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Dein Tier besser verstehen – So kann Schattenarbeit helfen 

Schattenarbeit bedeutet, sich mit seinen eigenen dunklen und unschönen Aspekten zu beschäftigen, die wir meistens gerne ignorieren. Blinde Flecken in seiner Gefühlswelt aufzuspüren und genauer anzuschauen, nennt man Schattenarbeit. ( Hier findest du eine gute Erklärung von Dr. Ruediger Dahlke, wie Schattenarbeit beim Menschen funktioniert)

„Was ist bloß los mit meinem Tier? Mache ich etwas falsch? Möchte es mir mit seinem Verhalten etwas mitteilen, was ich nicht verstehe? Spürt es vielleicht sogar, dass ich unsicher bin und ist deshalb so ängstlich?“

Fragen wie diese erreichen mich regelmäßig von besorgten Menschen, deren Tiere sich ungewöhnlich verhalten, weil sie z.B. in einer Situation immer wieder ängstlich oder aggressiv reagieren.

Vielleicht hast du es auch schon einmal erlebt: In solchen Momenten kann schnell mal ein inneres Gedanken- und Gefühlschaos entstehen. Es entstehen eine Menge Fragen:

Warum verhält sich dein Tier so und was braucht es jetzt wirklich? Schattenarbeit kann hier eine gute Methode sein, um ein Tier aus seinen alten Mustern   zu befreien.

Auch wenn du ansonsten ein gutes Gespür für deinen tierischen Freund hast und meist mitbekommst, wie es ihm geht – wenn dir die Situation Sorgen bereitet, wird deine Intuition vermutlich ein Stück weit blockiert sein.

Wichtige Fragen bei der Schattenarbeit:

schattenarbeitWelche Signale kommen tatsächlich von deinem Tier und was ist eher dein eigenes Wunsch- oder vielmehr Angstdenken? Welche deiner Sorgen sind unbegründet? Wann solltest du hingegen tätig werden und z.B. zum Tierarzt gehen?

Ich kenne das nur zu gut, wenn einmal etwas mit meinen beiden Katzen ist. Es ist nicht immer leicht, in seiner inneren Mitte zu bleiben und besonnen zu entscheiden, was jetzt getan werden kann. Da kann man durchaus auch mal hilflos oder überfordert sein oder statt Mitgefühl sogar Mitleid empfinden.

Deshalb möchte ich dir heute gerne eine Möglichkeit vorstellen, wie du in solchen Momenten Licht ins Dunkle bringst und deine Emotionen in Bezug auf die Situation neu „sortierst“, sodass du wieder klarer siehst.

Die Schattenarbeit eignet sich gut, wenn du mit einer Situation Emotionen wie Frust, Angst oder Wut verbindest, die du gerne loslassen möchtest. Ebenso kann Schattenarbeit helfen, wenn du gerne verstehen würdest, welche Ausstrahlung und Wirkung du auf dein Tier hast. Du kannst deinem Tier damit näher kommen und die Welt ein Stück weit durch seine Augen sehen. Dann wirst du auch sein Verhalten und seine Bedürfnisse besser verstehen.

Sichtbar machen, was vor sich geht

Schattenarbeit ist eine Möglichkeit, die Kommunikation zwischen dir und deinem Tier „sichtbar“ zu machen. Dabei schaust du dir ein Thema aus einem neuen Blickwinkel an und holst etwas ans Licht, das bisher noch in deinem Unterbewusstsein war. Das können positive oder negative Dinge sein. Diese Dinge möchten gerne angesehen und mit Mitgefühl angenommen werden. Meist entspannt sich allein dadurch die Situation, weil jetzt alles „auf dem Tisch“ ist.

Die Kommunikation zwischen deinem Tier und dir ist komplex und teilweise subtil. Neben deinen gesprochenen Worten sendest du beispielweise auch Gefühle an dein Tier, auf die es dann reagiert. Ich habe z.B. schon mit einer Klientin Schattenarbeit gemacht, deren Katze öfter in die Wohnung markierte.

Das erzeugte bei Frauchen Frust und Ohnmachtsgefühle, weil sie vergeblich einiges versuchte, um das Problem zu beheben. Während der Sitzung stellte sich heraus, dass die Frau oft gefrustet von der Arbeit kam und dass ihr Stubentiger  ihren Frust spürte und mit dem Markieren aufgriff.

schattenarbeit-mit-tierenAuf der Arbeit fühlte sich Frauchen genauso ohnmächtig wie in der Situation zu Hause. Eigentlich wollte sie ihrem Chef auch sagen, dass sie an ihrem Arbeitsplatz im wahrsten Sinne des Wortes „angepisst“ war, doch das traute sie sich nicht. Erst durch die Reaktion ihrer Katze und unsere Schattenarbeit erkannte sie die Zusammenhänge und unternahm die nötigen Schritte. Das Pinkel-Problem war damit ebenso behoben.

Es kann also sein, dass du durch Schattenarbeit mit deinem Tier auch etwas Neues über dich und dein Leben erfährst. Du fühlst dich dann nicht mehr hilflos der Situation ausgeliefert, sondern hast neue Ansatzpunkte, um etwas zum Positiven für euch beide zu verändern. 

Hast du Lust, Schattenarbeit mit deinem Tier einmal auszuprobieren?

Dann schlage ich dir folgendes Vorgehen vor, angelehnt an die 3-2-1 Methode von Ken Wilber.

So gehst du vor

Suche dir einen Ort, an dem du nicht gestört wirst und dich sicher fühlst. Dein Tier muss nicht anwesend sein, aber wenn es sich gerade ausruht, kannst du dich gerne in seine Nähe setzen.

  1. Schließe deine Augen und komme zur Ruhe, indem du z.B. ein paar Mal tief durchatmest. Du kannst dir innerlich sagen, dass du gerne noch mehr über dein Tier erfahren würdest. Stell dir vor deinem inneren Auge vor, dass dein Tier dir gegenüber sitzt. Kannst du es sehen oder seine Anwesenheit spüren? Nimm einfach mal wahr, wie es sich anfühlt, wenn ihr beide beieinander seid.
  2. Nun kannst du dein Tier bitten, dir alles zu sagen, was es dir in der aktuellen Situation gerne mitteilen möchte. Diese Botschaften können als Bilder, Symbole, Gedanken oder Gefühle kommen. Lass dich einfach überraschen, bleibe offen und wertungsfrei, auch wenn vielleicht noch nicht alles einen Sinn für dich ergibt. Lasse dir dafür ruhig einige Minuten Zeit. Falls erst einmal nicht viel kommt, ist das nicht schlimm. Vielleicht bekommst du später in deinem Alltag noch ein paar Eingebungen.Du kannst dein Tier z.B. fragen:
  • Warum verhältst du dich so?
  • Wovor hast du Angst?
  • Was stört dich?
  • Welchen Wunsch hast du an mich?
  • Wie siehst du mich und unsere Beziehung?

3.   Nun bitte dein Tier um Erlaubnis, dass du für eine Weile in seinen Körper „hineintauchst“ und die Welt durch seine Augen siehst. Falls es „Nein“ sagt, frage nach, was es bräuchte, um zustimmen zu können. Bei einem „Ja“ kannst du dir vorstellen, wie dein Bewusstsein langsam deinen Körper verlässt und sanft in dein Tier hineingleitet. Du wirst zu deinem Tier und kannst nun alles genauso fühlen wie es. Nimm die auftauchenden Emotionen mit Mitgefühl an und versuche, weiterhin sanft zu atmen. Vielleicht kannst du von diesem Platz aus sogar deinen Menschenkörper sehen, der weiterhin deinem Tier gegenübersitzt.

Frage dich „aus den Augen deines Tiers“

  • Was denke und fühle ich über die aktuelle Situation?
  • Was wünsche ich mir von meinem Menschen?
  • Schattenarbeit-eigenfragen

    Wovor habe ich Angst?

  • Was brauche ich, damit es mir gut geht?

 

4. Vielleicht spürst du jetzt, wie sich die Situation bereits entspannt, weil du die Gedanken und Gefühle deines Tiers mit Mitgefühl empfangen hast und es besser verstehst. Du kannst ihm gerne all deine Liebe senden und eure Verbindung zueinander stärken.

5. Wenn du fertig bist, bedanke dich bei deinem Tier und stell dir vor, wie du wieder in deinen eigenen Körper gleitest. Öffne dann in deinem Tempo wieder die Augen.

Was hast du über dich und dein Tier erfahren? Kannst du die Situation jetzt schon anders einschätzen als zuvor? Notiere dir am besten alles, um es greifbarer zu machen. Vielleicht hast du jetzt konkrete Schritte vor Augen, vielleicht ging es aber auch nur darum, etwas zu fühlen. Es kann gut sein, dass sich dein Tier danach schon viel entspannter verhält.

Ich wünsche dir viel Freude beim Erforschen!

Sonja Neuroth

Tierhaltercoach

Wo verstehst du dein Tier manchmal noch nicht so richtig? Wir freuen uns auf deinen Kommentar! 

 

Falls dich das Thema “Dein Tier verstehen & gemeinsam wachsen” interessiert, findest du hier weiterführende Podcasts von Sonja Neuroth.

 

Brauchst du mehr tierischen Input? Dann bitte hier entlang….

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