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die Wirkung von Musik

Die Wirkung von Musik – Neues aus der Forschung

Wie Musik uns zu einem gesünderen und glücklicheren Leben verhelfen kann.

Ein Gastartikel von Musikredakteur Alxej Rosmarin

Ein Jeder hat sich mit Sicherheit schon einmal die Frage gestellt, welche Auswirkungen Musik auf den menschlichen Körper hat. Gibt es eine Erklärung für die mit unter auftretende Gänsehaut bei Musikliebhabern? Auch die Wissenschaft hat sich der Forschung nach den Ursachen und Reaktionen auf  Melodie, Takt und Gesang, kurz der Musik angenommen und auch schon erste Ergebnisse vorgelegt, die zeigen welchen positiven Effekt sie auf das Leben haben kann, beginnend bereits kurz nach der Geburt.

So bewegen sich Kinder unter zwei Jahren laut einer Studie der britischen Universität  York von 2008 unter einem musikalischen Reizeinfluss (im Vergleich zu sprachlichen Einflüssen) nicht nur deutlich öfter, sie passen ihre Bewegungen auch noch dem Tempo und Rhythmus der jeweiligen Melodie an. Auch die Freude ist den Kindern sichtlich anzusehen, den je besser ihnen die Anpassung gelingt desto häufiger zeichnet sich auf den Lippen ein Lächeln ab. Ganz klar ist also, dass die Affinität zur Musik uns bereits in die Wiege gelegt wird. Das heißt aber nicht, dass jeder Mensch einen Instinkt für Musik in seinen Genen trägt.

Er ist empfänglich für viele Sachen, so wie für Fette und Zucker, die kombiniert als Kuchen oder Schokolade unsere Lustzentren anheizen. So ähnlich ist auch mit der Musik und ihren Dur- und Molltönen, die der Kognitionswissenschaftler Stephen Pinker einmal den amüsanten und einleuchtenden Beinamen „akustischer Käsekuchen“ gegeben hat.

Fängt man an sich im Internet oder in geeigneter Fachpresse über das Thema zu informieren, wird man schnell mit schnell mit der Menge an Artikeln überflutet. Ein Name den man besonders häufig antrifft ist Valorie Salimpoor, die sich bei ihrer Forschung auf eine chemische Mikroebene bewegt und jedem Musikfanatiker eine gewisse Erklärung für seine Obsession geben kann. Sie erklärt die Neurologie hinter der menschlichen Liebe zur Musik.

musik wirkung

Sie fand heraus, wieso zu bestimmter Musik emotionale Bindungen aufgebaut werden oder der Körper mit Gänsehaut, Energieschüben oder Schweissaus-brüchen reagiert. Dabei spielt es an sich keine Rolle, ob es dabei die ersten Noten von Depeche Modes „Enjoy the Silence“ oder Max Bruchs erstes Violinkonzert handelt.

Auch du wirst noch kurzem Innehalten sicherlich den ein oder anderen Song nennen können, aus deinem Lieblingsgenre, bei dessen Erklingen du dich genau so fühlen wirst.

Interessant ist jetzt aber wieso wir so reagieren und was passiert in unserem Kopf?

Salimpoor stellte nicht nur nach der Untersuchung ihrer Probanden veränderte Reaktionen des Herzschlags, der Atmung, der Körpertemperatur und des Hautwiderstands fest sondern, konnte auch bei der Auswertung herausfinden, dass der Neurotransmitter Dopamin sowohl beim Musizieren als auch beim Hören von mitreisender Musik in überaus hohen Mengen ausgeschüttet wird. Dies geschieht im mesolimbischen System, dem Belohnungszentrum im unsrem Gehirn. Wie beim Essen, dem Sex oder beim Drogenkonsum, sorgt Dopamin auch hier unter anderem dafür das wir ein zufriedenes, behagliches Gefühl verspüren. Dabei reicht manchmal sogar die Erwartung der bekannten und heißgeliebten Musik aus, um die gleichen Prozesse in diesem Teil des Gehirns zu aktivieren. Damit lässt sich auch der Energieschub im Zusammenspiel mit der Vorfreude vor einem ersehnten Konzert erklären.

Kurz: Das Gehirn sorgt dafür, dass es uns mit Musik sehr gut geht. Dabei sollte man auch keine Angst haben vor traurigen Stücken haben. Laut dem österreichischen Psychologen Marcel Zentner, nutzen die meisten Menschen Musik zur Stimmungsregulation und sie wählen dabei die Stimmung in der Musik passend zur ihrer eigenen Gefühlslage. Dies gaben ganze 73% bei einer von ihm durchgeführten Befragung an. Man kann natürlich nicht für Jeden sprechen aber grundsätzlich wäre es weniger sinnvoll Melancholie mit fröhlichen Up-Beats mindern zu wollen, dafür sind traurige Melodien viel besser geeignet.

Zu guter Letzt sollte man auch die gesundheitlichen Aspekte nicht außer Acht lassen: Wichtig auf diesem Gebiet ist Professor Eckart Altenmüller, als Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musikermedizin in Hannover, der sich auch auf zahlreichen Seiten zu dem Thema der Wirkung von Musik äußert. Körperliche Beschwerden wie Bluthochdruck und übertriebenes Schmerzempfinden können durch die nebenwirkungsfreie Unterstützung  einer musikalischen Hausapotheke bekämpft werden. Entscheidend dabei ist, die Finger von allgemeinen Empfehlung zu lassen und lieber auf deine persönlichen Lieblingstitel und Alben mit deiner eigenen privaten Geschichte zurück zu greifen, denn 90% der heilenden, musikalischen Wirkung hängt von der biographischen Vorprägung ab und nur die übrig bleibenden 10 % lassen sich strukturell zusammenfassen: laute und schrille Töne bedingen Anregung, Sanfte, Tiefe und Dunkele bringen Entspannung. Letztere verringern die Ausschüttung von Stresshormonen und können die Konzentration von schmerzkontrollierende Betaendorphine erhöhen. Grundsätzlich konnte man sehr oft lesen, dass Musik gesund für das Herz ist. Finnische Forschungen der Universität von Helsinki haben 2008 beispielsweise gezeigt, dass sich bereits eine Stunde Musik der eigenen Lieblingsband bei der Regeneration von Herzinfarktpatienten hilft.

die wirkung von MusikMusik ist also ein kleines Wundermittel, das bei der richtigen Dosierung und Lautstärke nicht nur gut für die Seele und für den Emotionshaushalt ist, (auch als Vorbeugung gegen Depressionen) sondern auch noch hilft, deinen Körper gesund und glücklich zu halten. Natürlich spielen dafür noch einige weitere Faktoren mit rein, aber Musik nimmt einen großen Teil auf dem Weg hin zu einem besseren Leben ein. Auch Eltern sollten ihre Kinder nicht nur mit ausreichender (Vor-)Leselektüre, sondern auch genügend Musik in der täglichen Routine aufwachsen lassen. Ungeachtet dessen, ob es selber ein Musikinstrument erlernt oder nur eine passive Lauschrolle einnimmt, ist Musik für die Entwicklung des Kindes sehr förderlich und sollte aber auch für die Großen unabdinglich sein.

 

Wie ist es bei Dir? In welchen Lebenslagen hilft dir Musik zu einem neuen Lebensgefühl?

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