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Die Kraft der Gebete

Gebete an Gott und das Universum – Wie dich Herzensgebete mit der Schöpfung verbinden.

Was treibt uns Menschen seit je her an, zu beten? Es kommt in unserem Leben immer wieder zu Situationen, die uns überfordern und in denen wir uns keinen Rat mehr wissen. Dann suchen wir Zuflucht im Gebet, um darin einen Rückhalt zu finden. Manfred Mohr führt das Erbe der berühmten Bestsellerautorin Bärbel Mohr weiter, die mit ihren Büchern “Bestellungen ans Universum” weltweit bekannt wurde.

Ein Gastartikel von Manfred Mohr

Beim Beten verbinden wir uns im Herzen mit etwas Höheren, das über uns steht und weit weg von uns zu sein scheint. Dieses Höhere kann ich Gott, Schöpfung oder Universum nennen. Durch unser Gebet verbinden wir uns innerlich mit dieser höheren Ebene und entdecken dabei vielleicht: Dieses Höhere steht nicht außerhalb von uns, sondern wir können es in uns spüren und erleben. Wir holen diese himmlische Energie beim Gebet auf die Erde. Und damit machen wir sie ein Stück weit auch zu einem Teil von uns selbst.

Im Gebet laden wir hilfreiche himmlische Energien zu uns ein

Mutter Teresa, die im Herbst 2016 heiliggesprochen wurde, war der Meinung, dass wir alle viel mehr beten sollten. Für sie haben praktisch alle Probleme in der Welt ganz einfach damit zu tun, dass wir das Gebet schlichtweg verlernt haben. Wer nach Gott sucht und den Sinn des Lebens finden möchte, aber nicht weiß, wo er damit beginnen soll, dem empfahl sie, es einfach einmal mit dem Beten zu versuchen.

Beim hingebungsvollen Beten werde ich im Herzen tief berührt. Denn das ist es, worum es beim Beten eigentlich geht: In meinem Innersten angesprochen zu werden. Gott einzuladen in mein Herz. Um dabei immer ein Stückchen mehr zu spüren, dass diese höhere Macht tatsächlich in mir anwesend sein kann. Das ist auch der eigentliche Hintergrund des Glaubens: Man kann sich lang und breit über Gottesbegriffe und die Auslegung religiöser Texte herumstreiten. Wer aber einmal die Erfahrung gemacht hat, Gott wirklich in sich und um sich zu erleben, der braucht keine langen Debatten mehr.

Dieser Mensch weiß: Beim Beten ist etwas da. Und dieser Mensch glaubt dann auch wirklich, dass Beten diesen tieferen Sinn besitzt: die Erfahrung Gottes zu machen. Das hebräische Wort für Gott, „Jahwe“, bedeutet darum auch naheliegend ganz einfach: „Ich bin da.“

Auch wenn die „Bestellungen beim Universum“ etwas leger und flapsig daher kommen, in ihrem Kern haben sie große Ähnlichkeit mit dem Beten. In jedem Fall treten wir auch hier in Kontakt zu etwas Höheren, das größer ist als wir selbst. Beten und Bestellen sind darum so etwas wie Geschwister. Sie entstammen derselben Familie, auch wenn sie unterschiedliche Formen der Verbindung zum Universum anbieten.

In ihrem Kern sind Gebete und Bestellen nahe verwandt

Am deutlichsten wird dies vielleicht, wenn wir entdecken, dass Bestellungen am besten gelingen, wenn wir sie in einem Gefühl von Liebe und Dankbarkeit aufgeben. Denn erst durch die Liebe im Herzen kann es mir gelingen, die scheinbare Kluft zu überwinden, die mich vom Universum trennt. Für mich erklärt sich dies einfach damit, dass erst, wenn ich die Liebe in mir entdecke, mir auch der wichtigste Teil in mir selbst zur Verfügung steht. Denn die Liebe in mir ist mein Anknüpfungspunkt zur Schöpfung.

Solange ich von diesem wesentlichsten Aspekt meiner selbst getrennt bleibe, schließe ich mich gewissermaßen selbst aus meinem Universum aus. Wie so oft, gilt auch hier der Grundsatz „Wie innen, so außen“. Erst die Entdeckung der Liebe in mir eröffnet mir im Anschluss auch die Liebe im Universum und um mich herum. Um zu entdecken, dass alles Liebe ist, braucht es zuerst die Liebe zu mir selbst.

Damit schließt die Liebe einen Kreis, der bei den Bestellungen beim Universum begonnen hat, und der mich jetzt, mit Gebete ans Universum, zum Beten geführt hat. Schon in den ersten beiden Büchern dieser neuen Reihe, Bestellung nicht angekommen und Danke für die Lieferung,  habe ich auf die ursprüngliche Ähnlichkeit von Bestellen und Beten hingewiesen. Hier möchte ich beides nun zusammenführen. Was wiederum eine schöne Qualität der Liebe ist: Sie möchte verschmelzen, was scheinbar voneinander getrennt ist.

Was bei den Bestellungen beim Universum noch etwas im Versteckten blieb, wird erst beim Beten wirklich deutlich: Beten ist im Grunde Lieben. Thérèse von Lisieux sagte es ganz ähnlich:

„Beten heißt nicht viel reden, sondern viel lieben.“ 

Wenn eine Bestellung am besten erfüllt wird, wenn wir ganz in Liebe gestimmt sind, dann möchte uns das Universum auf diese Weise doch offenbar und unzweifelhaft zeigen, worum es im Leben grundsätzlich geht: um Liebe. Wenn wir aus einer liebevollen Grundhaltung heraus wünschen, wird das, was wir wünschen, zum Wunsch des Universums. Die Liebe überwindet auch diese Trennung.

Darum gilt: Was auch immer wir in unserem Leben gemacht haben und noch machen werden, es geht doch letztlich nur darum, mit wie viel Liebe wir es tun. Um noch einmal Mutter Teresa zu zitieren: sie hat unermüdlich immer wieder auf die große Bedeutung der Liebe hingewiesen. Sie der Meinung, dass wir nicht alle dazu in der Lage sind, große Dinge in dieser Welt zu vollbringen. Aber wir alle können kleine Dinge tun, und das mit ganz viel Liebe.

Beten ist darum so eminent wichtig. Denn beim Gebet treten wir in eine direkte Verbindung zu Gott. Und damit wird es uns ermöglicht, auch Kontakt zur Liebe zu bekommen. Von dem Benediktinermönch Johannes von Kastl, der im 15. Jahrhundert lebte, ist die Aussage überliefert:

„Liebe ist der Weg Gottes zu den Menschen und der Weg der Menschen zu Gott.“ 

So, wie uns die Liebe zu einem geliebten Partner leiten kann, so möchte sie uns noch weiter führen, zu einer grundlegenden Akzeptanz dem Leben gegenüber. Liebe kann unsere Verbindung zum Universum immer weiter intensivieren, bis schließlich auch Gott zum Thema wird. Wer den Weg der Liebe geht, wird an dessen Ende auch in eine Beziehung zu seinem Gott treten. Beten ist der Weg, den wir Menschen seit jeher zu diesem Zweck beschritten haben.

Und wir werden dies sicherlich auch weiterhin tun. Wenn der Weg das Ziel ist, dann führt er uns alle, als Menschheit, hoffentlich schon bald dorthin, wohin er uns ganz offensichtlich führen möchte: hin zur Liebe.

In Gebete ans Universum berichte ich darüber, wie ich zum Beten gefunden habe und wie ich heute bete. Ich stelle dabei meine Lieblingstexte vor, die ich meine „Herzgebete“ nenne, und betrachte auch das Hauptgebet des Christentums, das Vaterunser, aus einer neuen Perspektive. Darüber hinaus stelle ich eigene Gebete und Gedichte vor, die in den unterschiedlichsten Lebenslagen Trost und Hilfe schenken können. Und ich wünsche mir und bete darum, jedem Leser Mut machen zu können, für sich selbst das Beten neu zu entdecken.

Denn Gott ist vom Wortstamm her das sinnbildliche „Gute“. Im Englischen wird diese Bedeutung noch deutlicher durch die Ähnlichkeit von „god“ und „good“. Beim Beten laden wir dieses Gute zu uns ein, damit es uns helfen und unterstützen kann.

Viel Freude wünscht dir

Manfred Mohr

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Vita: Manfred Mohr ist promovierter Chemiker und arbeitete lange Zeit in beratender Tätigkeit für Wirtschaftsunternehmen. Heute ist er als Autor und Seminarleiter tätig. „Das Wunder der Selbstliebe“ erschien im Jahr 2011 und machte ihn auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Sein Werk umfasst 16 Bücher sowie zahlreiche Kalender und Hörbücher und dreht sich um die Themen Wunscherfüllung, Vergebung und Herzöffnung. Inzwischen wurden weit über 300.000 Bücher von ihm verkauft. Manfred Mohr war mit der im Oktober 2010 verstorbenen Bestsellerautorin Bärbel Mohr verheiratet und lebt mit ihren gemeinsamen Zwillingen in der Nähe von München. Er führt ihr geistiges Erbe weiter. Mit den besten Wünschen

 

 

Gebete ans Universum- Wie wir Hilfe für die wirklich wichtigen Dinge im Leben erhalten“.

Engel des Vergessens

Mein tiefster Kern erinnert sich

wie es als Seele war

in Einheit gab es noch kein Ich

nur Liebe immerdar.

Dann trennte sich mein Ich heraus

die Einheit ging verlor’n

voll Sehnsucht nach dem Elternhaus

wurd’ ich als Kind gebor’n.

So fing schon früh die Suche an

nach dem verlor’nen Glück

mit jedem Schritt, den ich getan

wollt’ ich dorthin zurück.

Im Innern trag‘ ich den Verlust

als mangelvollen Trug

was immer du für mich auch tust

es ist mir nie genug.

So such‘ ich stets den Stopfen noch

im Sammeln auch von Geld

für dieses innerliche Loch

das mich in Armut hält.

Auch fühl’ ich mich als kleiner Wicht

der andre hat stets mehr

es steht mein reines wahres Licht

unter dem Scheffel sehr.

Doch eines mir die Heilung bringt:

was ich als Seele bin

wenn dieser Zugang mir gelingt

ist’s ganzer Neubeginn.

Dann seh’ ich mich an jedem Ort

wie mich die Seele kennt

war immer hier, war niemals fort

und auch noch nie getrennt.

Dann schmilzt mein Ich zurück ins Meer

vom ewiglichen Sein

und es gibt kein Vergessen mehr:

ich war noch nie allein.

( Manfred Mohr)

Wann betest du und zu wem? Wir freuen uns über deinen Kommentar!

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