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Bahar Yilmaz im Interview: Warum Spiritualität und Internet zusammengehören

Spiritualität und Internet – das ist immer noch ein Gegensatzpaar. Das schnelle, reizüberflutende Medium ist doch so gar nicht meditativ oder bewusstseinsfördernd. Aber: Digitalisierung und Bewusstseinswandel sind eng verknüpft, weiß Bahar Yilmaz.

Das Internet – ein virtueller Raum voll flüchtiger Reize, Informationen und Fakes. Ein Medium, das uns fesselt und von Dingen abhalten kann, die wichtiger sind. Uns alle Konzentration und Nerven raubt. Ein Medium, das wir kaum durchschauen und das Datenmissbrauch oder Überwachung Tor und Tür öffnet. Kein Wunder, dass insbesondere in der wachsamen spirituellen Szene eine gewisse Technik- und Digitalisierungsskepsis vorherrscht. Auch ich komme in meiner beruflichen und universitären Verbindung zu digitalen Medien nicht umhin, mich regelmäßig zu fragen, ob das nicht alles zu gefährlich, unüberschaubar und groß für uns ist.

Digitale Revolution meets Spiritualität

Andererseits: eine so große Revolution wie die digitale muss, wie alles im Leben, einen gewaltigen spirituellen Sinn haben. So wird diese neue, globale Verknüpfung oft als symbolisch für das beginnende Bewusstsein der kollektiven Einheit gesehen. Denn schließlich führt uns das Internet auch zueinander, vereinfacht Interaktion und den Austausch von Botschaften. Überleg doch mal, wie viele tolle Menschen, Posts, Zitate und Videos du durch das Internet in dein Leben geholt hast. Begegnungen oder Informationen, die deinen ganzen Lebensweg entscheidend verändern – manchmal nur durch einen winzigen Post, manchmal durch eine dauerhaft anhaltende, tiefe Begegnung. Kann das wirklich alles so schlecht sein?

Eine aus der Generation Internet, die es wissen muss: Bahar Yilmaz

bahar-yilmazDie temperamentvolle Bahar Yilmaz (33) ist als Inspirationspersönlichkeit und spirituelle Rebellin bekannt. (Näheres zu ihrer Person findet sich im Compassioner-Interview mit Bahar und Hauke.) Sie ist die perfekte Ansprechpartnerin für meine Fragen zum Internet, weil sie trotz (oder gerade wegen) ihrer tiefen Spiritualität auf Dogmen, Vorschriften pfeift – und manchmal auch auf die teils etwas eingefahrene spirituelle Szene selbst.

Sie hat eine starke Verbindung zur geistigen Welt, hellsichtige Fähigkeiten und schon tausende Menschen mit Seminaren und Büchern, aber eben auch online zutiefst inspiriert. Vorher musste sie sich aber, als Teil der Generation Internet, bewusst mit den guten und weniger guten Seiten des Digitalen auseinandersetzen. Heute ist sie überzeugt davon, dass wir das Internet für unsere spirituelle Entwicklung sogar brauchen – und dass unsere Seelen diese Erfahrung bewusst suchen.

Die Energie des Skype-Interviews selbst, das ich mit Bahar führen durfte, war eigentlich schon die Antwort auf alles. Das Gespräch war echt und nah, als säßen wir direkt voreinander – und Bahar hat eine solche Energie und Strahlkraft vermittelt, dass ich zwischendurch dachte, mein Laptop würde explodieren. Fake? Nur virtuell? Flüchtig? Von wegen! Sieben Kernthemen haben wir dabei abgeklappert, drei davon erfährst du hier im Compassioner, auf vier weitere gehe ich in der Fortsetzung des Interviews auf meinem Blog ein….

1: Deine Angst vor dem Internet ist deine Angst vor dir selbst

Liebe Bahar, du bist fast täglich im Internet und insbesondere in den Netzwerken Facebook, Instagram und Youtube unterwegs. Waren das für dich immer selbstverständliche Tools?

Ganz und gar nicht. Früher war ich super skeptisch gegenüber alledem. Ich war ein bisschen infiziert von den Esoterikern, die diesen Trend nicht mitmachen wollten und vor der bösen Technik warnten. Aber schließlich musste ich mir eingestehen, dass hinter meiner Skepsis meine Unsicherheit und meine Angst geschlummert hatten.

Wovor genau hattest du Angst?

In der unüberschaubaren Onlineöffentlichkeit zu sein und mich zu zeigen. Was würden die Leute wohl denken, was würde es für negative Kommentare geben? Es ist so ein riesiger Unterschied, ob du ein Seminar gibst und den Leuten in die Augen schauen, sie spüren kannst – oder ob du vor einer Kamera stehst. Da werden deine ganzen Ängste und Unsicherheiten extrem geschürt. An alle, die sich da blockiert fühlen: Ich kann das soooo gut nachempfinden.

Was brachte schließlich die Wende?

bahar-yilmazMein Freund Jeffrey hatte eine sehr erfolgreiche Werbeagentur und konnte mir wertvolle Tipps geben. Er hat mir gesagt: Wenn du hier erfolgreich sein möchtest, musst du im Internet etwas von dir zeigen. Und damit meinte er mehr als ein paar Fotos und Texte. Die Menschen müssen wissen, mit wem sie es zu tun haben, damit Vertrauen entsteht. Mir hat es dann geholfen, mich zu fragen, wofür ich das Ganze überhaupt mache. Und meine Antwort lautet bis heute: Alles, was ich von mir in diese Internetwelt gebe – ob auf Facebook, Instagram oder Youtube, ist ein Beitrag zu meinem Traum, meiner Vision von einer neuen Welt. Auf diesen Antrieb fokussiere ich mich, statt darauf, was alles passieren könnte. Aber ich bin ganz ehrlich: Ich mache das alles seit zwölf Jahren und habe immer noch täglich meine Zweifel und Ängste, ob es überhaupt jemanden interessiert, was ich zu geben habe. Aber stoppen lasse ich mich davon nicht.

2: „Unsere Seelen sind gerade jetzt inkarniert – wegen des Internets!“

Trotzdem gilt Technik in vielen spirituellen Kreisen noch als irgendwie unheimlich und man distanziert sich davon. Warum siehst du das anders – gerade auch im Hinblick auf spirituelle Bewusstseinsentwicklung?

Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Mensch die Fähigkeit hat, andere Menschen zu berühren. Und dass es Menschen gibt, die genau von MEINER Botschaft berührt werden können – und andere, die dafür von DEINER Botschaft berührt werden. Darum ist es so wichtig, dass wir den Mut haben, uns zu zeigen. Mit allem. Nicht nur lichtvoll, positiv und perfekt, sondern auch mit unserem Schmerz. In dieser Hinsicht sind die Neuen Medien für uns einfach ein Short Cut, wir kommen so viel schneller ans Ziel, so viel schneller an verschiedene Menschen und Botschaften, als noch vor ein paar Jahrzehnten. Die geistige Welt, zu der ich ja ganz gute Kontakte habe (lacht), vermittelt mir immer wieder das Gleiche: Dass jede Seele, die jetzt hier inkarniert ist, genau zu diesem Zeitpunkt auf die Erde wollte – aufgrund des Internets!

3: Jede Online-Interaktion ist ein energetisches Signal

Ist also alles, was wir online machen tatsächlich bedeutsam statt flüchtig und unecht?

Und wie! Alles, was du online machst, hat eine Wirkung. Davon bin ich überzeugt! Nicht nur in der Hinsicht, dass es Menschen gibt, die das angucken und sich davon inspirieren lassen. Sondern es ist auch ein energetisches Signal, das man in die Welt hinaussendet. Auch wenn es nicht bewusst gehört oder gesehen wird – es ist ein Signal. Und es wirkt.

Trotzdem habe ich, zum Beispiel wenn ich einen Online-Artikel schreibe, manchmal das Gefühl, dass das irgendwie unecht ist, weil man ihn nie real in der Hand halten wird. Kannst du dazu noch etwas sagen?

bahar-yilmazWas wäre denn dann echt? Ich habe ja von klein auf meine Hellsichtigkeit und eine Verbindung zur geistigen Welt. Und die grobstoffliche Welt, also zum Beispiel mein Wasserglas hier, ist für mich gar nicht die wahre Welt. DAS ist für mich die Illusion.

Weißt du, alles hat eine Frequenz, die unsere physischen Augen nicht sehen können. Aber unser tiefes, inneres Auge kann es. Bei mir wurde dieser Schalter nie umgelegt, ich sehe diese Frequenzen. Wenn du sagst, etwas in der Internetwelt fühlt sich nicht echt an – für mich tut es die äußere Welt auch nicht. Woran wollen wir denn überhaupt messen, was echt ist? Was sich für mich echt und stimmig anfühlt, sind Dinge, die Emotionen auslösen. Das kann ein Youtube-Video sein, ein Zitat, ein Artikel, aber auch ein Blick, eine Begegnung oder die Natur. Darum würde ich mich immer fragen: Macht das jetzt was mit mir als Mensch, als emotionales Wesen? Und wenn ja, ist es etwas Echtes.

Kannst du da ein Beispiel aus deinem Leben nennen?

Ich bekomme so viele Mails von Leuten, die nur meine kostenlosen Youtube-Videos anschauen und mir nie begegnet sind, aber schreiben, dass ich ihr Leben gerettet habe. Weil ich mich zeige und meine Botschaft online genauso verbreite, wie ich es draußen bei meinen Veranstaltungen mache. Solche Erfahrungen und Emotionen im Menschen sind immer echt.

Vielleicht können wir sogar, indem wir bewusst mit der Digitalisierung leben, unser Energiebewusstsein noch mehr stärken. Und uns von den grobstofflichen Resultaten lösen, die in der Tat immer unwichtiger werden in der Bewusstseinsentwicklung…

*****

In Teil 2 des Interviews auf Anja-Katharinas Blog erfahrt ihr, warum es täglich internetfreie Stunden braucht, was laut Bahar hinter Hasskommentaren steckt, wie sie damit umgeht – und warum sie jeden Einzelnen von euch ermutigen möchte, sich in irgendeiner Form online zu zeigen.

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