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Case Clinic: Projekte mit Herz und Hirn beleuchten

Du möchtest mit deinem Team tiefer gehen und nicht nur rein an der Oberfläche diskutieren?
Eure Gespräche und Entscheidungen sollen zugleich mit Herz und Verstand ausgefüllt sein?
Du wünschst dir von deinem Team, dass sie dein Herzensprojekt wirklich sehen, damit ihr einen Unterschied in dieser Welt bewirken könnt?

Dann ist vielleicht die Methode der Case Clinics spannend für dich, die ich in diesem Artikel für dich skizziere.

Case Clinics meets Theorie U

herz-hirn-theorie uMit der Case Clinic stelle ich dir eine sehr klare Methode vor, wie du Tiefe in Entscheidungssituationen hineinbringen kannst. Die „Case Clinics“ hat der Aktionsforscher, Carl Otto Scharmer, Professor am renommierten MIT (Massachusetts Institute of Technology) gemeinsam mit seinem Team entwickelt.

Otto Scharmer forscht zum Thema „Changemagement und gesellschaftlicher Wandel“ und hat dazu das Konzept „Theorie U“ entwickelt, das er im Buch „Theorie U – Von der Zukunft her führen“ zusammenfasst. Darin macht er acht „Akupunkturpunkte“ aus, um unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zu verändern. Einer der Kernpunkte dabei: eine tiefere Kommunikation untereinander fördern.

Case Clinic: Konkretes Kommunikationswerkzeug für Teams, um Kommunikation in der Tiefe zu stärken

Eines der ganz konkreten Werkzeuge, die dabei zur Sprache kommen, um die Arbeit in realen wie übrigens auch virtuellen Teams auf ein tieferes Level zu führen, ist das der Case Clinics. Die ideale Teamgröße für eine Case Clinic sind dabei 4-5 Menschen.

Aufgrund des klaren Prozesses mit Zeitfensters und des Zeitrahmens von einer Stunde ist es meiner Ansicht nach auch ein sehr effizientes Kommunikations-Werkzeug. Ich selbst habe die Methode der Case Clinic 2016 im Rahmen eines der großen Onlinekurse am Presencing Institute von Carl Otto Scharmer in einem rein virtuellen Team kennen gelernt,  und angewendet und kann sie sehr empfehlen.

Mein damaliges Anliegen: Ich war dabei, im Auftrag einer Stiftung eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Alternativ wirtschaften“ zu konzipieren. Meine Intention dabei war: Ich wollte die Teilnehmer*innen auf einem tieferen Level erreichen, ich wollte wirklich „Impact“ erzeugen. Dank des Inputs und Feedbacks meines Teams, mit dem ich in einer Case Clinic Session mein Anliegen geteilt habe, ist mir das meiner Einschätzung nach auch viel besser gelungen.

Das Format hat mich überzeugt und ich mag es dir hier in Kürze wiedergeben:

Rahmenbedingungen für eine Case Clinic

  • Ein Anliegen, das eine Person („Casegiver“ / Fallgeber*in) teilt und die Berater*innen um Feedback bittet.
  • Rollen: 1 Casegiver / Fallgeber*in, 1 Zeitwächter sowie Berater*innen (Zeitwächter kann zugleich auch Berater*in sein)
  • Ideale Gruppengröße: 4-5 Personen
  • Dauer: 1 Stunde, bitte haltet die vorgesehenen Zeitfenster ein. Daher ist das Festlegen eines Zeitwächters unbedingt wichtig.

Ablauf einer Case Clinic:

  • case clinic-MeetingPhase 1 (2 Minuten): Ankommensrunde, Rollenverteilung (2 Minuten)

  • Phase 2 (15 Minuten): Vorstellung des Anliegens

    • Situation: Was ist deine Kernherausforderung ?
    • Wie würden andere auf die Situation blicken?
    • Intention: Was möchtest du erreichen und kreieren?
    • Lernschwelle: Was musst du loslassen und lernen?
    • Hilfe: Wobei brauchst du Hilfe und Input?
    • Dabei hören die Beratenden tief zu und können klärende Fragen stellen (keinen Rat geben!)
  • Phase 3 Stille (3 Minuten)

    • Alle hören auf ihr Herz/Inneres und verbinden sich damit.
    • Höre auf die Resonanz: Welche Bilder, Metaphern, Gefühle und Gesten tauchen jetzt in Dir auf, und bilden die Essenz von dem Gehörten?
  • Phase 4: Spiegeln (10 Minuten)

    • Die Beratenden teilen reihum, welche Bilder/Metaphern, Gefühle und Gesten in der Stille und während des Zuhörens zum Fall in ihnen aufgetaucht sind
    • Nachdem der Fallgeber den Beratenden zugehört hat, reflektiert er darüber was das Gehörte in ihm hervorbringt.
  • Phase 5: Schöpferisches Gespräch (20 Minuten)

    • Alle reflektieren über die Aussagen des Fallgebers und gehen in ein schöpferisches Gespräch über.
    • Welche neuen Perspektiven bieten die Beobachtungen auf die Situation des Fallgebers?
    • Bewegt euch mit dem Fluss des Gesprächs. Baut auf den Ideen der Anderen auf. Verbleibt im Dienste des Fallgebers ohne Druck, dessen Herausforderung lösen zu müssen.
  • Phase 6: Abschlussbemerkungen (8 Minuten)

    • der Beratenden
    • des Fallgebers: Wie sehe ich jetzt meine Situation und meinen Weg vorwärts? (Neue Gedanken, neue Gefühle, konkrete nächste Schritte & Taten)
    • Dank & Wertschätzung: Jeder drückt aus, wofür er Dankbarkeit empfindet.
  • Phase 7: Notieren des Gelernten (2 Minuten)

Let´s go!

Vielleicht magst auch du diese Methode einmal bei Teammeetings ausprobieren.

Ich wünsche dir viel Freude und gute Erkenntnisse dabei.

Herzliche Grüße

Steffi aka Stephanie Ristig-Bresser.

Alle Artikel von Stephanie Ristig-Bresser findest du hier.

 

Welche Methoden für Teams hast du bisher als wirkungsvoll erlebt?
Danke für deine Ideen und Gedanken!

 

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