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Die Entdeckung des Glücks: Die Kraft eines „Danke“ am Arbeitsplatz

Dein Leben fängt nicht erst nach der Arbeit an, auch am Arbeitsplatz kannst du das Glück finden.

Bist du glücklich mit deinem Job?“ Auf diese einfache Frage eine klare Antwort zu geben, fällt den meisten Menschen schwer. Gerade wenn es um den Beruf geht, schwanken wir oft zwischen Freude und Disziplin, Ehrgeiz und Überforderung. Doch glücklich sein kann man lernen – es hat uns nur noch niemand gezeigt, wie. Isabell Prophet analysiert und erklärt fundiert und unterhaltsam, welche Weichen wir stellen müssen, um glücklich in unserem Tun zu werden.

Die Kraft eines „Danke“ am Arbeitsplatz

„Nie bedankt sich jemand bei mir für meinen Einsatz“, diese Klage ist schnell ausgesprochen. Es tut weh, den verdienten Dank nicht zu bekommen. Doch selbst Dank auszusprechen ist genau so wertvoll. Für den Anderen – und für uns selbst.

Das können wir mit einem kleinen Selbstexperiment sofort überprüfen: Wie fühlt es sich an, daran zu denken, was die eigenen Eltern geleistet haben? Sich an das Engagement einer bestimmten Lehrerin zu erinnern? An die Freunde, die in schweren Zeiten da waren? Ziemlich gut, oder?

Den Kollegen und Mitarbeitern mal zu danken fühlt sich genauso gut an. Es tut sogar richtig gut. Uns selbst, ihnen – und sogar der Arbeit.

In meinem Buch „Die Entdeckung des Glücks“ erzähle ich, was Wissenschaftler verschiedener Disziplinen über das Glück herausgefunden haben. Darunter sind Neurologen, Verhaltenswissenschaftler, Psychologen,  Soziologen, Wirtschaftswissenschaftler und Management-Experten. Eine ganze Bandbreite von Fachleuten. Und alle wollen wissen, was uns wirklich glücklich macht. Und wie wir uns nicht nur selbst glücklich machen können, sondern auch unsere Mitmenschen

arbeitsplatz-dankbarkeitBei der Recherche habe ich gelernt, wie gut es tut, einfach mal Danke zu sagen. Vielleicht, weil mir jemand geholfen hat, als ich in Not war. Vielleicht aber auch nur, weil mir jemand gesagt hat, dass er an mich denkt. Oder mir die Tür aufgehalten hat. Auch das tut schon gut.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich finde absolut nicht, dass irgendjemand für irgendeinen Job dankbar sein müsste. Und doch habe ich den Wert dieses kleinen Wortes sehr zu schätzen gelernt: In der besten Firma, in der ich je gearbeitet habe, bedankten sich die Chefs bei den Angestellten, wenn ein Mitarbeiter am Abend das Büro verließ. Zurecht, finde ich. Gemeckert wurde da natürlich auch, aber die Kollegen hatten stärkere Abwehrkräfte gegen diesen Virus der schlechten Stimmung. Ein wohlwollendes „Danke“ ist doch mal etwas ganz anderes, als das Gepokere, wer am Abend als erstes geht und wer noch am längsten „performt“.


Wer dankt, der ruft sich ins Bewusstsein, wie er in seinem Umfeld sozial eingebunden ist. Dazu kommt: Wer dankt, wird selbst aktiv.
Wer jemanden bewusst kontaktiert um sich zu bedanken, der stärkt auch die soziale Bindung.  Wir Menschen sind nunmal soziale Wesen – ein Dank stärkt unsere Beziehungen..

Am Arbeitsplatz lässt sich so etwas einfach in den Alltag integrieren:

  • Einfach am Abend noch einmal zum netten Kollegen gehen und Danke sagen. Er wird überrascht sein – und froh.
  • Der fairen Chefin einfach mal ein Danke sagen. Das muss nicht anbiedernd rüberkommen, ein ehrlicher Moment reicht. Auch Chefs vermissen mal ein Danke. Und auch sie gehen dann mit einem guten Gefühl nach Hause.
  • Oder der Lieblingskollegin einfach mal ihr Lieblingseis mitbringen und Danke sagen – im Zweifel „Danke, dass du bist, wie du bist“.

Aber wer dankt, der erinnert sich auch. Viele gute Momente aus der Vergangenheit können uns Kraft für die Gegenwart geben. Die Erinnerung schenkt uns auch Vertrauen am Arbeitsplatz: Mir hat damals jemand geholfen, als ich Hilfe brauchte. Mir wird wieder jemand helfen, wenn es nötig wird. So fühlt sich das Leben, die eigene Biographie, plötzlich viel wärmer und behüteter an.

Und glücklicherweise funktioniert das auch andersherum: Wer dankt, der fühlt sich motiviert, auch anderen Gutes zu tun. Wir erkennen dadurch an, was kleine Gesten bedeuten.arbeitsplatz-journal
Anderen für ihre Hilfe zu danken, dient deshalb dem eigenen Wohlbefinden – und dem des Helfers. Ein „Danke“ ist ein Akt der Wahrnehmung, der Anerkennung der Leistung des Anderen.

Für das gute Gefühl können wir uns auch zuhause hinsetzen, und die Erinnerungen bewahren: Wissenschaftler haben auch getestet, wie sich „Gratitude Journals“ auswirken, Tagebücher über Dankbarkeit. Sie fanden heraus: Wer einmal in der Woche notiert, wofür er dankbar ist, der fühlt sich glücklicher.

Das funktioniert so gut, weil uns die Dankbarkeit daran erinnert, wie gut wir es im Leben haben – und welchen Anteil andere Menschen an unserem Glück haben.

Übrigens war der Effekt alles andere als kurzfristig: Noch Monate später profitierten die Probanden von der kleinen Schreibübung. Und weil sie so gut funktionierte, haben viele sie auch für sich beibehalten.

Wer Dankbarkeit für seine Kollegen empfindet – auch mal für die ungeliebten! – der versüßt sich damit sein eigenes Arbeitsleben. Diese Übung dient uns selbst, den anderen, und der ganzen Firma. Und: Dankbarkeit ist ein Virus – hochansteckend!

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren.

Herzliche Grüße,

Isabell Prophet

Mein neues Buch zur „Endeckung des Glücks“ ist jetzt gerade erschienen! Das Leben fängt nicht erst nach der Arbeit an. Das sollte unser neues Lebensmotto sein.

 

glueck-am-arbeitsplatzIsabell Prophet ist Autorin und lebt in Berlin. “Die Entdeckung des Glücks” ist ihr erstes Buch.

 

 

 

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