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Der Mythos vom Versagen: Warum vermeintliches Versagen wichtig ist

Seien wir ehrlich, vor dem Versagen haben wir alle Angst. Es sitzt uns im Genick, bei der Arbeit, in unseren Beziehungen, beim Erziehen unserer Kinder und noch an so manch anderer Stelle.

Dabei ist Versagen gar nicht schlimm, im Gegenteil!  Jedes Versagen ist in Wirklichkeit nämlich eine riesige Chance für uns. Wenn du dein vermeintliches Versagen als Geschenk für deine Entwicklung begreifen kannst, wirst du alles in Gewinn umwandeln können. Christina und Walter von  Herz über Kopf Coaching zeigen dir hier,  wie das gehen kann.

++++.

Ich durfte in einer sehr leistungsorientierten Familie groß werden, in der nur beruflicher und finanzieller Erfolg zählte. Um wenigstens halbwegs das Gefühl zu haben, irgendwie dazu zu gehören, strengte ich mich immer sehr an, bloß keine Fehler zu machen oder gar zu „versagen“. Das wäre der gefühlte Supergau gewesen. Kennst du die Angst zu versagen? Sie war stets mein größter Antrieb! Sie hielt mich sehr effizient am Rennen, am Kontrollieren, am mich anstrengen, am mich stetig verbessern und immer aufpassen, bloß nichts Wichtiges zu versäumen.

Können wir wirklich versagen?

Obwohl ich alles tat, um diese Angst zu vermeiden oder mir gar von außen bestätigen lassen zu müssen, dass ich versagt habe, fühlte ich mich oft genauso, denn meine Ansprüche an mich waren sehr hoch.

„Der Vergleich ist der Anfang jeden Leids“

Mittlerweile bezweifele ich, dass es Versagen überhaupt gibt. Ich glaube, dass es ein menschliches Konzept ist, das wir oft einfach von unseren Eltern oder unserer Umwelt übernehmen. Früh lernen wir, verglichen zu werden und fahren fort damit, uns selbst mit Anderen abzugleichen.

In den letzten Monaten durfte ich noch einmal tief eintauchen in alte, gelernte Strukturen. Walter und ich erfüllten uns einen großen Lebenstraum und kauften uns ein Haus am See. Ich war der Ansicht, wir hätten das im Vornherein genügend geprüft und wären in der Lage, verantwortungsbewusst einen Kaufvertrag für unser Traumhaus zu unterzeichnen. Ich hatte mich mit meiner Hausbank ausführlich zusammengesetzt, und hielt es für absolut in Ordnung, unser Haus gemeinsam mit Walter vertraglich und notariell zu kaufen.

Vertrauensvoll wartete ich nach der Unterzeichnung unseres Vertrages auf die letztendliche, schriftliche Zusage unserer Hausbank. So gingen die Wochen ins Land, und ich übte mich in Geduld und Vertrauen, beides Qualitäten, die nicht unbedingt meine Stärke sind. Mal wieder wollte ich nicht zur Last fallen, oder zu arg nerven und die Bank ihre Arbeit tun lassen – mit dem Ergebnis, wie viele von euch wahrscheinlich schon ahnen, dass unser Kredit liegen blieb.

Als ich das feststellte, machte ich mir – ihr ahnt es vielleicht – große Vorwürfe.

Versagen Laptop

Hatte ich etwas versäumt, mich nicht genügend gekümmert, mich nicht ausreichend informiert?  Und nun schriftliche Zusagen zu einem Haus gemacht, die wir letztlich nicht halten können? Sofort war es da, das alte, ungute Gefühl, versagt zu haben. Natürlich wurden die Stimmen im Außen, die mir genau dieses bestätigten, laut. Mein innerer Kritiker sprach über mein äußeres Umfeld zu mir. Ich hätte mir sofort mehrere Bankenmeinungen einholen müssen, statt auf die Zusage der Hausbank blind zu vertrauen und viele weitere Aussagen klangen, sicherlich zu Recht, an.

Existenzängste kamen auf, meine einst so zuversichtliche Hausbank forderte zunehmend weitere Unterlagen an und zweifelte, angeblich durch ein neues europäisches Gesetz, die Zusage unseres Kredites an. Uns wurde warm und kalt, denn mittlerweile waren wir in Verzug und würden nun im allerschlimmsten Fall unser neues Haus verlieren.

Fortan wurde meine alte Angst zu meinem täglichen und vor allem auch nächtlichen Begleiter

Denn ein neuer und vor allem baldiger Kredit war so schnell nicht in Aussicht. Ich hatte versagt. Zumindest nach alten Maßstäben.

Ich durfte alte Themen fühlen, übernommene Ängste und Glaubenssätze auflösen und aufarbeiten und mir wurde zunehmend klarer, dass mich das Leben mal wieder beschenkt hatte. Auch wenn sich das in dieser Zeit absolut nicht so anfühlte!

Es war letztlich ein Geschenk, das der erste Kreditantrag nicht zustande kam. Er hätte alte Verstrickungen und Muster aufrechterhalten und das wäre sicher nicht das richtige Fundament für unser Vorhaben gewesen! Ich hatte viele Nächte, in denen ich mich mit alten und tiefen Ängsten konfrontiert sah. Mit dem Ergebnis, das ich irgendwann so tief in ihnen ankam und somit gar nichts anders tun konnte, als sie zu durchfühlen.  Ich spürte, das mir letztlich gar nichts passieren kann! Jegliches „Versagen“ war nichts anderes als eine Illusion!

Ich selbst würde all das in jedem Fall überleben – und Walter sicherlich auch! Vielleicht ohne Haus, ohne eine momentane Wohnung und mit einem Haufen unbezahlter Schulden – aber gesund und durch diese Erlebnisse das erste Mal so richtig in meinem Körper angekommen!

Grenzen setzen – Unsicherheit überwinden.

Ich konnte tief fühlen, dass mein Körper meine Heimat ist und so würde ich niemals heimatlos oder völlig verloren sein, so wie ich es zuvor nächtelang befürchtet hatte. Ich entspannte zunehmend in der Anspannung, und es taten sich neue Lösungen auf, die für uns beide jeweils wunderbare Lernschritte mit sich brachten. Wir durften beide lernen, um Hilfe zu bitten, was wir bis dahin tunlichst vermieden hatten, und wir erkannten schnell, wer uns in unserem Leben unterstützend zur Seite stand.

Wunderbarerweise wuchsen wir sehr in dieser Zeit, jeder für sich und miteinander. Wir lernten noch klarer Grenzen zu setzen und uns, durch diese Phase der Unsicherheit, immer sicherer zu werden, dass Berlin unsere neue Heimat werden darf, und wir dieses Haus wirklich bewohnen wollen – wenn das Leben es so will. Sollte es das nicht so wollen, dann würde es eben einen anderen Weg für uns geben, und so ließen wir los und gaben uns hin.

Wenn ich mein Leben heute Revue passieren lasse, stelle ich fest, das alles seinen Sinn hatte! Jedes vermeintliche Versagen hat mich zu der Person gemacht, die ich heute bin, mit all meinen Erfahrungen und erlebten Gefühlen. Ich bin mehr und mehr in mir angekommen und mir heute sicher, dass all das, was nicht so funktionierte, wie mein einst sehr starker Kopf es wollte, genau richtig und gut für mich war.

Wenn eine Türe sich nicht öffnet, ist es nicht deine Tür.

MoIch möchte euch diesen Rat heute gerne mitgeben:  Erlaubt euch, Erfahrungen zu machen, denn nichts Anderes ist es, was wir hier auf dieser Erde erleben dürfen. Rückblickend können wir oftmals eine Perle in dem sehen, was geschehen ist.

Manchmal braucht es dazu etwas Abstand. Wir haben niemals versagt, und werden es auch niemals, wenn wir die Geschenke hinter diesen Erfahrungen sehen und sie einsammeln, statt uns weiterhin zu verurteilen und zu vergleichen, so wie wir es einst gelernt haben!

Wir selbst haben es in der Hand, denn wir sind unglaublich große Schöpfer! Wir erschaffen unsere Lebenswirklichkeit auf dieser Erde maßgeblich mit!

Heute bin ich unglaublich froh darüber, dass der erste Kredit nicht klappte. Der Jetzige ist nicht nur günstiger und leichter zu finanzieren, er hat nicht nur Walter und mich näher zusammengeführt – er hat mich gelehrt um Hilfe zu bitten, alte Strukturen und Muster zurückzulassen, in mir anzukommen und mich immer mehr anzunehmen und meiner Intuition noch mehr zu vertrauen.

Ich habe alles andere als versagt und wünsche Euch von Herzen, dass ihr ähnlich auf Eure Erlebnisse in Eurem Leben schauen könnt.

Liebe Grüße von uns beiden

Eure

Christina und Walter

www.herz-kopf.com

 

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