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Akupressur selbst anwenden

Akupressur zur Selbst-Anwendung: Finde dein Gleichgewicht

Wie du mithilfe von Akupressur das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist anregen, dich entspannen und deine Achtsamkeit schulen kannst, zeigt dir in diesem fabelhaft geschriebenen Artikel unsere neue Akupressur-Expertin Beatrice Wittwer.

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Die Akupressur-Therapie basiert auf der Grundlage der alt-chinesischen Medizin und ist eine Körpertherapiemethode, welche mit Druck auf den Akupunkten am bekleideten Körper der behandelten Person arbeitet. Ziel ist es das Qi (körpereigene Energie) ins Fliessen und ins Gleichgewicht zu bringen.

In den alten chinesischen Schriften zur Medizin wird der menschliche Körper mit einem üppigen Garten verglichen, in dem schöne Blumen und Wunder wirkende Heilkräuter wachsen. Lebendige Energie strömt in Bächen durch die reiche Vegetation, sammelt sich in idyllischen Teichen und stärkt und reinigt auch die entlegensten Winkel dieses Königreiches. Diese vitale, unsichtbare und unablässig fliessende Quelle heilender Energie wird Qi genannt. 

Die Bäche und Teiche entsprechen den Leitbahnen (Meridianen) in unserem Körper. Qi fliesst, wie Wasser in einem Fluss, in den Meridianen tief durch unseren Körper und versorgt uns mit Lebensenergie. Die Akupunkte sind wie Fenster oder Tore, die uns Zugang zu den Leitbahnen und dem Qi erlauben.

Durch den Ausgleich des Qi mittels Akupressur finden Körper sowie Kopf und Emotionen vermehrt zur Ruhe und ins Gleichgewicht. In diesem harmonischen Zustand können sich körperliche Verspannungen ebenso lösen wie mentale oder emotionale Blockaden. Es folgt eine tiefe Entspannung, welche eine erweiterte Bewusstseinserfahrung auf der körperlichen, geistigen und seelischen Ebene möglich machen kann.

So komplex die Philosophie der chinesischen Medizin, so einfach ist die Akupressur in Ihrer Anwendung. Alles was wir brauchen sind unsere Hände. Und gewusst wie, können wir direkt und unkompliziert, uns selbst Sorge tragen.

Akupressur selbst anwenden

Akupressur selbst anwendenWir können unsere Akupunktur stimulieren, während wir an der Haltestelle auf den Bus warten. Oder während wir im Büro vor dem Bildschirm sitzen. Aber auch zu Hause auf dem Sofa, während wir einen guten Film schauen. Ein kurzer Impuls an den Körper kann jederzeit gesetzt werden.

Die Akupressur eignet sich auch wunderbar als kurze und kleine Meditation mitten im Alltag. Als ein Moment in dem wir achtsam zu uns kommen und über den Körper tieferen Kontakt mit uns aufnehmen. Eine Gelegenheit unsere Wahrnehmung zu schulen und unseren Blick nach innen zu richten.

Während ich einen Akupunkt an meinem Körper lokalisiere und halte, kann ich mich fragen:

Wie fühlt sich der Punkt heute an? Warm, kalt, pulsierend, still, tief, hell dunkel?

Wie fühlt sich der Körperteil an, auf dem der Punkt lieg? Hart, weich, schwer, leicht, verspannt, durchlässig?

Wie geht es meinem Körper insgesamt heute?

Wie fühle ich mich, welche Emotion herrscht vor?

Welche Impulse steigen in mir auf? Mit der Zeit gibt es vielleicht gar Botschaften aus dem Innern, die zu mir aufsteigen.

Ich kann mir zum Beispiel angewöhnen, eine Reihe von Akupunkten an meinem Körper durchzugehen, wie eine kurze Behandlung. Und so Punkt für Punkt immer tiefer in die Verbindung zu mir zu gelangen. Im Anschluss an die Akupressur bleibe ich ein paar Minuten still sitzen oder liegen. Lasse die Akupunkte wirken, beobachte und spüre, was in meinem Körper jetzt passiert. Erweitere gegebenenfalls meine Beobachtungen auf meine Gefühle. Und lasse mir vielleicht gar Zeit zu warten, bis Impulse aus meinem Inneren aufsteigen.

Oder ich suche mir einen einzelnen Akupunkt aus, der mich anspricht, der von seiner Wirkung und Funktion her heute vielleicht gerade besonders passt. In dem ich mich auf den Akupunkt konzentriere, kann ich meine Gedanken beschäftigen. Nachdem ich ihn lokalisiert habe, kann ich meine Wahrnehmung öffnen und spüren wie es sich anfühlt, wenn ich diesen Punkt halte. Was passiert an dieser Körperstelle, was passiert in mir als Ganzes? Meine Aufmerksamkeit bleibt so konzentriert gebunden. Ich sinke tiefer in mich, ins Hier und Jetzt und kann vielleicht direkt in eine Meditation weitergleiten. Immer wenn ich in der Meditation abschweife, bringe ich meine Aufmerksamkeit wieder zurück zum Akupunkt.

Here we go: Akupressur-Punkte

Als Einstieg drei Akupunkte die in Verbindung zueinanderstehen und jeder für sich eine grosse Wirkung entfalten kann.

Dickdarm 4 ist der grosse Schmerzpunkt und eignet sich ideal als Einstieg in eine Meditation, denn er bringt ins Hier und Jetzt.

Dickdarm 1 ist ein Notfallpunkt und bringt den Kopf und die Gedanken zur Ruhe.

Lunge 7 passt bestens, wenn ich mich und meine eigene Gefühlswelt tiefer erforschen möchte und hilft die Atmung zu vertiefen.

Diese Akupressurpunkte können einzeln oder nacheinander benutzt werden. Sie finden sich auf der rechten sowie der linken Körperseite, rechts und links können in beliebiger Reihenfolge nacheinander gedrückt werden. Die Druckstärke ist individuell und soll dem eigenen Empfinden angepasst sein. Bleibt man eher kurz auf einem Punkt ist die Wirkung tendenziell anregend. Bleibt man länger eher beruhigend. Zu langes Halten eines Akupunktes kann das Qi aber auch erschöpfen.

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AkupressurDickdarm 4 – Zusammenschluss des Tales

Lage: Auf der höchsten Stelle de Muskelwulstes zwischen ersten und zweitem Mittelhandknochen, wenn der Daumen am Zeigefinger anliegt.

Funktion: Meisterpunkt des Schmerzes und von Kopf und Gesicht

U.a. hilfreich bei Atembeklemmung, Druck in der Brust, Kreislaufkollaps, Ohnmacht, Schock. Lindert Arm- und Schulterschmerzen, Zahnschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne.

Qualität: Gibt ein Gefühl von Kraft und Vitalität, unterstützt darin Gedanken und Gefühle loszulassen, wirkt gegen geistige Verstopfung und starre Denkmuster, bringt ins Hier und Jetzt und kann bei der Meditation unterstützen den inneren Beobachter zu aktivieren.

 

AkupressurDickdarm 1 – Händler des Yang

Lage: Im Nagelwinkel des Zeigefingers, auf der Seite zum Daumen.

Funktion: Brunnenpunkt und Metallpunkt

Bei Notfällen, Zahnschmerzen, Kreislaufkollaps, Ohnmacht, Schock, hohem Fieber, akuten Schmerzen im Rachen.

Qualität: Er entspannt den Kopf, die Gedanken kommen zum Stillstand.

 

AkupressurLunge 7 – Fehlende Ordnung

Lage: Man findet den Punkt, indem man die Innenfläche der einen Hand auf den Handrücken der anderen legt und die Daumen verschränkt. Dort, wo auf der Speichenkante die Zeigefinderspitze zu liegen kommt, ist Lu 7. In einer kleinen Vertiefung zwischen zwei kleinen Sehnen.

AkupressurFunktion: Meisterpunkt Ren Mai und von Nacken und Hinterkopf

Koordiniert Energieausgleich zwischen den Yin-Organen, vertieft die Atmung, regt den Solarplexus an. Gut bei: Husten, Bronchitis, Nackenverspannungen, Hinterkopf Schmerzen, Migräne.

Qualität: Öffnet die Vorderseite, macht offener für die eigene Gefühlswelt, bringt Entspannung und Ruhe.

Wo Energie frei und harmonisch fliesst, kann sich Lebenskraft voll entfalten. Fortsetzung mit weiteren Akupunkten zum selber anwenden folgt.

Hast du Lust, die Tipps zur Anwendung bringen?

Deine Beatrice

im-fluss.ch

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Magst du deine Erfahrungen mit Akupressur oder chinesischer Medizin hier mit uns teilen? 

 

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