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Anhalten und Aushalten – zu Besuch bei sich selbst

„Ich wollte meine Pause mal ganz bewusst genießen, habe mein Handy auf dem Schreibtisch gelassen und bin nach draußen in die Sonne gegangen. Dann wusste ich plötzlich nicht mehr, was ich nun mit mir anfangen sollte…!“ sagte eine junge Abteilungsleiterin bei einem Seminar zum Thema „Achtsame Selbstführung und Resilienz“, das ich letzte Woche mit Kolleginnen gehalten habe. Ihre Stimme klang nachdenklich, fast ein wenig bestürzt.

Wir hatten zuvor über Innehalten und Pausen gesprochen und über deren Bedeutung für unsere Fähigkeit, turbulente Zeiten souverän meistern und gestärkt daraus hervor gehen zu können.

Die Aufgabe war, in der Mittagspause eine echte AUSzeit zu nehmen: Elektronik aus, Ablenkung aus, Multitasking aus. 

„Ich bin ganz unruhig geworden, das war unangenehm, kaum auszuhalten“ sagte eine andere Teilnehmerin, eine leistungsfreudige, dynamische Marketingleiterin.

Zur Ruhe zu kommen und still zu werden wirft uns auf uns selbst zurück. 

Auf einmal hält das Hamsterrad an und nichts im Außen bindet mehr unsere Aufmerksamkeit, die sich jetzt nach innen richtet.

Was für die Seminarteilnehmer*innen zunächst verlockend klang, entpuppte sich für einige von ihnen als echte Herausforderung. Denn im Innen trafen sie erst einmal nicht wie erhofft auf Gelassenheit, Ruhe, Entspannung, Freude und Genuss, sondern auf Gedankenkarusselle, aufgestauten Ärger, Gereiztheit, Frust, Sorgen, Zweifel, Langeweile, Anspannung, Ungeduld, Müdigkeit, Unwohlsein.

Das gilt es auszuhalten. Uns selber auszuhalten. Mit allem, was es da so wahrzunehmen gibt, wenn wir zu Besuch bei uns selbst sind. 

Für manche mag das einfach nur unangenehm und anstrengend sein, einigen macht es regelrecht Angst, weil der Umgang mit eigenen Emotionen so ungewohnt ist.

Vielleicht sind Ablenkungen und volle Terminkalender auch deshalb so verführerisch. 

Doch auch wenn wir uns diesen Bewegungen im Inneren nicht zuwenden, heißt das nicht, dass sie nicht da sind. Dann führen sie ihr Eigenleben im Verborgenen und funken uns bisweilen dazwischen – meist genau dann, wenn wir es am wenigsten gebrauchen können.

Still werden und Innehalten ermöglicht uns inmitten aller Komplexität eine Standortbestimmung und wenn nötig eine Kurskorrektur.

Dann werden wir nicht länger fremd gelebt, sondern kommen wieder in Kontakt mit dem, was uns trägt, und erinnern uns, woran wir uns ausrichten möchten. So öffnen wir uns für das Wesentliche und lassen uns Wahlmöglichkeiten erkennen.

„Ich dachte immer, Pausen sind was für Weicheier!“ meinte die Marketingleiterin in der Abschlussrunde am zweiten Tag. „Jetzt bin ich neugierig darauf, mich selber besser kennen und aushalten zu lernen, mich auszurichten auf das, was wirklich wichtig ist und neue Kreativräume zu entdecken.“

Was hilft dir inne zu halten?

Bist du gerne zu Besuch bei dir selbst?

Herzliche Grüße

Katja

P.S. Es gibt ein kleines Buch bzw. Hörbuch zu diesem Thema: „Die Kunst sich selbst auszuhalten. Ein Weg zu innerer Freiheit“ von Prof. Michael Bordt, Jesuit und Vorstand des Instituts für Philosophie und Leadership.

Hier findest Du die Angebote von Katja Lutz-Deklerk

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