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Die Autoimmunerkrankung: 5 Schätze, die sie uns schenkt

Immer mehr Menschen leiden an chronischen Krankheiten oder Autoimmunerkrankungen. Unsere neue Gastautorin Svenja Strohmeier stellt dir in ihrem ersten Artikel für den Compassioner fünf Signale vor, die dir dein Höheres Selbst durch diese Erkrankungen sendet. Svenja wurde das Evans-Syndrom diagnostiziert: Eine Autoimmunerkrankung, die im schlimmsten Fall zu Herzversagen führen kann. Aus mittlerweile sechs schweren Krankheits-Episoden hat unsere Autorin nun unter all ihrem Schmerz, ihrer Wut und Ohnmacht fünf sehr wertvolle Erkenntnisse gewonnen. In diesem berührenden Artikel möchte sie diese „Schätze“ mit dir teilen und dir Wege aufzeigen, mit der Erkrankung auf positive Weise umzugehen.
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Chronische Krankheiten, auch eine Autoimmunerkrankung, sind ein Geschenk an dich.
Ist das ein absurder Satz für dich?
Wenn es dich erwischt, hast du zwei Möglichkeiten: Dich ergeben oder dich auf Sinnsuche begeben. Du hast die Wahl. Wenn du Zweiteres wählst, erwartet dich am Ende Frieden und Heilung – egal auf welcher Ebene dieses dann geschieht.
Herztot zu sein hat etwas ungemein Friedliches. Die Schmerzen sind nach Tagen endlich vorüber und eine Neugierde regt sich. Was kommt nun? Das Licht, von dem Veit in seiner Meditation spricht, dieses Licht, dem ich gegenübertrete und durch das ich ganz ruhig werde: Es war dort. Und ich wollte hineingehen, voller Freude.

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Mein Körper stirbt momentan im Dreimonatstakt

Doch es kam anders. Ich wurde zurückgeholt, katapultiert in einen Körper der mit 23 Litern Wasser aufgedunsen war, mit nicht funktionierenden Nieren, einer versagten Leber und einem Herzen, das gerade wieder neu zu schlagen begann. Ich liebe diesen Körper mit seinen Rundungen, seinen kleinen Wölbungen dort, wo sie mir eigentlich nie gefielen. Den Sommersprossen und den viel zu langen Zehen. Ich habe eine innige Beziehung zu ihm aufgebaut – mittlerweile. Dafür musste ich erst sterben. Nicht einmal, sondern zweimal. Ich bin 30 Jahre alt und diagnostiziert mit einer Autoimmunerkrankung, die sich das Evans-Syndrom nennt. Die Prävalenz beträgt 1:1.000.000, das ist fast wie im Lotto gewinnen. Nur rückwärts. Das Evans-Syndrom besagt, dass mein Körper in der Lage ist, durch einen Auslöser (Magen-Darm-Virus) sein Blut aufzulösen und sich innerhalb kürzester Zeit selbst zu zerstören. Die Leber versagt also, die Nieren folgen und dann das Herz, wenn ich nicht schnell genug bin.

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Autorin Svenja Strohmeier: „Chronische Krankheit ist ein Geschenk“ 

Dies passiert immer dann, wenn ich über meine Grenzen trete und andere Tiere oder Menschen rette, anstatt auf mich selbst zu hören. Ich habe jahrelang eine der größten Tierschutzorganisationen für Straßenhunde in Rumänien gegründet und geleitet. Tausenden Hunden haben wir ein Zuhause gesucht – mit dem Preis der totalen privaten Aufopferung. Ich bin überzeugt davon, dass das Leben einem niemals mehr gibt, als man tragen kann. Ich bin ein starker Mensch, und sehr resilient – nach jeder dreiwöchigen Episode war ich innerhalb von zwei Wochen wieder im Schuldienst, mit Normalwerten.

Die Message des Lebens an uns: Denke an dich selbst!

Das Leben gibt mir immer wieder Gelegenheiten, zu erkennen wie wichtig es ist, dass ich für mich sorge. Solange ich dieses tue, bleibe ich stabil. Bis 2016 war ich ein völlig gesunder Mensch, selten krank. „Es geht schon irgendwie“ war mein Lebensmotto. Und es ging irgendwie. Dann übernahm ich mich: Ich beherbergte zwei Flüchtlinge aus Syrien und gründete gleichzeitig die Tierschutzorganisation. Danach streikte mein Körper. Ich besitze die Fähigkeit, Dinge aus dem Nichts zu erschaffen. Aber mein Körper ist auch fähig, eine Krankheit aus eben diesem zu erschaffen. Ich bin überzeugt davon, dass jede Autoimmunerkrankung uns dient. Ein Körper hat kein Interesse, sich selbst zu zerstören. Es sei denn, es dient einem tieferen Zweck. Ich begann, diesen Weg der Sinnsuche aktiv zu verfolgen.

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Ich bin mit einem schamanischen Weltbild aufgewachsen und hatte von Anfang an viele Quellen und Zugänge für Informationen. In systemischen Aufstellungen bearbeitete ich das Thema. Vor allem auch der „Fucked-Up“- Kurs von Veit führte mich immer wieder in die Perspektive zurück: Ich bin gestorben. Und ich habe eine zweite Chance bekommen. Jedes Mal kämpfte ich mich ins Leben zurück. Aus mittlerweile sechs Episoden habe ich unter dem ganzen Schmerz, der ganzen Wut und der Ohnmacht folgendes Gold ausgegraben:

Lebst du deine Bestimmung?

Dein Leben ist endlich. Bitte nimm das wahr. Frage dich: Muss das Leben mir erst schmerzhaft zeigen, dass ich meine Bestimmung und mein Potenzial noch nicht lebe? Oder darf ich es auf sanfte Weise herausfinden? Bin ich in der für mich richtigen Richtung unterwegs? Oder verschiebe ich meine Selbstverwirklichung „auf später“?

Verschwende deine Zeit nicht.

Zeit ist niemals verschwendet mit einem guten Buch, mit einem tiefen Gespräch, mit dem Beobachten der Natur um dich herum, dem Weitergeben deiner Liebe an Andere oder einer herrlichen Tasse Espresso. Lass dir von niemandem diktieren, was es bedeutet, Zeit zu verschwenden oder nicht. Finde für dich heraus, was deine Zeitqualität ausmacht. Und dann streiche radikal. Spielst du seit zehn Jahren Badminton im Verein und tust das weiterhin, eben weil es eine Gewohnheit ist? Was würde dich vielleicht viel mehr kitzeln?
Das Leben ist zu kurz für Gewohnheiten. Gönn dir das, was dich glücklich macht!

Deine Komfortzone hält dich klein.

Eine gute Frage ist: Was gibt mir dieses kleine, kribbelnde Gefühl von Ängstlichkeit? Ein Survivaltraining? Eine Fahrt mit der Achterbahn? Das Antanzen eines schönen Mannes in einem Club? Nimm all deinen Mut zusammen und tue es. Wachse über dich hinaus, du verwehrst dir sonst deine Wunder. Das sind die Erfahrungen, die dich wirklich weiterbringen, dich selbst weiter kennenlernen lassen und dir Erfahrungen bescheren, die du auf deinem Sterbebett mit deinen Lieben feiern wirst. Fang klein an und du wirst sehen, es macht süchtig und verselbstständigt sich. Du beginnst zu strahlen und dich ganz neu zu erleben! Dafür braucht es nicht erst eine Scheidung, einen Krebs oder einen Todesfall in deiner Umgebung.

Verteile dein großes Herz.

Hier geht es um kleine Akte der Nächstenliebe, Freundlichkeit und Herzlichkeit. Nutze dein Menschsein, indem du dein Herz an andere verschenkst. Keine Angst, die kleine Form ist ganz wunderbar: Verschenke drei Perlen am Tag! Ernst gemeinte, kleine, nicht überzogene Komplimente: Wie gut die Bluse deiner Arbeitskollegin steht, wie lecker das Mittagessen ist, das dein Mann gekocht hat oder ein kleiner Satz, wie lieb du deine Freundin hast. Es sind Perlen, die dich und andere glücklich machen. Achtung: Auch hier Suchtfaktor! Es verselbstständigt sich ganz schnell zu einem Engelsrondell, dem Gegenteil eines Teufelskreises. Die Freude steigt, Komplimente werden erwidert, du schaust aktiv, was dich erfreut am Tag und es wird dir selbst direkt besser gehen. Vor allem bei der Reflektion am Abend, so du Zeit und Lust dafür hast.

Sei dir selbst dankbar und erlaube dir alles.

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Alles, was dich glücklich macht, steht dir zu. Erforsche dich, kritisiere dich nicht, nimm dich an, so wie du bist. Verneine nichts an deinem Wesen, und fokussier dich nicht auf deine Wehwehchen oder Blockaden. Träume groß und manifestiere. Mit dem erfolgswerk, mit LoveRevolution, wovon auch immer du träumst – alles ist möglich und nichts ist zu groß. Strahle dein Licht in die Welt hinaus!

Wenn du die Perspektive verlierst und es dunkel wird um dich herum, sei dir sicher: Das Leben verläuft in Amplituden.

Auf und ab, auf und ab. Sei dir sicher, nach jeder Talfahrt geht es auch wieder bergauf. Dankbarkeit ist der Schlüssel zu einem erfüllten Leben, egal was auf der Leinwand deines Lebens aufgefahren wird. Und versuche, den Sinn nicht zu verlieren. Wie dient mir diese Situation gerade? Was darf ich lernen? Was für ein Gold verbirgt sich unter dem Schmerz, dem Schlamm, der Verzweiflung?

Grabe.
Grabe tief.
Bis du auf das Gold stößt.
Ich versichere dir, es lohnt sich am Ende immer.

Herzlichst, deine Svenja

 

Über Svenja:

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Ich bin Svenja, Jahrgang ´88 und im schamanischen Weltbild aufgewachsen. Schwitzhütten, Meditation, Trommelkreise und Trancereisen haben mich durch mein Leben geleitet. 2006 habe ich den ersten Reiki-Grad absolviert, 2012 den zweiten. Ich lebe für meine Berufung und die Musik mit meinen Tieren auf einem Hof in der Mitte zwischen Hannover und Bremen. Momentan befinde ich mich in der Ausbildung zum Heilpraktiker Psychotherapie und besuche regelmäßig Weiterbildungen zu den Themen Meditation, NLP, systemische Therapie, Persönlichkeitsentwicklung und -entfaltung & Coaching. Hauptberuflich bin ich Lehrerin an einer Oberschule. Im Juni 2018 traf ich Andrea und Veit bei einem Vortrag und Andrea schlug mir vor, mein Licht in die Welt zu tragen. Das möchte ich mit meinen Artikeln für den Compassioner gern tun! Ich freue mich darauf, euch den einen oder anderen Denkanstoß geben zu können und meine grenzenlose Freude am Dasein mit euch zu teilen!

Mehr zu Svenja und ihrer Arbeit erfahrt ihr auf ihrer Homepage: www.bewusstsEinswerden.de

 

 

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