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Alternativ wirtschaften: Bilanz ziehen – kein Nullsummenspiel

Ein Gastartikel von Bri Sandtner.

Die Hektik durch weihnachtliche Vorbereitungen ist bei vielen Menschen einer festlichen Feiertagsstimmung gewichen. So manche*r erfreut sich im Anschluss dieser Tage an dem Ritual der Rauhnächte oder zieht anderweitig persönliche Bilanz. Sie oder er bereitet sich darauf vor, im nächsten Jahr einiges zu verändern, nicht zu wiederholen oder einer inneren Neugier zu folgen. Nichts anderes geschieht auch in Organisationen, die gerade unter Hochdruck ihre Bilanzen zusammenzustellen.

Bilanz ziehen: Plus und Minus – was ist DEIN Vermögen?

Bilanz-NotizenEine persönliche, innere oder betriebliche Bilanz zu ziehen, hat nicht nur mit der Gegenüberstellung von Plus und Minus zu tun. Es hat vielmehr damit zu tun, wie wir mit unserem Guthaben, nämlich Vermögen und Vertrauen, in unser Leben auf der Welt sind. Sowohl unser Vermögen im Sinne unserer Fähigkeiten als auch unser geistiges Kapital – Denken, Planen, Kreativsein – bilden unsere “Werte” ab. Auch wenn wir Fehler gemacht haben, haben wir in der Regel viele Aufgaben erfüllt. Gesundheit und Krankheit oder Freude und Missstimmung können schwerlich beziffert werden, aber auch als ein Ergebnis gelten.

Kann ich denn mit meinen persönlichen Erlebnissen und Aktivitäten überhaupt davon sprechen, Bilanz zu ziehen?

Ja, natürlich! Denn eine Bilanz bildet lediglich einen gesamten Jahreslauf ab. Bilanz zu ziehen sehe ich als eine Chance, mein Handeln zu reflektieren und immer wieder neu zu erschaffen.

Eine Bilanz bringt die geschaffenen, aufgenommenen Werte in Ausgleich

Eine Bilanzierung für Kapitalgesellschaften dient der Auskunft über die Einnahmen und Ausgaben mit dem Ziel, in die Gewinnzone zu gelangen. Dies wird in Form einer Gegenüberstellung von Vermögen (+) und Kapital (-) dargestellt. Nicht anders schaue ich auf meinen privaten Haushalt, indem ich Einkommen und Ausgaben zahlenmäßig erfasse. Bei den Fragen um Reichtum und Mangel kann ich sachlich erkennen, ob ich einen Überschuss erzielt habe. Habe ich mir die Mühe gemacht, Erträge und Kosten aufzulisten, kann ich aber auch Rückschlüsse auf mein persönliches Handeln ziehen. Darin werden meine Bedürfnisse, Verlockungen, Großzügigkeit oder auch Vorsicht und Geiz sichtbar.

Bilanz ziehen heißt, nach Ausgewogenheit schauen

bilanz-WaageUm etwas abwägen oder ausbalancieren zu können, braucht es auf beiden Schalen einer Waage das gleiche Gewicht. Manche von uns kennen sicherlich die Marktwaagen, mit denen die Verkäufer*innen Gewichte für das Abwiegen von Obst und Gemüse auflegen. Diese Waage wird für den Rechtsbereich durch die Göttin Justitia symbolisiert. Es ist also gerecht, wenn es nach einem Jahr zu einer Ausgewogenheit von Kosten und Ertrag, Vermögen und Kredit kommt. Darin werden aus meiner Sicht zwei Formen von Guthaben neben einander gestellt. Das Vermögen (Aktiva = was wurde getan, bewegt, erzielt) und das Kapital (Passiva = Einsatz von Fremd- und Eigenkapital).

Ganz gezielt betrachte ich auch die Passiva der Bilanz als Guthaben. Bezieht sie sich doch auf die passive Entgegennahme oder Einlage von Kapital oder Kredit. Eine Kreditaufnahme bewerte ich  als Vertrauensvorschuss durch Persönlichkeiten oder Banken, die auf den Erfolg meiner Unternehmung vertrauen. In der Summe stellen mit Aktiva und Passiva beide Seiten der Bilanz eine Wertegesamtheit dar. Das ist für mich ein Faszinosum, dem wir in der Gesellschaft und in unserem Handeln zu wenig Aufmerksamkeit schenken.

Was kann faszinierend an einer Bilanz sein?

Um die persönliche mit der betrieblichen Bilanz zu vergleichen, ignoriere ich einmal die Dualität von Plus und Minus. Ich habe Begriffe aus der Wirtschaft, wie Vermögen und Kapital, als unsere menschlichen Befähigungen und Leistungen mit gleichem Wert definiert. Kein/e Wirtschaftsweise/r wird sich darauf einlassen, wenn ich sowohl die Aktiv- als auch die Passivseite der Bilanz als Guthaben beschreibe. Doch was scheren mich die Weisen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, wenn der Großteil ihrer Lehren  eine „In-Wert-Setzung“, von allem Tun und Sein eines jeden Menschen in ihrer/seiner Gemeinschaft, ignoriert.

bilanz-NaturDas Leben oder die Natur kennen kein Minus. Sie ist immer positiv und mit ihren Gesetzen des „Werdens und Vergehens“ über viele Millionen Jahre in der Gewinnzone. Nur weil Religionen, Philosophien und die meisten ökonomischen Theorien Leben wider die Natur definieren, müssen wir der Idee, einer Schöpfung müsse immer eine Schuld gegenüber stehen, nicht länger folgen, oder?

Gibt es auch eine Alternative Bilanzierung?

bilanz-WirtschaftEine Ökonomie, die durch künstliche Verknappung Preise gestaltet, ein Null-Summen-Spiel für Bilanzen erzwingt und damit jeder Schöpfung eine Schuld zuschreibt, wird sich mit einer alternativen „Doppel-Plus-Bilanz“ schwer anfreunden können. Doch so wie die Welt an neuen Wirtschaftsformen und dem Thema Nachhaltigkeit nicht vorbei kommen kann, müssen auch Bewertungen von menschlichen Lebens- und Arbeitsleistungen in für alle verständliche Formen gebracht werden. Begriffe aus Buchhaltung, Gesellschaftsrecht, Bank- und Finanzwesen müssen für alle verständlich und nachvollziehbar gemacht werden. Aus einfachsten natürlichen Vorgängen vom Schöpfen, Wachsen und Vergehen schaffen Wirtschafts- und andere Wissenschaften komplizierte und abstrakte Vorgänge.

Uns wird häufig der Zugang zur Ökonomie so schwer gemacht wie früher zu Mythen, Unerklärlichem oder Schöpfungen. Dadurch lassen wir uns viel zu sehr davon überzeugen, dass die Dinge immer noch wie einst gehandhabt werden müssen, da sonst alles zusammenbricht. Bange machen gilt nicht. Sicher reicht es nicht aus, Frieden und Liebe des gegenwärtigen Bewusstseinswandels auf eine sich selbst zerstörende Wirtschaftsordnung zu legen und damit die dort Verantwortlichen zu läutern. Je mehr wir jedoch Verständnis für die Abläufe und veralteten Strukturen aufbringen, je mehr erweitern wir unseren Handlungsspielraum und unser Selbstbewußtsein.

Mein Testat für eine gute Bilanz in diesem Jahr erteile ich mir selbst. Und ihr?

Ich wünsche Euch allen einen guten Start für 2018 und ein erfolgreiches Jahr der Fülle durch Liebe, Co-Creation, Gesundheit und Harmonie.

Eure

Bri Sandtner

P.S. Wenn Ihr mehr zu meinen Überzeugungen der Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft erfahren wollt, findet Ihr mich im humantrust, auf facebook oder bei gradido.net

Über die Autorin:

Bri Sandtner arbeitet als beratende Betriebswirtin geschäftsführend in der regenerativen Energiewirtschaft und als Projektentwicklerin sowie Coach für Mensch und Pferd. Davor gründete und führte sie die Trion Geldberatungsgenossenschaft e.G. und war für international aktive NGO‘s für die Fördermittelakquisition und das Finanzmanagement u.a. in Brüssel und Berlin tätig. Als Dozentin an Fachhochschulen (Emden, Lüneburg, Hamburg), durfte sie Brücken bauen zwischen Wirtschafts- und Sozialunternehmen und hat den ersten Master-Studiengang zur Gemeinwesenökonomie konzipiert. Sie ist also ordentlich rumgekommen im Wirtschaftsleben und weiß, wovon sie schreibt.

 

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