht mehr, dass ich schlechte Laune hatte. Ohne diese Gedanken hätte ich mir meine Schuhe angezogen, kurz gestöhnt und wäre dann wäre der unangenehme Teil auch schon vorbei gewesen Und weiter hätte keine Last an diesem Erlebnis gehangen.

Falls du mal keine Glaubenssätze finden kannst, schreib einfach den Fakt auf, der passiert ist, und mach eine Liste, was das für  dich selbst alles bedeutet. Diese Sätze kannst du dann mit der Work hinterfragen und auflösen.

Noch ein paar Beispiele für stressige Glaubenssätze:

Fakt: Ich habe die U-Bahn verpasst. Das bedeutet:

– Alle werden ärgerlich sein.

– Ich habe den Stempel des Zuspätkommers.

– Ich werde mich entschuldigen müssen.

– Das hätte mir nicht passieren dürfen.

Fakt: Ich habe meinen Mann verlassen. Das bedeutet:

– Ich habe ihm wehgetan.

– Ich bin gemein.

– Ich habe mich nicht genug angestrengt.

– Ich werde Zeit meines Lebens Schuldgefühle haben.

Fakt: Ich habe kein gespartes Geld. Das bedeutet:

– Ich kann mit Geld nicht umgehen.

– Ich werde im Alter arm sein.

– Ich verdiene zu wenig

– Ich kann mir nie etwas leisten.

Und jetzt du!

Deine Ina

www.inarudolph.de

Ina Rudolph – Expertin für THE WORK

 


Hier gibts noch weitere spannende Impulse gegen stressige Glaubenssätze von Ina:

Teaser GlaubenssätzeSuche nach der finanziellen Absicherung – wie du das leicht angehst

 

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