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Aktiv werden: Der Wald braucht uns und wir brauchen ihn

Die ganze Welt zu verändern, einen kompletten Wald zu retten, gegen den Klimawandel anzukämpfen – das sind Projekte, die so unermesslich groß erscheinen, dass viele schon im Vorweg aufgeben. Wie soll ein einzelner kleiner Mensch so etwas auch schaffen? Doch es ist wichtig, dass wir uns von der Größe nicht abschrecken lassen, sondern aktiv werden – indem wir uns auf die einzelnen kleinen Schritte auf dem Weg zum Ziel konzentrieren. Denn die sind durchaus für jeden möglich. In Afrika gibt es dazu ein Sprichwort:

„Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann werden sie das Gesicht der Welt verändern.“

Diese Philosophie findet sich als Motto auf dem Klappentext meines Buches wieder, das aufmuntern soll, die Veränderung zu sein, die man in der Welt sehen will. Und es zeigt auch, was man tun kann.

Es gibt viele Beispiele, die dem afrikanischen Sprichwort recht geben. Und wenn man sie wahrnimmt, machen sie Mut für weitere Schritte. So gibt es in dem Bioladen, in dem ich regelmäßig einkaufe, seit einiger Zeit unverpackten Eissalat. Super! Als ich aber neulich in einem konventionellen Supermarkt einen Bio-Eissalat sah, der ohne die Folie auskam, war ich doch sehr überrascht und habe mich besonders gefreut. Dieser Supermarkt will jetzt auch in einem Test herausfinden, wie es bei den Kunden ankommt, wenn die Plastiktüten an den Obst- und Gemüseauslagen wegfallen. Und es liegt an uns Verbrauchern, dafür zu sorgen, dass das Ergebnis des Versuchs positiv ausfällt.

Leider gibt es auch die negativen Beispiele, wo Produkte völlig unsinnig verpackt sind. Lassen wir diese aber in den Regalen liegen, verschwinden sie schnell wieder von der Bildfläche. Der Verbraucher hat die Macht. Also auch du!

Bleib aktiv dabei, es ist nötig

Vor Kurzem hat sich an einem besonderen Tag gezeigt, dass unsere Schritte sehr nötig sind. Am 29. Juli 2019 war der Earth Overshoot Day – der Welterschöpfungstag. Das ist der Tag, an dem wir die natürlichen Ressourcen des Jahres aufgebraucht haben. Seit diesem Tag leben wir auf Pump. Wir borgen uns Ressourcen aus der Zukunft. Und wenn wir so weitermachen, nehmen wir den zukünftigen Generationen ihre Lebensgrundlage.

Warum ich den Tag hier, rund zwei Wochen später, noch einmal erwähne? Weil wir diesen Fakt für uns immer gegenwärtig haben sollten, wenn wir es ernst meinen mit der Rettung des Planeten und dem Respekt vor der Natur, aber auch vor unseren Kindern und Enkelkindern. Wir müssen jeden Tag  daran denken, aktiv zu werden und etwas für den Erhalt des Planeten zu tun.

Ich selbst habe das fast ohne Unterbrechung im Kopf. Aber spätestens, wenn ich die Schönheit der Natur betrachte, wird es mir wieder bewusst. So, wie neulich beim Anblick eines Grünspechts, der mir endlich einigermaßen fototauglich vor die Linse kam.

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Hat er womöglich Söder zum Mindshift animiert?

 

Ob Herr Söder von der CSU auch so einen Grünspecht gesehen hat? Oder einfach nur das politische Lager wechseln will? Was auch immer ihn antreibt – Instinkt für den Machterhalt nach dem erfolgreichen Volksbegehren in Bayern oder echte Einsicht –, sein Handeln zeigt, dass sich etwas tut. Lasst uns dafür sorgen, dass er kein Einzelfall bleibt und Umwelt- und Klimaschutz immer bedeutender werden. Denn neben den wichtigen kleinen Schritten gelingen die großen Schritte, wenn die Politik aktiv wird. Und das passiert, indem wir viele kleine … Du weißt schon. In Bayern war dieser nötige kleine Schritt das Volksbegehren.

Bäume als Rettung

Vor ein paar Wochen habe ich von einer Veröffentlichung der Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) gelesen, der zufolge ein Erreichen des Ziels, die Erderwärmung auf 1,5°C zu beschränken, möglich ist. Dazu müssen die klimaschädlichen Emissionen reduziert und bis 2050 eine Milliarde Hektar neue Wälder geschaffen werden. Eine Aufforstung von 900 Millionen ha sei immerhin möglich, das entspricht in etwa der Fläche der USA.

Ich finde, das ist eine Nachricht, die Hoffnung macht. Wie wichtig es ist, diese Hoffnung in Taten umzuwandeln, verdeutlicht der am 8. August 2019 veröffentlichte neue Sonderreport des Weltklimarats IPCC. Die Flächennutzung spielt dabei eine wichtige Rolle und Fleischkonsum und Lebensmittelverschwendung stehen im Mittelpunkt. Aber auch der Reisanbau und die Forstwirtschaft sind entscheidende Faktoren.

Das Wissen existiert schon lange

Zurück zu den Bäumen. In dem Buch „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ von Andrea Wulf  las ich über eine Erkenntnis, die von Alexander von Humboldt auf seiner Reise durch Südamerika machte. Er erkannte, dass es eine vom Menschen gemachte Klimaveränderung gibt, welche durch die Abholzung der Wälder verursacht wird. Er formulierte es später so: „Die Waldregion wirkt auf dreifache Weise: durch Schattenkühle, Verdunstung und kälteerregende Ausstrahlung“. Diese Erkenntnis mag für uns nicht neu klingen. Aber von Humboldt kam bereits im Jahr 1800 darauf. Das fand ich schon sehr erschreckend. Wir haben dieses Wissen seit über 200 Jahren, aber wir sind immer noch zu blöd, etwas daraus zu machen. Das Buch habe ich übrigens noch nicht durch, halte es aber schon nach einem Viertel für sehr empfehlenswert!

Den bestehenden Wald bewahren

Die Kombination aus dem Wissen von Humboldts und der Veröffentlichung der ETH Zürich brachte mich auf den Gedanken, dass wir neben der Aufforstung der Milliarde Hektar auch den aktuellen Waldbestand von 2,8 Milliarden Hektar unbedingt bewahren müssen, ganz im Sinne von Humboldts. Ansonsten wird das nichts.

Wie können wir also den Waldbestand schützen? Denken wir wieder an die kleinen Schritte und beginnen wir bei unserem Papierverbrauch. Gibt es da vielleicht Einsparpotential? Das Holz für unsere Papierprodukte stammt sehr oft aus tropischen Regenwäldern und den borealen Nadelwäldern. Beide sind für unser Klima sehr wichtig. (Weitere Infos dazu findest du hier). An dieser Stelle böse auf Brasilien oder Indonesien, Kanada oder Skandinavien schauen, bringt da aber wenig. Unser eigenes Verhalten spielt hier eine wichtige Rolle – durch unseren Konsum entsteht überhaupt erst der Bedarf und damit die Nachfrage.

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Nur die Menge an Papier nutzen, die wirklich nötig ist – auch das ist aktiver Waldschutz

Müssen für Papier wirklich Bäume sterben?

Nein. Papier kann man prinzipiell aus allem herstellen, das zellulosehaltig ist. So kann man Gras und Hanf ebenso als Rohstoff verwenden, genauso wie Apfelschalen, die als Trester bei der Herstellung von Apfelsaft anfallen. Gras ist auf vielen brachliegenden Nutzflächen verfügbar. Nutzhanf wächst schnell, ist zusätzlich sehr anspruchslos und dabei ein guter Bodenaufbereiter. Auch als Ersatz für Baumwolle in der Textilindustrie gewinnt er hoffentlich mehr und mehr an Bedeutung.

Dein Verhalten hat großen Einfluss

Wie können nun also deine kleinen Schritte aussehen, mit denen du aktiv den Wald schützen und schonen kannst? Hier habe ich ein paar erste Anregungen für dich zusammengestellt:

  • Nur Recyclingpapier an den Hintern lassen
  • Hygienepapier insgesamt sollte aus Recyclingpapier bestehen (da es den Recycling-Kreislauf nach der Verwendung verlässt) und die Nutzung auf ein Minimum reduziert sein
  • So wenig wie möglich drucken
  • Das Altpapier-Recycling unterstützen und entsprechend Papier und Pappe dem Recycling-Kreislauf zuführen
  • Beim Einkaufen Stofftaschen oder Körbe verwenden und keine Papiertüten. Diese sind auch nicht nachhaltiger als Plastiktüten, wenn sie auch in der Entsorgung (Recycling) unproblematischer sind
  • Den Verzehr von tierischen Produkten (Fisch und Fleisch, genauso wie Milchprodukte) stark reduzieren oder am besten vegan ernähren
  • Lebensmittelverschwendung vermeiden
  • Auch einige pflanzliche Produkte, wie etwa Avocados, tragen zur Abholzung bei
  • Die Verwendung von Palmöl so weit wie möglich einschränken
  • Holz für Möbel oder Bau aus nachhaltigen Quellen kaufen (FSC- oder PEFC-Zertifizierung)

Was fällt dir noch ein, um die Wälder zu schonen? Schreib es gerne in die Kommentare.

 

Also, lasst uns sofort anfangen, unsere Wälder zu schützen und uns parallel an die Aufforstung der Milliarde Hektar machen. Vielleicht hast du ja selbst Platz auf einem Grundstück, um ein paar Bäume zu pflanzen? Es gibt aber auch immer öfter Angebote von Herstellern, die beim Kauf von Waren einen Anteil des Kaufpreises zum Beispiel für die Neupflanzung von Bäumen investieren. Wenn man sowieso gerade etwas kaufen muss, ist das eine gute Möglichkeit.

Ansonsten kann man den direkten Weg gehen und eine Organisation unterstützen, die sich mit der Aufforstung beschäftigt. Hier ein paar Beispiele:

Das sind einige von vielen Anbietern. Kennst du welche, die du empfehlen möchtest? Schreib es doch in die Kommentare. Bei manchen Anbietern bekommt man Spendenquittungen, vielleicht ist das ja ein guter Anreiz, die Steuerersparnis gleich mit zu spenden und ein paar Bäume mehr zu pflanzen.

Wenn du dich eingehender mit dem Thema Aufforstung und den Pros und Cons beschäftigen möchtest, empfehle ich dir noch den Ratgeber-Artikel bei Utopia zu diesem Thema.

 

Herzlichen Dank für deine Unterstützung!

Dein Martin Maurer

www.facebook.com/glueckssafari

www.gluecks-safari.de

 

P.S.: Wie du vielleicht schon weißt, bin ich ein Fan von Petitionen. Hier folgen wieder ein paar, die ich für unterstützenswert halte:

 

Mehr Anregungen von Martin Maurer zum Thema Umweltschutz findest auf seinem Autorenprofil!

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