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BIO – muss das sein?

BIO Ernährung ist im Trend, immer mehr Menschen achten darauf, ihre Lebensmittel in Bioqualität zu kaufen, BIO wird überall angeboten, egal wohin man kommt.

Genauso gibt es aber auch Stimmen, die behaupten BIO sei überhaupt nicht besser als konventionelle Lebensmittel nur teurer. Was stimmt denn nun?

Ich versuche mal ein bisschen Licht in den Bio-Dschungel zu bringen:

Eine britische Studie hat 2009 festgestellt dass der Nährstoffgehalt keine gravierenden Unterschiede gezeigt hat, das war das Ergebnis aus über 162 wissenschaftlichen Artikeln aus 50 Jahren!

Also doch alles nur Schwindel?

Könnte man denken, wenn man nicht weiß dass bei diesen Studien der Pestizidgehalt der Lebensmittel überhaupt nicht beachtet und bewertet wurde! Und gerade dadurch Unmengen an Giftstoffen in unsere Lebensmittel  und damit in unseren Körper gelangen.

Dem gegenüber steht ein Vergleich von 2012 der in Baden Württemberg im Rahmen des Ökomonitorings zwischen biologisch und konventionell erzeugtem Gemüse gestartet wurde. Die Pestizidbelastung lag bei der konventionellen Ware ca. 45 x höher als bei biologisch angebauten Produkten. Das ist dann doch ein großer gravierender Unterschied finde ich!

Sehr oft sind in einem Produkt auch viele verschiedene Gifte zu finden – warum ist das nötig?

Das hat einen ganz einfachen Grund: um Überschreitungen von Grenzwerten zu vermeiden! (manchmal werden auch einfach die Grenzwerte nach oben verschoben). Wie sich diese Gifte dann aber gegenseitig beeinflussen oder verstärken ist noch nicht untersucht.

Laut Greenpeace werden pro Jahr 270 000 Tonnen Pestizide auf unseren Äckern verteilt. Sie sollen Insekten, Unkraut oder Pilze abtöten, sind also eigentlich keine Pflanzen“schutz“mittel, sondern es sind starke Gifte die nicht nur Schädlinge töten, sondern sich auch dafür verantwortlich zeichnen allergieauslösend, erbgutschädigend oder sogar krebserzeugend zu sein.

Bei konventionell hergestellten Produkten können wir davon ausgehen dass sie mit Pestiziden behandelt sind, oft mit chemischen Zusatzstoffen versetzt, aus Massentierhaltung stammen (hier u.a. exzessiver Einsatz von Antibiotika) oder evtl. sogar gentechnische Verfahren zugrunde liegen.  Biobauern dürfen weder Kunstdünger verwenden noch die Schädlinge chemisch bekämpfen, die Verwendung von Hormonen oder leistungsfördernde Medikamente sind verboten und natürlich auch der Einsatz von gentechnischen Verfahren.

Die Produkte von Biobauern sind mit verschiedenen Siegeln gekennzeichnet. Wie sind diese zu bewerten?

Inzwischen hat jeder Supermarkt sein eigenes Bio-Label, auf allen möglichen Produkten wird mit „bio“, „kontrolliert“, „integriert“ oder „anerkannt“ geworben. Worauf kann ich als Verbraucher achten? Welche Qualitätsunterschiede gibt es?

Das Biosiegel:

Ein wirkliches Bioprodukt muss das staatliche grüne Biosiegel tragen, nur dann sind die Mindeststandards garantiert. Stehen nur „schadstoffkontrolliert“ oder „kontrollierter Vertragsanbau“ oder ähnliche Phantasiebezeichnungen auf dem Produkt, kann das alles mögliche sein, aber bestimmt kein Bioanbau.

Bio nach EU-Richtlinien (EG-Öko-Verordnung):

Hier müssen die Mindeststandards eingehalten werden, d.h. mind. 95 % müssen aus ökologischer Erzeugung stammen. Allerdings darf der Bauer auch gleichzeitig auf seinem Hof konventionell wirtschaften und Gülle aus konventionellen Betrieben darf als Dünger verwendet werden, d.h. die darin enthaltenen Rückstände können auch auf die Biofelder gelangen. Auch Aromastoffe sind laut EU-Richtlinien erlaubt und auch 47 zugelassene Zusatzstoffe (bei Bioland nur 25, bei konventionellem Anbau sogar bis zu 300!).

Sind die Betriebe zertifiziert dürfen ihre Produkte die Bezeichnung:

„bio(logisch)“, „öko(logisch)“, „aus kontrolliert ökologischem Anbau“, „aus kontrolliert biologischem Anbau“ tragen und das bekannte grüne Biosiegel aufdrucken.

Bioanbauverbände:

Dann gibt es noch sog. „Anbauverbände“, dazu zählen z.B. Naturland, Bioland, Demeter, Biokreis, Biopark, Gäa, Ecoland. Diese Anbauverbände haben wesentlich strengere Richtlinien, v.a. Demeter.

Wenn man sich anschaut wie Biobauern arbeiten, welchen Arbeits- und Zeitaufwand sie haben bei einem gleichzeitig geringeren Ertrag, ist auch der höhere Preis durchaus nachvollziehbar. Hier steht die artgerechte Tierhaltung im Vordergrund, ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur, es wird umweltschonend gearbeitet und ohne den Einsatz von synthetisch-chemischen Pflanzenschutzmitteln. Die Tiere bekommen bei Krankheit pflanzliche oder homöopathische Medikamente, sie haben einen genügend großen Stall  und können sich ausreichend bewegen.

Wenn wir bedenken dass durch Fleisch und Tierprodukte die meisten Giftstoffe in unseren Körper kommen, ist es enorm wichtig seinen Fleischkonsum zu überdenken. Und völlig nachvollziehbar, dass die Produkte aus biologischer Tierhaltung, ob Milch, Eier oder Fleisch eine völlig andere Qualität haben als aus konventioneller Tierhaltung. Dasselbe gilt für Gemüse, Obst und Getreide, welches ohne Giftspritze angebaut wird: dass dieses  gesünder, vitalstoffreicher und besser im Geschmack ist, ist eine logische  Folgerung.

Alleine durch den Kauf von Bioprodukten können wir also die Giftstoffe vermindern die wir aufnehmen, den Vitalstoffgehalt erhöhen und damit unserem Körper das geben was er braucht um sein Immunsystem zu stärken – die Grundlage eines gesunden Körpers.

Labels im Supermarkt:

Ob Aldi, Lidl, Netto, Rewe  oder Norma, jeder Supermarkt hat inzwischen seine eigene Biomarke – kann man diesen vertrauen?

In den letzten Jahren hat sich das Angebot tatsächlich stark verbessert, die Biomarken unterliegen alle den EU-Richtlinien (siehe oben), inzwischen findet man in manchen Supermärkten sogar Produkte von den Bioanbauverbänden, viele regionale Bioprodukte und auch ein Angebot von regionalen Biobäckereien. Das Angebot ist also flächendeckend gegeben, jeder hat die Möglichkeit Lebensmittel von besserer Qualität zu erwerben und auf belastete konventionelle Ware zu verzichten. (Regional heißt übrigens nicht gleichzeitig bio und sagt nichts über die Art der Tierhaltung aus, also auch hier nachfragen oder recherchieren.)

bio ernährungDas Argument „Bio ist viel zu teuer“ ist damit nicht mehr wirklich tragbar, denn die Biomarken im Supermarkt sind allemal besser als gar keine Bioprodukte zu kaufen und auf jeden Fall günstiger. Außerdem spart man ordentlich ein wenn man seinen Fleischkonsum generell stark einschränkt, keine Fertigprodukte mehr kauft und den Süßigkeitenkonsum überdenkt – DAS sind nämlich die teuren Produkte. Was man hier einsparen kann, langt locker für das Mehr bei Bio- und Vollkornprodukten aus. 

Eine wunderbare Möglichkeit gute Produkte günstig zu kaufen sind z.B. auch Bauernmärkte, Hofläden oder Lieferdienste mit Abokisten. Außerdem sollte einem die eigene und die Gesundheit der Familie es wert sein, mehr Geld für das tägliche Essen auszugeben und dafür vielleicht an anderer Stelle einzusparen (wie Kleidung oder Elektronik etc.).

Aber auch mit „Bio“ kann man sich natürlich so richtig schön ungesund ernähren, denn inzwischen gibt es sowohl Bio-Fastfood als auch z.B. Bio-Backmischungen, viele Produkte mit Biozucker gesüßt oder Bio-Süßigkeiten. Da nützt es nichts wenn ich weniger Schadstoffe zu mir nehme, aber eine gesundheitliche Schädigung durch die Wirkung von Zucker oder Weißmehlen im Körper erfahre. Das wäre dann der nächste Schritt auf deinem Weg zu Vitalität und Gesundheit auch darauf zu achten welche Bioprodukte du zu dir nimmst.

Wer sich noch mehr über Bio informieren möchte, in dem kleinen Büchlein „Bio drauf, Bio drin“ ist kompakt alles beschrieben und v.a. auch alle Biosiegel aufgezeigt.

Wie mit allem ist es jedem seine eigene Entscheidung welche Lebensmittel und Produkte er kauft. Meiner Ansicht nach ist die tägliche Ernährung aber mit der größte, wichtigste und einfachste Punkt um selbst etwas für seine Gesundheit zu tun! Hier können wir mitbestimmen welchen Grad an Gesundheit wir anstreben, einfach durch unsere tägliche Kaufentscheidung.

Machst du mit? Wie integrierst du BIO in deinen Alltag? Ich freue mich auf deine Anregungen!

Einen wundervoll-sonnigen August wünscht dir

Alexandra

www.kueche-rosenrot.de

Wenn du weitere Infos benötigst, kannst du hier fündig werden:

Facebook: Alexandra Eideloth – Küche RosenRot  

Begleitender Onlinekurs für deine Gesundheit „Fit ist sexy“

Adressen von Bauernhofläden:

Erklärung der Labels im Supermarkt bzw. App: www.label-online.de

Buch: „Bio drauf, Bio drin?“ von Annette Sabersky, südwest-Verlag

Spannend: Kinofilm „Tomorrow“

Wie wichtig ist Dir Deine Ernährung? 

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