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Ja, auch das darf sein: Deinen Neid willkommen heißen

Spürst du auch manchmal Neid? Kein Problem, denn das weist dich oft auf in dir unentdeckte Schätze hin. Denn wenn du ehrlich bist:  Neid können wir nicht immer ausblenden, er nagt an uns und macht uns an so vielen kleinen Stellen unzufrieden… Aber: Sei doch mal ehrlich mit dir, integriere deinen Neid – und du wirst dich immer weiter entwickeln. Hier kommt der Impuls, warum Neid auch was Gutes hat:

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Heute schreibe ich über ein delikates, sicher auch ein Tabu-Thema: den Neid. Fest steht: Dieser ist kein gern gesehener Gast. Ich finde es weder angenehm, Neid zu spüren, noch behagt es mir, wenn andere auf mich neidisch sein könnten.

Neid: Indikator für deine verborgenen Wünsche

Und dennoch gehört dieser zu uns: Der Neid gehört ins Leben und kann auch ein wunderbarer Indikator für verborgene Wünsche in mir sein, die ich mir aufgrund meines Mangelbewusstseins nicht erlaube zu fühlen,  oder auszudrücken.

Veit Lindau schreibt in „Werde verrückt“:

„Neid ist eine natürliche und vitale Kraft. Er signalisiert dir, dass eine andere gerade etwas ist, hat oder tut, was auf deiner unbewussten Wunschliste steht.“

neid-EnttäuschungDies können materielle Güter, jedoch auch Talente, Eigenschaften oder schlicht Zeit sein. Im Gegensatz zur Missgunst, dem „destruktiven“ oder auch „schwarzen“ Neid, gönne ich dem anderen diese Anteile, diese Dinge jedoch.

Neid und Missgunst haben aus meiner Erfahrung mit mangelndem Selbstwert zu tun: Ich fühle mich klein und mache den anderen groß. Vermutlich kann Neid gänzlich schwinden, wenn ich vollkommen in mir Ruhe und in meiner eigenen Kraft und Fülle lebe.

Das Gute am Neid

Der Schamane Harry Hömpler sagte in unserem Interview auf meinem Blog etwas, über das ich lange nachgedacht habe: Er meinte es sei hierzulande ein Tabu, herausragend zu sein. Hier begegne uns die Angst vor dem Neid der anderen. Harry sagt, die Menschheit könne sich jedoch besser weiterentwickeln, wenn alle versuchen,  so herausragend wie möglich zu sein.

Veit Lindau spricht in „Werde verrückt“ davon, dass wir wesentlich schneller lernen, uns viel flinker entwickeln könnten, wenn wir unseren Neid offen zugeben würden. Oft wird dieser jedoch hinter “wohlmeinender” Kritik versteckt – Veit spricht in diesem Zusammenhang von einer “versteckten Neidkultur”, die in Deutschland herrsche.

Eine eigene Erfahrung mit Neid

neid-StartIch erinnere mich, dass ich nach Beendigung meines Referendariats (Lehramt) auf die Suche nach mir, nach meiner Berufung ging und mir ganz klar war, dass ich meinem zweiten Standbein folgen wollte:

Mein Wunsch war es, einen musiktherapeutischen Weg, ggf. auch in die Selbstständigkeit, einzuschlagen. So kontaktierte ich verschiedene Einrichtungen, hospitierte in der Geriatrie, auf einer “Frühchen-Station” und an vielen anderen Orten – es war eine tolle, lehrreiche Zeit, in der ich mich als sehr selbstwirksam und kraftvoll erlebte.

Mutig und noch unbedarft gestaltete ich mit Hilfe einer Freundin einen Flyer, auf welchem ich für mein musiktherapeutisches Angebot warb.

Diesen präsentierte ich anschließend stolz einer anderen Freundin, die sehr kritisch auf einzelne Punkte reagierte, was ich damals nicht verstand. Später wurde mir klar: Es war Neid, der aus ihr sprach – vielleicht auch Angst davor, dass wir uns voneinander entfernen könnten, da ich nicht mit ihr den Weg als Lehrerin in die Schule gehen, sondern ganz eigene Wege einschlagen würde.

Du als Projektionsfläche

Häufig wird im Namen der wohlmeinenden Kritik Neid und Frust auf einen projiziert, wenn man eigene Wege geht, sich etwas (zu)traut, sich traut anders zu sein, in welcher Hinsicht auch immer. Leicht ist es also nicht, Veränderungen zu leben. Es bedarf Mut, Disziplin, Verzicht, das Ertragen von Ängsten.

Ich muss bereit sein, den Preis zu zahlen, den die Veränderung mit sich bringt: Es mögen mir Enttäuschung, Unverständnis und auch Neid entgegenschlagen. Konstruktiver und gewinnbringender für alle wäre es sicher, die beneideten Aspekte als noch schlummerndes Potential in mir selbst zu erkennen.

Wenn Menschen bewusst eine Bühne betreten und sichtbarer werden als im “normalen” Alltagsgeschehen – sei es als Musiker*in, die/der sein Publikum in der Tiefe berühren möchte, sei es als Autor*in oder Blogger*in, die/der etwas Preis gibt, das wiederum ihn in der Tiefe berührt -, kommen sie auch mit ihrer Verletzlichkeit in Kontakt.

Diese Menschen können zur Projektionsfläche für Wünsche und Träume, jedoch auch für Schattenseiten werden. Sie können mehr als bisher bewundert oder kritisiert werden; anderen wiederum ist das, was sie tun, egal.

Keine Augenhöhe mehr

neid-BewunderungWeder ist es wie gesagt angenehm, Neid zu empfinden, noch erhebt es mich, wenn andere auf mich neidisch sind.

Ich gebe zu, es gibt Momente, in denen macht mich der Neid des anderen für einen Moment lang stolz – vermutlich dann, wenn dieser Mensch etwas von mir nicht erwartet, mir nicht zugetraut hat und ich ihn überrascht habe.

Doch was ich auch erlebe: Die Augenhöhe mit diesem Gegenüber geht flöten, manchmal sogar mein Respekt, wenn ich den Eindruck habe, der andere macht sich mir gegenüber klein, fängt an zu kuschen. Das ist für beide unschön.

Leider gibt es auch unter uns Frauen viel Neid.

Manchmal habe ich den Eindruck, viele können es nicht dulden, wenn ein anderer Mensch Erfolg hat, vor Energie strotzt und/oder gut aussieht. Sobald ein wenig Licht erscheint, versucht so manch eine*r es zu dimmen. Wie schade.

Denn je mehr ich mir gestatte zu leuchten, umso mehr gebe ich auch anderen die Erlaubnis, selbiges zu tun. Letzten Endes dürfen wir also immer bei uns schauen, was Neid – der eigene oder der des anderen – mit uns macht, was wir fühlen, welche Themen sich zeigen.

Wann spüre ich selbst Neid?

Ehrlich gesprochen bin ich so gut wie nie neidisch auf das dickere Auto des Nachbarn, das erworbene Haus einer Freundin oder andere materielle Dinge. Auch fühle ich mich heute deutlich seltener neidisch als in früheren Zeiten, in denen ich noch unsicherer war.

Aber manchmal kommt Neid auf, wenn ich sehe, welche großen Schritte – das Schreiben eines Buches z. B. – manch eine*r macht.

Ich glaube, je mehr wir auf unserem ganz eigenen, schönen Weg voranschreiten, desto weniger Neid kommt auf.

Eine Zeit lang, als ich mit dem Thema weiterer Familienzuwachs selbst immer mal wieder am Hadern war, fühlte ich neben einer Mit-Freude auch Neid, wenn Freundinnen oder Bekannte ihr zweites Kind bekamen.

Heute weiß ich: Es ist alles gut wie’s ist. Das Leben hat mich in so schöne und interessante Ecken gelockt. Ich liebe mein Leben sehr und mag ihm gerne dienen – auch an Tagen und in Zeiten, die nicht so leicht sind.

Meine Fragen an dich:
Traust du dich, dir einzugestehen, auf wen oder was du neidisch bist?
Welche Erfahrungen hast du mit Neid oder Neider*innen?

Ich wünsche dir, dass du ehrlich und inspiriert hinschauen kannst.

Alles Liebe,

Carolin Stark

seisofrei-lebenskunst.de

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