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Donald Trump als Zeichen der Zeit? Was die Wahl wirklich bedeutet und wie du damit Frieden schliessen kannst – von Veit Lindau

Wenn das (scheinbar) Unmögliche passiert

Gestern ist das Unmögliche vor unser aller Augen wahr geworden. Eines der größten und – wie die meisten dachten – entwickeltsten Länder der Welt hat Donald Trump zu seinem Präsidenten gewählt.

Ein Mann mit offensichtlich psychopathischen Zügen. Dumm und gerissen. Ein Lügner. Ein alternder Ultramacho, der einfach nur lächerlich wirken würde, hätte er nicht gleichzeitig so viel Macht. Ein aufgeblasener Narzisst, der beim Sc
heißen auf einem goldenen Klo sitzt und am Morgen als allererstes wissen will, wie wie viele Zeitungen über ihn berichtet haben.
Jede seiner Reden in diesem Jahr war gespickt mit Lügen, vergiftet durch Haß und hauptsächlich darauf angelegt, Angst und rassistische Vorurteile zu schüren. Seine extrem frauenverachtenden Statements, die Verhöhnung von Menschen, die Steuer zahlen, sein absurder Plan einer Mauer zu Mexiko oder das schamlose Abkupfern seiner Frau im Redeskript von Michelle Obama – nichts konnte 300 Millionen Amerikaner davon abgehalten, ihn zum nun faktisch mächtigsten Mann der Welt zu wählen.

donald-trump-1757583_960_720Ein Mann, der seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat und offen zugibt, dass er sein Wissen über die Welt aus Talksshows gewinnt, wird demnächst die Zugangscodes für das größte Atombombenarsenal der Welt in seinen Händen halten.

Die zivilisierte Welt schaut fassungslos auf diese so gefährliche Witzfigur.

Besonders uns Deutsche dürften unangenehme Erinnerungen kommen. Auch wir haben einmal einem kleinen, giftspeienden Psychopathen die Macht anvertraut. Auch er wurde lange Zeit unterschätzt und belächelt. Wenn wir uns heute fragen, wie es wieder dazu kommen konnte, fällt die Antwort nüchtern aus:

Weil wir Menschen uns in diesen 80 Jahren kollektiv offensichtlich nicht so schnell entwickelt haben, wie erhofft.

Weil wir immer noch extrem anfällig für Angst sind.

Dies war ja keine Wahl für etwas. Es war eine Wahl gegen. Gegen das alte Establishment, repräsentiert durch Clinton. Gegen die Angst vor Terror. Gegen das Gefühl der Ohnmacht, ausgelöst durch wirtschaftlichen Niedergang. Und, ich bin mir relativ sicher, auch eine Wahl vieler besonders älterer Männer gegen die Möglichkeit, von einer Frau angeführt zu werden.

Überwiegend weiße Wähler haben sich für Trump entschieden. Sein Plan, das Land durch Hass und Furcht zu spalten, ist aufgegangen.

Für all jene, die sich damit trösten wollen, dass er als einzelner Mann in diesem Regierungssystem ja nicht so viel Macht hat und dass er sich jetzt bestimmt zusammenreißen wird: Selbst, wenn er morgen wieder abtreten würde, ist seine Wahl (erst einmal) eine Katastrophe. Denn vor den Augen der gesamten Weltbevölkerung wurde demonstriert, wie tief korrumpierbar das Prinzip der Demokratie ist. Nur eine Zahl: Experten gehen davon aus, dass ca. ein Drittel aller positiven Tweets bei Twitter über Donald Trump von sogenannten Bots, also kleinen Computerprogrammen, geschrieben wurde.

Milliarden Menschen schauen gerade auf Amerika und lernen: „Aha. Es ist also möglich, mit Frechheit, Lügen, platten Sprüchen, Dogmatismus, Nicht-Integrität, Gewaltandrohung, Frauenverachtung,… an die Spitze eines der mächtigsten Länder der Welt zu gelangen.“

Einigermaßen waches Bewusstsein muss sich jetzt fragen: „Wenn das möglich ist, was ist dann noch möglich?“

Wie wirkt dies auf unsere Kids und Teens ein, die gerade erleben, dass es machbar ist, ohne jeden Anstand der Präsident der USA zu werden?“

Doch niemanden ist damit geholfen, wenn wir jetzt kollektiv in Schwarzmalerei versinken. Dann gewinnen die Kräfte der Angst.

Was können wir tun? Was kann jeder von uns tun?

  1. Fühle alles. Schönfärberei nutzt auch nichts. Schau hin und fühle alles. Auch die tieferen Emotionen wie zum Beispiel Ohnmacht, die sich oft unter der lauten Empörung verbergen.
  2. Schau hin und erkenne nüchtern an: „Aha, es ist also immer noch möglich. Unter Angst und Bedrohung kann sich menschliches Bewusstsein immer noch dafür entscheiden, in primitivere Entwicklungsebenen zu regredieren, anstatt sich auf die nächste Ebene emporzuschwingen.
  3. Bleib in Verbindung, auch wenn es mühsam ist. Grenze selbst nicht aus. So verführerisch es ist, Menschen wie Trump als Projektionsfläche zu benutzen und zu verdammen – im Endeffekt ist er ein kleiner verzogener Junge, dessen Schamzentrum im Gehirn sehr wahrscheinlich einen echten Defekt aufweist. Gewählt wurde er von Millionen von Menschen, die mit dir in einem Boot sitzen. Ich gebe zu, auch ich mach gern einen Witz über die Führungskräfte der AfD. Doch die Millionen, die sie wählen, sind nicht meine Feinde, sondern meine Mitmenschen. Es gibt nur eine gemeinsame Zukunft.
  4. Was mir diese Wahl am deutlichsten zeigt – einen krassen Werteverfall. Ich möchte hier ein altmodisches Wort ins Spiel bringen: Anstand. Trump hat keinen Anstand. Wenn er gewählt wird, sagt dies etwas über die mangelnde Bedeutung von Integrität in unserer Gesellschaft aus. Klagen hilft nicht. Lass es uns besser machen. Rege dort, wo du lebst, neue, tiefe Diskussionen über Werte an. Hilf deinen Kindern an Werte zu glauben, in denen du mit ihnen darüber sprichst und sie vorlebst. Fordere deine Freunde, Kollegen, Arbeitgeber und Kunden dazu auf, ihre Werte zu finden und sich dazu zu positionieren.
  5. Finde deinen Tribe. Politik der alten Zeit ist tot. Das heißt nicht, sie wäre ungefährlich. Ich glaube an was wirklich istwerteorientierte Netzwerke – Tribes – in denen Menschen sich glaubensübergreifend verbinden, um Zukunft zu gestalten. Unser Tribe ist zum Beispiel der humantrust.

Seit zwei Jahren geht es hier nicht mehr nur um die persönliche Weiterentwicklung, sondern auch um die Kultur eines starken, bewussten WIRs. Wir ermutigen die Menschen, sich da, wo sie leben, sich einzubringen und Einfluss auf die Zukunft von uns allen zu nehmen. Irgendwann, da bin ich mir sicher, werden diese länderübergreifenden Tribes so stark sein, dass sie die nächste hysterische Angstwelle einfach absagen können.

Wenn wieder so ein Hampelmann einen terroristischen Akt nutzt, um den Krieg mit einer ganzen Bevölkerungsgruppe auszurufen, werden wir einfach sagen: „Ist nicht. Wir bleiben im Frieden.“ Unsere Tribes werden aus der Kraft universeller Werte heraus Politiker und Unternehmer dazu zwingen, sich dem Gemeinwohl integer zu verpflichten. Wir werden mit unseren wachen und respektvollen Gesprächen – live und online – gemeinsam jeden scheinheiligen Demagogen entzaubern.

Wir werden nicht gegen, sondern für etwas WERTvolles kämpfen.

Nein, das Phänomen Trump schafft es nicht, mich schwarz sehen zu lassen. veit lindauEs hat mich noch einmal mehr wachgerüttelt. Für deine und meine Verantwortung, dafür zu sorgen, dass diese Welt sich emporschwingt.

Mit herzlichem Gruß,

Veit

Ergänzung von Veit, 36h später:

 

Klappe die 2.te – Donald, mein Schatten

 

Was macht die Wahl in Amerika mit dir? Lass uns an deinen Gedanken teilhaben, aber bitte kommuniziere respektvoll und freundlich.

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