Kategorien Anzeigen

Erfolg Body Arbeit Beziehungen Deine Welt Glück Seele Podcasts humantrust @Redaktion

Der kleine Prinz

Was du aus “Der kleine Prinz” für dein Leben lernen kannst

Warum Der kleine Prinz eines der besten Bücher der Welt ist.

Hast du schon einmal das Buch „Der kleine Prinz“ gelesen? Wenn nein, dann möchte wir es dir mit diesem kleinen Artikel schmackhaft machen. Wenn ja, dann ist dies hier vielleicht eine Anregung das Buch noch einmal zu lesen.

Mich persönlich hat dieses Buch sehr geprägt. Ich lese es jedes halbe Jahr einmal, um den Spirit wieder aufzufrischen und ich bin der Meinung, dass „Der kleine Prinz“ eine wundervolles Lernfeld für das Leben ist. Nirgends wurde jemals ein Appell für wahre, nährende Beziehungen klarer, einfacher und gleichzeitig poetischer ausgedrückt 🙂

Die großen Geister streiten sich bis heute: Was hat dieser mysteriöse Franzose, dessen Name so unerhört wohlklingend ist, in den frühen Vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts da eigentlich erschaffen? In den Augen einiger ist “Der Kleine Prinz” von Antoine de Saint-Exupéry ein Buch, dass für Kinder viel zu schwer bekömmlich, gleichzeitig aber für Erwachsene viel zu kindlich sei.
Schlussendlich ist es jedoch überaus müßig, über diese Frage nachzusinnen, ist “Der Kleine Prinz” doch vor allem eines: Ein magisches Märchen, das ob seines feinsinnigen Plädoyers für ein menschlicheres Miteinander heute aktueller denn je ist.

Kein Buch auf der Welt schafft es, mit solch klaren und schönen Bildern, dem modernen Menschen den Spiegel vorzuhalten und den Leser dazu zu ermuntern, die Welt wieder etwas mehr mit den Augen eines Kindes (des kleinen Prinzen) zu sehen.

Das ist der Inhalt von der kleine Prinz

Der Erzähler des Buches – seines Zeichens Pilot – muss in der Sahara notlanden und überlegt fieberhaft, wie er sich aus dieser misslichen Lage befreien kann. Wie aus dem Nichts kreuzt ein kleiner Knirps auf, der ihn bittet, ein Schaf zu zeichnen. Die beiden kommen ins Gespräch und der Knirps erzählt, dass er ein Prinz sei. Er komme von einem anderen Stern, der so klein ist, dass er in seiner Existenz von den Wurzeln der wildwachsenden Affenbrotbäume bedroht wird. Auf seinem Planeten hat der Prinz eine Rose, die er liebt und die er vor den Affenbrotbäumen beschützen möchte, aber ihre Eitelkeit macht dem kleinen Prinzen zu schaffen. Und so macht er sich auf zu einer Reise durch das Weltall, um etwas anderes als von der Welt zu sehen als nur seinen eigenen kleiner Androiden. Insgesamt bereist er sieben Planeten, doch alles, was er sieht schreckt ihn so sehr ab, dass er am Ende doch nur wieder zu seiner Rose zurückkehren möchte.

Es stecken unglaublich viele kleine Geschichten und Allegorien in diesem Buch, über die es sich lohnt nachzudenken:

Die Schaf-Episode

Der Erzähler berichtet eingangs des Buches, wie er als sechsjähriges Kind seine erste Zeichnung vollendet hatte, eine Riesenschlange, die in einem Hut versteckt war. Immer wenn er sie jedoch den „großen Leuten“ zeigte und sie fragte, ob ihnen das Bild nicht Angst mache, hätten sie geantwortet: „Warum sollen wir vor einem Hut Angst haben?”
Als der kleine Prinz den Erzähler nach der Schaf-Zeichnung fragt, fertig dieser geprägt von seiner Kindheitserfahrung erstmal nur Zeichnungen an, in denen er versucht möglichst realistische Schafe zu zeichnen. Da der Prinz aber mit allen Zeichnungen, die der Flieger im vorlegt, unzufrieden ist, zeichnet dieser schließlich eine Kiste und erklärt: „Das Schaf, das du willst, steckt da drin. Zum ersten Mal ist der kleine Prinz zufrieden.
Dazu passt auch folgendes Zitat des Erzählers: “Die großen Leute haben eine Vorliebe für Zahlen. Wenn ihr ihnen von einem neuen Freund erzählt, befragen sie euch nie über das Wesentliche.
Sie fragen euch nie: Wie ist der Klang seiner Stimme? Welche Spiele liebt er am meisten? Sammelt er Schmetterlinge?
Sie fragen euch. Wie alt ist er? Wieviel Brüder hat er? Wieviel wiegt er? Wieviel verdient sein Vater? Dann erst glauben sie ihn zu kennen.”

Die Planeten-Episode

Auf dem Weg durch das Universum trifft der kleine Prinz auf vielen verschiedenen Planeten jeweils erwachsene Menschen. Auf dem einen zum Beispiel wohnt ein Kerl, der behauptet, ihm gehörten alle Sterne, auf dem nächsten jemand, der denkt, er wäre ein König und auf dem nächsten jemand, der sich für einen ausgesprochenen Schönling hält. Sie freuen sich, wenn der kleine Prinz zu ihnen kommt, wollen von ihm aber nichts anderes als Bestätigung für ihr Ego.

“Der Kleine Prinz” ist eine hervorragende Kritik an den absurden Gebaren des Menschen, die von Macht, Habgier, Bosheit und Eitelkeit durchzogen sind. Die Planeten-Episode ist ein Sinnbild dafür, dass jeder Mensch oftmals in seinem eigenen Universum sitzt, nicht als seinen eigenen Standpunkt kennt und die anderen Menschen je nach Selbstbild für Untertanen, Bewunderer oder Humankapital hält.

Die Fuchs-Episode

Der kleine Prinz - Fuchs

Fotolia.com / Stanislav Duben

Was bedeutet wahre menschliche Verbindung?

Auf der Erde angekommen, dem siebten und letzten Planeten seiner Reise, trifft der kleine Prinz auf einen Fuchs, der ihm das Geheimnis einer einmaligen Bindung zwischen zwei Wesen erklärt: „Man kennt nur die Dinge, die man zähmt“ und: „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“

Später verrät er dem Prinzen das, was wohl der bekannteste Satz des Buches geworden ist: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Die Rose

Die Rose steht im Buch für die Verbindung zwischen zwei Menschen. Das Schlüsselzitat für den kleinen Prinzen lautet: “Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig”. Genau das ist der Punkt. Jede Beziehung zwischen zwei Wesen erfordert Zeit und Pflege. Gerade von ersterem haben die Menschen allerdings heutzutage nicht mehr viel und deswegen bleibt die wahre, wertvolle Zwischenmenschlichkeit und Freundschaft oft auf der Strecke.

“Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. ”

Am Ende des Buches erkennt jedoch zumindest der kleine Prinz, dass ein ganzes Feld von Rosen nicht jene eine aufwiegen kann, die er zuerst gezähmt und dann leider zurückgelassen hat und bekommt Heimweh nach seinem Asteroiden. Er sucht eine Möglichkeit, zurückzugelangen: „Ich kann diesen Leib da nicht mitnehmen. Er ist zu schwer. Man soll nicht traurig sein um solche alten Hüllen.“ Er verabredet sich mit einer Giftschlange, um von ihr gebissen zu werden. Danach fällt er lautlos in den Sand und ist am nächsten Morgen verschwunden.
Abschließend haben wir noch ein paar weitere Zitate für die Bonmot-Schatulle:

“Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen.
Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt”

“Das, worauf es im Leben ankommt, können wir nicht voraussehen. Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet.”

Hast du das Buch schon einmal gelesen? Was berührt dich ganz besonders?

Hier oder beim Buchhändler deines Vertrauens kannst du es bestellen 🙂

 

 

(Titelbild: Fotolia.com / Natalia Moroz)

Gefällt mir 272 Personen gefällt das

Wie hilfreich fandest du den Artikel?1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen: 1,00 von 5)

Diskussion

fan