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Dein Echtsein braucht Zeit. Einfach ruhige Zeit – frei von Regeln

So, nun geht der Sommer in die Endrunde und es dauert nicht mehr lange, dann schleicht sich wahrscheinlich an der einen oder anderen Stelle die Dezember-Krise ein, begleitet von der Frage, wie es denn nun aussieht mit dem eigenen Echtsein und seinen Fortschritten.

Ganz sicher hat jeder von uns seine eigene Definition und Vorstellung davon, was genau das Echtsein für ihn bedeutet. Sicher ist auf alle Fälle: der Weg zum Echtsein braucht Zeit und Ruhe  – je mehr von beidem, desto besser. Gerade dann, wenn wir nicht mit der stärkenden Ermunterung und liebevollen Aufforderung zum Echtsein aufgewachsen sind, sind die Zeit und Ruhe, die du dir für dein Echtsein nimmst, deine wichtigster Begleiter. Und damit du diese sehr wertvolle Zeit nicht mit Fragen zupflastern musst, die andere bereits vor dir gewälzt haben, hier ein paar Antworten auf die FAQ’s deines Echtseins:

Regel Nummer eins ist ganz einfach: Es gibt keine Regel für dein Echtsein, denn der beste Anhaltspunkt für dein Echtsein ist dein Gefühl. Wann du echt bist, wann du dich echt verhältst, das kannst ausschließlich du selbst spüren.

Manchmal schwirrt ja die Überzeugung umher, dass Echtsein etwas damit zu tun, sich einen Ruck zu geben, um dieses oder jenes zu tun, um dieses und jenes endlich einmal laut auszusprechen oder dass ab morgen der laute Auftritt das Zepter übernimmt. Vergiss all diese Überlegungen.

Denn es ist wichtig, dass du erst einmal ein Gefühl für dein eigenes und stilles Echtsein entwickelst. Und zwar in den Zeiten, in denen du mit dir alleine bist.

Beim Echtsein geht es ja eben nicht darum, sofort vor die Tür zu stürzen, um anderen Menschen etwas „hinzuwummen“, damit die jetzt umgehend und sofort begreifen, dass es dir ab heute mit deinem Echt wirklich ernst ist. Gesundes, gutes Echt entwickelt sich mit der Zeit. Und je mehr Zeit du deinem Echtsein gönnst, umso stärker entwickeln sich seine Wurzeln. Hat dein Echt dann die ersten Wurzeln entwickelt, dann kommen die Knospen. Und die werden sich dann ohnedies verfeinern und kultivieren, um irgendwann in voller Pracht zu erblühen. Aber das hat wirklich erst einmal Zeit. Das mit dem Gras und dem Zupfen kennst du ja schon ☺

Die Wege zu deinen Werten und deinem Echt sind überaus zahlreich, doch ihr gemeinsamer Nenner lautet: in dir und in deiner Tiefe findest du den Zugang am leichtesten. Wie du dort hinkommst? Auch das weiß niemand besser als du selbst, doch Stille wird die ganze Sache um einiges vereinfachen. Mag sein, dass du den Zugang zu deiner Stille unter der Dusche hast, beim Autofahren, in deiner Küche oder bei gänzlich anderen Gelegenheiten. Das Setting ist sauber wurscht, denn die Eingänge und Zugänge zu unserer eigenen Tiefe sind verschieden – und Gott sei Dank nicht vorgegeben.

Es gibt kein Vorbild für dein Echt. Jeder von uns ist einzigartig – und Einzigartigkeit kennt keine Vorlagen. Der Vergleich mit anderen ist nicht notwendig, nimmt wertvolle Zeit in Anspruch und ist einfach nicht zielführend. Doch wenn es an der einen oder anderen Stelle denn schon sein „muss“, dann kannst du dir einen Gefallen tun, und einfach mit den entsprechenden Begriffen auf den Punkt bringen, was du an einem anderen Menschen magst und was auch du gerne „hättest“. Und ganz gleich, ob es ein lauter oder leiser Aspekt ist, den du auch gerne hättest: du wirst diesen und andere Aspekte über kurz oder mittellang in deiner Art leben. Unikatös ist eben unikatös

Manchmal sind wir in einer Situation, es liegt uns etwas auf der Zunge – und schwuppdiwupp, der innere Zensor hat seinen Auftritt. Seine Anwesenheit macht sich bemerkbar mit Sätzen wie „nee, das kannste jetzt echt nicht machen, denn das hat ja noch nie jemand gemacht, gesagt oder getan.“ In solchen Momenten war dein innerer Zensor, ich nenne ihn ganz gerne Oscar, schneller als du. Kann vorkommen, denn Oscar weiß eben wie es geht. Eine gute Möglichkeit, ihm zuvor zukommen: weniger Grübel-Schlaufen und einfach sagen, was du meinst und was du gerade als richtig empfindest. Keine Sorge, deine Erziehung und deine Erfahrung garantieren dir, dass die größten Fettnäpfchen schon nicht mehr auf dich warten. Aber wie gesagt: an dieser Stelle keine Eile. Dein Echtsein wächst bereits und selbst die Natur geht im Herbst und Winter auf „Tauchgang“, um Kräfte zu sammeln, damit sie, wenn ihre Zeit reif ist – erblühen und sprießen kann. Also alles gut, ein jedes Ding hat seine Zeit und fertig. Punkt.

Dein Echtsein beginnt eben bei dir selbst und bei den Dingen, die dir ein Wohlfühlen mit dir selbst möglich machen. Das ist der Punkt, an dem du deine gesunden und individuellen Bedürfnisse entdecken kannst und darfst. Keine Sorge, aller Wahrscheinlichkeit wohnt das gesunde Gespür für die Unterscheidung zwischen Bedürftigkeit und Bedürfnis bereits bei dir. Also, auf in das Paradies deiner Bedürfnisse. Überraschungen sind garantiert und ein Staunen in hohen Dosen ist wahrscheinlich.

Es ist gut, wenn du zuerst dich selbst gut kennenlernst, denn je mehr du dich mit dir selbst klar fühlst, desto eher kannst du mit deiner Klarheit  „vor die Tür gehen“. Alte Weisheit: was du wirklich bist, das strahlst du aus. Gutes Argument, dein eigenes Echt zuerst einmal mit dir alleine zu entdecken, oder?

„Übung macht den Meister“ gilt auch für dein Echtsein. Häufig haben wir einen Großteil unserer Lebenszeit damit verbracht, brav zu sein, uns anzupassen und Rücksicht zu nehmen, so dass die Entpuppung von angepasst zu echt nicht zwingend von heute auf morgen „passiert“.

Auch hier gilt: der Lohn der Geduld ist die Geduld.

Mag sein, dass du die Augen gerade zum Sommerhimmel rollst, doch das hilft grad alles nix: Geduld ist eine feine Sache und sie ist gar nicht so schlimm, wie wir oftmals glauben. Solange das Schneckentempo nicht zur verzögernden Langzeit-Angelegenheit wird, ist doch alles gut.

Dein Echtsein sollte dir keine Schnappatmung verursachen, sondern dir leicht fallen. Setzt diese verflixte Schnappatmung doch mal ein, dann war der angepeilte expertin für EchtseinSchritt einfach ein bisschen zu groß. Kann vorkommen, ist nicht weiter schlimm und Sanftheit mit dir selbst, kombiniert mit gesundem Humor, sollten deine Atmung wieder entspannt werden lassen. Gut so?

Ich wünsche dir eine gute ECHT-Zeit.

Deine Hilde Steffen

www.wertescout.com

Und falls du Lust auf ein paar echte Telefonminuten bekommen haben solltest: 5 x 5 echte Minuten sind für 5 Menschen schon reserviert.

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