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Aufruf: Die Schule, die wir uns wünschen

Wir Menschen sind manchmal schon ein recht wundersames Volk. Wir jammern, wir schimpfen, wir meckern, wir klagen, wir beschweren uns über dies und das. In meinem speziellen Fall geht es um unser Schulsystem. Eltern, Schüler, aber mittlerweile auch viele Lehrerinnen, Direktoren und Politikerinnen spüren, dass das System „Schule“ erneuert gehört. Es sind viel Angst, Unzufriedenheit und auch Leid auf allen Seiten in diesem System.

Schulen des Gelingens: Es gibt schon so viele gute Beispiele!

schule-vorbildMittlerweile gibt es aber bereits, meist durch die Initiative einzelner Menschen, viele tolle Beispiele, wie „Schule“ heute so gelingen kann, dass sich ALLE im System Involvierten, auch die Eltern und Lehrerinnen, … dort wertgeschätzt und ernst genommen fühlen. (MEIN Traum von „Schule“ kann in diesem Compassioner-Artikel gerne nachgelesen werden.)

Was ist DEINE Vision von Schule?

Doch was ich sehr oft beobachte, ist, dass die Mehrheit aller Betroffenen sich selten Gedanken darüber macht, wie sie sich „Schule“ persönlich wünscht, was konkret denn ihr Anliegen ist, was KONKRET denn zu ändern oder entwickeln wäre, was SIE selbst denn bereit sind, dafür zu TUN. Gründe für diese Haltung der Passivität gibt es wahrscheinlich unzählige und sehr individuelle. Aber einige Argumente, bei denen auch ich mich ab und zu erwischt habe, möchte ich doch erwähnen:

  • „Das bringt eh nichts. Das ist nicht zu ändern.“
  • „So ist das System.“
  • „Dafür habe ich keine Zeit.“
  • „In ein paar Jahren, ist mein Kind aus dem System, und dann ist das auch durchgestanden.“
  • „Ich hab keine Ahnung von Schule. Ich weiß nur, so geht es nicht.“

Ursachenforschung für unsere Passivität

schule-ursachenEine der Ursachen für diese Haltung orte ich in unserer Erziehung, die wir erlebt haben: die meisten von uns Erwachsenen wurden als Kinder und Jugendliche sehr selten gefragt (sei es von den Eltern, den Lehrern, …), was sie denn brauchen, damit sie sich wohl fühlen, damit es ihnen gut geht, … . Der Tenor lautete: „Wir wissen, was das Beste für dich ist.“ Und dann wurde über unsere Köpfe hinweg entschieden (Schule, Freunde, Kleidung, Beruf, …), unsere Gefühle versuchte man uns auszureden („Stell dich nicht so an.“ „Sei nicht so hysterisch.“ „So schlimm ist das ja gar nicht.“ „Hör auf, so aggressiv zu sein.“, …), man erklärte uns, wie wir „zu sein“ haben, damit es uns „gut“ geht, damit wir nicht aus der Reihe fallen, … . Die Liste ließe sich noch lange fortführen.

Aber worauf ich damit hinauswill, ist, dass VIELE Erwachsene deshalb heute nicht mehr wissen, WAS sie BRAUCHEN, damit es ihnen gut geht. Sie sehen sich in manchen Lebensbereichen als Opfer der Umstände, die sie ohnehin nicht verändern können.

Die Antwort schlummert in uns…

Wenn ich Paare in der Beratung frage, was sie sich denn in bestimmten Situationen voneinander wünschen würden, was sie denn vom anderen brauchen würden, dann gibt es anfänglich häufig keine Antwort der Betroffenen, weil ihnen diese Frage in ihrem Leben entweder selten bis gar nie gestellt wurde, oder sie sich noch keine Gedanken darüber gemacht haben. Das natürliche Gefühl zu uns selbst wurde durch unsere Sozialisierung häufig verschüttet. Und doch schlummert es in uns. Es darf wiederentdeckt werden.

Eine Graswurzelbewegung für gelingende Schulen

keimlingWas hat das nun mit meinem Schulthema zu tun? Gerald Hüther hat auf dem Bildungskongress, den ich Anfang November im Bildungshaus Schloss Puchberg besucht habe, gesagt, dass die Veränderung des Schulsystems seiner Meinung nach nur von „unten“ stattfinden kann.

Es braucht mutige Eltern, Kinder, Jugendliche, Lehrer, Direktorinnen, …, die gemeinsam in IHRER Schule Veränderungen herbeiführen.

Was willst DU?

Doch dafür muss JEDER FÜR SICH, sich zuallererst einmal Zeit nehmen, um sich Gedanken darüber zu machen, was er eigentlich will. Es braucht KONKRETE Ideen, Visionen und dann das ALLERWICHTIGSTE: Die TAT. JEDE wird gebraucht. JEDER kann etwas tun. Wenn wir uns alle aufmachen, nicht nur unzufrieden aufzuzeigen, was wir nicht wollen, sondern uns überlegen, was wir stattdessen WOLLEN und dafür losgehen, dann ist diese Entwicklung nicht mehr aufzuhalten.

Gedanken werden Dinge

Jeder unserer Gedanken, der in die Richtung geht: „Das bringt nichts.“, „Das ist sinnlos.“, „So ist es halt.“, „Da kann ich gar nichts tun.“, … gehört daher eliminiert und umgelenkt. Gedanken machen Dinge. UND es gibt unzählige Beispiele auf unserer Erde, dass scheinbar unmögliche Dinge möglich gemacht wurden. Jede einzelne Erfindung schien letztendlich unmöglich, bis jemand begonnen hat, das Unmögliche möglich zu machen.

Deine Gedanken, deine Entscheidung, dein Handeln… 

Doch als ersten Schritt braucht es unsere willentliche Entscheidung, dass wir etwas ändern WOLLEN. Jeden Tag einen kleinen Schritt in diese Richtung:

Als…

  • Mutter kann ich mich dazu entscheiden, das nächste Gespräch mit der Lehrerin meines Kindes auf Augenhöhe zu führen, mich mit meinen Sorgen zu zeigen, die Wahrheit zu sagen, wie es mir geht, … .
  • Vater kann ich mich dazu entscheiden, beim nächsten Elternabend nicht wegzuschauen, wenn es darum geht, einen Elternvertreter zu wählen.
  • Jugendlicher kann ich den Mut finden, den Lehrer persönlich anzusprechen, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle.
  • Eltern kann ich mein Kind ermutigen, auf ein Kind zuzugehen, das im Abseits steht.
  • Lehrerin kann ich mich dazu entscheiden, ein trauriges Kind einfach nur anzusprechen und zu fragen, ob ich etwas tun kann, weil ich sehe, dass es ihm nicht gut geht.
  • Lehrer kann ich mich dazu entscheiden, nicht immer Recht haben zu wollen, sondern Eltern aus einer Haltung der Neugier zuzuhören und mit ihnen und ihrem Kind gemeinsam einen Weg zu suchen, der in Richtung konstruktive Lösung geht.

Auf zum Neuland: Die Opferrolle abstreifen…

Es gibt unzählige Möglichkeiten, kleine Dinge jeden Tag zu verändern, neue Schritte zu tun. Es geht um das Gefühl von Selbstwirksamkeit. Doch für dieses Gefühl müssen wir uns mutig auf Neues einlassen. Wir verlassen unsere Komfortzone und probieren Neues aus. Das führt uns letztendlich auch aus der Opferrolle. Wir spüren, dass wir etwas bewirken können, und dieses Gefühl lässt uns mutig die weiteren Schritte in Richtung unserer Vision setzen. Wir können uns Gleichgesinnte suchen, mit denen wir unsere Pläne gemeinsam umsetzen.

Ein jugendliches Vorbild: Xiuhtezcatl Martinez 

schule-vorbildAls riesengroßes Vorbild sehe ich da den 17-jährigen Xiuhtezcatl Martinez, der gerade bei Veit Lindau im Interview war (Link zum Video, derzeit lediglich auf Facebook verfügbar). Er geht und handelt für seine Vision einer besseren Welt. Einen Schritt nach dem anderen. Und diese Haltung wünsche ich mir von allen im Schulsystem Involvierten.

Daher möchte ich dich aufrufen und einladen, in den Kommentaren deine Vision von Schule mit uns zu teilen – oder mitzuteilen, wenn du zu diesem Thema arbeitest.

Was wünschst DU dir?

Ich werde gemeinsam mit einer Kollegin einige gesammelte Statements im Zuge einer Podiumsdiskussion der österreichischen Bildungsministerin oder dem zukünftigen Bildungsminister (Thema „Regierungsbildung“) übergeben werden, sozusagen als Einladung bzw. Aufforderung Schule querzudenken. Auch in Deutschland formiert sich die Regierung ja gerade neu. Auch hierfür kann es also spannend sein, viele Statements zu sammeln.

„Denn wenn wir nicht sagen, was wir wollen, werden wir nicht bekommen, was wir brauchen.“

 

Ich freue mich auf deine Ideen und Gedanken.

Alles Liebe und ein wunderschönes Wochenende.

Ines

www.inesberger.at

 

 

 

 

Wenn dieser Artikel spannend für dich war, dann lies doch in Ines Vision für eine Schule hinein:

Sind bessere Schulen Utopie oder können sie real werden?

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