Kategorien Anzeigen

Erfolg Body Arbeit Beziehungen Deine Welt Glück Seele Podcasts humantrust @Redaktion

Konsum im rechten Maß – Wie viel ist genug?

Jemand, der sich mit dem Thema „Nachhaltiger Lebensstil“ beschäftigt, kommt um diese Frage nicht herum. Zugleich ist dabei die Tendenz zur Moral-Apostelei sehr groß. Vegetarier, Veganer und Selbstversorger scheinen die besseren Menschen zu sein. Vielflieger und SUV-Fahrer haben dann wohl ihr Gutmenschentum in Flugmeilen und die Luft verpestenden Abgasen verspielt. Doch wie viel ist wirklich genug? Wer kann das wissen und vermessen? Wer kann das regulieren? Ist das untere Limit der Hartz-4-Satz – und nach oben alles unbegrenzt? Wie geht es dir mit der Vorstellung, dass in deutschen Großunternehmen die Einkommensspanne zwischen dem niedrigsten und höchsten Einkommen bei 6.000 liegt? Kann ein Mensch 6.000-mal so viel Wert sein wie ein anderer? Braucht er auch wirklich 6.000-mal so viel wie ein anderer? Und schließlich: Wieviel brauchst DU für ein gutes Leben?

Natürlich kann ich dir auf all diese Fragen keine statische Antwort geben. Jeder Mensch darf natürlich selbst seine eigene Antwort darauf finden. Dass du dich allerdings eingehend damit beschäftigst und deinen Lebensstil wach, verantwortungs- und lustvoll bewusst gestaltest, finde ich überlebensnotwendig – für dich, für dein gutes Leben, aber auch für das Leben deiner Mitmenschen, deiner Umwelt und die Menschen, die nach dir kommen.

„Ich will Verbote!“

konsum-Nein… forderte Autor Sebastian Dalkowski in einem Artikel, den er vor einem halben Jahr in der ZEIT veröffentlichte. Angesichts dessen, dass der Durchschnittsdeutsche jährlich über 3 Erden verbraucht, dass wir jährlich in Deutschland die unvorstellbare Masse von 8,6 Millionen Tonnen Lebensmitteln einfach wegschmeißen und das meiste davon wirklich noch verzehrbar ist, scheinen wir nach Regulativen zu suchen. Auch der deutsche Umweltwissenschaftler Dr. Michael Kopatz, Projektleiter am renommierten Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, fordert in seinem lesenswerten Buch „Ökoroutine – Damit wir tun, was wir für richtig halten“ einen gesetzlichen Rahmen, der verschwenderisches Verhalten maßregelt, mit erhöhten Abgaben versieht. Auf eine Kombination aus Regulierungen und bewusstem Konsumverzicht setzt auch der Ökonom Niko Paech, der den Begriff Postwachstums-Ökonomie prägte. Ich finde alle Argumentationen dieser Experten sehr einleuchtend.

Auch das Rauchen wurde mal verboten…

Regulierungen – kann das funktionieren? Ja, bestens. Beam dich einmal zurück in die Zeit vor zehn Jahren als das Rauchverbot an Gaststätten und anderen Einrichtungen ausgesprochen wurde. Was ging da für ein Aufschrei durchs Land! Wie viele gastronomische Einrichtungen wurden pleite geredet – de fakto hatte das kaum Auswirkungen. Heute „ist es eben einfach so“. Das Rauchen hat sich einfach an andere Orte verlagert.  Es ist reguliert, “geschluckt” und wird nur noch selten diskutiert. Wie wäre es also, wenn Flüge aufgrund einer Kerosinsteuer erheblich teurer genauso wie Fleisch oder Nahrungsmittel, die erwiesen gesundheitsschädigend sind? Darüber kann mensch sich amüsieren, wie in diesem feinen Spot des Satire-Magazins Extra3:

Derartige neue Reglements hätten jedoch nichts mit Moral-Apostelei und Verdammung zu tun wie im Spot. Sie würden schlicht die Konsequenzen und Folgekosten einbeziehen, die ein Nutzen dieser Produkte und Leistungen im Vergleich zu anderen bedeutet.

„Ich brauche einen Krug Wein und einen Gedichtband,
zum Essen einen halben Laib Brot,
und dann werden wir, Du und ich, an einem einsamen Ort
mehr Reichtum besitzen als ein Sultan.“

… schrieb der persische Dichter Omar Khayyan im 11. Jahrhundert. Mit einem weniger monetär orientierten und vielleicht gerade deshalb sehr inspirierenden und interessanten Ansatz kommen die beiden britischen Ökonomie-Experten Robert und Edward Skidelsky in ihrem Buch „Wieviel ist genug? Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens“. Sie definieren insgesamt sechs Basisgüter, die ihrer Ansicht nach nicht nur zum guten Leben befähigen, sondern ein gutes Leben ausmachen. Diese Basisgüter sind: Gesundheit, Sicherheit, Respekt, Persönlichkeit, Harmonie mit der Natur und Freundschaft.

Welche Güter tragen zu einem guten Leben bei?

konsum-LebenWenn du diese „Güter-Auswahl“ einmal auf dich wirken lässt – was denkst du dann dazu? Mein Eindruck – ich kann mit diesen Qualitäten und Eigenschaften sehr wohl etwas anfangen, und sie alle tragen sicherlich zu einem guten Leben bei. Einige von ihnen scheinen basal, wie etwa Gesundheit. Doch kann ich vielleicht auch als sehr kranker Mensch mein Leben bewusst gut genießen. Denk bspw. an den berühmten Physiker Stephen Hawking, der seit über 50 Jahren an ALS erkrankt ist; es scheint, dass es ihm trotz seiner Einschränkungen gut geht.

Dein eigener Bedürfnisweg…

So finde ich persönlich, dass solche Ansätze wie auch die berühmte Maslowsche Bedürfnispyramide als inspirierende Anregungen dienen, sein eigenes Setting für ein gutes Leben zu definieren – denn schließlich hast du ja selbst einen Kopf und ein Herz. Dabei darf dein Horizont ruhig weiter reichen, als bis zu deinem eigenen Tellerrand. Denn ein gutes Leben hat vielleicht ja nicht nur mit dir zu tun, sondern damit, was du Gutes im Leben anderer bewirken kannst.

Und was denkst DU dazu?

Ich freue mich über deine Gedanken und Ideen im Kommentarbereich.

Aufmerksamen Gruß,

Steffi aka Stephanie Ristig-Bresser.

PS: Beim nächsten Artikel bleibe ich beim Thema „Konsum“ und erkunde mit dir, was dein (Unter-)Bewusstsein mit deinem Verhalten zu tun hat – und wie du es verändern kannst.

 

 

 

 

Meine Literaturempfehlungen zum Thema „Wie viel ist genug?“

 

Dieser Artikel ist Teil der Serie “Make World Wonder – Die wöchentliche Serie für eine bessere Welt.” Wenn dieser Artikel für dich spannend war, lies doch in folgenden Beitrag hinein:

 

B wie Big Picture oder: Der Bauplan für eine bessere Welt

Gefällt mir 105 Personen gefällt das

Wie hilfreich fandest du den Artikel?1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

Diskussion

Trag dich in unseren Newsletter ein und hole dir dein Gratis-Geschenk für Compassioner-Leser:


Das große Coaching Paket von Veit Lindau.
Sichere dir diesen wertvollen Leitfaden für ein erfülltes, glückliches Leben.

 

Wir schenken dir:
o 4 Audiovorträge mit Veit Lindau
o 1 Geführte Meditation
o Den Lebenskompass

Trag dich dazu hier ein:

 



* Mit der Eintragung bestätige ich die Informationen zum Datenschutz insbesondere nach §13 DSGVO zur Kenntnis genommen zu haben.

 

 

 

fan