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Dein persönlicher Wendepunkt & was du tun kannst, wenn du ihn erlebt hast

Ich hatte mein Schlüsselerlebnis, meinen Tippingpoint, vor etwa sieben Jahren. Seit diesem Tag kann nicht ich mehr anders: Ich mag nur noch für bestimmte Unternehmen arbeiten, ich will aufmerksam konsumieren. Ich will nachhaltig leben.

Mein Wendepunkt: Die Geschichte mit dem Kondom

Wendepunkt-KondomDamals, vor sieben Jahren, arbeitete ich freiberuflich als PR-Beraterin und Texterin im Auftrag von größeren Agenturen für Markenartikler. Mövenpick war zum Beispiel eine Firma, für die ich Gourmetbroschüren textete. Es stand ein neuer Auftrag im Raum, für die mich der Agenturchef gewinnen wollte: Ich sollte ein PR-Konzept für die größte Kondomfirma, deren Namen du sicherlich kennst, entwickeln. Im Kern ging es dabei darum eine Onlinecommunity (vielleicht sogar ein wenig vergleichbar mit dem humantrust) aufzubauen mit Onlinemagazin und einem (Dating-)Forum. Das Gespräch verlief wie üblich: Der Agenturchef spickte seine Ausführungen mit den gängigen Buzzwords – ich solle in meinem Konzept auf der gesamten Klaviatur der Online-PR spielen. Kannte ich nicht anders, war Teil des Spiels. Dicke Hose gehörte dazu. Dann verabschiedete er sich, nachdem wir noch ein wenig mit meiner Atelierkollegin gesmalltalked hatten.

Kriegst du eigentlich noch was mit?

wendepunkt-affenAnschließend zog ich gemeinsam mit dieser Kollegin Resümee. Sie kriegte sich gar nicht wieder ein: „Wie DER auf die Kacke gehauen und sich verabschiedet hat: Ich mache diese Scheiße hier noch zehn Jahre und dann bin ab auf den Bahamas!“ Ich aber wurde ganz still und war sehr peinlich berührt. Denn die Wahrheit war: Ich hatte das gar nicht mitbekommen, hatte nicht gehört, dass er sich mit der „Werbescheiße“, die er selbst so nannte, brüstete und auch noch stolz darauf zu sein schien. Ich war entsetzt über mich selbst, dass ich offenbar schon so abgestumpft war, dass ich das gar nicht mehr mitbekam.

Kein Kommunikationsmüll mehr

Die folgende Nacht tat ich kein Auge zu. Am nächsten Morgen sagte ich den Auftrag ab. Mir war klar geworden: SO wollte ich nicht mehr arbeiten. Mir ging es darum, sinnvoll tätig zu sein. Ich wollte nicht länger Kommunikationsmüll produzieren, sowohl für mich als auch für andere. Denn im Grunde tat ich das. Versteh mich nicht falsch: Kondome sind ein äußerst sinnvolles Produkt, aber ob man deshalb eine ganze Community drum herum stricken muss?

Warum erzähle ich dir diese Geschichte?

wendepunktWeil ich glaube und ahne, dass es bestimmt vielen Menschen so geht, dass sie eine latente Unzufriedenheit in ihrem Job spüren, die sie aber nicht benennen können. Noch nicht. Bis dann ein Schlüsselmoment das Fass zum Überlaufen bringt. Aus einer aktuellen repräsentativen (!) Studie des Umweltbundesamtes geht hervor, dass 91 Prozent aller Menschen der Befragten bereit sind, sich auf eine neue Wirtschaftsordnung jenseits des Wirtschaftswachstums einzulassen. Diese Studie sagt auch, dass 96 Prozent aller Menschen bereit sind, ihr Leben dafür umzukrempeln. Du kennst sicher auch die Zahlen, dass jeder fünfte Mensch in Deutschland in den vergangenen Jahren dem Burnout ähnliche Phase durchlaufen hat.

Bereits ein Viertel aller Deutschen Arbeitnehmer*innen hat innerlich gekündigt. Zahlen, die belegen, dass es wohl vielen so geht.  Der Hauptgrund, warum Menschen  unzufrieden mit ihrer jetzigen Tätigkeit sind, ist sicherlich der, dass es darin oft nur um sinnlosen Profit geht. Aber Menschen wollen Sinn stiften. Und: Ich glaube, jeder Mensch weiß tief in sich, dass wir uns im Grunde selbst verletzen, wenn dabei sinnlos Ressourcen verschwenden.

Neuer Lebensstil, kein Fingerschnipp

Wenn wir dieses Schlüsselerlebnis haben, wie machen wir dann weiter und bewegen uns hin zu dem Leben, dass wir uns wünschen? Wie etablieren wir einen nachhaltigen Lebensstil?

Weg-wendepunktDas geht nicht per Fingerschnipp, und auch ich habe nicht von einem Tag auf den anderen Tag mein Leben komplett umgekrempelt. Und ehrlich gesagt bin auch ich noch immer auf dem Weg. Ein permanenter Prozess. Was eigentlich glasklar auf der Hand liegt, fällt uns so schwer, weil mächtige kollektive Programme und Glaubenssätze uns den Weg verstellen.

Doch ich habe gute Nachrichten. Es ist sicher eine schwer zu knackende Nuss, sich aus diesem „System auszuklinken“ und zu einer Sinn stiftenden Tätigkeit zu finden, achtsamer mit unseren Ressourcen umzugehen. Es gibt einen Weg, und es gibt viel mehr Möglichkeiten, als du denkst.

Folgende vier Aspekte sehe ich dazu:

  1. „Wenn du es eilig hast, gehe langsam“
    Du musst nicht von heute auf morgen kündigen. Werde dir bitte erst einmal genau klar, was du wirklich willst und welche Werte dir wirklich wichtig sind, bevor du vorschnell handelst. Und an deinem Arbeitsplatz, der absolut sinnleer erscheint, kann du mit einer konstruktiven Klarheit und Werteintegrität vielleicht viel mehr bewegen als du bisher vermutest. Geh auch dir selbst zuliebe langsam voran. Es bringt niemandem etwas, wenn du dich selbst dabei verlierst ;-).
  2. Such dir eine Gemeinschaft Gleichgesinnter
    … denn sie stärkt und stützt dich. Vielleicht magst du es nicht für möglich halten, aber sicher findest du sogar an deinem Arbeitsplatz Verbündete. Denk an die 96 Prozent, die bereit sind ihr Leben zu verändern. 
  3. Den Sinn findest du durch deine Haltung, nicht durch einen anderen Arbeitsplatz!
    Wenn du an deinem Arbeitsplatz keinen Sinn finden kannst, dann schau, was du in der Freizeit tun kannst, um im Sinne deiner Werte aktiv zu werden. Auch das kann dir viel geben. Und: Selbst wenn du dir deine Arbeit absolut sinnlos erscheint: Indem du darin ein liebevolles Umfeld schaffst und ganz sanft eure “Arbeitskomfort-Zonen” erweiterst, auf ein wertschätzendes Miteinander achtest, Diskussionen anschiebst, Ideen einbringst, alternativ Sichtweisen einbringst, wirst du viel mehr Veränderungen bewirken können als du denkst. DAS ist revolutionär!
  4. Grundvoraussetzung für ein gutes, nachhaltiges Leben, ist deine Selbstliebe
    Dein größter Möglichkeitsraum: Er liegt in dir. Ich finde, dass ist die beste Nachricht überhaupt. Wenn wir uns selbst retten, retten wir die Welt. Je mehr ich selbst darin eintauche, desto klarer wird mir, dass dies der Schlüssel zu fast allem ist.

Ich wünsche dir, dass auch du bald deinen Schlüsselmoment erlebst – und dann immer mehr beginnst, auf deine innere Stimme zu hören. Schritt für Schritt. In deinem Tempo.

Hast du bereits deinen Schlüsselmoment erlebt?
Dann freue ich mich, wenn du ihn mit uns teilst.

 

Auch ansonsten freue ich mich über deine Gedanken zu meinem Artikel.

Alles Liebe für dich und viel Freude uns beim Welt retten!

Herzlich Steffi aka Stephanie Ristig-Bresser.

 

 

 

 

 

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