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Die weiblichen Archetypen: Die Liebende

Welcher der zahlreichen weiblichen Archetypen bist du, liebe Frau? Wie du mit dir selbst Frieden schließt und deine Potenziale entfaltest, indem du deine weiblichen Archetypen integrierst.

Ein Gastartikel der Buchautorin Sabine Groth, Lehrerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie.

Die Liebende

Die Liebende ist ein Wesen, das jeder Frau innewohnt. Denn die Liebende in uns ist in ständigem Kontakt zum Urgrund allen Seins und damit auch zum Urgrund aller Gefühle: der Liebe. Denn so wie die Farbe Weiß die Farbe ist, in der sich alle anderen Farben auflösen, so ist die Liebe das Gefühl, in dem sich alle anderen Gefühle auflösen.

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Der Zorn einer Frau löst sich in der Liebe zu ihrem Kind ebenso auf, wie sich die Angst vor Verletzung in der Liebe zu ihrem Geliebten auflöst.

Die Stärken der Liebenden sind ihr Mitgefühl und ihr großes Einfühlungsvermögen, ebenso wie ihre feurige Leidenschaft und Sinnlichkeit.

Sie ist zu großer Hingabe und wahrer, bedingungsloser Liebe fähig. Für die Liebende ist die Liebe die größte Motivationskraft für ihr Handeln. Für sie gibt sie alle Kraft und aus ihr schöpft sie all ihre Kraft.

Die Hauptaufgabe der Liebenden ist das Fühlen, sich dem Fluss der Empfindungen in jedem Moment hinzugeben ohne darin zu ertrinken. Wenn sie es zur Meisterschaft bringen will, nimmt sie all die Regungen, die in ihren Innenräumen auftauchen, bewusst wahr, durchschreitet mutig Raum um Raum und erforscht ihre Hintergründe.

Mit diesem Wissen kehrt sie zurück in die Außenwelt und setzt es zu ihrem Wohle und dem Wohle der anderen ein

Die Liebende weiß, dass die Liebe und insbesondere das Verlieben eine Sache der Empfindung sind, nicht des Wollens. Über die Liebe hat die Vernunft keine Macht, denn Liebe kann von der moralisch gesetzgebenden Vernunft nicht verordnet oder abgestellt werden. Die Liebe bringt einen Zauber ins Leben, den wir nicht rational oder logisch ableiten können. Wir erleben die Liebe entweder oder wir erleben sie nicht. Letztlich bleibt sie immer ein Rätsel, ein Geheimnis, das sich dem Verstand entzieht.

Die Liebende in uns weiß um die Zyklen in einer tiefen Liebesbeziehung. In ihrer entfalteten, lebendigen Form ist Liebe immer eine Serie von Toden und Wiedergeburten. Leidenschaft entsteht, stirbt und entsteht wieder neu.

Schmerz wird zugefügt, ebbt ab und taucht wieder auf. Wer zu lieben wagt, tanzt gleichzeitig mit dem Tod und mit der Wiedergeburt und lernt im Laufe der Zeit all ihre Schritte. Vorwärts, seitwärts, rückwärts; Begierde, Langeweile, Verschlossenheit, Nähe, Leidenschaft, Verdrossenheit, Streit, Versöhnung – alles in ständigem Wechsel, in mehr oder weniger dicht gedrängten Zyklen.

Wenn die Selbstliebe einer Frau aber zu schwach ist, kommt sie mit den Schattenaspekten der Liebenden in Berührung.

die-liebende-2Die dunkle, unerlöste Seite der Liebenden ist ihre Neigung zu Abhängigkeit, Sucht, Illusion, Unterwürfigkeit und Naivität. Daher ist es nur gesund, wenn eine Frau sich immer wieder die Frage stellt: Wo ist die Grenze der grenzenlosen Liebe? Wo ist meine Grenze?

Im Namen der Liebe sind Frauen schon bei Männern geblieben, die sie quälten und misshandelten.

Wenn ihr sie fragt, warum sie dies tun, antworten sie: »Weil ich ihn liebe.« Im Namen der Liebe sehen Frauen über Dinge hinweg, bei denen sie besser genau hinschauen sollten. Die Schattenaspekte der Liebenden können eine Frau dazu verleiten, die Liebe zu einem anderen Menschen über die Liebe zu sich selbst zu stellen. Frauen, die auf diese Art »zu sehr lieben«, leiden darunter, dass sie immer wieder in Situationen geraten, in denen sie zur Märtyrerin und zum Opfer werden.

Gefühle – jeder hat sie, doch wer kennt sich schon wirklich damit aus?

Die Erforschung unserer Gefühle ist eines der größten Abenteuer im Leben. Was gibt es Aufregenderes als Angst, was Gefährlicheres als Wut? Durch nichts entwickeln wir so viel Mitgefühl wie durch Trauer und nichts ist erfüllender als tief empfundene Freude.

Durch die Erforschung unserer Gefühlswelt entdecken wir so vieles, wonach wir jahrelang gesucht haben: Für eine Frau mag es die Kreativität, die Lebensfreude oder die Möglichkeit sein, sich wirklich lebendig zu fühlen. Für eine andere ist es die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, Grenzen zu setzen oder sich auf das Ungewisse einzulassen.

Bei wieder einer anderen öffnet sich das Herz und sie entwickelt sich zu einer mitfühlenden, warmherzigen Frau, die in ihrer Verletzlichkeit wahre Stärke ausstrahlt.

die-liebende-gefuehleWas die Gefühle anbetrifft, haben wir Frauen Glück! Der Zugang zu unserem Herzen und damit zu unseren Gefühlen wurde uns längst nicht so versperrt, wie es über die Jahrhunderte bei Männern der Fall war.

Während Männer – zumindest bis in die letzte Generation hinein – dazu gedrängt wurden, weder Angst noch Trauer zu zeigen und die Gefühlsäußerungen auf den Fußballplatz zu beschränken, wurde das Fühlen der Frauen in fast allen Kulturen unterstützt und kultiviert.

Das ist ein bislang weit unterschätztes Geschenk, das unsere Vorfahren uns mit auf den Weg gegeben haben, denn wenn wir wieder wirklich lebendig sein wollen, dann brauchen wir unsere Gefühle.

Nur wenn wir bei unseren wahren Gefühlen ankommen, finden wir zu unserer Mitte und zu unserer ureigenen weiblichen Kraft

Zurzeit werden immer mehr Stimmen laut, die verkünden, dass die Welt genau die Herzensqualitäten braucht, mit der die Frauen im größeren Maß ausgestattet sind. Und dass daher beim nächsten Entwicklungsschritt für den Frieden und die Heilung der Welt die Frauen die Anführer sein sollten.

Aber nicht, indem Frauen sich zum Ziel machen, nun Vorstandsvorsitzende des Universums zu werden und einfach nur die Machtpositionen der Männer übernehmen. Sondern indem wir wieder zurück zu uns selbst finden, wieder ernst nehmen, was unser Herz, unser Körper und unsere Gefühle uns sagen und ihre Botschaften mit fester, klarer Stimme der Welt verkünden.

Letztendlich auch dadurch, dass wir die Männer dabei unterstützen, zu ihren Gefühlen zurückzufinden.

Im Folgenden möchte ich dich dazu einladen, die Welt deiner Gefühle zu erkundenund mit den schmerzhaften Gefühlen Freundschaft zu schließen. Du musst dafür nicht tief in die unangenehmen Gefühle eintauchen.

Im Gegenteil: Vielmehr lade ich dich dazu ein, Verletzungen aus einer Vogelperspektive voller Stolz zu betrachten und dir in Erinnerung zu rufen: All das habe ich schon erlebt und überlebt. Immer wieder bin ich nach dem Fall aufgestanden und stehe heute erhobenen Hauptes hier.

Menschen sind wie Teebeutel. Erst wenn sie ins heiße Wasser geworfen werden, erkennt man ihre Stärke. (asiatisches Sprichwort)

Experiment: Die Trophäen

Es kann enorm entlastend sein, wenn wir Wut und Trauer über vergangene Verletzungen und Verluste nicht mehr auf unseren Schultern tragen, sondern sie auf einem Gegenstand abladen können.

Wir besorgen uns dafür einen Mantel, ein Kleid oder irgendeinen anderen für uns passenden Gegenstand und schreiben, malen, heften, nähen oder stecken darauf symbolische Zeichen für sämtliche Gemeinheiten, Verletzungen, Kränkungen, Beleidigungen und Demütigungen, die uns im Leben zu schaffen gemacht haben.

All die unvergessenen Verwundungen kommen auf das Gewand, sodass nun die inneren Narben auch äußerlich zur Schau gestellt werden und wir sie vielleicht sogar mit Stolz tragen können.

Sie können wie schaurig-schöne Trophäen an einem Ort in unserem Haus ausgestellt werden und uns selbst und der Welt sagen: »Schaut her! All das habe ich schon erfahren und erlitten. Ich habe es überlebt und nicht nur das! Hier stehe ich noch immer, aufrecht und als stolze Frau. Niemand hat es geschafft, mir meine Würde zu nehmen und meinen heilen inneren Kern zu zerstören! Und ich blicke neuen Erfahrungen und Entdeckungen noch immer abenteuerlustig entgegen.«

Auf dass du zu der Frau wirst, die du eigentlich bist und zu deiner vollen inneren und äußeren Schönheit erblühst.

Alles Liebe,

Sabine Groth

Website von Sabine Groth

Den ersten Artikel, der die Archetypen erklärt, findest du hier

Sabine Groth, geboren 1966, studierte Pädagogik, Anglistik und Religionswissenschaften. Es folgte eine umfangreiche Ausbildung in humanistischer Psychotherapie.

Sie arbeitet als Lehrerin, Autorin und Heilpraktikerin für Psychotherapie.

Der Text ist ein Auszug aus dem Buch Die Heldinnenreise von Sabine Groth.

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