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Bodo Janssen: Misstrauen in Vertrauen umwandeln

Wie man mit Vertrauen sein Leben umkrempelt und dabei auch noch andere glücklich macht und Werte für alle schafft.

Hallo zusammen, ihr Lieben!

Compassioner-Autor Patrick Lynen hat uns freundlicherweise zwei exklusive Texte aus seinem neuen Buch zur Verfügung gestellt. Er hat sie zusammen mit Spiegel-Bestseller-Autor und Ausnahmeunternehmer Bodo Janssen („Die stille Revolution“) geschrieben. Ganz viel Freude damit!

Susanne aus der Redaktion

Der Chef, den keiner mehr wollte

Kürzlich war ich in Wremen. Nein, kein Schreibfehler. Das zauberhafte Wremen liegt direkt an der Nordseeküste. Außer der plattdeutschen Dorfidylle hat Wremen ein Muschelmuseum, ein Museum für Wattenfischerei und einen Leuchtturm zu bieten.

Und ein schickes Hotel, welches in pittoresker Lage mitten auf dem Deich steht. Der Hoteldirektor Sebastian vertrauen-artikel-lynenSchmidt und ich haben vor einiger Zeit gemeinsam eine »Runde Ecke« durchgeführt, in der Menschen aus der Region ihre Geschichte erzählten. Unterstützt wurden wir von Bodo Janssen, dem Inhaber der Hotelkette Upstalsboom, dem auch das Hotel Deichgraf gehört.

Bodo wurde in den vergangenen Monaten durch sämtliche Talkshows gereicht, weil er als »Sozialunternehmer« einen neuen Weg beschreitet.

In seiner Firma ging es früher zu wie in jedem konventionellen Unternehmen: Upstalsboom zeichnete sich durch eine eher hierarchisch-mechanistische Grundhaltung aus, in Kombination mit einer ausgeprägten Demut vor Excel-Tabellen. Der Laden wurde gemanagt statt geführt, die Zahlen standen im Vordergrund, Mitarbeiter waren »human resources«. Ein verräterischer Begriff, weil er an die Ausbeutung von Rohstoffreserven erinnert.

Doch als Bodo Janssen bei einer Mitarbeiterbefragung von seinen Untergebenen ein ziemlich schlechtes Zeugnis ausgestellt bekam, wurde er nachdenklich. Manchmal braucht ein Mensch eine Statistik, um zu verstehen, was um ihn herum so alles passiert.

An den nackten Zahlen ließ sich nichts schönreden. Das Ergebnis tat ihm weh. Sehr weh. Offensichtlich ging es der Mannschaft unter seiner Ägide nicht gut. Seine Mitarbeiter wollten ihn am liebsten loswerden.

Er beschloss, sein Unternehmen zu verändern. Radikal. Sinnvollerweise fing er bei sich selbst an, denn bekanntlich stinkt auch der norddeutsche Fisch vom Kopf her. Anderthalb Jahre lang besuchte Bodo regelmäßig ein Benediktinerkloster, hinterfragte sein Menschenbild und begann, neue Sichtweisen in sein Leben zu holen. Durch zahlreiche Gespräche im Kloster wurde ihm klar, dass sich Menschen unter Druck klein fühlen, Angst haben, ihr Versagen fürchten und kein Vertrauen fassen. Wer fürchtet, öffentlich gescholten oder degradiert zu werden, wird es kaum wagen, innovativ oder kreativ zu sein.

vertrauen-janssenNach der Zeit im Kloster begann Bodo den Umbau seines Unternehmens unter dem Motto:

Wertschöpfung durch Wertschätzung.

Ein tolles Motto. Und was sich bei den meisten Firmen in einem schicken Marketingwortschwall erschöpft hätte, wurde hier verwirklicht. Jeder Mitarbeiter wurde in der Folge in wichtige Prozesse des Unternehmens eingebunden und respektvoll behandelt.

Alle sollten ihre Kompetenzen nach Wunsch erweitern können. Menschen konnten auf Tätigkeiten im Unternehmen wechseln, die besser zu ihnen passten. Und auch auf der Führungsebene hat sich fast alles geändert: Die Hotels und Apartmenthäuser der Unternehmensgruppe werden inzwischen zunehmend von Menschen wie Sebastian geführt, die eine hohe soziale und emotionale Kompetenz haben.

Bodo beschäftigt neugierige und herzliche Menschen, die sich teilweise erst langsam in die Geschicke eines Hotels einfinden müssen. Dabei wird ihnen von den Mitarbeiter*innen vor Ort geholfen, was das gegenseitige Verständnis, Respekt und Vertrauen fördert. Und siehe da: Inzwischen ist Upstalsboom einer der beliebtesten Arbeitgeber in Europa.

In der »Runden Ecke« in Wremen hat Bodo sehr emotional erzählt, wie er vom Saulus zum Paulus wurde und was er zunächst bei sich und dann im Unternehmen geändert hat. Seit die Zahlen nicht mehr im Mittelpunkt stehen, sind seine Bilanzen übrigens besser denn je:

Die Mitarbeiterzufriedenheit stieg um 82 %. Der Krankenstand fiel von 8 auf 3 %. Die Anzahl der Bewerbungen hat sich versechsfacht, die Gästezufriedenheit erreicht an einigen Orten die beeindruckende Zahl von 98 %. Und die Umsätze haben sich verdoppelt.

Erstaunlich, oder? Wertschätzung, Vertrauen und eine gemeinschaftliche Idee wirken Wunder. Wenn alle wissen, dass sie respektiert werden, offen ihre Meinung sagen können und sich kreativ einbringen können, entsteht Motivation. Diese Motivation führt mit der richtigen Strategie zum Erfolg. So einfach kann das Leben sein. Natürlich nutzt Bodo seine neue Form der Menschlichkeit auch als Marketing- und Akquise-Instrument. Das sei ihm gegönnt. Warum auch nicht? Sollen ruhig alle wissen, dass es den Menschen bei Upstalsboom gut geht.

Vom Misstrauen ins Vertrauen

Ganz persönliche Gedanken von Spiegel-Bestseller-Autor Bodo Janssen, Geschäftsführer Upstalsboom (aus dem Buch GEMEINSAM BIST DU MEHR)

„Wenn ich über meinen Wandel nachdenke, dann berührt mich besonders, dass ich meine kindlichen Sehnsüchte im heutigen Handeln wiederfinde. Schon als Kind habe ich Grenzen nicht akzeptiert. Zum Beispiel habe ich mich unter dem Maschendrahtzaun des Kindergartens durchgebuddelt, um nach Hause zu laufen.

Auch in der Schule gelang es meinen Lehrern nicht, mich zu einem »Pflichterfüller« zu degradieren. In mir schrie schon früh alles nach Freiheit. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich nur zwei Kilometer vom sogenannten Upstalsboom entfernt geboren wurde, einem Ort, an dem vor über 700 Jahren die Häuptlinge der sieben Lande die friesische Freiheit begründeten, mit dem Satz »Lieber tot als Sklave!«.

Ich hatte diesen Freiheitsdrang jedoch lange Zeit verdrängt. Erst während meiner Klosterzeit entstand meine Vision von Freiheit in jedem von uns. Ich erkannte, dass ich nur dann wirklich zufrieden bin, wenn ich jedem Menschen den Freiraum zubillige, den ich für mich einfordere.

Mir wurde bewusst, dass alles, was wir tun, eine Frage der Haltung ist: Diene ich meinem Ego, dem Machterhalt, meinem Geldbeutel, der ewigen Suche nach Anerkennung – oder diene mit meinem Handeln der freigeistigen Entwicklung möglichst vieler Menschen?

Bin ich eine Ursache dafür, dass es anderen schlecht geht, oder kann ich nicht auch der Treuhänder für das Wohl der Menschen um mich herum sein? Natürlich ist mir bewusst, dass ich niemanden glücklich machen kann. Doch ich kann die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass jemand für sich das findet, was ihn glücklich macht.

Wenn mir meine Mitarbeiter nach dieser langen Phase des Egos, des Zweifelns, des Misstrauens und der Gewinnmaximierung heute sagen, dass sie in unserem Umfeld ein Stückchen mehr Freiheit leben können, bin ich glücklich. Das ist, wofür ich jeden Tag um vier Uhr früh aufstehe.

 

Ich sehe mich heute als Wegbereiter und Begleiter der Menschen auf ihrer Reise zu sich selbst.

Diese Reise von der Unbewusstheit in eine größere Bewusstheit, von der Angst in die Öffnung, vom Misstrauen ins Vertrauen habe ich zunächst selbst durchmachen müssen. Ich bin dabei mit mir selbst in Berührung gekommen, mit meiner Würde und Wahrheit. Ich erlebe heute, wie auch meine Mitarbeiter Schritt für Schritt sich selbst näher kommen. Und ich erkenne in ihren Augen oder ihrem Verhalten, dass da etwas wächst, das sie stark, frei, unabhängig und innerlich zufrieden macht. Das rührt mich oft zu Tränen.

Herzliche Grüße an alle, Bodo

Das Video von Bodos Auftritt in Wremen findest du unter »Die Runde Ecke: Ich war der Chef, den keiner mehr wollte« bei YouTube:

Nur in der Verbindung mit anderen sind wir das, was wir sein können. In GEMEINSAM BIST DU MEHR geht es darum, wie wir im Alltag wieder stärker miteinander in Beziehung treten und offen auf andere zugehen können.

Viel Freude auch mit der folgenden Hörprobe!

Herzlich, dein

Patrick Lynen

www.patricklynen.net

 

Übrigens: Hier geht es direkt zum…

Buch: amzn.to/2Ioc1uE


Hier kannst du Bodo Janssen persönlich kennenlernen:

 

Video-Interview mit einem Ausnahme-Unternehmer: Zufriedene Mitarbeiter sind die Zukunft

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