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AUF MEIN UNGLÜCK TRETEN – wie man aus etwas Schlimmem etwas Gutes macht

Heute machen wir euch ein kleines Geschenk – mit zwei im Netz noch nie veröffentlichten Buchkapiteln von Patrick Lynen. Die Texte und Bilder stammen aus seinem Bestseller „how to get GELASSENHEIT“. Wir von der Compassioner-Redaktion wünschen euch viel Freude damit.

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AUF MEIN UNGLÜCK TRETEN 

Während ich diese Zeilen schreibe, bin ich auf dem Weg zu einer Klausur mit den Mitarbeitern einer Kulturredaktion. Ich kenne diese Gruppe schon eine ganze Weile. Und selten habe ich größere Kulturpessimisten kennengelernt. Für sie war früher alles besser und sie wollen alte Mechanismen, Gewohnheiten und Strukturen um jeden Preis bewahren und zementieren. Ihre Angst vor der Zukunft ist immens. Sie fürchten sich vor dem Neuen, das Wort „disrupt“ ist für sie ein Synonym für das Böse. Außerdem halten das Internet für ihren größten Feind. Für sie ist der Untergang des (kulturellen) Abendlandes stets ganz nah. Denn FRÜHER war alles BESSER! Und ich frage mich dann: Wird ihre Welt tatsächlich untergehen? Vermutlich nicht. Die ganze Welt (auch die Kulturwelt) wird sich in den kommenden Jahren massiv verändern – klar. Massiver denn je. Daran können wir kaum rütteln. Doch das alles hat auch Vorteile: Denn so schreiten wir Menschen voran. Nur so können wir eines Tages den Krebs besiegen und die Energie aus dem Inneren der Erde anzapfen.

Der Mensch ist unfassbar anpassungsfähig und erfinderisch. Antibiotika, Krebsforschung, erneuerbare Energien, Computer, Flugzeuge, Häuser, Autos, Maschinen, das Rad, Elektrizität, Funkwellen, Radio, Fernsehen, Internet. Die kreative Kompetenz des Menschen ist immer wieder beachtlich. Innovation und Neuerfindung setzen sich durch – seit Anbeginn der Menschheit.

Alles ist stetige Veränderung. Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind da nur das augenscheinlichste Beispiel. VERÄNDERUNG IST. Wenn es uns gelingt, die Welt aus diesem Blickwinkel anders zu betrachten, jede Veränderung auch als etwas Positives zu sehen, sorgt es für eine Umkehr unserer Gefühle. Zumindest für eine Weile. Ich hab das getan – immer wieder. Welche Folgen das hatte, das erzähle ich dir im folgenden Kapitel.

DER SCHRITT ZUR SEITE 

Ich habe schon früh gewusst, was ich beruflich machen wollte: »Was mit Medien«. Sehr bald war ich beim Radio und später beim Fernsehen. Nebenher habe ich PAtrick Lynenals Sprecher für Werbespots gearbeitet. Doch plötzlich bekam ich aus heiterem Himmel massive Stimmprobleme. Ich konnte von einem Tag auf den anderen nicht mehr vor einem Mikrofon sprechen. Bei dem Gedanken daran bekomme ich immer noch Gänsehaut. Wochenlang hatte ich Schlafstörungen und Schweißausbrüche und ich fühlte mich zunehmend körperlich und seelisch am Ende. Gleichzeitig war ich davon überzeugt: Wer in unserer Gesellschaft scheitert, gilt als Verlierer. Scheitern als großes Tabu. Ich überlegte sogar, deswegen ins Ausland zu gehen. Doch die Arbeit im Medienbereich lag mir einfach am Herzen.

Ich fuhr zu einem Stimm-Facharzt im Aachener Klinikum. Der machte eine sogenannte Stimmband-Stroboskopie. Das Ergebnis: Mein Stimmproblem war kein organisches, wie sich nach einigen ärztlichen Untersuchungen zeigte. Im Alltag war meine Stimme ja auch in Ordnung.

Nein, etwas tief in mir wollte einfach nicht mehr in ein Mikrofon sprechen. Mein Körper und meine Seele stellten mir gewissermaßen ein Bein und »missbrauchten« dafür meine Stimmbänder. Vermutlich war genau diese wichtige Lernerfahrung des Scheiterns, der Verzweiflung, der Demut und des Durchhaltens notwendig, um zu persönlicher Einkehr zu gelangen und mich selbst neu zu erfinden.

Und so habe ich für mich den positiven Weg gewählt, einen Schritt zur Seite gemacht und für eine Weile den Rückwärtsgang eingelegt. Anstelle des dauerhaften und weitgehend selbst gemachten Leistungsdrucks erlaubte ich mir ab hier wieder die Leichtigkeit des Anfängers, der Fehler machen durfte. Das gab mir die Freiheit, eine der wichtigsten Phasen meines Lebens in Angriff zu nehmen. Und so beschloss ich, alle Kompetenzen zu erlernen, die man als guter Trainer, Coach und Supervisor braucht.

Ich habe mich mehrere Monate lang fortgebildet und mir damit einen völlig neuen Bereich erschlossen. All das wäre gewiss nicht passiert, wenn meine Stimme mich damals nicht für eine Weile im Stich gelassen hätte.

Kurz nach meinen Stimmproblemen kam der 11. September 2001. Keine persönliche Katastrophe für mich, und doch brannte sich der Tag als unglaubliches Entsetzen in meine Erinnerung ein. Selbst mit Abstand bleibt dieser Tag für mich ein Trauma. Möglicherweise geht es dir ähnlich. Vor meinen Augen laufen immer noch jene Bilder ab, die Millionen von Menschen bis heute ängstigen. Doch 9/11 gab den Menschen auch die Chance, zu hinterfragen, was für sie wirklich wichtig ist.

Viele sind in den Tagen nach den Anschlägen ihren Liebsten wieder näher gekommen. Viele haben sich darauf besonnen, was wirklich wichtig ist. Wir haben uns in den Armen gehalten und einander unsere weiche Seite gezeigt. Und selbst die schlimmen Momente des 11. September sind mit Abstand erträglicher geworden.

Bildschirmfoto 2017-03-30 um 07.53.39Hinter jeder Katastrophe, hinter dem Absturz, hinter jeder Krankheit verbergen sich große Chancen

– wenn wir sie erkennen. Ob Kündigung, Scheidung, Unfälle, Krebs oder finanzielle Nöte. Die Schmerzen und das Gefühl, dass sich unter uns ein Abgrund öffnet, können zu einem achtsamen Umgang mit uns und den Mitmenschen führen und damit den Boden für eine neue Phase unseres Lebens bereiten – wenn  wir es denn zulassen.

© 2016-2017 KOHA Verlag

Übrigens: kennst du schon Patrick Lynen’s Coaching Radio?

Oder seine Podcasts?

Das wahre Leben schreibt immer noch die besten Geschichten. Aus dieser Erfahrung heraus entstand auch Patricks Idee der TV-Sendung „Die Runde Ecke“.

Menschen erzählen auf der Bühne die Geschichte ihres Lebens und teilen sie mit den Zuschauern. Die Themen sind dabei so vielfältig wie das Leben selbst. Folgende Geschichte von Marc passt sehr gut zu den beiden Kapiteln aus seinem Buch: https://youtu.be/a3VtDtzDYNU

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