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Der 13. Schlüssel der Selbstliebe: Ohnmacht

In den letzten Tagen habe ich viel über Konzepte nachgedacht. Über Konzepte, Selbstliebe und Techniken, die ich einst so liebte. Auf die ich schwor. Welche Strategie hilft bei welchem Loch im Seelenstrumpf? Wie kann ich schneller loslassen? Wie kann ich noch effektiver das annehmen, was gerade ist? Gibt es eine neue Technik, einen magischen Trick? Mein Ziel war klar: höher, schneller, weiter. Entwicklungsmarathon ohne Pause. „Selbstliebe“ als olympische Disziplin.

 

Selbstliebe als Labyrinth

Mit etwas Abstand betrachtet – glich der Pfad meiner Selbstliebe in den letzten Jahren eher einem Rennen durch ein Labyrinth. In verwunschenen Räumen traf ich auf immer wieder neue Menschen, die mich lehrten oder mich analysierten. Mir fielen Bücher in die Hände, die ich verschlang: eins nach dem anderen. Das Training von Überlebenstechniken verschlang als Dank dafür meine Lebenszeit. Minute für Minute. Mein Tag war durchgeplant. Auf die Minute. Und ich hatte die Kontrolle, so glaubte ich. Hast du wirklich immer die Kontrolle? Auch wenn du positiv denkst, passieren scheinbar „negative“ Dinge. Ich wähnte mich als Meisterin über meine Gedanken. Mein Leitsatz war: „Alles im Griff!“ Dann wurde am 09. August 2019 meine Hündin attackiert. Von einem doppelt so großen Hund. Ihr Schrei ging mir durch Mark und Bein. Ein komplizierter Bruch mit einer unsicheren Heilungschance. Die Ärzte rieten zur Amputation des linken Vorderlaufs. Einem Gefühl folgend, bestand ich auf ein Implantat.

 

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“Jacky”, Foto: © Magret Marincolo

 

Liebe und Demut für Hündin Jacky

Mir war sofort klar: meine Hündin würde eine Rundumkrankenschwester für mindestens 6 Wochen brauchen. Ich übernahm den Job, zog mir einen Kittel mit einem Muster aus Demut und aus Liebe an. Ich cancelte meine tägliche Routine und alle Termine außer Haus. Anstatt um 4.00 Uhr aufzustehen, schlief ich bis 6.30 Uhr, meine Jacky im Arm. Meditation fiel aus. Auch sportliche Betätigungen jeder Art. Ich hielt Diät, weil auch meine Jacky „hungern“ musste. Mein Arbeitspensum schrumpfte von täglich 12 auf nur 5 Stunden. Dafür streichelte ich meine Jacky viel, die schneller heilte, als ich es beschreiben kann. Und ich heilte mit. Ich fühlte mich lange nicht mehr so glücklich. Ein chronisches Unterleibsproblem verschwand. Ich hatte plötzlich Zeit, ein paar Löcher in die Luft zu starren. Und mir gefiel, was ich da sah. Ich blühte auf, hatte keine Ahnung, was mir so gut tat. Mein Leben fühlte sich seit ewig langer Zeit endlich wie Urlaub an.


Ein Unfall als Geschenk

Jacky ist längst wieder fit. Im Moment stehe ich dann auf, wenn ich munter werde. Mal um Vier und Mal um Sieben. Ich jogge, wenn ich Lust verspüre und auch mit dem Kraftsport halte ich es so. Ich esse wieder viel und meine Verdauung läuft auf Hochtouren. Termindruck habe ich weitestgehend eliminiert. Ich laufe nicht mehr mit anderen um die Wette, dafür lasse ich mein Leben laufen. Manche Dinge kannst du verändern. Andere Dinge verändern dich. Ich fühle viel. Es gibt noch immer Situationen, die ich am liebsten ändern möchte. Aber klar! Dann erinnere ich mich daran, welches Geschenk der Unfall von Jacky für uns beide war. Er hat mich definitiv verändert. Ich war bereit, die Kiste mit den Techniken aufzugeben. Mich in Ohnmacht zu üben und zu fühlen, wieviel Liebe ich in ihren Armen finden kann.

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Loslassen und einen eigenen Rhythmus finden – Das ist die Kunst der heilenden Ohnmacht

 

Das Leben als Puzzle – Selbstliebe als universelle Antwort

Jacky rennt schon lange wieder mit mir den Rhein rauf und runter. Und während ich mich an ihren „Unfall“ immer wieder neu erinnere, akzeptiere ich jede Situation, wie sie gerade ist. Ich beobachte mich dabei, die Dinge SEIN zu lassen. Wenn ich jedoch handle, dann meist aus einem tiefen inneren Impuls heraus, der klar und (meistens) frei vom Trieb des Egos ist. Das Ergebnis dieser Handlung ist mir dabei egal. Ich handle, weil es sich richtig anfühlt, weil es etwas ist, was durch mich getan werden möchte. Solche Dinge machen mir meist großen Spaß. Ich gebe mehr und mehr meine Kontrolle ab, lasse Ohnmacht zu und erlaube meinem Leben, mich zu benutzen: als Werkzeug, als Spiegel, als Mensch der Fehler macht. Ich habe Vertrauen, dass sich mir eine Antwort offenbaren wird: Zur rechten Zeit. Mein Leben ordnet sich gerade auf eine Weise, als ob sich ein Puzzle im Zeitraffer zusammensetzt. Ich habe die Kontrolle – und ich habe sie wiederum auch nicht.

 

Den Kampf gegen die Zeit können wir nur verlieren

Etwas Wesentliches habe ich begriffen: Kampf hält mich von der Entfaltung meiner Geschichte ab und von der Wirksamkeit meiner Essenz. Der Kampf mit den Ritualen gegen die Zeit ist keine Selbstliebe. Ich habe viel probiert. Meinen Tag in Stunden und Minuten tranchiert, um zwischen Arbeit und Privatem möglichst zahlreiche Rituale durchzuziehen. Ich habe affirmiert, meditiert, bin auf dem Kopf gestanden, habe exzessiven Sport betrieben und täglich im Garten meiner Gedanken Unkraut gejätet. Ich wollte die Realität verbiegen, meine Welt verändern. Koste es, was es wolle. Einiges davon hat hervorragend funktioniert. Ich sah besser aus, war besser drauf, habe Unmögliches geleistet. Bekam Bewunderung. Also dachte ich: Alles, was ich denken und gleichzeitig auch fühlen kann, das wird wahr. Wenn ich mir ergo selber jeden Wunsch erfülle, dann MUSS das einfach Selbstliebe sein.

 

Der Kontrolleur in mir stand ständig unter Strom. Er ackerte und machte Überstunden, so wie ich.

 

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Im Kampf gegen Termindruck und durchgetaktete Zeitpläne, werden wir immer den Kürzeren ziehen

 

Lost in Perfection & der Quantensprung der Selbstliebe

Die Falle eines Menschen mit einer 3er-Fixierung (Enneagram) heißt Effektivität. Und so kreisten meine Gedanken wie Spionagesatelliten über meinem Leben. Wo könnte ich etwas noch optimaler arrangieren?  Wie kann ich tunen, wie kann ich noch effektiver sein? Der Leistungsdruck, den ich mir selber machte nahm zu. Lösung: der Weg von der Kontrolle in die Ohnmacht. Dein Lebensweg entwickelt sich aus deinem Mut und deinen Schritten. Manche sind zaghaft und klein, andere sind voller Leidenschaft und riesengroß. Manchmal benutzt du Sieben-Meilen-Stiefel. Ab und an gelingt dir dann ein Quantensprung.

 

Die drei große Phasen meines Lebens

  1. Opferrolle: Ich sah mich Widerständen ausgeliefert und kam nicht wirklich weiter. In Phase 1 ging es darum, Begrenzung zu erfahren. So erfuhr ich mich als Opfer einer höheren Macht.
  2. Schöpferrolle: Ich entdeckte meine schöpferischen Kräfte und das Ego schrie HURRA. Ich änderte schnell, wonach mir meine Sinne standen. Effektivität war angesagt. Hatte ich ein Ziel erreicht, war ich hungrig nach dem nächsten. Glücksgefühle hielten nie lange an.
  3. Beobachterrolle: Ich gebe die Kontrolle an mein Leben ab und lasse es durch mich wirken. Ich beobachte mich als Schauspieler auf der Bühne meines Lebens. Co-Creation mit der Schöpfung gelingt mir immer besser. Glück ist stets in rauen Mengen da, auch wenn ich traurig bin.

 

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Ohnmacht kann heilsam sein – Urvertrauen ist die Grundvoraussetzung

Abenteuer Ohnmacht und Selbstliebe

Mein Leben agiert durch mich. Es ist nicht nötig, es jedem Menschen recht zu machen. In tiefster Hinsicht nicht mal meinem ICH. Ich bin hier, um mich zu erfahren, um in meinem Abenteuerbuch zu lesen und zu tun, wozu mein Leben mich einberufen hat. Und so lasse ich mich immer wieder neu in das schwarze Loch der Ohnmacht fallen. Phase 1 und Phase 3 haben etwas gemeinsam: Die Erkenntnis, dass du auch mit der besten Technik nicht alles ändern kannst. Während du in Phase 1 jedoch dagegen kämpfst, lässt du dich in Phase 3 voller Vertrauen in den Fluss des Lebens fallen. Du nimmst an und akzeptierst. Denn du begreifst, dass dein Leben immer weiß, was es da tut. In der Akzeptanz der Ohnmacht wartet dein nächster Quantensprung.

 

 

Wie geht es dir mit diesen Erkenntnissen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Deine Margret

Website von Margret Marincolo

 

 

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