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Bedingungsloses Grundeinkommen – Baustein für eine positive Zukunft?

Kann das bedingungslose Grundeinkommen uns Menschen in einer digitalen Gesellschaft frei machen?

„Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus“, begannen einst Karl Marx und Friedrich Engels ihr kommunistisches Manifest. Heute ist der Kommunismus Geschichte.

Heute beschäftigen Europa und die Welt einige andere Gespenster. Eines der größten ist wohl das der Digitalisierung. Der Historiker Yuval Noah Harari zeichnet in seinem Bestseller „Homo deus – Eine Geschichte von Morgen“ dazu ein hoffnungsloses Szenario.

„Der Dataismus droht somit, Homo sapiens das anzutun, was Homo sapiens allen anderen Tieren angetan hat. … Sobald die Menschen ihre funktionale Bedeutung für das Netzwerk verlieren, werden sie erkennen, dass sie gar nicht die Krone der Schöpfung sind. … Rückblickend betrachtet, wird die Menschheit nichts weiter gewesen sein, als ein leichtes Kräuseln im großen kosmischen Datenstrom.“

Die Menschheit: Mehr als ein leichtes Kräuseln im kosmischen Datenstrom?

grundeinkommen-Jaeger Hirten Kritiker von Richard David PrechtSicherlich: Wir Menschen sind nicht mehr als Sternenstaub der dritten Generation, die sich die Geschichte erzählen, sie wären etwas Besonderes.

Doch muss und wird unsere Geschichte wirklich so enden? Könnten wir als Menschheit nicht in eine andere Richtung steuern, hin zu einem guten Leben, das wir uns doch ersehnen? Welcher utopischer Orientierungsrahmen könnte das sein?

Eine substanzielle, diskussionswürdige Vision liefert der Philosoph Richard David Precht in seinem gerade erschienenen Buch „Jäger, Hirten, Kritiker. Eine Utopie für die digitale Gesellschaft“. In seiner Vorstellung einer Gesellschaft der Zukunft ist der Mensch frei und selbstbestimmt. „Das Leben bietet mehr Würde, mehr Freiheit und Entfaltungsmöglichkeiten, als es das heute tut.“

Vom Monetozän zum wirklichen Anthropozän

Der Weg zur Realisierung dieser Utopie wird nach Prechts Ansicht möglich, indem der Kapitalismus durch weitere sozialistische Komponenten angereichert wird:

  • ein bedingungsloses Grundeinkommen von ungefähr 1.500 Euro, das durch Mikrosteuern (wie etwa eine CO2-Steuer oder eine Finanztransaktionssteuer) finanziert wird.
  • Sicherung der Privatsphäre durch klare Regulierung des Datenschutzes.
  • Schaffung einer digitalen Grundversorgung (in Form von verstaatlichten Suchmaschinen und sozialen Netzwerken, …).
  • Kontrolle digitaler Geschäftsmodelle, um Missbrauch von Privatsphäre und Menschenwürde einzudämmen.
  • Förderung von sozialen Innovationen, die das Miteinander und die Gemeinwohl-Ökonomie stärken.
  • verbindliche Auflagen zur Nachhaltigkeit und zur Schonung der Ressourcen unseres Planeten.

Mit diesem Rahmen könne es dem Menschen gelingen, wirklich ein Zeitalter des Menschen (= Anthropozän) zu etablieren, ein menschenwürdiges Zeitalter, in dem wir Menschen aufgeklärt und selbstbestimmt agieren, nicht von Kapitel, Technik oder einem Glauben fremdbestimmt. Unser heutiger Gott sei das Kapital, denn:

„Unsere Zeit mag jene der Menschen sein, aber sie dient ihnen nicht, sondern sie dient dem Geld, der instrumentellen Vernunft und dem Verwertungsdenken. Noch leben wir nicht im Anthropozän, sondern im Monetozän – dem Zeitalter des Geldes.“    

Bedingungsloses Grundeinkommen macht es möglich: Jäger, Hirten, Kritiker

grundeinkommenLöst „Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ Schockstarre und Beklemmung aus, so lässt Prechts Buch Hoffnung schöpfen. Die Vorstellungen Prechts, Kapitalismus und die digitalen Datenkraken durch gesetzliche Regulierungen zu zähmen, klingen sehr einleuchtend.

Im Schlusskapitel relativiert Precht zwar und schätzt die Wahrscheinlichkeit diese Utopie zu realisieren, als recht gering ein. Doch endet er entschlossen:

„Ein Optimist jedoch, dessen Erwartungen sich nicht erfüllen, hat allemal ein sinnvolleres Leben geführt als ein Pessimist, der sich bestätigt sieht. Pessimismus ist keine Lösung!“

Es braucht: Wache, bewusste Menschen und eine starke, machtvolle Bewegung

Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen. Um die Erfolgswahrscheinlichkeit von Prechts Utopie zu erhöhen, braucht es zweierlei:

  • Erstens: Wache Menschen, einen tiefgreifenden Bewusstseinswandel, in dem wir Menschen gewahr werden und uns erinnern, die noch in uns schlummernden Potenziale wirklich zu nutzen.
  • Zweitens: Eine starke Bewegung (oder eine politische Organisation), die sich für all diese Rahmenbedingungen und ihre gesetzliche Verankerung stark macht und der gelingt, sie durchzusetzen.

Eine Gesellschaft, in der „verantwortungsvolle Menschen leben, die ihre echte Bedürfnisse von eingeredeten Bedarf unterscheiden können und die alles tun, um nicht auf Kosten zukünftiger Generationen zu leben.”

Eine Gesellschaft, die sich diesen Traum von Menschheit erfüllt hat. Ich bin bereit, dafür ganz wach zu sein und mich dafür einzusetzen.

Dieses neue Buch von Richard David Precht, es ist sein bisher wichtigstes, es ist bahnbrechend. Ich wünsche ihm viele, ich wünsche ihm vor allen Dingen auch machtvolle Leser*innen, die seine Ausführungen wörtlich nehmen und umzusetzen beginnen. Ich bin dabei!

Ich wünsche uns allen, dass wir gemeinsam in eine Zukunft steuern, in der wir würdevoll miteinander leben können.
Ganz so, wie Richard David Precht es in Teilen seines Buches ausmalt!

Alles Gute für uns,

Steffi aka Stephanie Ristig-Bresser.

Alle Artikel von Stephanie Ristig-Bresser findest du hier.

 

Und was ist deine Sichtweise zu diesen Gedanken?
Was hältst du von einem bedingungslosen Grundeinkommen?

 

Hier findest du ein Interview zum Thema das Philip Banse von DCTP-TV mit Richard David Precht vor kurzem auf der re:publica geführt hat. Die re:publica ist die der große Konferenz zum Web 2.0 und zu digitaler Gesellschaft:

 

 

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