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Die kritische Masse – Wie lange dauert es denn bitte noch bis Utopia?

Sieben Dinge, die du tun (und lassen) kannst, um den Shift hin zu Utopia zu befördern.

Je tiefer du in die Szenerie eintauchst, die sich für eine bessere, gerechtere, ressourcenachtsamere, vielfältigere und respektvollere Welt einsetzt, bemerkst du, wie viele unglaubliche inspirierende Projekte und Aktionen bereits am Start sind. Viel, viel mehr als du bereits geahnt hast. Vor kurzem habe ich hier in meiner Serie beispielsweise über Städte im Wandel berichtet. Hier könnte ich dir hunderte Beispiele nennen. Auch der amerikanische Umwelt-Aktivist Paul Hawken macht mit seinem Buch “Wir sind der Wandel. Warum die Rettung der Welt bereits voll im Gang ist und niemand es merkt.” und diesem Film dazu Mut – und das bereits vor zehn Jahren!

So kann leicht der Eindruck entstehen, dass die kritische Masse eigentlich langsam erreicht sein könnte, dass es quasi nur noch einen Fingerschnipp braucht, bis wir die Utopie wirklich gemacht haben.

Doch ich muss dir leider sagen, der Schein trügt.

Als Aktivist*in befindest du dich in einer Art Bubble-Blase, in einem geschützten Raum. Du bist von Menschen umgeben, die ähnlich ticken. Dass viel mehr Menschen vielleicht noch ganz anders unterwegs sind, hast du dann nicht mehr unbedingt auf dem Schirm. Das ist mir gerade am vergangenen  Mittwoch wieder bewusst geworden.

One Billion Rising – und viele verstehen es nicht

Da war nämlich nicht nur  Valentinstag, sondern auch V-Day. Der Tag, an dem seit 2012 das One Billion Rising-Event stattfindet – mittlerweile in über 200 Ländern auf der ganzen Welt. Millionen von Menschen stehen auf und tanzen, machen aufmerksam auf Gewalt und Unrecht, das Frauen widerfährt. In Deutschland sind über 170 Städte mit dabei sowie darüber hinaus 150 schulische Einrichtungen. Darüber habe ich vor kurzem stolz in einer „Guten Nachricht des Tages“ berichtet.

Auch in Hannover fand ein V-Day statt. Da ich selbst nicht teilnehmen konnte, habe ich bei unserer Lokalzeitung HAZ einen Livestream verfolgt, den sie auf ihrer Facebookseite geschaltet hatten. Ich war entsetzt über die abfälligen Kommentare vieler Frauen (!!) zu diesem Stream: „Ich habe keinen Alkohol im Blut, das kann ich mir nicht anschauen.“ „Was Leute aus Langeweile so tagsüber machen.“,  „Da sollte man noch einen Glühweinstand aufbauen.“ oder „Hauptsache, die Omis haben ihren Spaß“ waren da noch die harmlosesten Sprüche. Und das bei einer Veranstaltung für die Rechte von Frauen. Die Kommentator*innen machten also die Menschen, die für sie auf der Straßen tanzten, schlecht. Immerhin wird noch jede dritte Frau auf diesem Planeten aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert – auch in Deutschland ist das noch ein großes Thema, wie wir wissen.

Wanted: Begeisternde Vorbilder

Dies hat mir gezeigt: Ja, wir haben wirklich noch gut zu tun, wenn wir das Weltwunder Weltrettung , ein Utopia möglich machen wollen. Denn dafür brauchen wir Millionen begeisterter Menschen. Viele dürfen noch aus ihrer Trance erwachen, den Glauben entwickeln lassen, dass es sich lohnt, für seine Träume wirklich zu gehen. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch populäre, ja: supergeile (!), Bock machende Vorbilder, die Lust machen, aufzuwachen. Durch Aktionen von authentischen Menschen, die inspirieren, die nahe sind, die dich an die Hand nehmen.

Sieben Dinge, die du tun und lassen kannst, um den Shift hin zu Utopia zu befördern

Von wegen Fingerschnipp: Wir haben also noch gut zu tun, brauchen Beharrlichkeit und ganz viel Geduld. Daher habe ich ein paar Tipps für dich zusammen gestellt, wie wir gemeinsam am Weltwunder-Ziel dranbleiben, und es auch wirklich erreichen können:

  1. Verbreite gute, konstruktive Nachricht, so oft du kannst
    utopia-NewsSelbst, wenn du denkst, dass es sich doch so langsam herumgesprochen haben müsste, dass es schon so viele wundervolle Alternativen gibt. Es ist noch lange nicht bei allen angekommen. Deswegen werde nicht müde, immer wieder darüber zu berichten, Artikel mit konstruktiven Nachrichten zu teilen, am Stammtisch, unter Kolleg*innen, beim Familienfest. Sei gut vorbereitet, habe am besten ein Repertoire an guten Beispielen parat – bitte geh dabei aber achtsam vor. Werde nicht zum Moral-Apostel, verzichte auf erhobenen Zeigefinger. Entwickele ein Gespür dafür, wann es angebracht ist, diese Geschichten zu teilen. Zu missionarisch daher zu kommen, kann sogar kontraproduktiv sein.
  2. Sei selbst ein gutes Vorbild – und steh zu allem, was du selbst noch auf der Kette hast.
    Besser als zu reden, ist es mit gutem Beispiel voran zu gehen. Entwickele selbst einen nachhaltigen Lebensstil, verzichte auf Flugreisen, beziehe dein Gemüse beim Bauern um die Ecke und überzeuge beim nächsten Mitbringbuffet mit köstlichen, saisonalen veganen oder vegetarischen Leckereien. Erstens tust du dir selbst damit einen Gefallen und zweitens zeigst du deinen Mitmenschen, dass es auch ganz anders geht. Außerdem halte nicht hintern Berg mit den Dingen, die du noch nicht auf der Reihe hast, bspw. wenn dein Auto nach wie vor der das erste Fortbewegungsmittel deiner Wahl ist, du das Thema Ernährung noch nicht voll im Griff hast. Das kann sympathisch sein und sogar Leute mit ins Boot holen, die vorher „dicht gemacht haben“.
  3. Mach dich nicht verrückt – und sorge gut für dich
    utopia-EntspannungAuch wenn du weißt, dass noch enorm viel zu tun ist: Mache langsam und koche nicht an zu vielen Weltrettungs-Menüs mit. In diese Fall bin ich hineingetappt: Ich habe gesehen, was was alles noch brach liegt, habe Lücken gefüllt (bspw. über meine Kräfte ehrenamtlich gewirkt) – und mich und viele andere Dinge dabei vernachlässigt. Fast wäre ich in ein Burnout geschliddert – eigentlich müsste es in dem Fall “Burnover” heißen, dann ich bin schlicht “übergebrannt”, weil ich meinen normalen Job plus Ehrenamt auf der Reihe haben wollte. Mach du nicht auch den Fehler!
  4. Bleibe geduldig & glaub daran
    Ruhig und entspannt zu bleiben, heißt nicht, gar nichts zu tun. Bitte bleibe beharrlich an deiner Vision. Bleibe entspannt, genieße dein Leben und schau in Ruhe, wo sich für dich Zeitfenster und Möglichkeiten auftun, um dich zu engagieren. Tue lieber ein bisschen weniger und kontinuierlich, als dich in einem „Burnover“ (siehe voriger Punkt) auszubrennen.
  5. Verbinde dich mit Gleichgesinnten, bestärkt euch, unterstütze sie, wo du nur kannst
    Dabei ist es ungemein wichtig, dass du Gleichgesinnte findest und mit ihn im Austausch bleibst. Unterstützt euch, glaubt an euch. Dieser Schulterschluss ist immens wichtig, gerade, wenn dir immer mal wieder Gegenwind entgegen weht.
  6. Mach benachbarte Organisationen nicht klein, fange keine Konkurrenz an
    Vor allen Dingen ist es ein No-Go, dass du andere Organisationen, die in einer ähnlichen Richtung unterwegs sind, anfängst zu bekritteln. Ja, manches mag nicht perfekt sein, dafür ist es echt. Vergiss nie, dass hier oft Menschen am Werk sind, die sich ehrenamtlich und aus Leidenschaft engagieren. Sei dankbar für jede Winzigkeit, die du in Richtung einer besseren Welt wahrnimmst, sei dankbar für jeden Menschen, der sich einsetzt. Wer weiß, vielleicht macht gerade er oder sie das Quantum, dass das Fass zum Überlaufen bringt?
  7. Verliere niemals den Spaß, werde kreativ und sei verrückt
    utopia-VerrücktWie war das nochmal? Wir brauchen richtig viele Menschen, um das Weltwunder Weltrettung in die Tat um zu setzen. Diese Menschen wollen Feuer fangen. Wenn sie merken, dass das Bock und ihnen Lebensfreude schenkt, dann werden sie mitziehen.
    Also: trau dich!

Dazu mag ich zum Abschluss des Artikels ein lustmachendes, inspirierendes Beispiel mit dir teilen: Den vertonten Text “My Revolution lives in this Body”, der von Eve Ensler, der Initiatorin des One Billion Rising Events stammt:

 

Ich danke auch DIR für alles, was du bereits in dieser Richtung machst, tust und lässt.

Danke, dass du auch meine Artikel liest!

Engagierte Grüße

Steffi aka Stephanie Ristig-Bresser.

Alle Artikel von Stephanie Ristig-Bresser findest du hier.

 

 


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