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Deine Würde ist unantastbar! Hast du einen Kompass dafür?

“Heute ist der Tag gekommen, mich für den Rest meines Lebens von einem Damoklesschwert zu befreien: Ich bin seit vielen Jahren HIV-positiv. Das ist für die Öffentlichkeit eigentlich irrelevant, aber ein Ex-Freund droht mir, mit dieser privaten Information an die Öffentlichkeit zu gehen, und ich gebe auch in Zukunft niemandem das Recht, mir Angst zu machen und mein Leben derart zu beeinflussen.”


Das postete die Künstlerin Conchita Wurst alias  Tom Neuwirth vor einigen Tagen auf Instagram und outete sich damit, das HIV-Virus in sich zu tragen. Mit der Art und Weise ihres Umgangs mit dieser Information hat sie in diesen Tagen viele Menschen und Medien beeindruckt. Auch mich hat ihr Umgang mit dieser Achillesferse, die zum Stigma hätte werden können, tief berührt. Anstatt sich in die Ecke drängen zu lassen, stand Conchita (in dem Fall wohl eher Tom in der Hülle von Conchita) komplett für sich im Feuer. Was für ein Standing, was für ein Format, was für ein Akt für sich selbst einzustehen, sich seinen gebührenden Schutzraum einzunehmen.

Conchita Wurst – ein Vorbild für das Wahren der eigenen Würde

Das gibt mir eine neue Referenz von einer Persönlichkeit, die im Reinen mit sich ist, die klar ihre Grenzen zieht, die ihre eigene Würde kennt und wahrt, die sich trotz einem Makel – egal ob durch Unachtsamkeit oder Schicksal produziert – sich ihre Großartigkeit nicht nehmen lässt. Ein fehlbarer Mensch, der weiter leuchtet, vielleicht sogar angesichts seines Schattens, zu dem er komplett steht, noch mehr strahlt, noch tiefer wirkt. Ein Mensch, genau wie auch DU einer sein kannst.

Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: der bisherige Gang der Dinge

Bisher kannten wir in der Medienwelt in solchen Angelegenheiten eher diesen Mechanismus, der sich in Variationen ungefähr so abspielte:

  • Mensch hat einen Makel – oder etwas, das in unserer Gesellschaft oder dem Kontext, in dem wir uns bewegen als Makel oder Stigma angesehen wird. Dies muss kein tatsächlicher Makel sein, er wird lediglich von einer Personengruppe so angesehen.
  • Der vermeintliche Makel wird offenbart, enthüllt. Vielleicht durch eine Denunziation. Die Regenbogenpresse nimmt das nur zu gerne auf. Bringt ja Quote.
  • Der so vorgeführte Mensch, der Sündenbock (oft auch Projektions- und Ablenkungsfläche für Menschen, die sich selbst ihr eigenen Baustellen nicht anschauen mögen) leugnet seinen Makel (egal, ob er ihn selbst als solchen ansieht oder nicht).
  • Manchmal gibt der Mensch auch ein Ehrenwort ab, dass er ganz bestimmt nicht…
  • Irgendwann muss dieser Mensch dann doch ob des Mediensturms Abbitte tun – oft manchmal ganz egal, ob das Stigma ihm tatsächlich anhaftet.
  • Der Mensch ist erledigt, muss zurücktreten, ist für viele Jahre gebrandmarkt.

So können (Ruf-)Morde passieren

würde-böllVielleicht kennst du die Erzählung “Die verlorene Ehre der Katharina Blum” von Heinrich Böll. Die Geschichte handelt von eben dieser Katharina, die eine Beziehung zu einem Straftäter eingeht, und dann von den Medien so derart verunglimpft und in die Enge getrieben wird, dass sie keinen anderen Weg mehr sieht, als einen der Reporter, die sie hetzen, umzubringen.

Und Du? Was mit dir?

Wenn du ganz ehrlich zu dir bist:

  • Wenn dir so etwas passieren würde, hättest du den Arsch in der Hose, weiter zu dir zu stehen, ganz egal, ob du etwas verbockt hast oder an der Sache nichts dran ist?
  • Wie agierst du, wenn andere Menschen stigmatisiert werden? Schaust du GENAU hin und bildest dir eine ehrliche eigene Meinung? Oder läufst du mit, stachelst manchmal sogar an?

“Wer sich seiner eigenen Würde bewusst wird, ist nicht mehr verführbar”

schreibt Prof. Dr. Gerald Hüther in seinem gerade erschienen Buch “Würde – was uns stark macht – als Einzelne und als Gesellschaft”. Ja, in unserem Grundgesetz steht zwar ganz zuvorderst “Die Würde des Menschen ist unantastbar.” Doch diese Würde benennen, leben, respektieren und WÜRDIGEN – das liegt an uns selbst.

Würde – Gerald Hüther beschreibt sie in seinem Buch als eine Art inneren Kompass.

“Damit eine Person, den Mut aufbringt und die notwendigen Kräfte mobilisieren kann, um diesen von außen einwirkenden Verführungen, Angeboten und scheinbaren Notwendigkeiten zu widerstehen, müsste es etwas geben, das in ihr wach wird und aus ihrem Inneren heraus kräftiger und verhaltensbestimmender wirkt als die von außen kommenden Vorführungen, Angebote oder scheinbaren Notwendigkeiten.”

Wie findest du deinen inneren Würde-Kompass?

würde-hütherIch kann dir MEINE Antwort darauf geben, die ich bis hierin gefunden habe. Das schreibt sich so leicht in einigen Spiegelstrichen herunter. All das zu beherzigen, und es wirklich zu MACHEN, steht nochmal auf einem anderen Blatt Papier:

  • Eigne dir eine für dich stimmige Achtsamkeitspraxis und am besten eine integrale Lebenspraxis an. Denn damit kommst dem für dich stimmigen Kompass auf die Spur.
  • Finde deinen Sinn, dein heiliges WARUM.
  • Entwickele deinen ganz eigenen “Werte-Kompass” und orientiere dich in deinem Leben an ihm.
  • Hinterfrage dich fortwährend mit deinem Wertekompass in Kopf, Bauch und Herz. Hör auf dich selbst, steh zu all deinen Fehler und feiere oft, dass du diesen Kompass als deinen Orientierungsrahmen gewählt hast. Etabliere hierfür wohltuende Rituale, die dir Freude bereiten.
  • Tue dich mit gleichgesinnten Menschen zusammen, die ebenfalls werteachtsam leben und gebt euch Feedback und Feedforward.

Ich lade dich ein, diese Punkte für dich zu überprüfen und deinen eigenen Kompass zu bauen.

Und bestimmt: Das Buch von Gerald Hüther kann hierzu einen hilfreichen Orientierungsrahmen liefern. Ich muss gestehen: Ich habe es noch nicht ausgelesen. Mehr dazu gibt es auch auf der dazu gehörigen Initiativen-Website “Würdekompass” der Akademie für Potenzialentfaltung.

Für Unternehmen ist sicherlich auch der Ansatz der Gemeinwohl-Ökonomie spannend, die einen neuen Werterahmen für die wirtschaftliche Unternehmenspraxis entwickelt hat. Die Wahrung der Menschenwürde spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Ich freue mich, wenn ich dich mit diesem Artikel dazu inspirieren konnte, dich mit diesem wichtigen Thema auseinander zu setzen
und deinen ganz eigenen Würde- und Werte-Weg zu finden. Denn als in dieser Form achtsamer Mensch wirst du so dringend gebraucht!

Ich wünsche dir viel Freude sowie Finde- und Stehvermögen dabei!

Alles Liebe

Steffi aka Stephanie Ristig-Bresser.

Alle Artikel von Stephanie Ristig-Bresser findest du hier.

Meine Fragen an dich:

  • Hast du bereits deinen Würde- und Wertekompass für dich gefunden?

  • Hast du bereits Situationen erlebt, in denen du für dich im Feuer gestanden hast?

 

Wenn dieser Artikel dich inspiriert, hat lies doch auch in folgenden Artikel hinein. Er beschreibt dir den “Smart Performer”, eine achtsame Führungskraft, die für eine würdevolles Unternehmertum einsteht:

High oder Smart Performer – Wohin wollen wir wachsen?

 

 

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