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Ego

Warum du dein Ego gar nicht überwinden brauchst

Was ist es eigentlich, dieses Ego?

Das Ego ist der Anteil in uns, der darauf ausgerichtet ist, uns in dieser Welt – vermeintlich – zu beschützen: Es beinhaltet die Summe unserer Konditionierungen und Erfahrungen, auf die es immer wieder zurückgreift, um Situationen zu bewerten und entsprechende Handlungen daraus abzuleiten.

Das Ego urteilt ohne Pause und dadurch bewertest du deine Welt. Es handelt jedoch nicht liebevoll, sondern ist nur darauf aus, dein physisches Überleben zu sichern, koste es, was es wolle. Weil sich für das Ego alles darum dreht, Situationen und Menschen in Schublädchen geordnet nach Bedrohungsgrad zu packen, wird es viel mehr Situationen als beängstigend interpretieren, als sie tatsächlich sind.  So spielt es dir das falsche Bild einer unsicheren, lieblosen Welt vor, in der du dich anstrengen, in Konkurrenz gehen und kämpfen musst.

Das Ego lebt im Mangel

Auch die fiesen Gedanken, nicht gut genug zu sein, nicht genug Zuneigung zu bekommen, oder nicht genug zu haben kommen aus dem Ego. Es zeigt dir den angeblichen Mangel in dir und in der Welt. Ohne jetzt sehr spirituell zu werden kann man sagen: Du nimmst dadurch noch viel intensiver deine materielle statt deiner geistigen Existenzebene wahr und fokussierst dich mehr darauf, was du HAST oder NICHT HAST und wovon du MEHR WILLST, als WER du BIST und was du FÜHLST.

Diese Sicht auf das Leben hält dich in einer andauernden Spirale von ‚Mehr-haben-wollen’ und du rackerst dich ab für zum Beispiel die Gehaltserhöhung oder das dicke Auto – um später zu erkennen, dass dies alles dich auch nicht glücklich macht. Irgendwann hast du dann Statussymbole zusammengerafft a la ‚Mein Haus – Mein Auto – meine Frau’ und fühlst dich immer noch leer.

Der Gegenpol des Ego – dein Selbst

EgoAls das Selbst wird der innerste Wesenskern bezeichnet. Der Teil in dir, der unkaputtbar ist, der immer war und immer sein wird. Wenn du Erfahrungen mit Meditation hast, weißt du wahrscheinlich, wovon ich spreche. In deinem Selbst sind all deine Fähigkeiten, deine Talente, deine echten Wünsche und Träume, all das, was du in diesem Leben verwirklichen willst, enthalten. Hier findest du alles, was du brauchst, um ein glückliches, gesundes und persönlich erfolgreiches Leben zu leben.

Das Selbst bringst du mit auf diese Welt und es ist dein wahres Ich. Es wird nicht geformt, kann nicht verändert werden und enthält unfassbar viel an Potenzial. Das Selbst ist immer ruhig und liebevoll und will sich auf eine positive Weise ausdrücken. Es spornt dich an, Gutes in die Welt zu bringen, zu teilen, zu helfen und deinen authentischen Weg zu gehen. Hier liegt die Wurzel für echtes Glück.

Der ständige innere Konflikt

Ego und Selbst sind wie Feuer und Wasser. Das konditionierte, ängstliche Ego, das dein Überleben und deinen Status Quo sichern will steht dem immer schon da gewesenen, liebevollen Selbst gegenüber, das das Leben als ein Geschenk sieht und jeden Moment feiern möchte. Und genau dieser Konflikt, der einfach da ist, weil wir Menschen mit eben diesen beiden Polen existieren, macht uns das Leben oft so schwer. Beispielsweise wenn Impulse aus dem Selbst, die verwirklicht werden möchten auf die konditionierte Ängste des Ego treffen.

Stell dir vor, du wünscht dir, selbstständig zu sein, dein Berufsleben in Kreativität und Freiheit zu leben. Diese Vorstellung kommt aus deinem tiefen Innern – nicht aus Jobfrust oder einer fixen Idee heraus – sondern zeigt sich gepaart mit dem unverwechselbaren Gefühl von tiefer Freude und einem anhaltenden  ‚Ja, das ist richtig’. Und dann werden just in diesem Moment die ganzen ängstlichen Stimmen in dir aktiv wie: „Selbstständigkeit ist so unsicher“, „was sollen die Nachbarn sagen“, „Ich kann das eh nicht, bin nicht gut genug dafür“, „ich schaffe ich das sowieso nicht“.

Kommt dir das bekannt vor?

Dein Ego versucht mit aller Macht, deinen Status Quo aufrecht zu erhalten, weil es – oh Wunder – auch diese mögliche Veränderung in eine seiner Gefahren-Schubladen einsortieren will (denn es kann ja nichts anderes). Zarte Freude und Tatendrang werden nun von rüpelhafter Angst und Zweifeln überrumpelt.

An diesem Punkt stellt sich die entscheidende Frage: Wie gehst du am besten damit um?

Ich behaupte, dass wir in unserer westlichen Welt ein Ego brauchen – aber eins, das FÜR uns arbeitet.

Okay, ich muss zugeben: Die Vorstellung in absoluter Glückseligkeit und als Verkörperung meines wahren Selbst irgendwo auf einem Berggipfel als Mönch zu sitzen reizt mich manchmal schon, im Angesicht unseres alltäglichen Wahnsinns draußen in der Welt. Einfach alles hinter sich zu lassen hört sich oftmals nicht so schlecht an. Doch ist es das, was du für dein Leben brauchst? Was die Welt da draußen braucht?

Es hat nämlich auch einige gute und hilfreiche Seiten, ein gesundes Ego zu haben, das dich unterstützt. Es lässt dich tatkräftig sein in unserer leider so materialistischen Welt – und wir brauchen tatkräftige Menschen, die sich für das Gute einsetzen. Das gesunde Ego gibt dir die Portion Durchsetzungsvermögen und Kampfgeist für die guten Dinge im Leben.

Wie dein Ego beginnen kann, für dich zu arbeiten

EgoWenn du in der Lage bist, deine alten Themen – zum Beispiel mit einem Therapeuten oder Coach – aufzuarbeiten, dann kannst du auch beginnen, dein Ego so umzuformen, dass du die Kraft, die in ihm liegt, für dich nutzen kannst. Dann wird aus dem übertriebenen Schutzmechanismus ein guter Begleiter durch dein Leben. Mit einem Ego, das FÜR dich arbeitet, kannst du voran gehen und deine Träume in der Welt behaupten.

Dies funktioniert, indem du die tief sitzenden konditionierten Muster und Ängste erkennst, zu benennen lernst und anschließend aktiv an der Veränderung arbeitest. Dieser Prozess beruht auf (Selbst-)Reflexion und benötigt eine gute Portion deiner Eigenverantwortung. Denn du kannst einen noch so guten Therapeuten oder Coach haben, jede Veränderung in deinem Leben beginnt und endet einzig und alleine bei dir.

Der Wolf, den du fütterst, wächst

 Doch auch ohne Coach oder Therapeuten kannst du JETZT etwas für dein gesundes Ego tun. Alle deiner Muster und Ängste werden in deinem Gehirn in bestimmten neuronalen Netzwerken abgebildet. Und unsere Gehirne haben eine ganz tolle Eigenschaft: Die Netzwerke und Schaltkreise, die bespielt werden, verstärken sich; die, die nicht genutzt werden, werden schwächer.

Sprich: Dein Gehirn lässt sich in jeder Sekunde Stück für Stück umformen und somit eben auch dein Ego. Beginne heute damit, dein Ego nicht mehr zu füttern. Entscheide dich bewusst dafür, deinen alten angstbesetzten Stories nicht mehr die Überhand zu geben und fokussiere dich stattdessen auf die positiven, liebevollen Impulse aus deinem Selbst.

Danke an mein neues Ego

Ganz ohne Ego kannst du vielleicht irgendwann in deinem Leben wie ein Mönch auf dem Berg in einen dauerhaften Zustand der Glückseligkeit eintreten. Doch für mich persönlich ist es nicht das, was ich für mein Leben will. Ich will mein Leben kraftvoll entwickeln, Gutes in die Welt bringen und Menschen unterstützen. Und ich bin meinem neuen Ego sehr dankbar dafür, dass es mich auf diesem Weg begleitet. 🙂

Alles Liebe

Martina

www.projecthappiness.de

 


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