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Das Gefühl von Freiheit

Falsch! Unnütz! Negativ! Umsonst gemacht! Versager! Ungerecht!

Wie fühlt es sich an, Menschen, Dinge oder Umstände mit solchen Bewertungen zu belegen?

Das Gefühl von Freiheit stellt sich so nicht ein, oder?

Selbst, wenn ich gelobt werde, fühle ich mich oft nicht richtig wohl. Denn der Tadel wohnt vom Lob nicht weit entfernt. Positiv, negativ, richtig, falsch, böse, gut…. all dies sind Urteile, Meinungen und sie bestimmen, wie ich mich in meinem Leben fühle.

Schon in der frühen Kindheit lernen wir richtig von falsch zu unterscheiden. Das verhindert, dass wir auf heiße Herdplatten fassen, in Gruben fallen, uns spitze Gegenstände in den Laib rammen oder vom Balkon fallen. Es ist ein Lernprozess. Eine Orientierungsanleitung. Im weiteren Heranwachsen lerne ich, alles was ich wahrnehmen kann schnell zu sortieren. Das ist gut gemeint und soll mich schützen.

Das Gefühl von Freiheit liegt jenseits der Beurteilungen 

Abgesehen von einigen wichtigen Basiskategorisierungen, die verhindern, dass ich mich in größere Gefahren stürze – kann mich eine schnelle Einschätzung der Lage, eine Versteifung auf eine einzige Sichtweise heute eher behindern.

Hier die Nachteile, die ich sehe:

1) Eine schnelle ungünstige Einschätzung lässt mich Dinge und Menschen ablehnen, macht Distanz, manchmal sogar Kälte und Streit.

2) Reagiere ich auf Gefahren, die gar keine sind? Baue ich mir einen Panzer um mein Leben, der sich irgendwann unlebendig anfühlt?

3) Einschätzungen bieten mir ein gewisses Gefühl von Sicherheit. Ah, da geht’s lang.  Ein Geländer zum Festhalten. Sollte dieses Geländer durch äußere Veränderungen mal wegbrechen, ist die Orientierungslosigkeit um so größer.

4) Bewege ich mich in einer Welt von Lob & Tadel/ gut & böse/ falsch& richtig –
katapultieren mich diese Urteile in meinem Gefühlserleben immerzu hoch und runter.
Von Supertoll mit Glitzerstrernchen bis in die dunkelste muffige Grotte.

5) Ich komme dem Wesen der Dinge nicht wirklich nahe, denn ich bleibe in den Urteilen hängen. In dem, was mein Verstand über die Welt denkt. Die Welt selbst ist aber größer und weiter als mein Verstand.

6) das Denken in Richtung oder Falsch verhindert, dass ich auf neue, kreative Lösungsideen komme

siehst Du noch mehr Nachteile?

Eins meiner Lieblingszitate stammt von Rumi und es heisst:

Jenseits von richtig und falsch gibt es einen Ort. Dort treffen wir uns.

Wie wäre es, wenn Du selbst von anderen nicht in diesen Kategorien gesehen würdest?

Wenn Du selbst das Leben weiter, freier und offener sehen könntest? Das Gefühl von Freiheit stellt sich ein, wenn Du nicht so schnell urteilst.

Die meisten Menschen sind bestrebt, nur Gutes und Angenehmes fühlen. Sie betreiben einen ziemlichen Aufwand, um alles, was sie als negativ einstufen, zu eleminieren oder es in etwas Gutes zu verwandeln.

Könnte diese Kraftanstrengung wegfallen, wenn sie nicht in der Kategorie: positive Gefühle/ negative Gefühle denken würden? Können Gefühle einfach Empfindungen sein, die ich wahrnehme?

Wie oft hat sich etwas, das Du zuerst als etwas schwieriges eingestuft hast, später als hilfreich erwiesen? Alles, was Dir gefehlt hat war Weitsicht, oder die Fähigkeit, nicht so schnell zu urteilen oder zu sortieren.

Wie fühlt es sich für Dich an, jenseits von richtig und falsch?

love,

Ina Rudolph,

Coach und Expertin für the Work

Byron Katie ist im  Juni in Deutschland und Österreich unterwegs.  Termine findest du hier. 

Du kannst Byron Katie auch live bei Dir zu Hause erleben …. hier. 

Freut euch schon mal auf kommende Woche: Ina Rudolph macht zusammen mit dem Compassioner  ein exklusiv Interview mit Byron Katie, das wir dir hier  dann zeigen.

——–

Wie ist das mit deiner Selbstentwicklung? Wo setzt du dich unter Stress? Wir freuen uns auf deinen Kommentar. 

 

 

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