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Bist du ein Mensch, mit dem du richtig gerne zu tun hättest?

 

Wie geht es dir, wenn andere Menschen über dich urteilen? Die meisten HSP ( Highly Sensitive Person), die ich kenne, sind sehr irritierbar, wenn sie von anderen Menschen beurteilt werden. Schnell kommen sie in einen Rechtfertigungssog, möchten sich verteidigen, hadern mit ihren verletzten Gefühlen, führen Diskussionen mit sich selbst darüber, ob das Urteil stimmt oder warum es nicht stimmt.

Und andere gibt es, die sehr schnell bereit sind, das Urteil zu glauben – zumindest, wenn es negativ ausfällt. Sie sind gewohnt, sich selbst durch eine Negativbrille zu betrachten und erst einmal das Schlechteste von sich anzunehmen.

Heute möchte ich einmal beleuchten, wie du vielleicht auch anders mit Fremdbeurteilung umgehen kannst und welchen Sinn sie haben kann. Anlass dazu hat mein Artikel „Kann man Hochsensibilität heilen?“ gegeben, der im letzten Monat im Compassioner erschienen ist. Dieser Text hat in einem ein-mensch-urteilesozialen Netzwerk für rege Diskussion gesorgt. Es gab abfällige Bemerkungen über die Überschrift (ohne den Zusammenhang zum Inhalt auch nur zu überprüfen), über mich (und meine vermutete Motivation so etwas zu schreiben), ja sogar meine Webseite wurde unter die Lupe genommen und mit einem Negativkommentar bedacht. Und, was das für mich echt Faszinierende an der Sache war: Das alles trug sich in einem Forum für hochsensible Menschen zu! Und genau das bringt mich dazu, mich hier – öffentlich – mit dem Thema auseinanderzusetzen. Das Thema hat viele Facetten:

Wenn du öffentlich in Erscheinung trittst…

Ich glaube, ein Hauptgrund, warum noch relativ wenige hochsensible Menschen in Führungspositionen sind ist der, dass du, wenn du dich aus der Deckung traust, angreifbar bist. Sobald du anfängst, öffentlich sichtbar zu werden, kann es dir passieren, dass Menschen dich be- und verurteilen ohne dich irgendwie zu kennen oder sich näher mit dir beschäftigt zu haben. Du bist in dem Moment gar nicht als Mensch dort sichtbar, sondern dienst als Projektionsfläche. Es entsteht so etwas wie ein zugewiesenes Bild, das mit der Realität wenig oder gar nichts zu tun haben muss.

Das ist nicht für jeden aushaltbar. Wer (noch) sehr unter Fremdurteilen leidet, scheut vielleicht den Schritt in die Sichtbarkeit und bleibt lieber in Deckung. Doch macht dich das vielleicht unzufrieden, weil es auch eine Botschaft gibt, die du in die Welt bringen möchtest (die meisten HSP haben einen solchen Entfaltungsdrang). Wenn das so ist, setzt dich mit dem Thema auseinander, damit deine kostbaren Perlen nicht verloren gehen, nur weil du Angst davor hast, dass sie jemand in den Staub treten könnte.

Wie wahr sind Urteile über dich?

Eigentlich kannst du Urteile, die in deine Richtung gehen, ganz entspannt nehmen. Denn sie sagen sehr viel mehr über den aus, der sie spricht, als über den, auf den sie sich beziehen. Denn es ist in jedem Fall die ganz persönliche Brille des Urteil-Gebers. Jemand, der sein Geltungsbedürfnis nicht genügend zum Zuge kommen lässt, wird einer öffentlichen Person vielleicht Mediengeilheit vorwerfen, einer der ein Geldthema hat, vermutlich Gewinnsucht. Der Urteilende spricht seine ganz individuelle Sicht auf seine Mitmenschen immer vor dem Hintergrund seiner eigenen Persönlichkeit aus. Und es ist nicht die Wahrheit. In einem Satz zusammengefasst heißt es: „Was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter als über Paul.“

Wie du Urteile für dich nutzen kannst

Das zu wissen ist das Eine. Aber emotional gelassen zu bleiben ist noch mal eine ganz andere Hausnummer. Auch wenn wir wissen, dass die Urteile nicht ein-mensch-gelassendie Wahrheit sind, können sie uns dennoch treffen. Der Kopf kommt häufig nicht dagegen an. Ein Kollege von mir, der gut sichtbar in der Öffentlichkeit steht, der sehr erfolgreich ist und schon viele Bestseller geschrieben hat, sagt heute noch, dass ihn Negativkommentare über seine Bücher immer noch treffen. Es scheint also ein stückweit normal zu sein. Dennoch kannst du sie für dich nutzen. 

Und zwar, indem du sie ganz persönlich nimmst: Nimm einen Kommentar, der dir wehtut nicht als Wahrheit – denn das ist er nicht – sondern als Indikator dafür, wo du noch einen emotionalen Schmerz sitzen hast. Du persönlich. Denn auch dein Verletztsein sagt mehr über dich als über den Sprecher. Auf eine Bemerkung, die dich bis ins Mark trifft, würde ein anderer vielleicht überhaupt nicht anspringen. Deshalb nimm deinen Schmerz als Rückmeldung für deine ganz individuelle Thematik. Es ist ein Hinweis, wo noch etwas heilen und stabil werden darf. Denn wenn das passiert, dann trifft dich der gleiche Kommentar nicht mehr.

Ich habe mir ganz bewusst alle Kommentare durchgelesen und meine Reaktionen beobachtet. Früher wäre ich spätestens nach der 3. Abwertung zu einem Häufchen Elend zusammengebröselt. Heute habe ich sie mit Offenheit und eher so etwas wie Staunen gelesen (Staunen deshalb, weil ich solch eine Kommunikation unter Menschen, die von sich selber sagen, dass sie hochsensibel sind, nicht erwartet hätte). Mit dem Ergebnis meiner emotionalen Bestandsaufnahme war ich ganz zufrieden. Allerdings habe ich auch gemerkt, dass es mir z.B. nicht gut tut, solche Kommentare abends spät zu lesen, weil mir die Summe dann die Energie raubt. Es gibt für mich offenbar so etwas wie eine kritische Masse und auch eine tageszeitabhängige Dünnhäutigkeit.

Bist du ein Mensch, mit dem du richtig gerne zu tun hättest?

Dass Menschen aus der Anonymität heraus und ohne menschliches Gegenüber Sachen raushauen, die sie im direkten Kontakt nicht sagen würden, kann ich ein Stück weit verstehen. Es ist so etwas wie ein Ventil, Druckabbau. Und gleichzeitig der Wunsch nach Selbstwirksamkeit, der Wunsch, gehört zu werden.

Sobald man aber mit einem gewissen Grad an Bewusstheit ausgestattet ist, könnte man sich ehrlich fragen:

Wem nützt mein Verhalten?
Bringt es etwas Gutes oder Schlechtes in die Welt?
Würde ich im persönlichen Kontakt das Gleiche sagen?
Wie würde ich selbst auf meine Äußerung reagieren?

Gerade wir HSP reagieren doch wie extrem fein kalibrierte Messfühler auf jede Art von emotionalem Missklang. Meiner Ansicht nach ist damit auch die Verantwortung verbunden, dass wir es besser machen. Dass wir uns so verhalten, wie wir selbst behandelt werden wollen, dass wir erfreuliche Spuren hinterlassen, dass wir Impulse geben für eine gesündere, erfreulichere Welt. 

Was ist dein Beitrag dazu? Nicht jeder fühlt sich berufen, die Welt zu retten oder die großen Massen zu bewegen. Aber bei sich selbst anfangen, das kann jeder, oder? Und vielleicht lieferst ja du den aufmunternden Beitrag für jemanden, der die großen Massen bewegt.

Ich jedenfalls habe die positiven Kommentare genossen und mich sehr an ihnen gefreut. Und auch hier gilt der Satz von Peter und Paul…

Herzliche Grüße,

Barbara

www.grebecoaching.de

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Hier findest du alle Artikel zum Thema Hochsensibilität von Barbara Grebe:

 

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