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Die Botschaft deiner Krankheit

Mit ihrem neuen Artikel möchte uns Gastautorin Svenja Strohmeier zu einem Perspektivwechsel ermutigen, der uns die Botschaft einer Krankheit aufzeigen und uns so einen ganz neuen Umgang mit Erkrankungen ermöglichen kann. Sie selbst befindet sich aufgrund ihrer Autoimmunerkrankung in diesem Prozess und weiß daher sehr genau, wovon sie spricht.

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Wir alle werden krank – oft sogar mehrfach im Jahr. Egal ob wir eine Erkältung bekommen, eine richtige Virusinfektion auskurieren müssen oder uns sogar eine chronische Krankheit das Leben schwer macht: Es steckt immer eine gute Erklärung dahinter. Und mit der passenden Perspektive auf die Vorgänge in unserem Körper können wir ihn am besten unterstützen. Sodass die Auswirkungen und Symptome als weniger schwer empfunden werden können und auch eine schnelle Möglichkeit haben, integriert zu werden und uns dann wieder zu verlassen.

Was während der Krankheit passiert

Krankheiten bringen unser Leben aus dem Gleichgewicht. Nichts funktioniert so, wie sonst; der Alltag ist beschwerlich bis unmöglich zu wuppen und früher oder später ergeben wir uns in die Ohnmacht. Ein Sprichwort, das unsere Großeltern vielen von uns mitgegeben haben, besagt: „Eine Grippe dauert ohne Medikamente sieben Tage und mit Medikamenten eine Woche.“ Dahinter steckt so viel Wahres: Der Körper braucht und nutzt diese Zeit, und dagegen anzukämpfen ist sinnlos.

Er generiert Fieber, um Schädliches und Altlasten zu verbrennen. Er bekommt eine Ruhepause, in der er einmal nichts leisten muss – außer sich zu erneuern. Alte Zellen sterben ab und dürfen ersetzt werden durch neue und leistungsstarke. Wir tun unserem Körper endlich Mal nur Gutes und hören auf ihn. Tee, Suppe, Wärme – all das, was er sich zu anderen Zeiten auch wünschen würde, bekommt er in diesen Perioden. Wir dürfen uns umsorgen lassen, was unserer Psyche sehr gut tut. Und wir lernen: Wenn wir ausfallen geht die Welt nicht unter, wir müssen nicht immer alles allein schaffen. Plötzlich bietet die Nachbarin an, mit dem Hund zu gehen, die Freunde bespaßen das Kind einen Nachmittag lang, damit wir einfach nur tief und erholsam schlafen dürfen, und mit ein wenig Glück werden wir auch bekocht.

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Wenn man sich selbst nicht die dringend nötige Erholung gönnt, verschafft sie einem zur Not eine Erkrankung

 

Ein wichtiger Lernprozess für die Psyche: Der Körper braucht diese Auszeit. Und wenn wir sie ihm nicht geben, weil es „nicht drin ist“ im Alltag, dann sorgt der Körper dafür, dass es passiert – auf sehr intelligente Weise und in einer Art, die das Umfeld akzeptiert und nicht bekrittelt. Denn seien wir ehrlich: Würde man diese Zeit auf den Malediven in einem Traumurlaub verbringen und sich dort die nötige Erholung gönnen, gäbe es sicherlich Menschen, die dies nicht unterstützen und im schlimmsten Falle noch verurteilen. „Wie setzt sie denn ihre Prioritäten?“ oder „Wie kann er sich das denn leisten?“ sind Sätze, die wir fürchten. Also funktionieren wir lieber auf die gleiche Art wie unser Umfeld, um diese Ablehnung nicht zu erfahren. Dafür brauchen wir dann jedoch unseren Körper, der krank wird und uns diese Tür zur Erholung und Erneuerung öffnet.

Auch chronische Erkrankungen tragen eine Botschaft in sich

Das gleiche gilt für chronische Krankheiten oder Autoimmunerkrankungen, nur in relevanterem Ausmaß für unseren Körper und unsere Seele: Wir werden gezwungen hinzuschauen. Auf unser Leben zu schauen, unseren Lebensweg und unsere Bestimmung. Lebe ich das, was mich wirklich glücklich macht? Scheine ich mein Licht in die Welt? Oder bin ich abgekommen von meinem Weg, kenne ich ihn vielleicht gar nicht? Eine Krebserkrankung kann uns beispielsweise darauf hinweisen, dass es Zeit ist zu handeln – sonst gibt es einen Neustart. Das schamanische Weltbild geht davon aus, dass die Seele mit einer Lernaufgabe auf die Welt kommt. Falls abzusehen ist, dass der Mensch diese nicht erkennt oder sich nicht auf die Suche danach macht, gibt es eben einen Neustart.

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Warte nicht damit, der Lernaufgabe deiner Seele auf den Grund zu gehen

 

Ich möchte euch hierzu von einer Frau berichten, von Mara Dari Stix. Sie wurde 38 Jahre alt, bis sie an Krebs starb – und zwar, weil sie bereit war für das nächste Leben. Sie hatte alles erlebt, alles gefühlt, alles gesehen was sie in diesem Leben wollte. In ihrer letzten Botschaft (die du dir hier online anhören kannst) sagt sie ganz klar und voller Frieden: „Ich sterbe nicht, weil ich Krebs habe – sondern ich habe Krebs, weil meine Zeit zu Ende geht.“

Wir kommen auf die Welt, um herauszufinden, wer wir sind, und um die beste Version unserer selbst zu werden, sagt Neale Donald Walsch in „Gespräche mit Gott“. Wer es schafft, diese auf den ersten Blick so kleine Aufgabe zu erfüllen, bringt das Wichtigste zustande, was ein Mensch leisten kann. Chronische Krankheiten, die dein Leben bedrohen, zeigen dir mit einer Dringlichkeit die Notwendigkeit auf, elementare Fragen zu beantworten, denen du nicht länger ausweichen kannst:

Wofür brennt deine Seele?
Wo liegt deine Freude?
Lebst du dein Potenzial?
Strahlt dein Licht für deine Gemeinschaft?
Was möchte deine Seele lernen?

Deine Lernaufgabe in diesem Leben

Die Seele legt keine Wertigkeit in die Größe ihrer Lernfelder. Ich hatte einmal eine Klientin, welche kurz nach dem Geburtsvorgang gestorben ist. Die Schulmedizin hat sie reanimiert und als Säugling am Leben erhalten – doch ihre Seele wollte nur den Geburtsvorgang erleben und dann weiterreisen für die nächste Aufgabe. Wir ließen sie nicht – und aus dem Säugling wurde eine Frau ohne Lebensvision, ohne Freudenkompass im Leben, ohne Lebenswillen.

Oft ist es auch so, dass eine Krankheit uns dient, indem sie uns Entscheidungen abnimmt, uns hilflos macht oder uns schützt. Kranke müssen nicht leisten, Kranke werden nicht verlassen, auf Kranke wird Rücksicht genommen, Kranke müssen nicht funktionieren. Die Liste ist beliebig erweiterbar. Je nachdem, wie wichtig das Lernfeld ist, das wir aus der Krankheit ziehen sollen, ist die Erkrankung medikamentös behandelbar – oder eben nicht. Mit Medikamenten können die Symptome dann gelindert werden, oder es ist gar nicht möglich den Leidensdruck zu verringern. Dann heißt es an die Arbeit und herausfinden, was dahintersteckt. An dieser Stelle möchte ich Rüdiger Dahlkes Buch „Krankheit als Symbol“ wärmstens empfehlen, es kann gute Hinweise auf die Symbolik einer Erkrankung geben.

Gib dich nicht geschlagen, erforsche die verschlüsselte Botschaft

Wenn die Medizin machtlos scheint

Heutzutage sind in Deutschland 10 bis 15 Millionen Menschen von einer Autoimmunerkrankung betroffen. Wenn der Kampf „Ich gegen mich selbst“ beginnt, sind wir selbst und die Medizin oft machtlos. Es gibt wenig Forschungsergebnisse und zu einigen Autoimmunerkrankungen auch kaum Prävalenz. So ist beispielsweise das aHUS, das atypische hämolytisch-urämische Syndrom, mit 0,5 : 1.000.000 Menschen verbreitet. Es kann jedoch tödlich verlaufen; mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit wird es das auch innerhalb der ersten fünf Jahre. Das Evans-Syndrom hat eine Prävalenz von 1 : 1.000.000 und die Behandlungsmethoden sind experimentell – von dieser Erkrankung bin ich betroffen. Wenn wir eine solche Krankheit haben, liegt es also mehr oder weniger in unserer eigenen Hand, „etwas daraus zu machen“. Psychologische Hilfe ist rar, Heilpraktiker können das Immunsystem stärken und wir können selbst ausprobieren, was uns gut tut und was nicht. Viele Möglichkeiten bleiben da nicht.

Oft wäre der Idealfall, Betreuung bei jemandem zu suchen, der selbst durch diese Prozesse gegangen ist. Der oder die genau weiß, wie es ist, ganz unten zu sein – und einen Weg heraus gefunden hat.
Doch solche Hilfe ist rar. Betroffenen-Gruppen sind für seltene oder sehr seltene Erkrankungen kaum vorhanden und oft körperlich auch nicht machbar. Nun also vergraben, Kopf in den Sand stecken und verzweifeln? Bitte nicht! Wenn wir unsere Erkrankung als Lernfeld ansehen, wir sie als Kompass benutzen wann wir gut für uns selbst sorgen und wann wir uns vergessen und einen erneuten Schub oder eine erneute Episode bekommen, dann lenken wir unsere Schritte in die richtige Richtung.

Geh an die Substanz deiner Krankheit

Es gibt so viele Zwiebelschichten zu pellen, wenn wir an die Substanz unserer Erkrankung möchten, doch es lohnt sich immer. Es ist so oft eine Reise durch vergangene Krisen, durch unser Leben und unsere Muster, und das ist schmerzhaft – doch es gibt einen guten Grund, warum wir „gegen uns selbst“ kämpfen. Wir dürfen unsere Fronten entdecken, sie wahrnehmen und sie integrieren, damit sie sich danach lösen können. Was bleibt, ist unser Lernerfolg und unser Lebenswandel; was gehen kann sind Schmerz, Ohnmacht, Angst. Ob wir das durch systemisches Aufstellen der Krankheit angehen oder durch Meditation, Schmerzmanagement mit NLP, körperliches Heilen in und mit der Natur, Trance-Arbeit, Stärken von Verbindung, Selbstliebe und Selbstwert in uns selbst und zu anderen Menschen, ist egal. Alles, was heilt, hat recht!

Suche dir Betroffenen-Gruppen, stelle Kontakt her. Vielleicht gibt es Tipps für Ärzte in Deutschland, die sich genau mit deiner Krankheit zumindest ein wenig auskennen? Ich habe im März diesen Jahres nur durch Zufall die Uniklinik Freiburg gefunden, welche das Evans-Syndrom sogar auf ihrer Webseite ausschrieb. Mein Arzt kam leider nicht auf die Idee, mal zu googlen. Selbsthilfe ist in diesem Fall ganz, ganz wichtig. Und verliere nie die Hoffnung: Du bist nicht allein.

Möchtest du deine chronisch gewordene Erkrankung in einem Kreis Betroffener zusammen mit mir durch obige Methoden angehen und dich auf den Weg der emotionalen, psychischen und körperlichen Heilung bringen? Dann bist du herzlich Willkommen im zweimonatigen Online-Kurs „Das Geschenk der Autoimmunerkrankung“. Er richtet sich natürlich auch an chronisch erkrankte Menschen. Wir starten im November 2019 mit maximal 15 Teilnehmern!

Ich wünsche dir Heilung auf allen Ebenen! Hoffnung besteht immer.

Deine Svenja

 

Über Svenja:

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Ich bin Svenja, Jahrgang ’88 und im schamanischen Weltbild aufgewachsen. Schwitzhütten, Meditation, Trommelkreise und Trancereisen haben mich durch mein Leben geleitet. 2006 habe ich den ersten Reiki-Grad absolviert, 2012 den zweiten. Ich lebe für meine Berufung und die Musik, meinen Lebensmittelpunkt habe ich mit meinen Tieren auf einem Hof in der Mitte zwischen Hannover und Bremen. Momentan befinde ich mich in der Ausbildung zum Heilpraktiker Psychotherapie und besuche regelmäßig Weiterbildungen zu den Themen Meditation, NLP, systemische Therapie, Persönlichkeitsentwicklung und -entfaltung & Coaching. Hauptberuflich bin ich Lehrerin an einer Oberschule. Im Juni 2018 traf ich Andrea und Veit Lindau bei einem Vortrag und Andrea schlug mir vor, mein Licht in die Welt zu tragen. Das möchte ich mit meinen Artikeln für den Compassioner gern tun! Ich freue mich darauf, euch den einen oder anderen Denkanstoß geben zu können und meine grenzenlose Freude am Dasein mit euch zu teilen!

Mehr zu Svenja und ihrer Arbeit erfahrt ihr auf ihrer Homepage: www.bewusstsEinswerden.de

 

In Svenjas erstem Gastartikel erfahrt ihr noch mehr über ihre eigenen Erfahrungen mit ihrer Autoimmunkrankheit und was sie durch sie gelernt hat:

Die Autoimmunerkrankung: 5 Schätze, die sie uns schenkt

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