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Echte Kommunikation

Echte Kommunikation – Bei sich selbst bleiben und mit dem Herzen spüren

Wie kann echte Kommunikation gelingen? Grundlage einer klaren, wertschätzenden und erfolgreichen Kommunikation ist, dass du dich und andere zutiefst würdigst und respektierst. Aus Empathie dir selbst gegenüber resultiert Mitgefühl für andere. Wir können uns darin üben, uns immer feiner selbst zu beobachten und die „Kapriolen unseres Geistes“ zunehmend besser kennen zu lernen.

Ziel im Yoga ist es, immer neutraler zu werden, einen Prozess der Bewusstseinsänderung zu initiieren. Neutral nicht im Sinne von cool oder unnahbar, sondern im Sinne von großzügig, tolerant, mitfühlend, geduldig, nicht wertend. Auf diesem Weg  geht es jedoch nicht darum, Emotionen zu unterdrücken oder zu leugnen.

Ein „Pseudo-Neutral-Sein“ ist ungesund. „Neutral-Werden“ heißt zum Beispiel nicht, nicht mehr wütend werden zu dürfen. Oft hat ja Wut, auch gezeigte, ihren Platz – doch jeden Anflug von Wut blindlings auszuagieren hilft sicher weder einem selbst noch dem Umfeld.

Es bedarf der Übung, jeden Menschen zunächst so zu nehmen, wie er ist. Bei sich selbst zu bleiben und nicht permanent reaktiv zu sein. Wenn du dich oder dein Gegenüber sofort bewertest, begrenzt du dich selbst oder den anderen auch und blockierst somit Entwicklung.

Diejenigen Orte und Menschen, auf die du am meisten eingestimmt und denen du am stärksten verhaftet bist, füllen normalerweise deine Gedanken aus. Je neutraler du wirst und je weniger du anhaftest, desto größer wird auch die Reichweite deiner Gedanken und Gefühle, so Yogi Bhajan, Meister des Kundalini-Yoga.

Unser Geist überflutet uns mit Gedanken, gewollten und ungewollten. Viele dieser Gedanken unterstützen uns nicht dabei, uns wohl zu fühlen und einer Situation im Außen gelassen zu begegnen. Was kann dir helfen? Zum Beispiel die Vorstellung, dass du nicht dein Gedanke bist, weder Gedanke noch aufkommende Emotion – sondern dass es stets auch noch einen anderen Teil in dir gibt, der neutral im oben beschriebenen Sinne ist: mitfühlend und großzügig.

Wenn ich mich unwohl fühle oder mich in einer konfliktreichen Begegnung wiederfinde, versuche ich, einen Moment innezuhalten, tief zu atmen und zu denken: Meine Seele trägt mich. Ich mache mir klar, dass es da noch etwas anderes in mir gibt, das frei ist von Wut, Trauer, Verzweiflung. Oder ich versuche, „von oben“ auf die Situation zu schauen und zu denken: „Es hat einen Grund, weshalb dies gerade geschieht.“

Echte KommunikationOft kommen wir schnell zu Schlüssen, sehen etwas und reagieren sofort oder schließen von uns auf andere.

BeobachtenWahrnehmen, Gewahr-Seinist eine Fähigkeit, die wir entwickeln können.

Beobachtung führt dich direkt in den gegenwärtigen Moment und hilft aus dem Gedankenkarussell auszubrechen. Spontanem Bewerten von Dingen und Situationen im Alltag können wir auch mit einer gewissen Akzeptanz und Offenheit begegnen. Und wenn wir schnell dabei sind, Mitmenschen zu bewerten, können wir den Blick auch immer wieder auf uns selbst richten. Zum Beispiel indem wir bewerten und uns selbst dabei mit einbeziehen: „Oh je, der scheint aber Probleme zu haben – so wie ich!“

Häufig bewerten wir auch eigene Empfindungen schnell – in gut, schlecht, richtig, falsch, angebracht, weniger angebracht. Doch wenn du etwas so spürst wie du’s spürst, ist es so. Es ist deine Wahrheit.

Das in der Kundalini-Yoga-Praxis am häufigsten gebrauchte Mantra “Sat Nam”, “Wahres Selbst”, impliziert, dass in jedem Wesen dieses ‘Wahre Selbst’ existiert. “Sat Nam” meint auch: “Wahrheit ist meine Identität.“ Dieses Mantra soll dir helfen, dein ganzes Potenzial zu erkennen und zu entfalten.

Sonnenuntergang ber dem MeerDie tiefste Erkenntnis wird dir zuteil, wenn du innerlich weit und offen wirst, weit wie der Himmel, dessen Blau die Farbe des Kehl-Chakras ist, Zentrum der menschlichen Ausdrucksfähigkeit, Kommunikation und Inspiration.

Wenn du still wirst und in den äußeren und inneren Raum hineinlauschst. Diese Weite und Klarheit in einem selbst ist ein Nährboden für eine entspannte und beiden Gesprächspartnern tiefe Erkenntnis bringende Kommunikation.

Du kannst einen Menschen anschauen und gleichzeitig mit deinem Herzen spüren. Sehen und spüren – zwei Beobachtungen, die zeitgleich geschehen können.

Höre ich anderen möglichst vorurteilslos, mit dem Herzen und inneren Verständnis zu, so sind die Chancen groß, dass sich die Kommunikation weitet, beide erhebt – dass ich verstehe und den anderen zugleich ermutige, sich zu öffnen.

Gelingende Kommunikation heißt für mich: Verstehen und verstanden werden. Konstruktive Kritik hat auch oft ihren Platz, kann uns voranbringen. Doch unmittelbares „In-Kategorien-Denken“ und darin verharren schränkt auch ein.

Die Kunst einer verbindlichen Sprache, voller Achtung für dich und das Gegenüber, impliziert, dass du geradeaus, direkt und wahrhaftig sprichst, so dass Herz und Geist deine Worte unterstützen.

Deine Carolin Stark

seisofrei-lebenskunst.de

 

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