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So triffst du kluge Entscheidungen mit dem Bauchgefühl – Kompass

Warum dein Bauchgefühl dein ehrlichster aller Berater ist. Hier möchte ich dir ein paar kluge Übungen an die Hand geben,  um dein Bauchgefühl zu stärken – damit du dir selbst wieder mehr vertrauen kannst.

Ein Leben auf der Badewannenkante

Sie sitzt auf der Kante der Badewanne und hält den Schwangerschaftstest in der Hand. Sie könnte schon drauf schauen, traut sich aber noch nicht. Die Gedanken, die sich in ihrem Kopf überschlagen, sind laut. Nur etwas ist noch lauter: das Gefühl. Es beherrscht ihren ganzen Körper mit seiner unbegreiflichen Ehrlichkeit.  Wer diesen Moment schon einmal erlebt hat, weiß, wie er sich anfühlen kann: Nackte Panik, helle Vorfreude, unfassbare Nervosität – „Nicht mit diesem Mann“, „ich bin noch nicht bereit“, „hoffentlich ist es endlich so weit“, „Bitte nicht schon wieder eine Enttäuschung“.

Dieser Moment kann Liebe infrage stellen, Beziehungen auf die Probe, Sehnsucht nach diesem kleinen Menschen entfachen, und er kann eine Begeisterung in uns wecken, die wir so noch nicht kannten. Für jeden ist dieser Moment anders, aber für alle ist er gleich ehrlich. Was wir in diesem Moment erfahren, ist ein Bauchgefühl, wie es im Buche steht.

Das Bauchgefühl ist unser innerster Kompass, dessen Nadel sofort ausschlägt, wenn wir neuen Menschen begegnen, uns Herausforderungen stellen oder auch nur im Dunkeln durch die Straße gehen. Es meldet sich mit einem Stich oder einem wohligen Kribbeln. Es ist lange vor den Gedanken da, die sich dann gemeinsam mit der Vernunft ihren Weg durch das vermeintlich irrationale Gefühlsdickicht bahnen.

Oft gehen Gedanken und Vernunft in eine andere Richtung als uns der Bauchgefühl-Kompass angezeigt hatte.

Unsere Gedanken sind nicht immer ehrlich

Sie sind von uns und unserer Umwelt über viele Jahre, Jahrzehnte und teilweise über Jahrhunderte geduldig geprägt und geformt worden. Sie orientieren sich an Normen, an Regeln, an Moral und an Anstand.

Gehen wir also noch einmal zurück auf die Kante der Badewanne. Dort könnte eine Frau sitzen, die sich seit Jahren sehnsüchtig ein Kind wünscht, in einer Mit-Bauchgefuel-entscheidenliebevollen Beziehung lebt und bereit ist für diesen nächsten Schritt. Doch in meiner Erzählung vom Bauchgefühl sitzt dort eine andere Frau. Meine Protagonistin auf der Badewannenkannte ist 23 Jahre alt, sie studiert gerade und ist seit sechs Monaten mit einem Mann zusammen, den sie auf einer Party kennengelernt hat. Sie hatten beide etwas getrunken und geflirtet. Dann sind sie zusammen zu ihr nach Hause gegangen.

Er kam wieder und mit ihm eine Beziehung, die beide nie so nennen und doch irgendwie leben. Wirklich begeistert ist sie von ihm nicht. Sie kann mit ihm nicht gut reden, sie teilen kaum Interessen, da ist kein Kribbeln, wenn sie an ihn denkt. Aber bisher hat sie nicht darüber nachgedacht, eine Beziehung zu beenden, die gar nicht so heißt. Es tröpfelt einfach so dahin. Bis zu diesem Moment auf der Badewanne. Ihr pures Gefühl: nackte Panik. Und plötzlich weiß sie: Dieser Mann ist nicht der, mit dem ich zusammen sein möchte, ich muss mit ihm reden.

Bauchgefühl – Schlüsselmomente

Es gibt viele Geschichten von Menschen, die nach einer überstandenen schweren Krankheit ihr Leben völlig umkrempeln. Geschichten von Menschen, die am Sterbebett bedauern, was sie nicht getan, nicht erlebt haben. Kranken- und Totenbett sind auch nur eine – wenn auch eine extreme – Badewannenkannte wie wir sie im Kleinen viele in unserem Leben finden. Schlüsselmomente, in denen unser Gefühl so ehrlich über uns hereinbricht, dass wir es nicht ignorieren können.  Wäre es nicht toll, wenn wir diese Momente gar nicht bräuchten? Es ist möglich. Denn unser Bauchgefühl wartet nicht auf Schwangerschaftstests oder das Ergebnis vom Arzt; es ist schon lange vorher da. Wir haben uns nur abtrainiert, darauf zu hören. 

So wie wir uns abtrainiert haben, auf unser Bauchgefühl zu hören, so können wir es uns auch wieder antrainieren.

Dafür helfen kleine Übungen im Alltag.

Trinkst du beispielsweise jeden Morgen Kaffee, weil du es schon immer so machst und weil man das eben so tut?

Übungen für mehr Bauchgefühl

Dann starte doch morgen einen Versuch:

Bauchgefuehl-beachtenGib dir einen Moment Zeit, denke an dein erstes Getränk, dass du zu dir nehmen willst. Ist es Kaffee? Wunderbar, dann höre darauf und genieße ihn. Mach es aber genauso, wenn dir dein Bauchgefühl sagt, dass es heute doch eher ein Tee sein soll.  Du kannst diese Übungen bei allem machen, was du tust und schon lange nicht mehr hinterfragt hast. Vielleicht schaust du dann plötzlich abends das Dschungelcamp, statt den 500-seitigen Roman weiterzulesen. Oder umgekehrt. Du trainierst damit nicht nur dein Bauchgefühl, sondern auch deine Fähigkeit, Entscheidungen zu fällen.

Denn die Frage, die wir uns bei Entscheidungen immer stellen sollten, lautet: Was fühlt sich für mich richtig an? Erst unsere Rücksicht auf andere, unser Anstand oder unsere Angst vor den Konsequenzen und den Reaktionen unserer Mitmenschen halten uns davon ab, auch genau das zu tun, was uns gut täte.

Es kann sein, dass dein Roman nach dieser Übung für immer ungelesen bleibt, es kann aber auch sein, dass sich viel mehr verändert. Denn wer mit seinem Bauchgefühl in ständigem Austausch steht, ist nicht nur der Gestalter seines Alltags, sondern auch Herr über seinen Körper. Denn neben einem Bauchgefühl, haben wir auch ein Kniegefühl, ein Rückengefühl, ein Lebergefühl und ein Milzgefühl.

Schmerzen sind hier die Badewannenkanten, die uns aufrütteln und anregen, unser Handeln infrage zu stellen. Vielleicht weißt du, dass dir der Magen weh tut, wenn du zu spät etwas isst, du machst es aber trotzdem, weil du bei Freunden eingeladen bist und nicht unhöflich sein willst? Vielleicht spürst du schon seit Jahren Last auf deinen Schultern, weil du neben Job und Kindererziehung auch noch die Schwiegermutter pflegst? Löse dich von Anstand, Moral, Erziehung und Glaubenssätzen für einen Moment, gönne dir Ruhe, spüre das pure Gefühl und stelle dir die Frage: Was täte mir gut? 

Natürlich ist es einfacher, den Anstand für einen Abend bei den Freunden links liegen zu lassen,  als die pflegebedürftige Schwiegermutter ins Heim zu stecken. Direkt das Leben umzukrempeln ohne Rücksicht auf Verluste muss auch nicht sein.

Es ist viel Wert, seine Gefühle erst einmal kennenzulernen und ernst zu nehmen

Im Schritt danach und mit viel Übung können wir uns überlegen, wie wir damit umgehen. Du kannst in deiner Familie ansprechen, dass dir die Pflege zu viel ist, und du wirst sehen, dass sich eine Lösung findet. Womöglich kann dich dein Schwager bei der Pflege unterstützen oder ihr findet ein Pflegeheim, in dem es deiner Schwiegermutter gut gehen wird. Wer sein Bauchgefühl zum wichtigen Ratgeber in seinem Alltag macht, wird spüren, was dadurch alles in Bewegung kommt und sich fügt. 

In meiner Arbeit als Persönlichkeitstrainerin kommen viele Menschen mit einer Krankheit oder einem Problem in meine Beratung und kennen die Ursache für ihren Schmerz längst. Doch es gibt so viele vernünftige Gründe, warum sie nicht längst etwas verändert haben. Ich zeige ihnen dann die kleine Übung für den Alltag. So gelingt es ihnen zunächst, zwischen Kaffee und Tee zu wählen und irgendwann  brauchen sie keine Medikamente mehr, um trotz Erkältung leistungsfähig zu sein, weil sie stattdessen auf ihren Körper hören und sich die Auszeit gönnen, die er einfordert.

Einige von ihnen haben sich einen neuen Job gesucht, weil sie das schlechte Gefühl im Bauch ernst genommen haben, mit dem sie vor einer neuen Arbeitswoche am Sonntag eingeschlafen sind. Sie wurden ihr eigener Experte.

Die junge Frau auf der Badewanne nimmt ihr Gefühl auch ernst. Sie schaut auf den negativen Schwangerschaftstest, spürt die ergreifende Erleichterung und sucht am nächsten Tag das Gespräch mit ihrem Freund. Ihm geht es ähnlich wie ihr, er ist ein bisschen verletzt, aber nicht sauer auf sie, sie trennen sich im Guten. Am Abend schaut sie also keinen Film, der sie nicht interessiert, geht auf keine Party, um ihm zu gefallen, sondern sie lässt sich Badewasser ein, zündet Kerzen an und genießt den Augenblick. Das ist es, was ihr jetzt gerade richtig gut tut.

Über das Glück in deinem Leben entscheidest immer nur du!

Herzliche Grüße,

Stefanie Menzel

www.stefanie-menzel.com

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