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Vollkommenheit

Eine herzliche Einladung, dich heute mit deiner Vollkommenheit zu beschäftigen

„Jede Reise hat eine heimliche Bestimmung, die der Reisende nicht ahnt.“ – so sprach es der österreichische Religionsphilosoph Martin Buber.

Ein Satz, der einen tiefen Mystik nicht entbehrt, setzt sie doch voraus, dass es so etwas wie eine Führung des Lebens gibt – unabhängig davon, ob wir als Menschen sie erkennen oder nicht.

Ich kann es von mir selber sagen und ich kenne von vielen Menschen in meinem Umfeld: Ein ständiger Kampf im Kopf. Bin ich richtig? Mache ich das richtig? Und dazu ein ständiges Bewerten: Diese Person ist richtig, diese Person ist falsch.

Der geistige Standpunkt der Vollkommenheit hat die Power, genau das ALLES zu verändern. Wie ich mich selber fühle, wie ich anderen Menschen begegne, wie ich Entscheidungen treffe.

Vollkommenheit kann dabei als ein geistiges Konzept aufgefasst werden, aber noch viel besser ist es natürlich, die Vollkommenheit zu spüren. Sie ist auf jeden Fall in unseren Körper, auf jeden Fall in unserer Seele. Einzig der nimmerruhende Geist vermag uns davon abzuhalten. Genauso wie zum Beispiel Dankbarkeit ist Vollkommenheit eine Trainingssache, die einfach nur dein Commitment und deinen Fokus benötigt.

streit-ist-liebeVollkommene Selbstliebe bedeutet, dich anzunehmen wie du bist. Und wenn du den Fortgeschrittenenkurs belegen möchtest: Selbst wenn du dich mal nicht annimmst – dann gehört auch das zu deiner Vollkommenheit dazu.

Das klingt im ersten Moment paradox, aber gerade unser westlich-geprägtes dualistisches Denken hat uns in die anstrengende Bredouille geführt, in der wir im Alltag oftmals stecken. Dieses permanente Rattern im Kopf. So lange wir permanent bewerten, solange wir unsere leidigen Konzeptionen von richtig und falsch haben, davon, wann wir, unsere Mitmenschen oder die Umstände richtig oder falsch sind, werden wir keinen wirklichen Frieden finden. 

Die Religionen und Philosophien, die im fernen Osten entstanden sind, waren schon relativ früh einen Schritt weiter.

Vielleicht ist dir die Geschichte des chinesischen Bauern schon bekannt? Falls nicht, werden wir sie hier noch einmal erzählen.

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Der chinesische Bauer

In einem Dorf in China, nicht ganz klein, aber auch nicht groß, lebte ein Bauer – nicht arm, aber auch nicht reich, nicht sehr alt, aber auch nicht mehr jung, der hatte ein Pferd. Und weil er der einzige Bauer im Dorf war, der ein Pferd hatte, sagten die Leute im Dorf: “Oh, so ein schönes Pferd, hat der ein Glück!”

Und der Bauer antwortete: “Wer weiß?!”

Eines Tages, eines ganz normalen Tages, keiner weiß weshalb, brach das Pferd des Bauern aus seiner Koppel aus und lief weg. Der Bauer sah es noch davongaloppieren, aber er konnte es nicht mehr einfangen. Am Abend standen die Leute des Dorfes am Zaun der leeren Koppel, manche grinsten ein bißchen schadenfreudig, und sagten: “Oh der arme Bauer, jetzt ist sein einziges Pferd weggelaufen. Jetzt hat er kein Pferd mehr, der Arme!”

Der Bauer hörte das wohl und murmelte nur: “Wer weiß?!”

Ein paar Tage später, sah man morgens auf der Koppel des Bauern das schöne Pferd, wie es mit einer wilden Stute im Spiel hin und herjagte: sie war ihm aus den Bergen gefolgt. Groß war der Neid der Nachbarn, die sagten: “Oh, was hat der doch für ein Glück, der Bauer!”
Aber der Bauer sagte nur: “Wer weiß?!”

Eines schönen Tages im Sommer dann stieg der einzige Sohn des Bauer auf das Pferd, um es zu reiten. Schnell war er nicht mehr alleine, das halbe Dorf schaute zu, wie er stolz auf dem schönen Pferd ritt. “Aah, wie hat der es gut!”
Aber plötzlich schreckte das Pferd, bäumte sich auf und der Sohn, der einzige Sohn des Bauern fiel hinunter und brach sich das Bein, in viele kleine Stücke, bis zur Hüfte. Und die Nachbarn schrien auf und sagten: “Oh, der arme Bauer: Sein einziger Sohn! Ob er jemals wieder wird richtig gehen können? So ein Pech!”
Aber der Bauer sagte nur: “Wer weiß?!”

Einige Zeit später schreckte das ganze Dorf aus dem Schlaf, als gegen Morgen ein wildes Getrappel durch die Straßen lief. Die Soldaten des Herrschers kamen in das Dorf geritten und holten alle Jungen und Männer aus dem Bett, um sie mitzunehmen in den Krieg. Der Sohn des Bauern konnte nicht mitgehen. Und so mancher saß daheim und sagte: “Was hat der für ein Glück!”

Aber der Bauer murmelte nur: “Wer weiß?!”

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Was ist die Moral von der Geschichte?

Was ist schon richtig, was ist schon falsch?

Alles, was im Moment scheinbar falsch ist, kann im nächsten Moment genauso richtig sein. Es, wenn unser innerer Zeuge einen Schritt zurücktritt und die ganze Reise betrachtet, dann kann er erkennen, dass jeder Schritt, jeder Tritt, jeder Fehltritt Teil unserer eigenen, ganz vollkommen Reise ist.

Wenn du dich jetzt vielleicht fragst, ob Vollkommenheit nur eine Illusion ist, und ob wir uns damit nicht etwas vormachen:  Wer sagt denn, dass die Unvollkommenheit, die wir ständig in allem sehen, nicht genau so eine Illusion ist?

Es ist auf jeden Fall ein sehr heilsamer Standpunkt, mal durchzuatmen, sich auf Martin Buber zu besinnen, den Moment zu spüren und sich zu fragen: Was wäre, wenn dieser Moment vollkommen ist? Was wäre, wenn ich vollkommen bin?

Ohne zu wissen, was gerade richtig und was falsch ist. Einfach nur da zu sein. Es ist schön, oder?

Dein Hauke Prigge

 

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