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Echte Kommunikation – Von der Falle, weiter sein zu wollen, als man ist

Und wie du aus dieser Falle herauskommst…

Sich seiner Kommunikation immer bewusster zu werden, Worte absichts- und liebevoll zu wählen und andere zu erheben ist ein feiner Weg, den es sich zu gehen lohnt. Ich werde nicht müde, echt und wertschätzend zu kommunizieren und auch andere dazu einzuladen.

Was mir dabei auffällt: Es gibt viele Situationen, in denen sich spirituell Gesinnte auf dem geistigen Weg in ihrer Entwicklung „weiter“ wähnen als sie tatsächlich sind – da nehme ich mich nicht aus. Bei genauerem Hinsehen und –spüren stelle ich fest, dass ich immer noch über bekannte mich triggernde Situationen stolpere und mich häufig noch in alten Mustern verheddere. Wenn wir mal ehrlich sind: Gelegentlich wollen wir auch gar nicht freundlich, verständnis -und liebevoll dem anderen gegenüber sein. Ist das nicht auch ok?

Spirituelle Konzepte können eine Falle sein

Menschen, die sich auf den spirituellen Weg begeben –  auf der Suche nach einem höheren Sinn und ihrem höheren Selbst – haben meist Ansprüche an sich selbst: Sie verfolgen hehre Ziele, wenn es darum geht, bestimmte Werte oder ein erstrebtes Verhalten nach innen und außen zu leben. Manchmal stehen uns auch spirituelle Konzepte, beispielsweise das der „bedingungslosen Liebe“ oder die Ideen des „(Schatten-) Spiegelns“ im Weg.

FalleDiese Konzepte, die natürlich ihre Berechtigung haben und deren Ausgestaltung erstrebenswert ist, dürfen meines Erachtens jedoch nie über der eigenen gesunden Wahrnehmung stehen. Wenn ich spüre „Hier stimmt etwas nicht“, „Hier will ich nicht länger verweilen“, so darf ich auch gehen, für mich sorgen, mich in meinem eigenen Wohlfühlen unterstützen. Ich muss nichts stets nach dem eigenen Anteil suchen, ich muss weder immer freundlich bleiben noch den Kontakt, die Nähe zu einem anderen halten, wenn mir gar nicht danach ist.

Das annehmen, was gerade ist

Finde ich mich in einer mich berührenden oder mir unangenehmen Situation wieder, frage ich mich sogleich: „Was will mir das Leben sagen? Was hat dieser Moment mit mir zu tun?“ Ich glaube: Das ist grundsätzlich gut und richtig, da ich wachsen und lernen möchte, mich als Akteur meines Lebens sehen und verstehen will. Doch ich kann meine Energie auch unmittelbar in eine andere Richtung lenken: weg von der mich stressenden Situation oder Person hin zu einem völlig neuen Kontext – es muss nicht immer mit mir zu tun haben, ich muss nicht alles bis ins letzte hinterfragen. Es reicht oft festzustellen, dass ich mich in einer bestimmten Lage unbehaglich fühle.

Wie gesagt: Oft wollen wir- meist auch über den Kopf – lichtvoller, geduldiger, reflektierter in unserer Entwicklung sein. Wir ertappen uns hin und wieder bei dem Gedanken: „Mensch, das hattest du doch eigentlich schon begriffen/ in dir entwickelt/für dich umgesetzt.“ Um dann festzustellen: Nein, mich ärgert dieses oder jenes immer noch genauso, ich könnte den anderen gerade auf den Mond schießen. Darüber hinaus sind wir mit anderen oft deutlich geduldiger und nachsichtiger als mit uns selbst.

Wir können nicht immer Harmonie aufrechterhalten

Hin und wieder bekommt uns jemand nicht, oder bestimmte Gepflogenheiten des anderen widersprechen den eigenen so völlig. Mir ist es zum Beispiel sehr wichtig, Menschen möglichst freundlich zu begegnen, sie freizulassen in ihrem Denken und Tun. Ich liebe es, Menschen anzusprechen oder zu -lächeln. Die gelebten Werte Freundlichkeit und Herzlichkeit schließen jedoch die Möglichkeit nicht aus, jemandem auch aus dem Weg zu gehen, wenn dessen Art, mit mir in Kontakt zu treten oder mich zu behelligen, schlicht nervt.

Insbesondere uns Frauen ist ein ausgeprägtes Harmoniestreben zu eigen, ein „Es-anderen-recht-Machen“, in alle Richtungen. So kann es aber auch erfrischend und manchmal angebracht sein, auf der Hacke kehrt zu machen, wenn jemand mir „blöd kommt“ oder mit mir diskutieren will, wo für mich kein Diskussionsbedarf besteht. Mancher und manches darf auch mal so stehen bleiben, ohne dass ich mich dafür schämen oder verantwortlich fühlen muss.

Dinge abhaken

Sommerzeit ist auch Urlaubszeit: Insbesondere im heißersehnten Urlaub möchte ich ein hohes Maß an persönlicher Freiheit leben. Vor allem möchte ich: Ruhe. Wenn im Feriendomizil gehäuft die Vermieterin aufschlägt – ihr Wunsch sich oder etwas mitzuteilen oder uns etwas nahe zu legen in Ehren – darf ich auch kurz angebunden sein, gesunde Grenzen ziehen. Je nach Situation schenke ich gern mein Ohr. Wenn mir jedoch ungefragt und gehäuft nahegebracht werden will, wie ich etwas machen oder lieber bleiben lassen sollte, kann ich resolut werden und dem anderen auf die Füße treten.

FalleDer spirituelle Teil in mir, der stets nach meinem Anteil und dem der Situation innewohnenden Sinn fragt, kommt da schon mal ins Schleudern und Grübeln; der instinktive, wahrnehmende Teil in mir jedoch ruft: „Stopp!“ Weder hineinverwickeln lassen in die Situation und das Miteinander, noch näher drüber nachdenken. Nicht nötig. Abhaken.

Wenn mich das Lästern anderer über Dritte in meiner Gegenwart stört, muss ich nicht krampfhaft nach dem „lästernden Anteil“ in mir suchen, sondern darf getrost feststellen, dass mir die Situation Energie raubt und mich dieses Feld alles andere als erhebt. Es ist meines Erachtens völlig in Ordnung zu schweigen und kein Feuer in die Situation zu geben, sich auch hier gesund abzugrenzen, die Situation zu verlassen. Spricht eine mir nahestehende Person auffallend negativ über Dritte, kann ich sie hingegen darauf ansprechen, ihr sagen, dass ich mich dabei nicht wohl fühle.

Suche das Mitgefühl

Um richtig verstanden zu werden: Ich finde herzlichen Kontakt und einen ausgewogenen Tanz aus Senden – Empfangen, Komplimente Verschenken – Annehmen, Sprechen – Hinhören wunderbar – es gibt nichts Schöneres, als seine Kommunikation immer feiner und erhebender zu gestalten. Was auch immer mir widerfährt, ich werde nicht müde, nach dem Mitgefühl für den anderen in mir zu suchen, doch was mir an dieser Stelle auch wichtig ist auszusprechen: Ich darf auch einfach mal keinen Bock auf den anderen haben!

Dann und wann denke ich: Weniger reflektierte Zeitgenossen vertrauen ihrer Wahrnehmung, machen sich viel seltener einen Kopf um etwas. Die ganze „Was-hat-das-mit-mir-zu-tun-Reflexion“ zerdenkt häufig das erste nackte Wahrnehmen von „Nö, das will ich jetzt nicht!“, „Das ist nicht meins!“, „Das kann der andere getrost mit sich selbst aushandeln!“

Natürlich macht es Sinn, auf seinem spirituellen Weg voranzuschreiten, immer mehr Geduld und Mitgefühl für sich und andere zu entwickeln, zu üben und nochmals zu üben. Doch seien wir hierbei nicht zu streng mit uns, wenn uns mal nicht danach ist, den anderen und sein uns störendes Verhalten sofort zu umarmen.

 

Carolin Stark

seisofrei-lebenskunst.de

 


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