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Das Becken – Quelle für ein gesundes und lustvolles Leben

Der Körper ist ein wundervolles und ausgeklügeltes Lebenssystem, was uns ein Leben in sinnlicher Lebendigkeit ermöglicht. Manchmal vergessen wir dies jedoch im „Eifer des Gefechts“ und funktionieren nur noch. Dann ruft uns unser „kluger Körper“ durch Beschwerden oder Schmerzen zurück. Das Becken liegt an zentraler Stelle im Körper und verbindet Unterkörper und Oberkörper. Es ist DER Kreuzungspunkt und unterstützt unsere Aufrichtung und Vorwärtsbewegung. Außerdem beherbergt das Becken unsere lebens- und liebespendenden Fortpflanzungs- und Ausscheidungsorgane.

Auch hier wird die zentrale Bedeutung unseres Beckens sichtbar. Wegen der Vielzahl der Funktionen, die sich im Becken wiederfinden und der Beschwerden und die vom Becken ausgehen können, konzentriere ich mich in diesem Artikel auf den orthopädischen Aspekt.

Die Aufrichtung unseres Körpers ist im Becken an einem besonderen Punkt zu finden, dem Kreuzbein-Darmbein-Gelenk oder, wie es oft in ärztlichen Berichten genannt wird, das „ISG“, das Illeo-Sacral-Gelenk.

BeckenDas Kreuzbein-Darmbein-Gelenk verbindet im Rücken die großen Beckenschaufeln mit der  Wirbelsäule. Das Kreuzbein nennt man die fünf zusammengewachsenen und verknöcherten Wirbel, die sich nach unten an die Lendenwirbel anschließen. Sie sehen ein bisschen wie eine V-förmige Platte aus und sind durch sehr schmale und lange Gelenkspalten jeweils rechts und links mit den Darmbeinen bzw. Beckenschaufeln verbunden. Dieser Verbindungspunkt in unserem Körper ist einerseits sehr kraftvoll und man kann sich gut vorstellen, dass wir in einer entspannten Aufrichtung wie z.B. beim Meditieren, Singen oder Reiten sehr gut unsere innere Balance wahrnehmen können. Andererseits ist dieser Punkt naturgemäß sehr spannungsanfällig. Deswegen haben so viele von uns dort Beschwerden.

Unbewusste Regulationsmechanismen halten uns trotz Stress oder Überlastung aufrecht

Wir stehen stramm, machen ein Hohlkreuz oder knicken in der Hüfte ein, um den Anforderungen unseres Alltags gerecht zu werden. Dadurch fallen wir aber aus unserer Mitte, aus unserer natürlichen Aufrichtung. Bildlich gesprochen verlassen wir unser Zentrum. Wir halten uns künstlich aufrecht, auch wenn wir schon längst müde und erschöpft sind. Wer kennt das nicht?

Spannung erzeugt Schmerz

Diese Verspannungen kosten uns allerdings sehr viel Kraft. Eine dauernde Anspannung der Muskeln, Sehnen, Bänder und Faszien lässt den Körper eng werden. Spannung jedweder Art wird hier spürbar durch Schmerzen. Kreuzschmerzen, Rückenschmerzen, Hüftschmerzen, Knieschmerzen, Unterleibsschmerzen, Hämorrhoiden, Verstopfung, Blasenentzündung, manchmal können sogar Kopfschmerzen durch Spannungen im Becken entstehen. Verspannungen im Schulter-Nackenbereich haben auch sehr häufig ihre Ursache in einem verspannten Becken.

Die Statik des Körpers baut sich genauso wie die Statik eines Hauses auf – von unten.

Überspannungen im Kreuz können Bandscheibenvorfälle erzeugen und sexuelle Blockaden hervorrufen.  Die Muskeln, Sehnen, Bänder und Faszien verziehen sich kreuz und quer, je nachdem, welches unsere „Lieblingsseite“ oder unser „Standbein bzw. Spielbein“ ist. Oft verspannt sich der Körper diagonal, um Schwachstellen zu kompensieren. Wenn wir im linken Fuß oder Knie eine „Schwachstelle“ durch eine Verletzung oder Operation haben reagiert als erstes das rechte ISG mit Verspannungen. Um das wiederum auszugleichen verspannt, sich die linke Schulter bzw. der linke Schulter-Nackenbereich.

Psychosomatisch gesehen – Wenn der Innere Antreiber regiert

Unser „kopflastiges“ Leben zieht uns aus dem bewussten, sinnlichen und leibhaftigen Kontakt mit unserem Körper. Wir haben alle einen „Inneren Antreiber“. Der variiert sicherlich individuell bei jedem. Die Auswirkungen bleiben aber immer gleich. Der „Innere Antreiber“ ist eine Kraft in uns oder eine innere Überzeugung, die uns mehr voran treibt als nötig, die hohe Erwartungen an uns stellt und perfekte Ergebnisse erwartet, wie z.B. unsere Mutter oder unser Vater. Es sind oft anerzogene Verhaltensweisen oder von unseren Eltern vorgelebte Bewältigungsstrategien, die wir unbewusst „im Falle eines Falles“ wieder abspulen.

Dieses „Strammstehen“ ergreift uns unbewusst auch dann, wenn wir plötzlich Angst bekommen oder unbewusste Ängste, Glaubenssätze und Verletzungen in uns durch Ereignisse in unserem Alltag wieder berührt werden. Unser Körper ist so genial und greift so schnell zu, dass wir es in den meisten Fällen überhaupt nicht spüren, was gerade passiert. Wir wundern uns nur im Nachhinein,  wo die Verspannungen oder Schmerzen herkommen.

Durch diese Anspannung, die uns eigentlich schützen und durchhalten lassen soll, verlieren wir aber auch den Kontakt mit unserer Mitte, mit unserem gesunden Körper- und Selbstwertgefühl. Das heißt, wir spüren auch unsere Bedürfnisse nicht mehr ausreichend, z.B. nach Grenzen, Ruhe oder Geborgenheit, und sind auch nicht mehr richtig mit unserer Vitalität, Lebendigkeit und Aufrichtigkeit verbunden. Deshalb ist es so wichtig, in einer sehr schwierigen oder anspruchsvollen Lebensphase besonders gut für Ausgleich, Ruhe und Entspannung zu sorgen.

Große Gefühle haben ebenfalls ihren Sitz im Becken:

Liebe, Wut, Enttäuschung, Sinnlichkeit und gesunde Grenzen. Lebensfreude, Aufrichtigkeit und das „Ausschreiten ins Leben“ gehen genauso vom Becken aus, wie sich Existenzängste und Traumen im Becken als Blockaden durch Schmerzen und andere Beschwerden zeigen.

Eine Patientin von mir kam mit einem Hexenschuss. Der Auslöser dafür war eine sehr schwierige Situation, die sie sehr wütend gemacht hatte. Weil sie Schmerzen hatte, wollte ich sie durch Körperarbeit dabei unterstützen, sich zu entspannen. Sie hatte aber den Impuls, sich zu bewegen und strampelte am Ende ihre ganze Wut auf der Matratze mit Händen und Füßen aus ihrem Körper heraus. Danach war der Hexenschuss wie von Zauberhand verschwunden.

Ein schönes Beispiel, wie innere Spannung ganz „handfeste“ Beschwerden hervorrufen kann und wie die Arbeit mit der Spannung Symptome aufzulösen vermag.

Das Leben fordert uns immer wieder heraus und unser Körper ist bereit und in der Lage, sich dem anzupassen. Was aber in unserer Zeit besonders wichtig ist, ist, sich Freiräume zu schaffen, in denen wir hinterher wieder entspannen können.

Kraft kommt immer von unten!

BeckenGesundes Selbstvertrauen finden wir in unserer Mitte im Becken oder im Hara, wie es in den asiatischen Weisheitslehren genannt wird. Verbunden mit der Kraft unseres Beckens lassen wir uns vom Leben tragen, wir bewegen uns dann geschmeidig, geradezu tänzerisch und aufrichtig durchs Leben, schwingend, beweglich und frei. Ein sehr anschaulicher Ausdruck davon ist die Art und Weise, wie in den asiatischen Kampfkünsten gestanden wird. Die Haltung betont das Becken und seine Kraft. Je besser ein Kämpfer in seinem Becken bzw. dem Hara zentriert ist, desto schwieriger ist es, ihn wegzustoßen oder umzuwerfen. Gleichzeitig ist er aber auch beweglich in den Knien und kann flexibel den Impulsen von außen ausweichen oder begegnen.

In der asiatischen Chakra-Lehre wird im Becken das Wurzelchakra verortet – es verbindet uns mit der Kraft der Erde – mit der guten „Mutter Erde“. Chakren gelten als wichtige Knotenpunkte im Körper, die zum Beispiel durch Yoga aktiviert oder entspannt werden können. In den asiatischen Lehren sind die Chakren Teil eines ganzheitlichen Körperbildes.

Dem Wurzelchakra werden Qualitäten wie Beständigkeit, Ruhe, Ausdauer, Gleichgewicht, Sparsamkeit und gesunder Menschenverstand zugesprochen.

Wie schön, dass wir Methoden an der Hand haben, die uns immer wieder helfen können, den Kontakt zu unserer Beckenkraft – zu unserem Selbstvertrauen – zu unserem Fundament wieder herzustellen.

Das Becken, das Leben und die Liebe funktionieren am besten bei einer  Mischung aus Kontrolle und Loslassen – Hingabe und Aktivität.

Aktive und passive Pausen – Spannung und Entspannung gehören zusammen

Da wir uns alle ein spannendes Leben wünschen, was uns wach macht und in dem wir mit unserer ganzen Lebendigkeit präsent sein können, ist es wichtig, auch die „Gegenpendelbewegung“, also Entspannung, Ruhe und Geborgenheit, zu kultivieren. In einem entspannten Zustand fällt uns das Leben viel leichter.

Es ist sehr wichtig, eine eigene „Entspannungskultur“ zu entwickeln. Neben „aktiven Pausen“ mit Yoga, Sport oder Auszeiten, die wir uns täglich nehmen sollten, möchte ich auf eine weitere sehr wichtige Möglichkeit der Entspannung hinweisen: „Passive Pausen“.

Sie sind besonders wichtig, wenn wir viel Verantwortung tragen, beruflich viel für andere da sind oder in Lebensphasen, die uns sehr stark herausfordern. Durch die Unterstützung von außen können wir viel tiefer loslassen und entspannen als alleine. Das vegetative Nervensystem kann viel schneller umschalten und sich tief regenerieren, wenn es von außen dabei unterstützt wird.

Dies kann zum Beispiel durch wundervolle Methoden wie die Biodynamische Körpertherapie, Craniosacrale Körperarbeit oder Feldenkrais geschehen. Sie helfen uns, unser gesundes inneres Gleichgewicht wieder herzustellen. Das wichtigste für ein gesundes Leben ist es aber, eine wohlwollende und feine Wahrnehmung für unsere eigenen Befindlichkeiten zu entwickeln und uns entsprechend liebevoll selbst zu versorgen.

 

Deine Anette Dröge

www.anette-droege.de

 


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