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Die nicht greifbare Angst: Panikattacken und Angststörung – was du dagegen tun kannst

Jeder vierte Mensch leidet einmal im Leben unter einer Angststörung.  Kennst du das vielleicht auch: Dein Herz rast plötzlich, du zitterst, hast Übelkeit und das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren?
Vielleicht hattest du auch schon einmal eine Panikattacke oder kennst jemanden, der häufiger damit zu kämpfen hat.  Bianca Heinen war jahrelang davon betroffen.
Sie hatte panische Angst vorm Autofahren und vor Menschen. Außerdem gehörte zu ihr ein ausgeprägter  Putzzwang, ein Kontrollzwang, eine Essstörung und Sportsucht. “Ich habe täglich drei Stunden Sport gemacht”, erzählt sie, “mein Leben war komplett durchstrukturiert, 16 Stunden am Tag”.
So habe sie nicht über ihr Leben nachdenken müssen, sagt sie heute. Aber die Psyche sucht sich eben immer ein Ventil. So sind damals nach und nach immer mehr Störungen bei ihr hinzugekommen.

Ihr Motto heute: “Das muss kein Mensch ertragen”

Mitlerweilen hat sie ihre Angst im Griff, leitet eine sehr gefragte Selbsthilfegruppe in der Eifel und forscht nach den Ursachen und Therapiemöglichkeiten für Menschen, die unter einer Angststörung leiden. Mehr über Bianca findest du weiter unten im Artikel.
Wir halten dieses Thema für sehr wichtig, denn die meisten Betroffenen trauen sich nicht mit ihrem Problem, nach professioneller Hilfe zu suchen oder fällen falsche Entscheidungen – sie bleiben in der Angst gefangen.
Vielleicht gibt die dieser Artikel die richtigen Impulse, falls es nötig ist.
++++
Gastartikel von Bianca Heinen:
Kein Mensch ist frei von Angst, die Angst rettet uns in vielen Momenten sogar glücklicherweise das Leben. Sie sind für unser Überleben wichtig –  z. B. auf der Strasse durch nach rechts und links schauen, bei Sturm nicht aus dem Haus gehen etc.
angststoerung-leidenBei einigen Menschen gerät die Angst allerdings außer Kontrolle, dann spricht man von einer Angststörung. Wer davon betroffen ist, leidet unter plötzlichen Angst- und Panikanfällen, ohne dass eine reale Gefahr in dieser Situation gerade existiert.
Plötzliches  Herzrasen, Enge in der Brust, Übelkeit und die Angst “es nicht zu überleben” auf, um nur einige der Symptome zu nennen. 
Wenn dir das schon einmal passiert ist,  ist es unbedingt nötig, sich diese Gefühle näher anzuschauen.
Um dir zu verdeutlichen, in welche Angstmuster man rutschen kann oder welches davon dich vielleicht betrifft, möchte ich dir hier die Unterschiede aufzeigen:

Angststörung und ihre vier Formen

Panikstörung
Soziale Angststörung
Generalisierte Angststörung
Phobien
Wird die Angststörung nicht behandelt, kommt es zu einer Verselbstständigung, sprich die Angst vor der Angst. Die Folgen können unter Umständen sehr dramatisch sein, sie geht bis zum kompletten  Rückzug aus dem Leben. Hier gesellen sich nicht selten dann auch körperliche Symptome mit dazu.
Um dir zu verdeutlichen, in welche Angstmuster man rutschen kann oder welche dich vielleicht betrifft, möchte ich dir hier die Unterschiede aufzeigen, damit es dir gelingen kann, aus der Spirale aus zu steigen:

Panikstörung

Diese Form zeigt sich mit Schwindel, Atemnot, Herzrasen, Todesangst, Angst vor Kontrollverlust, Gefühl nicht wirklich da zu sein usw.
Eine Panikattake dauert von ein paar Minuten bis maximal 30 bis 40 Minuten. Sie kann mehrfach täglich oder monatlich auftreten…oft werden allerdings Betroffene ganz plötzlich von ihnen überrascht und wissen im ersten Moment gar nicht, was los ist. Manchmal treten sie an öffentlichen Orten wie Parkplätzen oder im Geschäft an der Kasse auf.

Die generalisierte Angststörung

angststoerung-bekaempfenHier spricht man von anhaltenden Ängsten und Sorgen, auf unterschiedliche Lebensbereiche bezogen. Diese Form der Störung betrifft keine bestimmte Situationen, auch auch hier kann die Angst ohne einen konkreten Grund auftreten.Der/die Betroffene mach sich entweder Sorgen um die reale Bedrohung wie Unfälle oder Krankheiten etc. Der Unterschied zur Panikstörung ist hier, das die Symptome über den Tag verteilt einzeln auftreten können. Auch hier sind aber die körperlichen Symptome zu spüren in Form von Herzrasen, Zittern, Übelkeit etc. , ähnlich also wie bei einer Panikattacke.

Soziale Angststörung

hierbei handelt es sich um eine Art der Unsicherheit. Die hiervon Betroffenen haben vor allem dort Probleme, wo sie mit vielen Menschen in Kontakt kommen, z. B. Restaurant, der Gang zu Behörden ein Referat halten, neue Menschen kennen lernen.
Die Symptome sind Erröten des Gesichts, Zittern, Angst vor Erbrechen vor Ohnmacht etc.

Phobien

Bei den Phobien wird die Angst durch einzelne Objekte oder Situationen ausgelöst, die in der Regel harmlos sind wie z. B. Mäuse, Spinnen, Aufzüge Höhenangst etc. Hier geht die Symptomatik von leichtem Unbehagen bis hin zu panischen Angst

 Tipps und Handlungen, die es einem erleichtern, die Angst in den Griff zu bekommen

In erster Linie sollte der/die  Betroffene sich in eine Therapie begeben, um nach den Ursachen zu suchen, denn eine Angststörung kommt nicht einfach so…genauso wenig geht sie von alleine wieder weg. 
Hinzu kommt: Eine Angststörung kommt nie alleine, in der Regel ist sie gekoppelt mit anderen psychischen Problem, wie z.B.  einer Esstörung oder einer Depression.
Die Ursachen und Lösungen können erfahrungsgemäß prima in einer Psychotherapie ausgearbeitet werden. Hier stehen viele Therapiemethoden zur Verfügung. Jede Therapie wird passend auf jeden einzelnen Betroffenen ausgearbeitet, deshalb  kann man nicht alle verallgemeinern.
Suche dir einen gut ausgebildeten, verständnisvollen Psychotherapeuten*in,  dem/der  du vertraust. Er oder sie wird herausfinden, welche Therapieform für dich die richtige sein wird.  Schließe dich einer Selbsthilfegruppe bei dir in der Nähe an, die Menschen dort kennen oft schon gute Ärzte und Therapeuten
Begleitend hierzu kann man dann auch selber seine Angst in den Griff bekommen, bzw. lindern durch erlernte Entspannungsverfahren, regelmässigen Sport, Entgegensteuern von Stress, wenig Reizüberflutung. Aber auch die richtige Atmung ist sehr wichtig. Und immer wieder sich ins Hier und Jetzt holen, denn oft sind die Gedanken im Kopf in der Vergangenheit.

Es gibt auch noch die sogenannten Skills….

sprich wenn ich einer Panikattake bin,  kaue ich zum Beispiel ein scharfes Kaugummi, durch das ausgelöste Niesen wird die Attake sofort gelindert werden…von diesen sogenannten Skills gibt es weit über 100 verschiedene. Gerne kannst du Kontakt mit mir aufnehmen, ich werde dich gerne mit Adressen oder Tipps versorgen.

 Warum ich das schreibe…

Expertin-AngststoerungSeit meinem 10. Lebensjahr litt ich unter einer Angsstörung. Ich hatte Phasen, in denen ich Ruhe hatte und es mir besser ging, zwischendurch hatte ich aber auch immer schlechtere Abschnitte, bis ich dann vor 2 Jahren mit inzwischen 38 Jahren das volle Programm und Ausmaß der generalisierten Angststörung hatte.

Ich hatte nur noch Ängste, traute mich nicht mehr Auto zu fahren, geschweige denn überhaupt in ein Geschäft.  Ich beschloss endliche ein Therapie zu machen, da meine körperlichen Symptome nur von der Psyche her rührten und somit ein enormer Leidensdruck entstand.

Meine Ängste waren diffus, sprich nicht greifbar. Ich konnte kein bestimmtes Teil nennen, was die Angst auslöste, wie eine Spinne, etc.
Nein, die Angst war und blieb. Die Therapie, die ich anfing, dauerte genau 6 Monate….Mir wurde dort aufgezeigt, wo die Ursache, sprich der: Auslöser, war, und ich begann zu verstehen und somit zu akzeptieren.…Ich bekam etliche “Werkzeuge” mit auf dem Weg, um in ein NORMALES Leben zurück zu kehren.

Bei NORMAL muss ich heutzutage immer lachen, weil man mich jahrzehntelang als ANDERS betitelt hat. Auch heute habe ich noch hier und da meine kleinen Problemchen, die aber mit den sogenannten Werkzeugen und ner großen Portion Humor sehr gut zu bewältigen sind.

Zum Beispiel Autofahren, ich bin zwar vor der Fahrt noch nervös, doch das habe ich akzeptiert….Auto fahren bedeutet jetzt für mich Freiheit...Ich habe vor ca. 1 Jahr eine Selbsthilfegruppe gegründet und eine stabile Gruppe von 12 Teilnehmern zusammen. Beruflich mache ich zur Zeit eine Ausbildung zur
Heilpraktikerin für Psychotherapie und stehe auch so schon Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite und freue mich über auch noch so kleinen Erfolg, gerade weil die einfach wichtig sind….

Ja ich kann mittlerweile sagen das ich dankbar bin über meine Angststörung.

Denn sie hat mich zu dem glücklichen Menschen gemacht, der ich heute bin.
Auch wenn ich jahrelang nur belächelt wurde: Ich bin fest der Meinung, man lebt einfach bewusster, achtsamer und bedachter, wenn man sich mit seiner Angst beschäftigt.

Ich möchte weiterhin ganz vielen Menschen Mut machen, denn auch mit einer Angststörung kann man ein ganz wundervolles Leben führen. Es gibt so viel Hilfe, man sollte sorgfältig aussuchen, mit wem man es bearbeiten möchte und somit können große Erfolge erzielt werden.

Arbeiten muss und darf man dann an sich selber, aber es ist unumgänglich sich zuerst Hilfe zu suchen, um den Anstoß zu geben.
Wer das gemacht hat, darf für den Mut schon stolz auf sich sein. Denn wie schon gesagt: Kein Mensch muss das aushalten! 

Sehr gerne stehe ich dir zur Verfügung,  um deine Fragen zu  beantworten.

Mit herzlichem Gruß, deine

Bianca Heinen

Du findest mich übrigens auch auf facebook

https://www.facebook.com/bianca.karbig

oder schreib mir: bianca_heinen@web.de

Hier findest du eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Angst- oder Panikstörungen:

 

Dieser Artikel wird dir noch mehr hilfreiche Infos und Anregung geben:

Hypnose – wie sie dir in schwierigen Lebenssituationen helfen kann

 

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