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Das Bedürfnis hinter dem Bedürfnis – die Sehnsucht unseres inneren Sonnenkindes

Oft geht es darum, dass wir unsere Bedürfnisse befriedigt wissen möchten, um ein glückliches, erfülltes Leben zu finden.  Aber meist sind diese Begehren nur Ersatzwünsche für etwas, was viel tiefer ist. Wenn du wirklich erfüllt leben möchtest, so mag ich dich hier einladen herauszufinden, welche WIRKLICHEN Bedürfnisse eigentlich dahinterstecken.

Weiter unten findest du drei tolle Übungen, die dir weiterhelfen.

Schokoladenanfall?

Kennst du dieses Gefühl, nachdem du dir eine ganze Tafel Schokolade reingestopft hast? Den pappig süßen Geschmack im Mund? Dir ist leicht übel und beduernisse-schokoladedu fühlst dich einerseits voll und andererseits leer? Vielleich hast du es auch schon einmal erlebt, dass du mit vollen Einkaufstüten nachhause kommst, doch anstatt dich über die Neuerwerbung zu freuen, fühlst du gar nichts. Keine Freude – keine Begeisterung. Nichts – nada.

Seriensucht?

Mir sind beide Szenen vertraut und ich könnte noch weitere hinzufügen. So kenne ich zum Beispiel das suchtartige Verlangen, mehrere Folgen meiner Lieblingsserie hintereinander „wegzuglotzen“. Wenn ich dann wieder auftauche, bleibt meist ebenfalls ein leeres Gefühl zurück. Hinterher ist der Katzenjammer oft groß. Ich frage mich: Wie konnte ich nur? Wie konnte ich nur eine ganze Tafel Schokolade essen? Zig Euro für Mist ausgeben? Meine Lebenszeit mit dämlichen Serien vertun?

Das Sonnenkind macht sich bemerkbar

beduerfnisse-sonnenkindInzwischen weiß ich, dass solche Schokoladen-, Einkaufs-, Glotz- oder sonstige Anfälle mit unserem Sonnenkind zusammenhängen. Das Sonnenkind ist eine Metapher für den fröhlichen, ausgelassenen, entspannten und vitalen Teil in uns.

Wenn wir uns zu lange nicht um unser Sonnenkind kümmern, weil wir ganz vernünftig tagein tagaus unsere Pflichten erfüllen, übernimmt das Sonnenkind manchmal die Regie und sorgt dafür, dass wir unsere lebensbejahenden Bedürfnisse nicht vergessen.

Sehnsucht und Ersatzbefriedigung

Unser Sonnenkind hat Sehnsucht nach einem lebendigen Leben. Es weist uns den Weg, wenn auch auf eine etwas verquere Weise. Es sucht sich eine Ersatzbefriedigung, weil wir das echte Bedürfnis nicht wahrnehmen.

Hinter dem Bedürfnis nach Zucker steht das Bedürfnis nach der Süße des Lebens. Wer auf Teufel komm raus einkauft, möchte die Fülle des Lebens genießen. Und beim Serienglotzen wird unser Bedürfnis nach Zugehörigkeit befriedigt – zumindest kurzfristig. Wie kann man nun „wahre“ und „falsche“ Bedürfnisse voneinander unterscheiden?

Welche Bedürfnisse haben wir wirklich?

Eigentlich können wir uns sicher sein, dass wir nicht wirklich wirklich das Bedürfnis danach haben, extravagante Schuhe oder ein weiteres Technikspielzeug zu kaufen. Doch was sind wahre Bedürfnisse?

Eine Hilfestellung gibt Manfred Max Neef. Der chilenische Ökonom geht von folgenden grundlegenden Bedürfnissen aus:

Die grundlegenden Bedürfnisse im Leben

Grundlege Bedürfnisse Qualität / Ausformung
Existenz Physische und mentale Gesundheit
Schutz / Sicherheit Versorgung und Fürsorge, Anpassungsfähigkeit, Autonomie
Zuneigung Respekt, Sinn für Humor, Großzügigkeit, Sinnlichkeit
Verstehen Kritisches Denken, Neugier, Intuition
Mitbestimmung Teilnahme, Hingabe, Humor
Erholung, Entspannung Phantasie, Vorstellungskraft, Ruhe(n), Spontaneität
Kreativität Phantasie, Mut, Erfindungsreichtum, Neugier
Identität Zugehörigkeit, Selbstwert, Konsistenz
Freiheit Autonomie, Leidenschaft-Hingabe, Selbstwert, Geistesfreiheit

(Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Fundamental_human_needs– Übersetzung: Julia Tomuschat)

Es lohnt sich zu forschen, wo die wahren Bedürfnisse liegen. Die folgende Übung kann dir dabei helfen.

Übung: Das grundlegende Bedürfnis hinter dem Bedürfnis entdecken

  1. Benenne innerlich das Bedürfnis/Verlangen, das dich überfällt. – Zum Beispiel: „Nach einem langen Arbeitstag möchte ich nur noch auf der Couch liegen und meine Serie gucken.“
  2. Dann schließe die Augen und frage dich: „Was steckt dahinter? Was möchte ich in dem Moment wirklich? Was ist mein wahres Bedürfnis?“
    Sei offen für die Gefühle, Bilder, Worte, die dir als Antwort auf die Frage zuströmen. Du bekommst beispielsweise folgende Antwort: „Ich möchte mich aus der normalen Welt rauskatapultieren. Ich bin so erschöpft, dass mich alles andere überfordern würde.“
    Dann frage dich erneut: „Welches Bedürfnis steckt hinter diesem Bedürfnis?“ Jetzt bekommst du vielleicht die folgende Botschaft: „Ich habe das Bedürfnis nach Ruhe. Ja. Eigentlich möchte ich mich ausruhen. Und außerdem wäre ich gerne mit andere Menschen in Kontakt – so wie die Hauptdarsteller in meiner Serie.“ So tastest du dich Schritt für Schritt zu deinen wahren, grundlegenden Bedürfnissen vor.
  3. Jetzt kannst du noch überlegen, ob und wie du deine wahren Bedürfnisse auch auf andere Weise befriedigen kannst – das heißt ohne Schokolade, Einkaufstüte oder Serie. Mach dir aber keinen Stress. Oft reicht es schon, wenn wir die eigene Bedürfnislage ganz bewusst wahrnehmen. Wir müssen nichts tun. Nur wenn du möchtest, kannst du dich beispielsweise fragen: „Wie gelingt es mir, auch unter der Woche Kontakt zu anderen Menschen haben?“ Vielleicht hast du sofort eine Idee. Zum Beispiel: „Anstatt meine Serie zu gucken, könnte ich mich mal wieder mit meinen Nachbarn verabreden.“ Vielleicht brauchst du noch Bedenkzeit? Dann sei geduldig mit dir selbst. Lass dich überraschen, ob sich in der nächsten Zeit Gelegenheiten auftun, dein wahres Bedürfnis zu erfüllen.

Hast du die tiefer liegenden Bedürfnisse entdeckt? Das würde mich freuen, denn dann bist du wieder mit deinem lebendigen Selbst – deinem Sonnenkind – verbunden.

Herzliche Grüße

Deine Julia Tomuschat.

Alle Artikel von Julia Tomuschat findest du hier.

 

 

Mehr über das Sonnenkind findest du in meinem Buch. Das Sonnenkind-Prinzip, Kailash-Verlag, 2016 und auf meiner Website www.sonnenkindprinzip.de

 

 

 


 

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Dieser folgende Artikel ist auch sehr spannend, weil er dich glücklich machen kann.

Die Kraft der Emotionen – Wie gute Gefühle uns immer wieder beflügeln

 

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