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Dein Mindset verändern: Glaub deinem Geist nicht jede Geschichte, die er dir erzählt

Wie du das ewige „Ich bin nicht gut genug“ in deinem Kopf überwindest. Und was das mit deinem Mindset und deinen Glaubenssätzen zu tun hat.

Ein Gastartikel von Sacha Hübner und Thomas Ewald.

Glaubt man der Medienwelt da draußen, müssen wir alle Superman und Superwoman sein. Die Kids wollen Superstars werden – oder wenigstens Topmodel. Wenn ihnen dann doch dämmert, dass sie sich in einem anderen Berufsfeld umsehen sollten, kommt das Erwachen: „Was soll ich bloß werden?“ Und: „Kann ich überhaupt irgendwas richtig?“

“Es kann nur Eine Germany´s next Topmodel werden”

mindset-ModellJunge Leute machen die Erfahrung, dass sie für den Traumberuf als Topmodel nicht schön und groß genug sind. Sie stellen fest, dass ihnen, um Size Zero beizubehalten, die Disziplin fehlt. Vielleicht haben sie im Wohnzimmer den Eltern oder ihren Geschwistern ein Ständchen zum Besten gegeben, das mit dem Kommentar quittiert wurde, später doch lieber einen Job im stillen Kämmerlein zu suchen.

Schon sind sie da, die ersten Etiketten, die auf unserem inneren Bild von uns und der Welt sinnbildlich festkleben wie Pech und Schwefel:

  • „Ich bin nicht gut genug“
  • „Ich habe keine Disziplin“
  • „Ich kann nicht singen“
  • „Ich sollte mich in der Öffentlichkeit nicht zeigen und mich lieber verstecken“

Deine Glaubenssätze sind nicht die Realität.

So sammeln wir immer mehr Sätze, an die wir glauben. Sogenannte Glaubenssätze. Diese prägen unsere Überzeugungen zu uns selbst unterbewusst oft ein Leben lang und sind verknüpft mit schlechten Geschichten über uns selbst.

Zum Beispiel, dass unsere Fähigkeiten nicht ausreichen, um anspruchsvolle Situationen gut zu meistern.

So glauben wir möglicherweise für einen tollen Job nicht ausreichend geeignet zu sein, ohne es jemals auch nur im Ansatz ausprobiert zu haben. Die Etiketten unseres Geistes werden zu imaginären Fesseln, die unüberwindbar erscheinen und uns davon abhalten, auch nur einen einzigen Schritt zu wagen.

Umso mehr das Erlebnis, wo das Etikett mit dem Glaubenssatz entstand, mit einer Emotion verknüpft ist –  wie beispielsweise großes Schamgefühl bei einer öffentlichen Blamage – desto tiefer sitzt es.

Desto schneller poppt es wieder hoch, wenn wir uns in einer ähnlichen Situation befinden. (Glücklicherweise gilt das nicht nur für schlechte, sondern auch für positive Emotionen.) Ausradieren könnten wir die Geschichte in unserem Geist leider nicht, doch wir können lernen, sie aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Bau dir eine neue Welt: Fang an, dir andere Geschichten zu erzählen.

mindest-UtopieDenn die gute Nachricht ist, wir können uns einfach eine andere Geschichte erzählen, die das Erlebnis wieder ausgleicht und unserem Mut und unserer Selbstliebe wieder Raum für Wachstum gibt.

Und zwar: Indem wir uns daran erinnern, dass es in unserer Vergangenheit genauso viele Momente gab, die wir besonders gut gemeistert haben.

Wir laden dich ein: Denk mal darüber nach und versuch dich möglichst plastisch zu erinnern:

  • In welcher Situation habe ich spontan jemandem geholfen?
  • Welche Stärke habe ich eingesetzt?
  • Was war daran einzigartig und ist mir es leichtgefallen?

Solche Situationen poppen nicht so leicht im Gedächtnis auf, sondern müssen aktiv hergestellt werden. Denn unser Gehirn lenkt unsere Aufmerksamkeit durch die evolutionär einprogrammierte Schutzmechanismen immer erst einmal auf alles Negative.

Es erinnert sich lieber an die Blamage vor den Eltern oder Geschwistern im Wohnzimmer, anstatt sich daran zu erinnern, wie super man einem Freund aus der Patsche geholfen hat.

Im Laufe unseres Lebens kommen immer neue Etiketten mit Glaubenssätzen über unsere eigenen Fähigkeiten dazu.

“Als junge Mutter oder als Mensch über 50 ist der Zug für mich abgefahren.”

Ähnlich einschneidend, wie die Suche nach dem ersten Job, ist für viele Frauen der Wiedereinstig in ihren Beruf nach dem ersten Kind mit Glaubenssätzen geprägt. Da jeden Tag immer mehr News und Infos auf unseren Smartphones erscheinen und die Medien voll sind von Wandel und Digitalisierung, glauben junge Mütter nach einer Pause sofort den Anschluss zu verpassen. Genau so geht es Menschen, die sich eine Auszeit nehmen möchten oder den „Best Agern“ ab 50.

Daraus entstehen folgende Glaubenssätze:

  • „Ich bin auf dem Arbeitsmarkt nichts wert.“
  • „Meine Fähigkeiten sind veraltet, die braucht keiner mehr.“

Glaubenssätze sind Etiketten auf unserem Selbstbild

Viktor Frankl, Begründer der Logotherapie und Wegbereiter der positiven Psychologie, hat einen genialen Satz geprägt:

„Ich muss mir von mir selbst nicht alles gefallen lassen.“

Er erklärt, der erste Schritt ist das Bewusstsein. Das bedeutet, sich als erstes bewusst zu werden, dass es Glaubenssätze sind, die wie Etiketten auf unser Selbstbild aufgeklebt wurden, die aber nicht der Realität darüber entsprechen müssen, welche Fähigkeiten tatsächlich in uns stecken.

Das verdeutlicht diese beeindruckende Geschichte:

mindset-roger-bennister

Foto von Jonathan Bowen auf wikipedia

“Bis 1954 glaubten alle Menschen, dass es nicht möglich ist, eine Meile in unter vier Minuten zu laufen.

Es gab sogar wissenschaftliche Studien die behaupteten, dass der Luftwiderstand zu groß und das Lungenvolumen zu gering sei, als dass ein Mensch das jemals könnte. Am 6.Mai 1954 lief Roger Bannister die Meile in 3:59 min. Noch im selben Jahr verbesserten 37 Läufer den Rekord von Bannister. Ein Jahr später gab es praktisch keinen Top-Athleten mehr, der mehr als 4 Minuten benötigte.”

Offensichtlich hatten die Athleten damals bereits die körperlichen Fähigkeiten, denn sonst hätten nicht so viele Athleten in so kurzer Zeit ebenfalls die Meile in unter vier Minuten geschafft.

Was lernen wir daraus?
Wir können mehr, als wir denken.

Wir können viel mehr als die Geschichte, die uns unser Geist erzählt. Die Veränderung ganz einfacher Glaubenssätze kann eine sehr große Wirkung haben.

Diese Geschichte über den Rekord Läufer Roger Bannister ist ein zentrales Beispiel der Forschungs-Arbeit von Carol Dweck, die sich seit Jahrzehnten an der Stanford University mit dem Thema „Mindset“ beschäftigt und dazu wegweisende Arbeiten publiziert hat. Sie hat wissenschaftlich belegt, dass unsere Denkweise über unsere Fähigkeiten unser Selbstbild (Mindset) prägen. Genau das hat einen großen Einfluss auf unsere Leistung.

So kannst du erfahren, was du über dich denkst

mindset-BelieveDie ersten Schritt, dir deiner Denkweisen bewusst zu werden, sind:

  • Achtsamkeit und
  • Aufmerksamkeit für selbstbeurteilende Sätze

Wenn du deine Glaubenssätze entlarvt hast, kann es sehr hilfreich sein, dir gemeinsam mit einem Freund oder deinem Partner Gedanken darüber zu machen, was dir dabei helfen kann, dein Mindset positiv zu entwickeln. Eine weitere Person ist bei dieser Übung deshalb so hilfreich, weil sie eine wohlwollende, objektive Sichtweise auf deine Fähigkeiten hat.

Carol Dweck hat herausgefunden, dass es einen riesengroßen Unterschied macht, ob Menschen glauben, Fehler zu machen, weil ihre Fähigkeiten nicht ausreichen und resignieren – oder – Fehler als Lernchancen zu sehen und weiterzumachen.

Der kleine Unterschied – das Wort “noch”

Betrachte deine Glaubenssätze entsprechend durch folgende Brille

  • Ich kann das noch nicht / Es ist ok, kleine Schritte zu machen
  • Misserfolge sind kein Scheitern, sondern eine Lernchance

Spür einmal nach, was sich vielleicht schon verändert, wenn du alleine nur das kleine Wort „noch“ zu etwas hinzufügt, was du (noch) „nicht kannst“.

Es ist völlig ok, gewisse Fähigkeiten nicht zu besitzen. Uns ist eigentlich klar, dass wir nicht in allem richtig gut sein können. Genau so geht es allen anderen auch. Auch den vermeintlichen Superhelden, Popstars und Topmodels.

Zentral ist sich bewusst zu machen, dass eine Weiterentwicklung immer möglich ist.

Ein positiver Wandel passiert im Leben immer von innen nach außen. Zwei Schlüssel zu einem gelingenden Leben und Arbeiten sind unsere innere Haltung und unser Glauben an uns selbst. Sie lassen uns wachsen, vielleicht langsam, doch dafür stetig. Denn schließlich wächst Gras auch nicht schneller, nur weil man dran zieht.

Und was glaubst du? Welche Denkweisen über dich darfst du ruhig nochmal auf den Prüfstand stellen?

Wir wünschen dir konstruktives Verändern der Geschichte, der du dir über dich erzählst!

Alles Liebe,

Sacha Hübner und Thomas Ewald.

 

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Über die Autoren

Sacha Hübner:

Ich bin 35 Jahre und aktuell tätig als Führungskraft im Vertrieb eines MDAX-Konzerns. Wenn wir in der Rolle als Führungskraft tätig sind, dann tragen wir für andere Menschen eine große Verantwortung, und so habe ich mich in dieser Funktion von Beginn an in der Rolle als Coach und Ansprechpartner auf Augenhöhe gesehen. Mein Wunsch ist es, dass ich einen aktiven Teil dazu beitragen möchte, dass es den Menschen besser geht, sie glücklicher und zufriedener werden. Und so ist der Wunsch immer weiter herangereift und gewachsen, mein Leben mehr und mehr diesem Zweck, der Potenzialentfaltung von Menschen zu widmen.

Thomas Ewald:

 

 

Ich bin 37 Jahre und arbeite als Entwicklungsingenieur in einem Technologiekonzern. Seit einigen Jahren bin ich dort auch als Inhaus-Coach und Inhaus-Trainer in der Produktentwicklung tätig. Ich liebe es, Menschen beim Lernen und in ihrer ÜbrPersönlichkeitsentwicklung zu begleiten.

 

 

 

 

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