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Bootcamp-Unternehmer (Teil 1): Die Webstube – mit Leidenschaft dabei: Stefanie Jacobi

Heute feiern wir Pemiere: Wir werden dir ab heute sukzessive insgesamt zwölf Unternehmer*innen vorstellen, die am Bootcamp “Erfolgreich selbständig”  teilnehmen, weil sie auf einer ganz besonderen Mission mit ihrem Herzens-Unternehmen unterwegs sind und es so richtig wissen wollen. Du bist neugierig? Dann lies los! Wir möchten dir Mut machen, dein Business auf die Strasse zu bringen. Und mit den Erfahrungsberichten anderer Kleinunternehmer selbst zu wachsen.

Heute erzählt dir Stefanie Jacobi von Die Webstube ihre spannende und ermutigende Geschichte. Denn sie schreibt schon jetzt dank ihrer Lieblingskundin schwarze Zahlen und kann das Bootcamp ganz in Ruhe nutzen, um ihr Business noch ausgefeilter aufzustellen.

Herzlichen Glückwunsch, liebe Stefanie, und weiterhin so viel Passion, Freude und Erfolg mit deinem Unternehmen!

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Mein Unternehmen “Die Webstube” ist ein Weberhandwerksbetrieb im Oberallgäu, das sich auf die Produktion von Seidenschals, Seidenstolen und Krawattenschals spezialisiert hat.

Elegant, exklusiv und profitabel – meine Mission mit der Webstube

Meine wichtigste Mission ist, eines der ältesten Handwerke der Welt aus seiner verstaubten Schublade zu holen. Ich möchte den Menschen zeigen, wieviel Eleganz und Exklusivität möglich ist. Dass es möglich ist, davon zu leben, dass es wie jedes andere Handwerk verschiedene Arbeitsprozesse gibt, aber alle sind machbar und realisierbar. Ich schreibe das, weil ich immer wieder erfahre oder höre, mit wieviel Vorurteilen oder Vorstellungen die Menschen im Kopf dem Weberhandwerk begegnen. Ich höre Sätze wie: “Oh ist das aber mühsam”. Viele können sich auch nicht vorstellen, dass man an einem Handwebstuhl elegante Seidenschals weben kann und dass sich dann auch noch rechnet. Die meisten verbinden mit Weben die Hausfrau, die ihren Flickenteppich selbst herstellt.

1997 tat sich mir der Himmel auf

bootcamp-webstubeSolange ich zurückdenken kann, an meine ersten beruflichen Ziele, habe ich eigentlich immer einen Handwerksberuf gesucht. Leider durfte ich mich von meinen Eltern aus nicht ausprobieren und mußte einen Einzelhandelslehre abschliessen, weil meine Eltern ein Reformhaus führten. Nach der Ausbildung habe ich mich in verschiedensten Gewerken ausprobiert, Holzbildhauererei, Steinmetzerei, Malerei (Porträt zeichnen), Schnitzen, Seidenmalerei usw. Als ich mich im August 1997 an einen großen Kontermarschwebstuhl setzte und mir nach einigen Stunden rein technisch klar wurde, was ich alles für Möglichkeiten habe, tat sich für mich der Himmel auf. All die Farben, Muster, Garnqualitäten und Produktmöglichkeiten…. es war ALLES möglich! Und: es würde nie aufhören. Mich hat es voll erwischt, ich webe jetzt seit 20 Jahren. Es ist meine Passion, es gibt nichts anderes mehr.

Was meine Familiengeschichte damit zu tun hat

Nun – ich komme aus einer Seidenweberfamilie. Mein Urgroßvater leitete eine Weberei und Stickerei in Greiz/Thüringen vor genau 100 Jahren sehr erfolgreich. Es war ein Großunternehmen, mit Gleisanschluss, über tausend Mitarbeitern, mehreren hundert elektrischen Webstühlen und Tuchlieferungen bis in den Vatikan. Leider hat diese Weberei die Inflation und den ersten Weltkrieg, dann den zweiten Weltkrieg und schließlich die DDR nicht überstanden. Obwohl mein Vater noch Textilkaufmann gelernt hat, wurde dieser Teil der Familiengeschichte irgendwie totgeschwiegen. Bis mir die Begegnung mit der Weberei das Herz geöffnet hat. Beim Weben komme ich an. Es ist wie eine Meditation, ein sich erden und fokussieren. Einsinken in meine Mitte.

Die Idee reift ganz langsam…

bootcamp-webstubeAls ich vor 20 Jahren begann zu weben, habe ich meine erste Seidenschalkollektion entwickelt, doch meine Idee wurde nicht Ernst genommen. Nebenbei arbeitete ich in meinem gelernten Beruf. Es folgten viele “Nebenschauplätze”: Ich bekam mein zweites Kind, heiratete noch einmal und zog von Lüneburg bei Hamburg ins wunderschöne Oberallgäu! Mein Mann drängte mich immer wieder, ich solle doch meinen Webstuhl wieder aufstellen. Ich entwickelte meine zweite Seidenschalkollektion, diesmal feiner, filigraner. Und ich merkte, es geht nicht mehr allein, als Einzelkämpferin. Ich brauche Hilfe. Ich wollte einen Coach, einen Mentor! Ich wollte jemanden, der mich darin unterstützt, diese Idee, meine Passion nach draußen zu bringen. Vor 4 Jahren war ich dann in München bei einem Vortrag von Veit Lindau. Er kam authentisch und geerdet rüber. Ich hatte das Gefühl, er hat erlebt, von was er spricht. Klasse. Danach bin ich in den humantrust eingetreten.

… wider allen Gegenwind hin zum Herzens-Business

So machte ich dann den Kurs “The Call”. Ich weiß noch, wie ich in einen der ersten Lektionen am PC saß und nicht glauben konnte, was da jetzt abging. Ich wurde nach genau meiner Passion gefragt.  Obwohl ich ja GENAU DAS wollte zögerte ich – der Gegenwind saß tief. Was meine wahrste und tiefste Passion ist, wieviel “Nein´s” , wieviel Gegenwind verträgst du, und möchtest es immer noch tun? Meine glasklare Antwort war: “WEBEN!!!” Noch während des Kurses hatte ich hier im Dorf meine Sommerwerkstatt. Hier im Ort kommen viele Touristen zum Wandern und Radfahren und es gibt eine Wirtschaft, eine Puppenwerkstatt, einen Ausstellungsraum und die Sommerwerkstatt. Ich war überwältigt und glücklich. Und ich bekam die erste Resonanz auf meine Seidenschals.

Ein ganz besonderer Auftrag und meine Lieblingskundin

bootcamp-webstube2016 meldete ich mein Gewerbe an und laut meiner Steuererklärung habe ich schon im ersten Jahr kleinen Gewinn. Die Investitionen tragen sich, und es bleibt noch etwas über. Meine Fehler waren bisher lediglich mein fehlender Mut!

Und: es braucht andere Menschen, die einen unterstützen. 

Als die Werkstattsaison 2016 vorbei war, erschien ein Zeitungsartikel über mich. Daraufhin meldete sich eine Auftraggeberin, für die ich jetzt im zweiten Jahr 2017 ausschließlich arbeiten: die Fürstin Waldburg-Zeil, meine Lieblingskundin.  Sie besass 52 Mohairziegen, das Mohair wurde jahrelang geerntet, dann versponnen, in Südfrankreich gefärbt – und lagerte dann wieder auf dem Schlossdachboden. Bis zu dem Artikel über mich. Die Fürstin kam auf mich zu, und jetzt habe ich die Ehre, das fürstliche Mohair zu verweben. Die ganze fürstliche Familie und Bekanntschaft wird nun mit großen, luftigen Stolen und Schals beschenkt.

Das Bootcamp und mein nächstes Ziel: Boutiquen und Damen- und Herrenausstatter

Während dieser Auftragszeit habe ich Zeit, mein Unternehmen neu aufzustellen. Deshalb auch das Bootcamp. Mein Wunsch war es immer, mich und meine Weberei klar und eindeutig zu positionieren. Ich habe einen kleinen Film drehen lassen. Im Moment arbeitet ein Freund an meiner Website. Eine Fotografin macht Fotos von den Schals und meiner Webstube. Ich liebe es, diese alte Tradition neu und frisch zu präsentieren. Zu sagen: “Schaut her, hier ist eine lustige Weberin, die stellt tolle Seidenschals her!” Mein Ziel ist es jetzt Boutiquen, Herren oder Damenausstatter zu finden, für sie eine Kollektion zu entwerfen und dort zu verkaufen. Das ist ortsungebunden. Ich produziere und liefere dann nach Hamburg, Berlin, Köln, Stuttgart. Es gibt noch einige Ideen und Produkte in meinem Kopf. Aber im Moment möchte ich den Seidenschal “rocken” und dann…… Webkunst, “Rock-ohne-Naht” bestickte Geschirrhandtücher für Firmenprensente….. Immer weiter.

Am Ende der Reise…

… führe ich ein Unternehmen, das über die deutschen Landesgrenzen hinaus bekannt für seine textile Exzellenz ist. Mein Ziel: an meine Kinder, Enkelkinder oder sich berufen fühlende Menschen ein gut eingeführtes Unternehmen zu vererben. Im Moment arbeite ich an 3 Webstühlen. Wenn es abgehen soll, sind 12-15 Webstühle und 5/6 angestellte Weberinnen keine Illusion mehr. Ein Millionenunternehmen, wie es mein Großvater führte… da muss ich laut auflachen und meine Augen leuchten. Es prickelt und brizzelt. Das ist ziemlich abgefahren.

Das alles scheint für mich möglich zu sein. Und jetzt mache ich weiter: Einen Schussfaden nach dem anderen. Schritt für Schritt.

webstube-jacobiIch danke DIR von Herzen, dass du meinen Artikel gelesen hast. Und noch glücklicher bin ich, wenn meine Geschichte dich berührt hat. Gib NIEMALS, verdammt niemals auf!!!! Niemals! Immer weiter. Sei zäh, sei stark, folge dem inneren Brizzeln und Prickeln. Und wenn es von Außen noch so verrückt klingen mag, geh weiter für deine Sache! Tag und Nacht! Immer.
Ich sitze hier tagtäglich an meinem Webstuhl allein und webe, obwohl ich eine kontaktfreudige und offene Person bin. Ich MUSS weben! Es ist das inneres Feuer, das da in mir brennt.

Herzliche Grüße,

deine Stefanie Jacobi
www.die-webstube.de

 

 

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