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“Du sollst nicht bewerten” – 4 einfache Wege damit aufzuhören

“Höre auf mit dem Urteilen und Bewerten!” – Das wird uns in jedem spirituellem Seminar oder Buch immer wieder vermittelt. Aber geht das überhaupt?

Wie oft wurde mir gesagt: „Urteile und Bewertungen sind ego-orientiert und schlecht. Wer spirituell erwacht ist, nimmt die Welt einfach nur wahr und akzeptiert, was ist. Urteilsfrei, liebend und nicht-wertend“.

Doch ist das möglich?

Ich weiß nicht, wie es dir geht.  Ich bin immer noch schnell dabei, etwas oder jemanden doof zu finden – auch nach vielen Jahren spiritueller Praxis.

Und was noch schlimmer ist, hinterher verurteile ich mich für das Verurteilen. 

In der spirituellen Szene höre ich öfter Menschen, die behaupten „dass sie nicht mehr urteilen.“  Ist das wahr und wenn, wie geht es?

Ich wollte es auch endlich lernen und habe mich auf die Suche nach geeigneten Methoden gemacht.

Der Verstand bewertet auf Knopfdruck 

bewertenErst einmal: unser Verstand bewertet automatisch. Als Homo Sapiens ist es überlebenswichtig, schnell und zuverlässig einzuschätzen, ob wir in Gefahr sind. Dieses Programm läuft unterbewusst ab und dient unserer Sicherheit. Menschen, Situationen und Dinge zu bewerten ist somit ein überlebens-wichtiger Job des Verstandes. Das gilt für alle Reaktionen und Entscheidungen im Alltag.

Ist es also möglich mit dem Urteilen aufzuhören?

Wie kannst du das Bewerten stoppen? 

Bei meiner Recherche habe ich verschiedene Methoden kennengelernt. Einige stelle ich heute vor:

1: So wie ich

Arjuna Ardagh hat in dem Film Awake – ein Reiseführer ins Erwachen eine eigene Methode entwickelt: Sie schlägt vor das „nicht bewerten“ zu erreichen, indem wir bewerten und uns mit einbeziehen. Sie sagt: „Verurteile andere so oft und so stark, wie dein Ego es möchte. Sage, was du denkst – und dann hängst du an dein „Urteil“ den Satzteil „So wie ich“ an.“

Beispiele:

  • Ist die doof – so wie ich!
  • Der ist aber unhöflich – so wie ich!
  • Die kriegen das wohl auch nicht gebacken – so wie ich!
  • Er scheint Probleme zu haben – so wie ich!
  • Mein Chef ist total arrogant – so wie ich!

Hintergrund dieser Übung ist das Prinzip der Projektion. Es besagt, dass wir das in anderen wahrnehmen, was als Schatten in uns schlummert, und wir oft nicht wahrhaben wollen. Zum Beispiel: wenn wir uns über unhöfliche Menschen ärgern, so ist es ein Indiz dafür, dass in unserem Unterbewusstsein „Unhöflichkeit“ ein Thema für uns ist. Dieses „so wie ich“, erinnert uns daran, dass wir da gerade etwas über uns selbst „erzählen“, wenn wir den anderen verurteilen.

2: Das ist eine interessante Meinung, die ich habe

Dieses Tool wird aktuell im Access Consciousness verwendet, eine Methode die vor über 20 Jahren von Gary Douglas entwickelt wurde. Bei diesem speziellen Tool wirst du eingeladen, deine Ansicht zu ändern – von der Bewertung hin zum Erlauben: 

Sage dir zu jeder deiner Ansichten, egal, ob positiv oder negativ: „Interessante Ansicht, die ich da habe“. Warte einen Moment und beobachte, wie sich die Ansicht ändert. Dann wiederhole „Interessante Ansicht, die ich da habe“.  Warte und sage dir noch einmal: „Interessante Ansicht, die ich da habe“.

Dieses machst du solange, bis du keine Ansicht mehr hast. Erfahrungsgemäß sind 3 – 7 Durchgänge erforderlich. Danach wirst du ein Gefühl der Erleichterung und Freiheit spüren und du hörst automatisch mit dem Bewerten auf.

3: Fragen stellen

Dieser Ansatz funktioniert über Fragen, die deinen Horizont erweitern und eine andere Sichtweise erlauben.

Wenn du z.B. jemanden nicht magst. Frage dich, welche Gemeinsamkeiten hast du mit dieser Person? Oder suche gezielt nach den Vorzügen dieser Person. Was kann diese Person wirklich gut und was mag ich an dieser Person?

Bei unguten Situationen: Was kann ich jetzt und hier lernen? Gibt es in dieser Situation etwas, das gut ist?

Auch The Work arbeitet mit eine Reihe von Fragen, genauer mit vier Fragen und einer Umkehrung zu belastenden Gedanken. Hier im Compassioner gibt es tolle Informationen darüber, die ihr nachlesen könnt.

4: Ich bin nicht meine Gedanken

Ich liebe Eckhart Tolle. Durch seine Arbeit habe ich einen Ansatz gefunden, der für mich sehr gut funktioniert.

Wenn ich mich dabei ertappe, etwas negativ zu beurteilen, sage ich zu mir: „ich bin nicht meine Gedanken“. Dabei stelle ich mir ganz konkret vor, dass der Gedanke wie eine Wolke vor meinem Körper schwebt. Diese Wolke kann ich wegpusten, da sie nicht zu mir gehört. Das fühlt sich für mich entspannend an, und ich habe sofort Abstand zu dem belastenden Thema. Manchmal muss ich sogar lachen.

Mein Fazit

bewerten-ablegenIch habe die Methoden getestet. Was alle Tools gemeinsam haben: Sie schaffen Abstand und unterstützen eine Trennung zwischen der Bewertung und der Situation. In diesem Raum werden wir eingeladen, die Bewertung erstmal nur wahrzunehmen und im zweiten Schritt zu prüfen, ob wir der Bewertung glauben und folgen wollen.

Die Urteile werden dadurch entkräftet.

Das funktioniert bei den Methoden sehr gut.

Was nicht funktioniert: die Werturteile komplett abzustellen.

Zumindest nicht bei mir.

Aber vielleicht ist es auch gar nicht möglich.

Vielleicht kann man gar nicht nicht bewerten?

Ich habe für mich entschieden, das Bewerten als Job des Verstandes zu akzeptieren. Ich muss mich nicht dafür verurteilen, weil ich nicht alles gleich gut finde.

Das ist vielleicht nicht „spirituell korrekt“, aber mir schafft es eine Erleichterung. Dann kann ich Verantwortung für meine Bewertungen und Urteile übernehmen und entspannt entscheiden, wie ich damit umgehen möchte. Ein gutes Gefühl.

Was meinst du? Ich bin gespannt auf deine Erfahrung.

Liebe Grüße

Tatjana Magda
www.tatjanamagda.de

PS: Wer gerade feststeckt: ich biete dir ein kostenloses mediales Business Reading.
Mehr Infos findest du hier. 

Ich würde mich freuen, wenn ich dich unterstüzten kann.

+++

—> Hier findest du alle Artikel von Tatjana Magda

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Umgang mit negativen Emotionen – So findest du deine Buddha-Natur

 

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